Armutsautomatisierung mittels Mindestlohn, Flüchtlinge, Roboter

Armutsautomatisierung mittels Mindestlohn, Flüchtlinge, Roboter Armut ist keine eine grosse Schande Koalition unrecht Sozialstaat Kapitalismus qpressIndustrialisierung 4.0: Wir sollen da alle kräftig mitfeiern, weil darin angeblich das Heil unserer Gesellschaft liegen soll, obgleich es für die Mehrheit nur Elend bedeuten wird. Immerhin wird uns fortwährend suggeriert, dass die Automatisierung und die totale Kommerzialisierung von Wirtschaft und Gesellschaft unsere Zukunft bedeutet. Dass aufgrund des Fortschreitens dieses Prozesses eine Mehrzahl der Menschen irgendwann kein Erwerbseinkommen mehr haben wird, einfach weil es an Arbeit mangelt, kann doch den Kapitalismus nicht trüben.

Die zigfache Steigerung der Produktivität in den vergangenen Jahrzehnten ist doch schließlich das Verdienst des Kapitals, welches den Fortschritt finanzierte und nicht Verdienst der abhängig beschäftigten Lohnsklaven Menschen, die diesen Fortschritt nur durch ihre Arbeit und Erfindergeist begleiteten. Eigentlich sollte der Produktivitätszuwachs einmal dazu führen, dass der Mensch mit 10-15 Wochenarbeitsstunden eine Familie ernähren könnte. Da aber der Wettbewerb in dieser Zeit erheblich höher zu bewerten ist als jedwede Menschlichkeit, haben wir logischerweise die umgekehrte Situation. Alle Familienmitglieder müssen immer länger arbeiten, um überhaupt zu überleben. Wer darin nicht die wahren Werte unserer Leistungsgesellschaft erkennt, hat die Zeichen der Zeit verpennt!

Natürlich sind wir sozial, was man von den unintelligenten Automaten nicht erwarten darf. Die nun einsetzende Diskussion um den erst kürzlich in Deutschland eingeführten Mindestlohn war zu erwarten. Unter dem (Ein)Druck der noch schwappenden Flüchtlingswelle wird gefordert, den Mindestlohn entweder abzusenken oder womöglich gleich gänzlich wieder abzuschaffen, weil es ansonsten „unrentierlich” sei Flüchtlinge zu beschäftigen. Hier ein Beispiel für diese scheinheilige Debatte: Wie der Mindestlohn Flüchtlinge ausgrenzt[SpeiGel auf Linie]. Korrekt übersetzt heißt dies nichts anderes, als dass der Wettbewerb um die immer weniger werdende Arbeit den Markt behindert. Gemäß dem Prinzip von Angebot und Nachfrage müssten wegen des Überangebots an Arbeitskraft die Preise entsprechend verfallen, was auch passiert. Alles andere darf als Sozialgedusel abgetan werden und stellt demzufolge eine unzulässige Marktmanipulation dar.

Armutsautomatisierung mittels Mindestlohn, Flüchtlinge, Roboter Kapitalismus hamsterrad dem geld nachjagen rastlos ruhelos vollbeschaeftigt humankapital ausbeutung sozialstaat ende asozial heuschrecken turbolapitalismus hamster radDer „Preisdruck“ (auf die Löhne) auf das Humankapital kommt nur zu einem begrenzten Maße aus der beschriebenen Richtung der Zuwanderer. Letztlich wird die nur als Argument benötigt, um die Massen gegeneinander ausspielen zu können. Das wiederum ist nur wichtig, um auch in Zukunft die Rechte der Masse weiter einschränken zu können. Ein Nebeneffekt der Merkel’schen „Kinderlein kommet Politik” ist der Nachweis gegenüber den Menschen, dass sie nicht in der Lage sind, friedlich zusammenzuleben. Aufgrund der so nachgewiesenen Radikalität des Pöbels muss man regierungsseitig die Menschen strenger regulieren (zur ihrem Wohl). Dabei fällt es gottlob kaum mehr auf, dass die Menschen aufgrund schwindender Erwerbseinkommen immer weniger Lebensgrundlage haben.

