Bolitisch, plöd, blakativ — wissenschaftliche Ossikunde, made in BRD

Die DDR war groß, aber die Bun­desre­pub­lik ist größer. Und noch viel größer im zele­bri­eren geschicht­spoli­tis­ch­er Kam­pag­nen, um den gel­ern­ten Bun­des­bürg­er so richtig zu verk­lick­ern, dass es sich nicht lohnt weit­er als bis zur Nasen­spitze zu denken. In ein­er Art Gedächt­nis- und Erin­nerungs­marathon, deren strahlende Sieger von vorn­here­in fest­ste­hen, wet­teifern die mit reich­lich finanziellen Mit­teln aus­ges­tat­teten Insti­tu­tio­nen und Gedenkstät­ten sowie Geschicht­spro­fes­soren und ‑dok­toren west­deutsch­er Herkun­ft darum, wer denn nun das düster­ste Bild der kleinen ach so bösen DDR zeich­nen kann.

Bolitisch, plöd, blakativ - wissenschaftliche Ossikunde, made in BRD Angela Merkel Staatsratsvorsitzende Wiederwahl Flag_of_East_Germany Gedenk BildnisSo haben denn diese Her­ren etwas erfun­den, was man wohl nur als „Ossikunde“ beze­ich­nen kann. Was so dabei her­auskommt ist wirk­lich sagen­haft. Auf der Strecke bleiben ermat­tet und gen­ervt die Ost­deutschen, die all­seits beäugt, bew­ertet und belehrt, sich nicht mehr wiederken­nen und im Inner­sten denken „Wer hat denen denn Aus­lauf gegeben.”

Der bere­its unüber­schaubaren Masse an Pub­lika­tio­nen über die böse DDR sind in den let­zten Jahren munter weit­ere unzäh­lige Büch­er hinzuge­fügt wor­den, die schein­bar alle Facetten des Lebens im ein­sti­gen Arbeit­er- und Bauern-Staat ausleucht­en. So viel Lit­er­atur gab’s noch nie über ein Land, zumal über ein solch kleines wie die DDR.

Doch in ihrem verzweifel­ten Ver­suchen das Wesen der DDR-Bürg­er zu ver­ste­hen, mutieren diese zu ein­er Art außer­friesis­chem grauen Mäuss­chen, das per Alp­träume den kap­i­tal­is­tis­chen Feu­dal­her­ren den puren Angstschweiß auf die Stirn treibt. So wird denn auch ver­ständlich das bei jed­er Regung dieser Unbe­que­men, sogle­ich die dicke Medi­enkanone aus­gepackt wird, um den DDR Bürg­er wieder­holt zur Strecke zu brin­gen.

Wir haben das mal ein biss­chen gesichtet und waren schock­iert wie so hoch deko­ri­erte Pro­fes­soren so einen unterirdis­chen Müll ver­fassen kön­nen. Auf zwei Bände sei hier beispiel­gebend aufmerk­sam gemacht, da sie den Anspruch eines Kom­pendi­ums erheben. Zum einen das »Erin­nerung­sorte der DDR« von Mar­tin Sabrow, 1954 in Kiel geboren und seit 2004 Direk­tor des Zen­trums für Zei­this­torische Forschung in Pots­dam; zum anderen ein Mauer-Band, her­aus­gegeben von Klaus-Diet­mar Henke, Jahrgang 1947, der von München über die Gauck-Behörde ins Direk­tore­namt am Han­nah-Arendt-Insti­tut für Total­i­taris­mus­forschung in Dres­den gelangte.

Man wird ein­fach nicht das Gefühl los, als ste­hen sich da zwei Box­er gegenüber, die sich endlich mal herzhaft die Nase ein­schla­gen, wer denn nun kap­i­tal­is­muskon­form die kleine DDR am besten dämon­isieren kann. Die DDR mutiert förm­lich zum Kampf­platz von Leuten die nie da gelebt haben. Und natür­lich färbt das auch auf die Insassen ab, die üblicher­weise die Sta­tis­ten­rolle des dümm­lichen Staats­bürg­ers beset­zen.

Während Sabrow sich mit der Etiket­tierung der DDR als bloßem »Unrechtsstaat« nicht zufrieden geben will, gibt es für Henke keinen Zweifel, dass im Osten 40 Jahre lang »kom­mu­nis­tis­che Willkür« herrschte. Weshalb er denn auch in sein­er Rezen­sion dem Band des Zun­ftkol­le­gen »nos­tal­gis­che bis mul­mige Rem­i­niszen­zen« unter­stellt. Runde eins geht glasklar an Henke.

