Griechenlandkrise mit Schäuble „Know How“ ad hoc zu lösen

Griechenlandkrise mit Schäuble „Know How“ ad hoc zu lösen Banksters not 2 big to jail qpress finanzkrise euro dollar Banker krise Knast pig schweinAbendlandteuer: Richtig gelesen, das Abendland ist nicht nur abenteuerlich, nein, vornehmlich ist es eine ziemlich teure Angelegenheit, jedenfalls dort wo der Euro regiert. Man muss sich so etwas auch leisten können. Wenn es darum geht ein kaputtes Geldsystem über die Zeit zu retten oder aber auch nur darum, ungleiche Volkswirtschaften möglichst lange in ein Korsett zu pressen, dann ist das schon eine Menge Bares wert, denn es lohnt sich wirklich. Alles passiert unter der Überschrift „maximale Solidarität“ … die zu üben uns zunächst einmal bei der Rettung von Banken gestattet ist. Wenn das zuverlässig gelingt, kann vielleicht irgendwann einmal an die Rettung von Menschen in Europa gedacht werden, ist aber definitiv die letzte Priorität

Griechenlandkrise mit Schäuble „Know How“ ad hoc zu lösen Schäube PanzerknackerWie wir wissen, ist die Situation mit und in Griechenland ziemlich verfahren, auch oder gerade weil man dort eine schlipslose Regierung hat, die sich überhaupt nicht nach den EU-Politik-Normen verhalten will. Dessen ungeachtet braucht es aber dringend Lösungen, damit unserer Finanzindustrie der Euro nicht vorzeitig um die Ohren fliegt. Allem Anschein nach ist endlich eine zuverlässige Methode entwickelt worden, wie man das griechische Finanzdebakel grundlegend in den Griff bekommen kann. Das Konzept stammt, wie könnte es anders sein, von keinem geringeren als unserem Finanzminister Wolfgang Schäuble, der schon mehrfach klargemacht hat, dass er sehr genau weiß wie man die Masse der €päer am geschicktesten schröpft. Anders als beim direkten, einmaligen Griff in die Kasse des Bürgers, ist die Nummer mit dem Negativzins viel intelligenter, langfristiger und auch erheblich nachhaltiger. Auch der Unmut der Menschen lässt sich so über Jahre verteilen.

Griechenlandkrise mit Schäuble „Know How“ ad hoc zu lösen zinsen_auf_staatsanoeeihen_nach_laufzeit_negativzins_euro_finanzkriseFangen wir mit der rechts gezeigten Grafik an. Da gibt es nachweislich einen ganz klaren Trend zum Negativzins. Die Schweiz hat es offensichtlich bereits auf der ganzen Linie geschafft, sogar im 10 Jahresbereich kann sie noch ordentlich an ihren Schulden verdienen, nur weil sie das Geld für die Leute staatlich aufbewahrt. Allerdings sind die Entgelte für die Aufbewahrung noch immer ziemlich mickerig, vermutlich weil es mit zu wenig Risiko verbunden ist. Auch Deutschland kommt gemäß der Grafik immer besser bei diesem Thema weg, kann ebenfalls einen angemessenen Negativzins dafür verlangen, das Geld der Gläubiger sicher zu verwahren.

Jetzt kommt der Clou. Wenn Griechenland alsbald Staatsanleihen mit einem satten Negativzins von 10 Prozent herausgeben würde, dann könnte das Land, wenn keine weiteren Komplikationen dazwischen kommen, linear in gut 10 Jahren völlig schuldenfrei sein. Es ist ohnehin sehr viel geschickter Griechenland einmal richtig und auch langfristig zu finanzieren, als jeden Monat wieder über Peanuts mit EZB und IWF verhandeln zu müssen. Das bringt einfach viel zu viel Unruhe und schlechte Schlagzeilen für den Markt. Angesichts des deutlich höheren Risikos sollten doch 10 Negativ-Prozente locker drin sein, oder? In jedem Fall wären dann die griechischen Schulden schneller weg als es sich Rest-Europa derzeit träumen ließe.

Da sollte es doch eine Ehre für die Bankster sein diese Papiere auch am Markt platzieren zu dürfen. Papiere, bei denen sich Griechenland nie wieder Gedanken zur Tilgung machen müsste, weil sich die Schulden quasi von alleine erledigen würden. Es wäre sowieso auch alles auch viel gerechter, denn Deutschland und die Schweiz brauchen gar nicht diese hohen Negativrenditen, die könnten die Schulden schon noch anderweitig bewältigen, aber Griechenland hat diesbezüglich einen nachgewiesenen Bedarf.

Griechenlandkrise mit Schäuble „Know How“ ad hoc zu lösen europa_ist_casino_die_bank_gewinnt_immer_euro_staatsanleiehn_banken_bankenrettung_qpressZwar steht das Geldsystem dann noch weiter auf dem Kopf als ohnehin schon, aber die selbstgemachten Probleme mit dem Zinseszins verlangen nach ebenso außergewöhnlichen Lösungswegen. Selbstredend werden sich die Banken nicht selbst an diesen Papieren vergreifen, aber bei den in Aussicht stehenden Renditen sollten die derlei Papiere doch locker bei der Hausfrau platzieren können. Würde die griechische Regierung jetzt noch Bestechungsgelder von bis zu 10 Prozent für die Banker mit einpreisen, wäre der Verkauf solcher Papiere mit Sicherheit ein Kinderspiel und das Casino lebte wieder richtig auf. Wie immer werden die kleinen „Kacker“ in Euroland die Zeche zahlen, dass müssten sie aber über den Steuergroschen sowieso, wo man doch (den Banken wegen) Griechenland fortwährend die Kohle in den Hals schieben muss. Nur in der hier beschriebenen Variante, vom Schäuble deutlich favorisiert, wäre es eben um Klassen ehrlicher, zumal wir doch wissen, dass gerade die Griechen es im Moment viel nötiger haben als alle anderen Staaten in Europa.

Griechenlandkrise mit Schäuble „Know How“ ad hoc zu lösen
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du noch denken oder denkst Du schon selbst?“

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  1. News 10.04. 2015 | Krisenfrei

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