Jetzt kommen erste Meldungen hinzu, die sich mit der Armutsautomatisierung befassen. Nehmen wir mal diese kleine Randnotiz her: Roboter und Computer verdrängen 60.000 Hilfsarbeiter [FAZ]. Nur gut, dass es sich hier um Hilfsarbeiter handelt. Das sind also die Billigjobs, die doch gerade unsere noch größtenteils unqualifizierten Neuankömmlinge ausfüllen sollten, so wird argumentiert. Keine Sorge, der Mythos, dass hier nur Ärzte und Facharbeiter einwandern ist noch lange nicht vom Tisch, aber es hat seinen Preis, diese Spezialkräfte-Legende aufrecht zu halten: Menschen ausländischer Herkunft haben häufiger Abitur als Deutsche[SpeiGel auf Linie]. Aha, wir sehen also, diese Billigjobs wären eigentlich nur für die unqualifizierten Deutschen da! Ja was denn nun?

Ok, diese Tatsache spricht schon deutlich für eine „Umvolkung”, denn welcher Arbeitgeber will noch mehrheitlich ungebildete Deutsche haben, wo doch die gebildeteren, beileibe preisgünstigeren und willigeren Arbeitskräfte aus der Ferne nur auf Einlass warten? Ähh, stopp, was wird denn hier nun wieder andersherum argumentiert? Die Mär vom gut ausgebildeten Flüchtling[Bayernkurier] … eben, man muss immer nur in die richtige Richtung salbadern, gelle. Auf der Arbeit braucht man nicht dummdeutsch daherreden, da sollte man gleich das Maul halten und tun was verlangt wird. Abgesehen davon liebt diese Klientel Mutti viel mehr als die renitenten deutschen Nörgelfritzen. Aus Sicht der Regierung verständlich, dass man auf unkritische und dankbare Neuwähler setzt.

Armutsautomatisierung mittels Mindestlohn, Flüchtlinge, Roboter Unfairteilung_Umverteilung_Armut_Altersarmut_Generationengerechtigkeit_Kinderarmut_Geldflut_innerer_Notstand_soziale_Gerechtigkeit_Bankenrettung_qpressDeshalb ist Zuwanderung gut für uns

Bei der Globalisierung, also im engeren Sinne bei der verschärften Umverteilung von unten nach oben, ist kein Platz für die zehrende Masse Mensch. Wenn die sich aufgrund des Preisdrucks gegenseitig ausrottet, ist das nicht wirklich schlimm, eher gewollt, solange ein gewisser Überschuss an Arbeitssklaven erhalten bleibt. Zuviel Überhang an Menschenmaterial bildet nur unnötiges Gefahrenpotential für Herrschaft und Wirtschaft. Hauptsache, dass jetzt niemand auf die absurde Idee kommt, dass das System womöglich fehlerhaft sei, die Umverteilung völlig verkehrt läuft und wir in der harten Realität doch eher eine humanistisch geprägte Gesellschaft benötigen und keine kapitalistische. Warum nur können wir uns nicht mehrheitlich über die notwendige Verelendung freuen? Unsere Regierung tut doch nun wirklich alles, um uns das Wohlleben der Herrschaft schmackhaft zu machen?

Armutsautomatisierung mittels Mindestlohn, Flüchtlinge, Roboter
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Über WiKa 2292 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

9 Kommentare

  1. Hallo WiKa,

    die Arbeit der Menschen wird über die steuerliche Belastung verteuert, während die Maschinen ohne entsprechende Steuern arbeiten können. Da die Unternehmen unter ständiger Konkurrenz stehen, können sie es sich meistens nicht leisten, sozial zu denken und mehr Arbeitnehmer einzustellen, statt in Maschinen zu investieren.