Und der lässt nichts aus: Berlin-Krise, Ulbricht, MfS und »Fluchtver­hin­derung als gesamt­ge­sellschaftliche Auf­gabe«. Sabrow kon­tert mit sow­jetis­chen Gulags, dem gel­ben Elend und die All­macht der »Führen­den« und »immer Recht haben­den« Partei. Starke Worte von Einem der seit Jahrzehn­ten nur die Wahl hat, ob er ger­ade von Pest (CDU) oder Cholera (SPD) zur Ader gelassen wird. Und just in diesem Moment betritt der US-amerikanis­chen Absol­vent von Har­vard und Yale und später­er Pro­fes­sor für Geschichte und Poli­tolo­gie der Uni­ver­sität Detroit Andrew J. Port den Ring und stellt auf­grund sein­er Stu­di­enbe­suche im post-sozial­is­tis­chem Aus­land auch gle­ich mal die Sys­tem­frage:

“Die DDR existierte vier Jahrzehnte – länger als die Weimar­er Repub­lik und das Dritte Reich zusam­men – und war also ein rät­sel­haft sta­bil­er Staat, dessen Bestand drin­gend ein­er Erk­lärung bedarf.”

Und hier boxt sich Sabrow wieder in den Ring zurück, denn er legt schon­mal die Antwort fest:

Für die rät­sel­hafte Iden­ti­fika­tion der DDR-Bürg­er mit »ihrem« Staat will Sabrow »die Kon­flik­thaftigkeit und die innere Span­nung des viel­stim­mi­gen Umgangs mit der schwieri­gen DDR-Ver­gan­gen­heit« definieren.

Das bestre­it­et Henke vehe­ment – offen­bar schon aus Prinzip. Wohl nur um die näch­ste Runde einzuleuten, punk­tet Sabrow mit promi­nen­teren Namen wie der Vor­gauck­ler und Ulrike Poppe und Henke stützt sich auf ein “wun­der­volles Team”, das sich der Gedenkstätte Berlin­er Mauer wid­mete. Für bei­de Bände schrieb ein aktuell in Magde­burg leben­der Amerikan­er namens K. H. Jarausch. Im Sabrow-Band reflek­tiert er den Umbruch 1989/90 den er per TV erlebt hat und bei Henke sin­niert er über den Check­point Char­lie. So funk­tion­iert Mark­twirtschaft. Offen­bar hat sich Jarausch geschäft­stüchtig gle­ich an bei­de Seit­en verkauft.

Also wird die DDR in einem tripo­laren Kräftev­er­hält­nis neuer West­mächte zwis­chen Dik­tatur (Süd­deutsch­land), Arrange­ment (Nord­deutsch­land) und Span­nung (Ameri­ka) mal wieder neu ver­han­delt. Machen wir uns keine Illu­sio­nen, das Ergeb­nis stand schon von vorn­here­in fest. Man ist sich nur noch nicht darüber einig, auf welche Art dieses winzige Land denn nun eigentlich böse war.

Die von seinen Kol­le­gen gegebe­nen The­o­rien für dieses Sta­bil­ität­sphänomen waren ja bere­its vielschichtig, aber irgend­wie für Port nicht befriedi­gend. Mit dem mol­ligem Gespür ein­er Flasche Portwein nahm sich der Pro­fes­sor mit Abschluss in Har­vard Uni­ver­si­ty, Yale Uni­ver­si­ty und Insti­tut d’Etudes Poli­tiques für seine Analyse der Entwick­lung der Arbeits- und Lebensver­hält­nisse den Kreis Saalfeld vor, den er in 10 Kapiteln abgewirtschaftet hat.

Er ver­weist die Behaup­tung, dass die DDR so sta­bil war, „weil die Ost­deutschen so pas­siv und gehor­sam seien“, ins Reich der Leg­en­den. Vielmehr kann er über zweiein­halb Jahrzehnte nach­weisen, dass „viele Saalfelder – eingeschlossen Funk­tionäre der unteren Ebene und ein­fache SED-Mit­glieder – sich den ver­schiede­nen von Partei und Staat erhobe­nen Forderun­gen wider­set­zten, offen die Poli­tik der SED kri­tisierten und ihre Miss­bil­li­gung von unpop­ulären poli­tis­chen, sozialen und wirtschaftlichen Entwick­lun­gen zum Aus­druck bracht­en“ (S. 30).

Damit wider­spricht er der bedeu­tend däm­licheren The­o­rie „dass sich Partei und Regierung der DDR zwar nicht durchge­hend, aber über viele Jahre hin­weg ein­er beachtlichen Pop­u­lar­ität erfreuten.“ (Heinz Nie­mann, Mei­n­ungs­forschung in der DDR, Köln 1993.)

