Wird sich Österreich auf Präsidenten-Sharing verlegen

 Präsidenten-Sharing austria_bundesadler_oesterreich_adler_wappen_hoheitszeichen_wahl_panne_peinlichkeit_72dpiVer-Schiebung: Seit ger­aumer Zeit lautet das Mot­to in Öster­re­ich: “Ganz oder gar nicht”, an sich eine urdeutsche Tugend, da muss halt alles passen. Das stellt die Ö‑Streicher aber ganz offen­sichtlich vor eine nahezu unüber­windliche Her­aus­forderung. Ist  Präsi­den­ten-Shar­ing die Lösung? Dort wird es ger­ade zur Kür erhoben, for­mvol­len­det einen Präsi­den­ten zu wählen. Die Gefahr ist groß, daran endgültig zu scheit­ern. Aber auf gewöhn­lichen Wahlbe­trug, wie in vie­len Nach­bar­län­dern üblich, mag man sich dort ein­fach nicht (mehr) ein­lassen.

Aktuell ist die Polit­mannschaft soweit, dass man die für den 2. Okto­ber 2016 anber­aumte Präsi­den­ten-Stich­wahl erst ein­mal ver­schiebt: Sobot­ka: “Wer den Schaden hat, hat den Spott”[Kro­ne] … da hat er wahrlich recht, dafür sor­gen jet­zt wir. Schuld ist in diesem Fall ange­blich ein mieser Kle­ber, der ander­norts Leute prob­lem­los in ihren Posten gehal­ten hat. Die Umschläge für die Wahlka­rten ließen sich auch lange nach dem Ver­schließen weit­er­hin prob­lem­los, vor allem aber ohne Gewal­tan­wen­dung, öff­nen.

Ein starkes Indiz dafür, dass der Kle­ber nicht klebte, mithin Totalver­sagen an der ganzen Falz. Das geht natür­lich gar nicht. Dies wiederum entspricht nicht den Vor­gaben des Wahlge­set­zes und macht damit eine kor­rek­te Wahl für den bish­er anber­aumten Ter­min schlicht unmöglich. Jet­zt müssen erst ein­mal aller­hand Wahlun­ter­la­gen nach­pro­duziert wer­den … dies­mal män­gel­frei, ver­mut­lich unter Ver­wen­dung ein­er Extra­por­tion des besten und edel­sten Leims. Zuvor muss allerd­ings noch ein neuer Wahlter­min fest­gelegt wer­den, der nach den bish­eri­gen Pla­nun­gen der Ver­anstal­ter noch in diesem Jahr sein soll.

Alexander_Van_der_Bellen_2016_Austria_Oesterreich_President_PraesindentDer­weil wird der Grüne (Alexan­der van der Bellen) immer grauer und auch der für geschönte Demokra­tien übliche Bartwuchs lässt sich kaum mehr ver­ber­gen. Hof­fentlich wird er die Wahl noch erleben kön­nen. Immer­hin ist im Win­ter die Rutschge­fahr viel größer und das kön­nte die Wahlbeteili­gung der alten Grü­nen drama­tisch senken, sofern nicht noch ein weit­eres Mal ver­schoben wer­den muss … vielle­icht wegen eines Druck­fehlers auf den Wahlka­rten, wer weiß?

norbert_hofer_fpoe_oesterreich_praesitentenwahl_2016_europa_rechtsAuch dem Blauen geht’s nicht bess­er (Nor­bert Hofer), der wird immer brauner und der geflissentlich gemiedene Bart, den haben wir fix mal drangemacht, damit das rechte Klis­chee ja nicht lei­det. Wenig­stens gehen die Öster­re­ich­er mit dieser elen­den Rechts- Links-Debat­te in eini­gen Teilen etwas gelassen­er um als die Deutschen … die wegen ihrer ganz schlecht­en Erfahrung mit einem Öster­re­ich­er, stets am Rande des Ner­ven­zusam­men­bruchs vor sich hin wählen.