    Eine prozentual einheitliche Besteuerung der Arbeitnehmerentgelte, Abschreibungen und jeglichen Gewinn, mit der gleichzeitigen Streichung der Umsatzsteuer und der derzeitigen steuerlichen Belastung der Arbeitnehmer und der Unternehmen würde bewirken, dass die Nachfrage nach Arbeitnehmern steigen würde, mit der Folge von höheren Löhnen, höhere Einzahlungen in die Sozialkassen, etc..

    Brigitte

    • Ja, das ist nicht von der Hand zu weisen und genau dieser Umstand belegt ja wie krank eine Gesellschaft ist, die eine solche Entwicklung zulässt. Genau genommen müssten die Automaten ohne ende besteuert werden, damit die Gemeinschaft auch in Zukunft ohne Arbeit leben könnte … aber vermutlich ist gerade das im Moment nicht gewollt.

    • Hallo Saheike,

      nun ja, die Staaten springen in die Bresche, verschulden sich in steigendem Ausmaße, damit konsumiert und zugleich Gewinn erwirtschaftet werden kann.
      Die Kehrseite der Medaille ist, dass aufgrund der hohen Verschuldung Druck auf die Staaten ausgeübt werden kann, damit diese ihr „Tafelsilber“ billigst abgeben können.
      Dann, wenn auch dieses an „den Mann“ gebracht wurde, werden wohl die Reichsten und Mächtigsten unter Einsatz des Volkes gegeneinander kämpfen um ihre „Renditen“ zu sichern. 🙁 Klingt zynisch – doch ich kann mittlerweilen nicht mehr anderst.

      Brigitte

  2. „Zerschlagen wir allgemein alle Maschinen, alle Eisenbahnen, Druckereien, Telegraphen, alles, restlos alles, was die Arbeit erleichtern könnte, bis hinab zur Steinaxt, die die Produktivität der menschlichen Arbeit doch auch ganz ungebührlich steigerte. Fort mit all diesem Unsinn, und wenn es nicht reicht, so hauen wir allen Männern eine der beiden Hände ab! Wie viel mehr Zigarrenarbeiter werden in Havanna nötig sein, wenn sie nur mehr eine Hand haben!
    Kratzen wir die Ackerkrume mit unseren Fingernägeln auf, zünden wir das Feuer durch stundenlanges Reiben von Holz an. Dann werden wir wieder richtig wie früher in Höhlen leben dürfen.“

    Silvio Gesell (aus „Der Proletarier war wieder am Ende seines Lateins“)

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/01/stillstand-ist-ruckschritt.html

    Anstatt endlich die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft) zu wollen, in der es prinzipbedingt und unabhängig vom jeweiligen Stand der Technologie keine kapitalismusbedingte Massenarbeitslosigkeit mehr gibt, beschäftigt sich der „Normalbürger“ bis heute mit politischen Kindergarten-Diskussionen. Warum? Der „Normalbürger“ ist noch immer religiös:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2015/09/die-idiotie-vom-unverzichtbaren-zins.html

    • Hallo Herr Wehmeier,

      nur kurz zu folgenden Worten aus dem beigefügten Link: „Würden z. B. in Deutschland die Zigarren durch die Maschinen um etwa 100 Millionen Mark verbilligt, so werden sofort in der freiwirtschaftlichen Ordnung auch für 100 Millionen Mark andere Produkte nachgefragt werden“.

      Wenn sich die Zigarren aufgrund von Maschinenarbeit verbilligen, bedeutet dies, dass jemand in der Produktionskette weniger Geld bekommt. Dies werden vermutlich die Arbeitnehmer sein, welche durch den Einsatz von Maschinen ihren Arbeitsplatz verlieren.
      Obwohl also die Zigarren billiger geworden sind, ist deshalb nun kein „übriges“ Geld vorhanden, mit dem zusätzliche Nachfrage erzeugt werden kann.

      Brigitte

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