Port dis­tanziert sich auch von der bei eini­gen Forsch­ern vertrete­nen Auf­fas­sung, dass die DDR jahrzehn­te­lang vor dem Abgrund eines „laten­ten Bürg­erkriegs zwis­chen Beherrscht­en und Herrschen­den“ stand, zu vere­in­baren. (Armin Mitter/Stefan Wolle, Die heile Welt der Dik­tatur. All­t­ag und Herrschaft in der DDR, 1971–1989, Berlin 1998)

Doch wer nun glaubt, jet­zt ziehe endlich Hirn in die Diskus­sion ein, läuft Gefahr im geisti­gen Sumpf der neuen West­mächte abzusaufen.

„In sein­er bahn­brechen­den Studie präsen­tiert Andrew Port eine über­raschende Lösung für dieses Rät­sel: Ein­er­seits betont er die Bere­itschaft der Funk­tionäre, Kom­pro­misse einzuge­hen, sobald der Kon­sens inner­halb der Gesellschaft gefährdet schien, und zeigt damit, dass die DDR kein total­itär­er Staat war. Ander­er­seits war sie aber eben­so wenig eine sol­i­darische Not­ge­mein­schaft, son­dern eine durch soziale Span­nun­gen zer­split­terte Gesellschaft, was Masse­nun­ruhen ver­hin­derte und so gle­ich­falls zur Sta­bil­ität beitrug.“

Mit ein­er durch soziale Span­nun­gen zer­split­terte Gesellschaft ken­nt man sich in Ameri­ka bestens aus. Ach ja, die Straßen­schlacht­en in Saalfeld wo wir uns vor lauter sozialen Span­nun­gen gegen­seit­ig an die Gurgel gegan­gen sind, hat­ten schon was für sich. Da kon­nten wir nicht auch noch Rev­o­lu­tion machen. Viele erin­nern sich sich­er noch an Dr. Mar­tin Luther König wie er den Saalfeldern zurief: „I have a dream.“

Bolitisch, plöd, blakativ - wissenschaftliche Ossikunde, made in BRD merkel usa toller ausblick politik leicht gemacht ddr ansichtenUnd so legt Port auch noch ein­mal nach:

Die Beziehun­gen zwis­chen und auch inner­halb der sozialen Schicht­en, Arbeit­er, Bauern, Angestellte, waren „durch erhe­bliche Reibereien und grund­sät­zliche Span­nun­gen“ gekennze­ich­net.
„Let­z­tendlich waren es just diese Span­nun­gen, die im End­ef­fekt ern­sthafte Erschüt­terun­gen des Regimes von unten ver­hin­derten und somit eine Erk­lärung für die vie­len Jahren innen­poli­tis­ch­er Sta­bil­ität liefern.“ (S. 345–6).

Naja, da wäre dann noch die rein physikalis­che Frage zu klären, ob das Arschkriechen beim Boss in unserem heuti­gen Deutsch­land nicht mehr Reibereien verur­sacht, als der Wider­spruch eines DDR-Bürg­ers der sich als Besitzer des Staates ver­ste­ht und daraus gewisse Besitzansprüche ableit­et? Diese Frage kön­nte uns sicher­lich das Merkel pri­ma beant­worten.

„Zu diesem Ergeb­nis kon­nte Port nur kom­men, weil er in seinem Buch …[blabla]… nicht nur die ver­tikalen Beziehun­gen zwis­chen Staat und Gesellschaft berück­sichtigt, son­dern auch die hor­i­zon­tal­en Beziehun­gen zwis­chen den DDR-Bürg­ern selb­st.“
Sein Buch nimmt dadurch einen her­aus­ra­gen­den Platz in den Pub­lika­tio­nen über „All­t­ag und Herrschaft in der DDR“ ein. (Jörg Roesler, Leib­niz-Sozi­etät Berlin, 2010)

Doch alles hor­i­zon­tale und ver­tikale analysieren hat wohl nicht geholfen, da macht sich das flache Bil­dungssys­tem bemerk­bar. Einen urkomis­chen Ein­druck hin­ter­lassen diese hochdeko­ri­erten Pro­fes­soren und Dok­toren auf jeden Fall, immer­hin ste­hen ja 15 Mio Ossis zur Ver­fü­gung die man ein­fach fra­gen kön­nte. Da wäre sicher­lich mehr raus­gekom­men.