Präsidenten-Sharing schon ab 2017

Nach den näch­sten vor­läu­fi­gen Pla­nun­gen kön­nte ein Ter­min für die Stich­wahl entwed­er auf den 27. Novem­ber oder aber den 4. Dezem­ber fall­en. Alles in allem wird Öster­re­ich somit früh­estens Anfang 2017 einen neuen Bun­de­spräsi­den­ten bekom­men, voraus­ge­set­zt die Wahl läuft aus­nahm­sweise mal fehler­frei ab. Selb­stver­ständlich gäbe es zu diesem Wahlzirkus eine sattsame Alter­na­tive, die ein wenig mehr Kreativ­ität voraus­set­zte. Da bei­de Kan­di­dat­en einen sehr hohen, nahezu gle­ichen Zus­tim­mungswert inner­halb der Bevölkerung erzie­len kon­nten, muss man sich das Leben doch nicht unnötig noch schw­er­er machen als es ohnehi®n schon ist.

Man kön­nte doch prob­lem­los ein Präsi­den­ten-Shar­ing vere­in­baren. Rechen­the­o­retisch wäre die Zus­tim­mung der Bevölkerung dazu nahezu 100 Prozent. Von Quar­tal zu Quar­tal, mal der Eine, mal der Andere. Damit hätte Öster­re­ich auch dop­pelte Sicher­heit, sollte mal ein­er der Präsi­den­ten einen Tota­laus­fall erlei­den, müssten nicht schon wieder Präsi­den­ten­wahlen anber­aumt wer­den. Insoweit von hier aus unsere ulti­ma­tive Empfehlung an die öster­re­ichis­che Rep­lik: Macht Präsi­den­ten-Shar­ing! Diese Option sollte spätestens dann umge­set­zt wer­den, wenn noch ein­mal ver­schoben wer­den muss. Also dann: “Wählt gut”! Und soll­ten alle Stricke reißen, wür­den wir ohne jed­wedes Fed­er­lesen, sog­ar unseren Opa Gauck (kosten­los aber nicht umson­st) zur Ver­fü­gung stellen, denn der ist hier schon seit Jahren völ­lig “überflüs­sig”.

Wird sich Öster­re­ich auf Präsi­den­ten-Shar­ing ver­legen
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Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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3 Kommentare

  1. Zumin­d­est dür­fen die Ö‑streicher ihren Präsi­den­ten wählen.
    In der Demokratur Deutsch­lands ist das dem Volk ver­wehrt.
    Die AfD fordert das zwar, diese Forderung soll aber recht­sradikal und pop­ulis­tisch sein.
    Daß diese Forderung recht­sradikal und undemokra­ti­ach sei, ist klar.
    Schließlich fordert auch die NPD dieses.
    (Tat­säch­lich ste­ht sowas nur bei AfD und NPD im Parteipro­gramm)
    Und das Volk fordert das auch? Nichts anderes bedeutet “pop­ulis­tisch”!
    Das geht in der Demokratur Deutsch­land zu weit.
    Wo kom­men wir hin, wenn in ein­er Demokratie, das Volk etwas zu sagen hätte?

    So eine Fehlen­twick­lung wie in Ö‑streich darf es in Merkel-ges­teuerten Deutsch­land nicht geben. Oder hat hier ARD & ZDF ver­sagt?

  2. HiHi wie bei der Feigmann Brief­marke wo ja auch ange­blich der Kle­ber schuld war…und dann stellte sich her­aus, dass die Leute die falsche Seite bespuckten:-)Gaaaaanz egal wer den Kleb­stoff dies­mal lieferte;-)lol
    Aber nun eben 16 Jahre gewor­dene Jugendliche zu ein­er Stich­wahl, wo sie Ursprünglich gar­nicht wählen durften mitein­beziehen zeugt von den Nöten der gequ(w)ählten. Ich durfte erst mit 21 zur Präsidentenwahl.Da verk­la­gen die doch lieber unsere Staats­druck­erei um noch eine Mille der Steuerzahler und haben dop­pel­ten Ersatz für die verstorbenen.….gehts noch!?
    Da klingt die Shar­ing Vari­ante doch gar­nicht soooo übel;-)
    Grüße aus Wien

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