Erstes Patent auf Atemluft wird erteilt

Erstes Patent auf Atemluft wird erteilt Die neue atemluft frisch patentiert qpressGlücksritterhausen: Wenn man nicht durch die Natur beschenkt wird, dann halt gelegentlich durch das europäische Patentamt. Ob man da Beamte kaufen kann oder nicht entzieht sich offiziell unserer Kenntnis, oder besser gesagt wir verraten es einfach nicht. Das liegt daran, dass wir demnächst das erste Patent auf Atemluft erteilt bekommen werden, was ein großer Segen für die Zukunft sein wird. Mindestens halt für unsere finanzielle Zukunft, denn für die Nutzung der erdumspannenden Atemluft gibt es tatsächlich ein Milliardenkundschaft.

Wer die in Zukunft nicht zahlen kann, dem wird halt ganz einfach die Luft abgedreht und schon hat sich der Kittel geflickt. Natürlich kann Atemluft nicht so ohne weiteres patentiert werden, wohl aber eine ganz spezielle Mischung der Atemluft, die nachweislich einzigartig ist und deshalb mit der heutigen Atemluft natürlich rein gar nichts zu tun hat, außer vielleicht einige wenige Hauptbestandteile des luftigen Gebräus. Konkret wird jetzt eine Atemluft patentiert, die einen Dioxygen-Anteil von kleiner gleich 20,7 Prozent aufweist. Das ist tatsächlich eine Neuheit, denn aktuell liegt der Dioxygen-Wert noch bei 20,94 Prozent, wie man hier zweifelsfrei nachschlagen kann: Luft[Wikipedia]. Eine echte Herausforderung für unsere Fachleute, den Sauerstoffverbrauch nunmehr durch Absenkung des Dioxygen in der Atmosphäre zu reduzieren. Aber immerhin liegen wir damit voll im Trend was Umwelt- und Ressourcenschonung anbelangt.

Bezüglich der Kosten, die alsbald auf die Abermilliarden (Menschen) Kunden zukommen, lässt sich derzeit noch nichts genaues sagen. Da aber ein Großteil der Entwicklungsarbeit von Mutter Natur geleistet wird, sollte es eine relativ erschwingliche Angelegenheit für die Menschheit werden. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte die neue Atemluft bereits in gut 15 bis 20 Jahren weltweit verfügbar sein, weil die Absenkung des Dioxygens in der Atmosphäre bereits signifikante Fortschritte macht. Naja, um ganz ehrlich zu sein, es ist ein absehbarer Prozess und den gab es auch schon mal anders herum, wie man hier wiederum in Erfahrung bringen kann: Entwicklung der Erdatmosphäre[Wikipedia], aber das Geschäftsmodell ist einfach genial, nicht wahr.

Sie sind ernsthaft der Meinung dies sei ein Scherz? Ja schon gut, so beruhigen sie sich doch wieder, natürlich war das ein Scherz … aber auch nur für den Moment, denn was mit der Paprika geht, siehe hier: Syngenta erhält Lebensmittel-Patent auf Paprika [DWN], wird doch nach Adam Riese auch mit der Atemluft analog funktionieren. Mit Brokkoli geht das auch, wie man im beigefügten Filmchen sehen kann.  In beiden Fällen lässt man Mutter Natur ordentlich arbeiten und wirken, aber zum Abkassieren kommen wir schnell genug nach vorne, sogar noch um einiges dreister als Nestlé beim Wasser. Zwar wäre im Normalfall auch die Nummer mit den Paprika nicht patentfähig (sogar verboten), aber dank einer funktionierenden EU, die sich notfalls auch veranlasst sieht Naturgesetze via irgendeiner Verordnung von Grund auf zu novellieren, ist also selbst das Unmögliche heutzutage möglich. Also dann, verwetten wir mal nicht zu viel darauf, dass das hier angesprochenen Patent auf die Atemluft tatsächlich ausbleibt. Beim europäischen Patentamt ist das locker in Reichweite.

Erstes Patent auf Atemluft wird erteilt
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

6 Kommentare

  1. Na wenn das mal wegen der mangelnden Erfindungshöhe nicht nur Gebühren zur Ernährung der Beamtenschaft kostet.

    Etwas anderes wäre da schon die Patentierung von heißer Politikerluft. Denn genau diese strotzt ständig unter schwindelerrregender Erfindungshöhe 😉

    • Du sprichtst die „Schöpfungshöhe” an … ich kenne die nur als „Sch®öpfungshöhe”, aber wie dem auch sei, die Nummer mit der Paprika ist schon hanebüchen und so wird das wohl weitergehen … 🙁

  2. Bittere Realsatire ? Irgend wie erinnert mich das an einen Film, in dem die Menschen über ein „Lebenszeitkonto“ gesteuert wurden und wo zwei Cleverlies sich immer neue Lebenszeit zusammen geraubt haben……Schöne neue Welt der geistig pervertierten Eliten !

  3. Tja Leute,
    gewöhnt Euch schon einmal an kleinere Wohnungen und Wohnbereiche. Man benötigt ja auch heute keine großen Wohnungen oder gar Häuser für 1 oder 2 Personen. In Zeiten des Internet ist alles ja sofort greifbar. Man benötigt keine Warenlager für was auch immer (Pizzabote, Musik- und andere Streaming- und Clouddienste). Kann man ja heute schon alles unter der Brücke erledigen. Und frische Luft NOCH kostenfrei dabei.
    Potzblitz – Das Patent der Zukuft!

  4. Mein Freund (Cicero) sagte mir mal:
    Alles was Du brauchst, ist ein Garten und eine Bibliothek.
    Irgendwie muß er sich wohl versprochen haben oder sein Denken muß in alten Zeiten sich verfangen haben. Er meinte wohl:
    Alles was Du brauchst, ist Aldi und das Internet.
    Die in diesem Zusammenhang einzig wichtige Frage, nämlich ob es da als Essentials patentierte Paprika oder nur normale Paprika gab, gibt oder geben wird, habe ich leider nicht hinterfragt.
    Nun strebt der Mensch ja seit Urzeiten und permanent nach Verbesserungen der Sorten. Und oft helfen uns dabei die Politiker indem sie uns zu irgendwas nötigen. Es mag sinnlos erscheinen, Hauptsache es entsteht Not. Denn Not macht erfinderisch. Die Not der Paprika-Anbauer brachte jedenfalls so viel Erfindungsreichtum, daß dieser sogar eines Patents würdig war. Als nächstes kommt die Kartoffel. Hoffentlich kann der Endverbraucher dann noch die Kartoffel-Chip-Lizensen berappen. Satt muß ja niemand werden, schmecken muß es auch nicht. Im schlimmsten Fall erzählt uns das Fernsehen, was daran so gut ist. Hauptsache es wird alles Geld abgeliefert.

    Ähh, – was ist an patentierten Paprikas denn nun besser?

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