Inter­es­sant ist, das das Pro­pa­gan­da-Min­is­teri­um des KZ ZK der BRD (bpb, auch als Bun­deszen­trale für poli­tis­che Bil­dung bekan­nt) der Darstel­lung von Port vol­lkom­men wider­spricht, wo sie doch in ihrer Pro­pa­gan­da Lehr­ma­te­ri­alien für die Schule dem noch min­der­jährigem Homo Kon­sumen­sis ein­dringlich erk­lärt, dass die Ossis grund­sät­zlich an „Duck­mäuser­tum” lei­den. Das ganze „Jugend­magazin“ des bpb wird sodann aufge­hüp­scht durch ein paar abge­halfterte Bürg­er­rechtler der aller­let­zten Stunde, für die sich kaum noch ander­weit­ige Ver­w­er­tungsmöglichkeit­en find­en lassen.

So erk­lärt der bpb allen Ern­stes:

ossi mathe die Legende von der Berechnung was der wessi nicht kann„Dass die Schüler im Osten ihre demokratis­chen Rechte weniger wahrnehmen, hängt mit der Geschichte der Schüler­mitver­wal­tung in den bei­den poli­tis­chen Sys­te­men zusam­men. In der DDR entwick­elte sich eine Autoritäts­gläu­bigkeit, die Bürg­er mussten akzep­tieren, dass sie sowieso keine Rechte haben, fol­glich war die Schüler­mitver­wal­tung auch kein autonomes Organ.“ – Josef Kraus, Vor­sitzen­der des Deutschen Lehrerver­ban­des

Natür­lich fall­en dem min­der­jähri­gen Rekruten bun­des­deutsch­er Bil­dungsanstal­ten sofort die ach so „autonomen Organe sein­er Schülerver­wal­tung in den 60 und 70 Jahren der BRD“ ein, oder etwa nicht? Na sowas. Eine erfol­gre­iche Manip­u­la­tion ist gegeben, wenn Ihnen jemand “seine” Wahrheit aufzwin­gen möchte, um sich hege­mo­ni­ale Vorteile zu sich­ern, und Sie diese Vor­gaben als „Ihre” Wahrheit, als „Ihr Wis­sen”, übernehmen. Dies ist immer leicht möglich, wenn Sie keine Ver­gle­ichsmöglichkeit­en haben, weil sie waren ja nicht dabei.

Wer dann die größte Medi­en­macht hat, Infor­ma­tio­nen zu ver­bre­it­en und ständig zu wieder­holen, schafft so eine neue „Wahrheit” und neues „Wis­sen”, obwohl die Basis total ver­fälscht ist. Wie z.b. die Behaup­tung das die DDR pleite war. Jed­er Blick in den Bilanzen beweist einen grund­soli­den Staat­shaushalt, für heutige Ver­hält­nisse ger­adezu vor­bildlich.

Finanzkrise, Ret­tungss­chirm, Fiskalpakt? Mit Ossis wäre das wohl nicht passiert, aber die hat man ja aus allen gehobe­nen Posi­tio­nen ent­fer­nt und das wird auch weit­er­hin so bleiben. Unsere lieben „wir sind ja ein Volk“-Bürger engagieren näm­lich nur das eine Volk von drüben, und zwar ins­beson­dere im Osten. Offen­bar lei­den sie unter der dressierten Zwangsvorstel­lung das die Bun­des­bürg­er zweit­er Klasse ihre demokratis­chen Rechte weniger wahrnehmen, weshalb ihnen 25 Jahre später noch immer „gehil­ft“ wer­den muss.

Bolitisch, plöd, blakativ - wissenschaftliche Ossikunde, made in BRD merkel spitzel IM Erika Bundesmutti im an vorderster Front dabeiEs ist also völ­lig irrel­e­vant, ob etwas wahr ist oder erfun­den, solange nur jed­er „weiß”, das es „so” war, wie man es ver­bre­it­et. Dieses „Wis­sen” wird zu einem Teil der sub­jek­tiv­en Real­ität. Das „Wis­sen” ist damit „all­ge­me­ingültig” und eine „his­torische Tat­sache”. Zu diesem Zweck unter­hält auch die Kon­rad-Adel­nauer-Stiftung, die sich ger­ade so erfol­gre­ich um die Ver­hin­derung der Frei­heit in der Ukraine bemüht, ein umfan­gre­ich­es Dossier über die DDR. Da zeigt sich, wie viel Geld im Lande nur zu einem Zweck kur­siert: näm­lich um der bun­des­deutschen Volk­sh­erde klar zu machen, das Sozial­is­mus schon aus Prinzip „ein Ver­brechen gegen die Men­schlichkeit” sei.

