Gotteslästerungsparagraph bleibt Pflichtprogramm in Deutschland

Gotteslästerungsparagraph bleibt Pflichtprogramm in Deutschland je-suis-charlie-jesus aleppo-raqqah-homs-syriaBRDigung: Der Toleranz werden in Deutschland immer engere Grenzen gesetzt. Galt Toleranz lange Zeit als eines der höchsten Güter unserer offenen Gesellschaft, können wir heute mit Stolz verkünden, nicht mehr ganz dicht zu sein. Dies leistet auch der Intoleranz Vorschub, denn aus besagten Gründen, nebst der sich hier massiv ändernden Lebensumstände, muss die Toleranz zunehmend eingeschränkt werden. Der legendäre Satz: „Keine Toleranz gegenüber der Intoleranz” ist also die Verwirklichung einer eingeschränkten Toleranz, was sich dann positivistisch ausgedrückt so darstellen sollte: „Toleranz für die Intoleranz“, denn auch die will ja toleriert werden, sonst würde das erfreuliche Motto einfach sinnfrei krepieren. Letzteres scheint sich nun zunehmender Beliebtheit zu erfreuen (der Trend). Natürlich muss man auch der Intoleranz gegenüber tolerant sein. Nur ab und an darf man ausnahmsweise doch einen Riegel vorschieben, um wenigstens so eine Art Rest-Toleranz aufrechtzuerhalten.

Stein des Anstoßes war die nachfolgende Petition: Petition 56759[Bundestag], die wurde von hier aus gestartet: Petition zur Streichung des „Gotteslästerungsparagraphen“ abgelehnt[Giordano-Bruno-Stiftung]. Im wesentlichen las sich die Begründung für die Petition wie folgt (Auszug):

„Mit der Streichung von § 166 StGB“, argumentierte die Petition, „käme der deutsche Staat auch einer wichtigen Forderung des UN-Menschenrechtskomitees nach“, das erklärt hatte, dass „Verbote von Darstellungen mangelnden Respekts vor einer Religion oder anderen Glaubenssystemen“ mit dem „Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte“ inkompatibel seien. Nicht zuletzt wäre die Abschaffung des „mittelalterlichen Diktaturparagraphen“ (Kurt Tucholsky) auch eine „angemessene rechtsstaatliche Reaktion auf die Einschüchterungsversuche militanter Islamisten“- Denn mit einer ersatzlosen Streichung von § 166 StGB würde der Gesetzgeber „unmissverständlich klarstellen, dass der Freiheit der Kunst in einer modernen offenen Gesellschaft höheres Gewicht beizumessen ist als den ‚verletzten Gefühlen‘ religiöser Fundamentalisten.“

Wer nun noch eine kleine Erinnerung braucht und was tatsächlich abgeht, dem sei hier der bezogene Paragraph des Strafgesetzbuches noch einmal in Erinnerung gerufen:

Strafgesetzbuch § 166
Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen
(1) Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
(2) Ebenso wird bestraft, wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3) eine im Inland bestehende Kirche oder andere Religionsgesellschaft oder Weltanschauungsvereinigung, ihre Einrichtungen oder Gebräuche in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören.

Aber offensichtlich hätte das dann doch zu viel Toleranz bedeutet, so dass sich der Petitionsausschuss für die Ablehnung dieser Petition entschied, um ein Exempel für die Intoleranz zu statuieren. Weiteres zur Begründung der Versagung findet sich auf der oben verlinkten Seite der Giordano-Bruno-Stiftung.

Man kommt nicht umhin, dem Petitionsausschuss ein gewisses Maß an Weitsicht zuzubilligen. Wähnten wir uns bislang schon auf sicherem Weg zum Gottesstaat unter dem Pastoren Gauck und der Pastorentochter Merkel, war dies wohl doch nicht die anvisierte Stoßrichtung. In sehr weiser Voraussicht hat man im Petitionsausschuss möglicherweise die Konvertierung der gesamten Nation, vom Christentum zum Islam vorhergesehen. Angesichts der aktuellen Entwicklung nicht weiter verwunderlich.

