Anne Karre: Jetzt ätzt der Irre vom Bosporus seit geraumer Zeit so herzzerreißend durch die Lande, sodass nicht nur seinen Landsleuten warm ums Herz wird. Überall eskaliert es und die Deutschen verstehen wie immer nur „Bahnhof„. Das ist eine tragische Situation, die man so nicht stehen lassen kann, zumal die Deutschen auf diese Art nicht mitbekommen was ihnen da wirklich gerade passiert. Bei Merkel ist das so schon von Vorteil, dass ihr das alles spanisch vorkommt und sie deshalb besonnen gar nicht reagiert. Jetzt muss dringend noch eine weitere Eskalationsstufe gezündet werden.
Völlig unbestätigten Gerüchten irgendwelcher Greisen zufolge hat es geheime Verhandlungen zwischen Recep Tayyip Erdogan und Jan Böhmermann gegeben. Immerhin hat Erdogan wohl eingesehen, dass er in Deutschland keinen besseren „Ätzer“ als Böhmermann finden kann. Das hat ihm sogar ein deutsches Gericht schriftlich bescheinigt. Böhmermann kann sogar richtig „populistisch“ auf Deutsch ätzen, was der Erdogan überhaupt nicht auf die Reihe kriegt. Der kann immer nur auf Türkisch schimpfen, nicht einmal auf Englisch. Auch vom Aussehen her ist der Böhmermann nur geringfügig zu modifizieren, um definitiv als Double vom Erdogan durchgehen zu können. Mal ehrlich, wenn man sich das Bild so betrachtet, wer wollte die beiden später auseinanderhalten, wenn beim Böhmermann der Bart erst einmal ab ist.
Das entscheidende an den laufenden Eskalationen ist doch ohnehin nur der Unterhaltungswert, der Theaterdonner. Wer kann da richtiger für den Job sein als Jan Böhmermann. Wie in der Politik üblich, muss man sich morgens noch gegenseitig bespucken können, um dann mittags gemeinsam die verspuckte Suppe wieder auslöffeln zu können. Das ist Politik! Das kann für Erdogan nur ein „Professioneller“ besorgen, ein Lohnschwätzer sozusagen.
Der Künstlername wackelt noch
Nach unseren Informationen ist lediglich nicht so ganz klar unter welchem Pseudonym der Böhmermann dann in Deutschland für den Erdogan an- und auftreten wird. Im Gespräch war zunächst „Jan Erdomann„. Wobei sich „Recip Böhmergan“ etwas granatiger anlässt. Letztlich geht es darum, dass auch die Deutschen Erdogans Anliegen korrekt mitbekommen. Immerhin hat die Bundes-Mutti hierzulande immer weniger zu vermelden. Und wenn diese Region absehbar in neue Hände kommt, wäre es doch schön die Ansage dazu wenigstens mal auf Deutsch gehört zu haben, bevor die Türkisch-Kurse hier Pflicht werden.
Selbstredend hat Erdogan seine Landsleute bereist 2011 davor gewarnt sich hier in Deutschland keinesfalls zu „assimilieren„. Das hat ein Türke nicht nötig: Erdogans Rede erzürnt deutsche Politiker … [DIE•FÄLLT]. Natürlich hat er damit in Deutschland keinen Politiker wirklich erzürnt. Das Schmierblatt musste es nur dergestalt schreiben, damit es so aussieht als ob. Aufgestanden ist danach ebenfalls nichts, ganz so, als wüssten unsere Politiker bereits seit Jahren wie der Hase läuft. Bestimmt wird er diesen Lehrsatz für seine Landsleute häufiger noch repetieren. Ach ja, dass kann ja im Rahmen des neuen Unterhaltungsformats: „Türken stapeln mit Böhmermnann“ dann die Böhmer-Gun selbst besorgen. Wir sind jedenfalls sehr gut beraten, die Sache rund um den Erdogan als echtes Unterhaltungsprogramm der extra-ordinären Art (gleich nach dem Container) zu begreifen. Ansonsten müsste man sich ja glatt darüber „erzürnen“.
Zusammengezwungene Gegensätze – wie kann das naturgemäß zwangsläufig nicht anders enden, wenn der Auslöser für die Eskalation dann da ist, was unweigerlich dann geschieht, wenn übermäßige Zusammenzwingung erfolgte? In Krieg.
Kann es daher richtig sein zwei gegensätzliche Kulturen übermäßig zusammenzuzwingen, wenn beide auch noch imperialistisch gesteuert werden? Natürlich nicht.
Mir kann keiner weiß machen, dass es moralisch und ethisch vertretbar sei dieses von vornherein absehbare Risiko einzugehen.
Ich bleibe dabei -Imperialismen sind nicht integrierbar sondern Imperialismus führt naturgemäß nicht anders möglich zwangsläufig zu Krieg.
Darum jedem sein Territorium.