Angesichts von Agenda2010, NSA-Schnüf­felei und Fiska­len­teig­nung wird das auch immer logis­ch­er, nicht wahr? Und so wird der Bun­des­bürg­er fleis­sig darauf dressiert, jede DDR-Mei­n­ung mit der Schlagzeile von BILD niederzuknüp­peln, selb­st dann wenn ihm das Wass­er schon bis zur Hal­skrause ste­ht. Sauft gefäl­ligst als treue Kap­i­tal­is­ten ab.

Infor­ma­tio­nen der Sys­tem­presse wer­den über Zen­tralen wie die dpa, Springer­ar­chiv oder aus dem bpb oft nur in kleinen Por­tio­nen in die Presse eingeschleust — zu Tausenden. Je mehr Artikel zu diesem The­ma platziert wer­den, desto größer die Wahrschein­lichkeit, dass die Bevölkerung das für bare Münze nimmt. Diese Zeitun­gen leben von der Ver­linkung der User. Immer wenn sie einen guten Artikel ver­linken, fördern sie 10 Het­zartikel.

Und wenn sie die Namen dieser Sys­tem­presse nen­nen, laden diese ganz oben als Topre­sul­tat bei Google und ver­bre­it­en erneut Het­ze. So erschafft man Medi­en­macht. Dabei gäbe es doch tausende unab­hängige Blog­ger bei denen sie eine Mei­n­ung lesen kön­nen, die zwar sub­jek­tiv aber nicht gekauft ist.

Wir haben uns gefragt, ob in ein­er Sit­u­a­tion anhal­tender rechter Entwick­lung­s­ten­denz staatlich­er Poli­tik, der in der Krise noch ein­mal deut­lich gewor­de­nen Schwäche der Arbeit­er­be­we­gung, der Zer­split­terung der poli­tis­chen Strö­mungen der radikaldemokratis­chen und sozial­is­tis­chen Bewe­gung, der Zeit­punkt gün­stig gewählt ist, über Per­spek­tiv­en sozial­is­tis­ch­er Poli­tik in der BRD zu sprechen. (DAS ARGUMENT 98/1976, S. 561 Edi­to­r­i­al, Zeitschrift für Philoso­phie und Sozial­wis­senschaften, BRD 1976)

Und wie böse der gemeine Ossi ist, wird auch durch fol­gende Aus­sage im bpb-„Jugendmagazin“ bestätigt, das seit sagen­haften 8 Jahren kosten­los an Schulen verteilt wird:

ddr party und rassismus vorbehalte gegen einen abgelebten staat„Im Osten ist die Wahrschein­lichkeit, als Dunkel­häutiger ange­grif­f­en zu wer­den, 25-mal höher als im West­en. Das liegt an den bei­den früheren poli­tis­chen Sys­te­men. In der Bun­desre­pub­lik fes­tigte sich die demokratis­che Kul­tur. In der DDR wuch­sen die Men­schen in ein­er Dik­tatur auf und sind damit auch heute noch viel anfäl­liger für autoritäre Prob­leme und ras­sis­tis­ches Gedankengut. Autoritäre Sys­teme brin­gen nun ein­mal autoritäre Per­sön­lichkeit­en her­vor.“ - Anet­ta Kahane, Vor­sitzende der Amadeu Anto­nio Stiftung

Hin­weis: Die NPD zog 1988 zum ersten Mal in einen Land­tag ein – in West­deutsch­land und West­ber­lin. Aber das erwäh­nt man natür­lich nicht gern. Dafür kramt man eine völ­lig an den Haaren her­beige­zo­gene Behaup­tung her­vor. Ein Blick in den Ver­fas­sungss­chutzbericht 2012 zeigt, das dies eine glat­te Lüge ist. Tat­säch­lich wird die Sta­tis­tik von Über­grif­f­en auf Aus­län­der alle­samt von West­deutschen Bun­deslän­dern ange­führt. NRW, BW, Hes­sen, Bay­ern, Berlin, Rhein­land-Pfalz usw. – 393 Straftat­en, 52x kam es zur Prügelei, ein Tötungsver­such, 0 Tote. Diese Zahlen stam­men vom Juni 2013 und sind beim Sta­tis­tis­chen Bun­de­samt ein­se­hbar.