Wenn man heute auf eine Rolle Klopapier „Bibel“ druck und dies als Ausdruck seiner (Nicht)Religiosität unter die Leute bringt, wird es keine weiteren Folgen haben, außer vielleicht ein mildes Lächeln. Derselbe Akt mit „Koran“ ist natürlich ganz anders zu bewerten und hat gemäß des hier in Rede stehenden Paragraphen entsprechende Konsequenzen, wie hier aufgezeigt wird: Koran auf Klopapier ist strafbar[TAZ]. Jetzt kann man füglich darüber streiten, ob das Christentum toleranter ist oder nur seine blutige Phase bereits beendet hat. Immerhin klafft da eine Zeitdifferenz von rund 600 Jahren zwischen dem Christentum und dem Islam. Das spräche eher für einen eklatanten Nachholbedarf und einer erst sehr viel später daraus erwachsenden Toleranz, sofern dies dann von einer adäquaten Einsicht begleitet wäre.

hampelus_karikatur_religionskrieg_jesus_hampelmann_mohammed_islamisten_christen_juden_dschihad_Gott_Glauben_Wahnsinn_Eifer_Religioten_Manipulation.gifEine Karikatur, wie links gezeigt, ist mit dem Jesus überall ein netter Hingucker, hat er sich doch für uns alle zum Hampelmann gemacht und wäre natürlich auch in jeder christlichen Kirche eine absolute Bereicherung, ja geradezu der Ausdruck unserer alltäglichen Haltung zum Thema. Dasselbe ausgestellt mit bestimmten Größen aus der 600 Jahre zu spät gekommenen Religion, könnte dann toleranzbedingt auch tödlich enden, weil wir doch dort die Intoleranz jetzt tolerieren wollen, um auch weiterhin als tolerant gelten zu dürfen. Insoweit wird zurecht gefordert, gegenüber der jüngeren Religion mehr Nachsicht zu zeigen (aus integrationspädagogischen Erwägungen), bis auch sie ihr „Blut-Soll“ erfüllt hat. Zwar leben wir aktuell in demselben Jahrhundert, da wir aber Zeitreisen nicht wirklich beherrschen, müssen wir uns wohl oder übel mit einer Parallelwelt in diesem Bereich abfinden. Nichts anderes gibt uns der Petitionsausschuss mit der Ablehnung zur Streichung besagten Strafgesetzbuch-Paragraphen zu verstehen.

Gotteslästerungsparagraph bleibt Pflichtprogramm in Deutschland
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Über WiKa 2247 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

3 Kommentare

  1. schwer zu erlesen was eure meinung zu dem thema ist

    ps: ich denke nicht dass man auch die freiheit bekommen sollte die mutter oder vorfahren einer person zu verletzen, also welcher schwachsinnige kommt auf die idee (ausser einem böswilligen) man sollte das beleidigen von religion erlauben?

    • Hiesige Meinung? Ganz einfach: Idiotie und Dummheit bekämpft man nicht mit Gesetzen und Verboten, sondern mit Aufklärung und Wissen. Mit ersteren drückt man sie nur Nischen, in denen sie dann noch unkontrollierter gedeihen als unter den Augen einer wachen und Widerstand leistenden Mehrheit.

  2. Schon Thomas Mann wußte:

    Toleranz wird zu einem Verbrechen, wenn es dem Bösen dient.

    Und eine sogenannte Religion wie der Islam ist böse. So haben die Frauen weniger Rechte wie Tiere und eine angebliche Beleidigung rechtfertigt absolut jede Reaktion. Es ist ja nicht von ungefähr, daß Terrorismus seine ausschließlichen Wurzeln im Islam hat. Welcher Terrorist, welcher Terrorakt hat andere Wurzeln? Der Islam ist garkeine Religion im eigentlichen Sinn, er ist eine soziale Ordnung, besser eine politische Bewegung unter dem mißbräuchlichen Deckmantel einer Religion. Das sollte man auf garkeinen Fall tolerieren sondern den Mißbrauch beim Namen nennen.

    Aber solange Frau Merkel für diesen Mißbrauch blind ist und Obama -selber Islamist- ihr Freund ist, wird sich wohl nicht allzuviel ändern. Allein aus der kriminellen Belastung Deutschlands wegen Merkels Einstellung bzw. Blindheit, muß diese bürgerferne Dame so schnell wie möglich weg.

    Davon abgesehen halte ich Religion nur für eine Sonderform der Dummheit, eine Bequemlichkeit der sonst etwas mühsameren Denkprozesse. (Woran viele gut verdienen!) Im Islam wohnt aber nicht nur Dummheit sondern auch das Böse in Form einer ungeheuren und ungebremsten Machtgier. Sowas darf nicht toleriert werden.

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