Dazu stellt Sabrow fest:

„Geschichte ist ein Instru­ment — Geschichte ist form­bar. Wie in der Ver­gan­gen­heit liegende Ereignisse zu ein­er zusam­men­hän­gen­den Erzäh­lung verknüpft wer­den, ist zwangsläu­fig eine Kon­struk­tion – und fällt je nach Stand­punkt und Herange­hensweise unter­schiedlich aus. Entsprechend vielfältig sind die Ver­suche, his­torische Nar­ra­tive für poli­tis­che Zwecke zu instru­men­tal­isieren.“

Und Sabrow schließt schon­mal in vorau­seilen­dem Gehor­sam gle­ich jegliche gedankliche Verbindung mit der BRD aus:

„Doch dies blieben in der west­deutschen Geschichtswis­senschaft nach bish­erigem Ken­nt­nis­stand bloße Einzelfälle. His­torische Instru­men­tal­isierung in dem vorgestell­ten Sinn stellt im Selb­stver­ständ­nis unser­er Zeit hierzu­lande keine her­aus­ra­gende fach­wis­senschaftliche Bedro­hung mehr dar, son­dern grassiert vornehm­lich in Län­dern mit schwächeren demokratis­chen Tra­di­tio­nen.“

Also das muss man sich ein­rah­men, endlich mal ein Wis­senschaftler der so richtig taub, blind und doof für seine Umge­bung ist. Von Chile bis Ukraine, die west­deutsche Geschichtswis­senschaft fälscht munter ihre eige­nen langjähri­gen Geschichts­fälschungs-Tra­di­tio­nen. Willkom­men auf dem Boden der Tat­sachen.

brd ddr das seltsame verhaeltnis einfach dargestellt„Obwohl mit dem Unter­gang des sozial­is­tis­chen Ver­suchs in Europa eine poli­tis­che Schranke gegen Lohnsenkun­gen im Kap­i­tal­is­mus wegge­fall­en ist, bleibt das Kap­i­tal gezwun­gen, auf diesem Gebi­et nur allmäh­lich und aus­bal­anciert (also vor­sichtig und unmerk­lich) vorzuge­hen.“

Aber die Ten­denz geht dahin, kün­ftig auch hier die volle Frei­heit für das Kap­i­tal zu erre­ichen, das heißt jegliche staatlichen Sicherungssys­teme für die Verkäufer der Arbeit­skraft (die „Lohn- und Gehaltsab­hängi­gen”) zu beseit­i­gen.

Der heuch­lerische neolib­erale ide­ol­o­gis­che Vor­wand wird sein und bleiben: die Befreiung des Men­schen von staatlich­er und gew­erkschaftlich­er Bevor­mundung.“

(Quelle: Die Parteis­chule der SED, Pro­jek­te, Aufar­beitung und Rück­blicke Ehe­ma­lige Lehrer an der PHS Karl Marx, ISBN 3–89819-236–9)

Die wirk­liche Frage ist jedoch, wie lange kann dieser endliche Plan­et diese Befreiung von staatlich­er Bevor­mundung über­haupt noch verkraften, bevor unsere Natur durch unbe­gren­zte unkon­trol­lierte Ver­mül­lung, Plün­derung und Vergif­tung ein­schließlich der Gen­ma­nip­u­la­tion auf­grund der gren­zen­losen Gier sein­er pri­vat­en glob­alen Zen­tral­mono­pole ganz vor die Hunde geht? Und wie lange über­leben das die Verkäufer ihrer Arbeit­skraft, das man die Ver­luste sol­i­darisiert und die Gewinne pri­vatisiert.

Der Kar­ren steckt doch schon im Dreck. Müssen wir wirk­lich alle erst absaufen um zu beweisen das wir gute Kap­i­tal­is­ten sind? Wäre es nicht an der Zeit mal darüber nachzu­denken, wessen Frei­heit wir hier vertei­di­gen: die der 99% oder die der 1%, die sich eh alles unter dem Nagel reißen? Und wie schaf­fen wir den Kur­swech­sel?

Ist der „gemeine Wes­si“ über­haupt noch resozial­isier­bar? Ein Blick in die Gedanken­welt eines Haus­dack­els. Aber das beleucht­en wir dann im näch­sten Artikel.

Boli­tisch, plöd, blaka­tiv — wis­senschaftliche Ossikunde, made in BRD
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Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
Immer noch und auf alle Zeit total kosten­los … unsere Mail-Benachrich­ti­gung, sobald neue Artikel hier erscheinen. Es geht ganz ein­fach: ein­tra­gen, Bestä­ti­gungs­mail kommt post­wen­dend (bei großen Mail­providern auch den SPAM-Ord­ner prüfen), dort Bestä­ti­gungslink klick­en und alles ist schon erledigt. Kann jed­erzeit genau­so unkom­pliziert abbestellt wer­den. Jede Mail enthält enst­prechende Links dazu. Also? Worauf noch warten?

Pittiplatsch
Über Pittiplatsch 21 Artikel
Pittiplatsch kam am 17. Juni 1962 life im DDR-Fernsehn auf die Welt. Mama Trisch weiß noch genau, wie er damals aus dem Pfefferkuchen-Paket für Meister Nadelöhr krabbelte, mit gigantischen Bauchschmerzen, er hatte alle Pfefferkuchen aufgefuttert. Pittiplatsch ist der einzige TV Star der ungestraft die Zunge rausstrecken darf. Seine Aktionen sind gut gemeint und gehen leider regelmässig schief. Er trägt den Indianernamen „Freche Lippe“ und nennt sich selbst "Pitti, der lieeeebe" Quatsch und platsch und quatsch - das ist doch der Pittiplatsch.

25 Kommentare

    • Also Oskar, jet­zt muss ich Dich ja mal ent­täuschen 😉 die Mauer kriegst nicht wieder, auch nicht 10 Meter höher, nur die Mauer in den Köp­pen ist noch endgültig niederzureißen, danach haben wir dann auch endlich eine Chance mal unseren Ver†®ä†ern auf den Pelz zu rück­en … 😉 … ich finde den Beitrag von Pit­ti­platsch sehr gelun­gen.

        • Typ­is­ches Revierver­hal­ten eines Haus­dack­els? Oder gehts nur darum dem Ossi das Maul zu ver­bi­eten?
          Bist du hier nicht ein biss­chen fehl am Platz, wenn du das hier so toll find­est?
          Ich weiss ja das man dir nichts anderes beige­bracht hat, aber wäre es nicht­mal an der Zeit den Hor­i­zont jen­seits der Sys­tem­presse zu erweit­ern?

          • Also Genosse Pit­ti­platsch, kannst Du Dir in Deinem has­ser­füll­ten Welt­bild über­haupt vorstellen, dass es Leute gibt, die wed­er die heutige amerikanis­che Poli­tik noch die der DDR gut fin­gen?
            Die DDR war eine lupen­reine Dik­tatur und let­z­tendlich ist sie unterge­gan­gen weil sie Pleite war.
            Zwis­chen Deinen Äußerun­gen, denen der FDJ-Schlampe und dem des Bun­des-Gauck­lers gibt es kaum gravierende Unter­schiede.
            Eben typ­isch Ossi.

    • Pri­ma Idee, also bitte geht. Dann kön­nt ihr den Amis gern bis zum Anschlag in den Hin­tern kriechen,
      während wir mit jenen die das auch wollen ein besseres Deutsch­land auf­bauen.
      Wir mussten nur erst ler­nen was wir nicht wollen. Und das habt ihr uns ja genau vor Augen geführt.
      Kön­nte zwar sein das es etwas eng wird, angesichts der Fluchtwelle aus dem BRD-Sys­tem
      aber wir Ossis haben ein großes Herz. Bei uns ist jed­er Bürg­er erste Klasse.

  1. Dieser Artikel weckt recht zwiespältige Gefüh­le aus.
    Aber so lange wir nicht begin­nen wirk­lich “Men­schlich” zu denken und zu han­deln und zulassen das unsere Erde von eini­gen geschun­den und geplün­dert wird, wer­den wir nir­gens eine Mauer wirk­lich ein­reißen ! Diese Mauern aus Vorurteilen, Exis­ten­zäng­sten und vom Main-Stream- wach gehal­te­nen falschen Welt/Feindbildern wer­den ja let­ztlich gebraucht, um die Herrschaft des 1% zu gewährleis­ten. Wenn man hier schon Ossi gegen Wes­si set­zt, sollte man auch bedenken, das BEIDE ihre guten und schlecht­en Erfahrun­gen mit ihren “Sys­te­men” gemacht haben. Was aber nach der wieder-zusam­men-Schmiedung ent­standen ist, sollte bei­den ern­sthaft zu denken geben !

    • Genau­so ist es…Und so wie ich das sehe, ist kein­er mit dem Ergeb­nis beson­ders glück­lich.
      Also soll­ten wir mal über Alter­na­tiv­en nach­denken, wie wir aus dem Dreck wieder rauskom­men.

  2. Wirk­lich inter­es­sant, was hier alles erzählt wird.
    Fakt ist, dass die heuti­gen Poli­tik­er vergessen haben, was alles kom­men sollte,
    vor allem Gerechtigkeit.
    Was haben Sie alles im Bun­destag berichtet zur Ost­poli­tikdie Poli­tik­er die die Men­schen ange­blich nichts gön­nen und nur ihre Diener Priv­i­legien hat­ten.
    Weit gefehlt. Für uns wurde schon gesorgt. Jed­er hat­te eine Arbeit und wurde
    vom Sys­tem unter­stützt.
    Wenn diese poli­tisch anders gedacht haben, dann waren diese Klassen­feinde.
    Das war nicht schön.
    Aber heute füllen sich Beamte im Staats­di­enst ihre Taschen auf. Sie
    bes­tim­men ihre Ver­di­en­ste, wie sie es gern haben möcht­en.
    Ganz schnell ein­mal schnell 800 € im Monat mehr, andere erhal­ten aber dafür kleine Zusagen, weil der Haushalt nicht mehr zulässt.
    Dann quatschen Sie noch so,dass Ander­s­denk­ende die heutige Gen­er­a­tion
    aus­nutzen .
    Deren Renten und Ver­di­en­ste sind niedriger als die jet­zt erneut fest­gelegten Diäten.
    Und Steuer­hin­terzieher kön­nen ruhig weit­er­ma­chen. Wenn Sie
    erwis­cht werden,dann kön­nen sich diese noch rechtzeit­ig über eine
    Selb­stanzeige kor­rigieren. Da passiert doch nicht viel.
    Die Bes­tim­mer wer­den immer reich­er.
    Das hat man aber in der DDR nicht getan, weil es solche Trick­serei nicht
    gab.
    Wir haben ver­sucht die Fol­gen des zweit­en Weltkrieges zu über­winden.
    Und die Verteilung nahm der Staat vor, der wes­ntlich gerechter das Geld verteilte- Lei­der hat­ten Sie nur wenig.
    Die BRD ist ver­mö­gend und auch Ihre Unternehmen, die gut ver­di­enen
    — aber bei der Geld­verteilung das Augen­mass der Gerechtigkeit nicht
    beherzi­gen.
    Und es kommt der Tag, wo auch diese begreifen. Das ist nicht fair.
    Aber dann ist es für Sie auch zu spät.
    Die Frei­heit haben wir jet­zt, aber anson­sten wird die heutige Frei­heit mit
    sein­er ungerecht­en Verteilung gelebt.

    • Stimmt und deswe­gen sollte man auch darüber nach­denken, warum diese Regierung keine Kosten scheut, den Feind DDR zu dämon­isieren.
      Schliesslich war es das einzige Sys­tem das den Super­re­ichen ihren Reich­tum nahm, um es unter den Armen aufzuteilen.
      Bei den 15 Mio auf undemokratisch getrimmten Ossis wirkt die Gehirn­wäsche nicht mehr, die haben keinen Bock mehr Volksvieh zu sein.
      Das ist es was man hier wirk­lich fürchtet. Und dann wür­den ihn auch die Wes­sis davon laufen…

  3. Hal­lo Oskar,

    wer hat Dir die Sto­ry verkauft, dass die DDR und zum reichen West­en wollte,
    weil diese wirtschaftlich pleite war.

    Die Bürg­er woll­ten Frei­heit, die der Staat nicht geben wollte, weil die
    Poli­tik­er dacht­en: wir besiegen den Kap­i­tal­is­mus mit einem willi­gen Volk,
    die auf Frei­heit verzicht­en soll­ten.

    Und die M. hat es gel­ernt, wie man in der DDR mit Schweigen eine
    aus­geze­ich­nete Bil­dung erhielt, die sie auf­grund ihrer per­sön­lichen
    Fähigkeit­en als spätere Wis­senschaft­lerin nutzen kon­nte.
    Und heute hält sie sich genau­so zurück, wie sie es aus der DDR kan­nte.
    Und ihre Aktiv­itäten in der FDJ sind völ­lig bedeu­tungs­los für eine poli­tis­che
    Lauf­bahn heute. FDJ- das war ein Jugend­ver­band — der ihr auch ermöglichte
    ein Studi­um aufzunehmen, auf­grund ihres Fleiss­es und ihren Zen­suren.
    Und es kon­nte , auch nicht Jed­er in der DDR studieren, obwohl es laut
    Ver­fas­sung jed­er durfte, beson­ders Arbeiter‑u. Bauernkinder.
    Dazu zählte sie nicht, auf­grund ihres Eltern­haus­es. Aber es ging doch,
    auf­grund der Ver­fas­sung.
    Die BRD war hier gegenüber Frauen zu dieser Zeit noch sehr eingeengt
    zu deren Frei­heit­en in Poli­tik, Studi­um und Wirtschaft.
    Die Frauen benötigten noch die Zus­tim­mung ihres Mannes zu ein­er beru­flichen
    Tätigkeit.
    Das trifft auch für den G. zu. Dieser bleibt schon merk­würdig zu sein­er
    Entwick­lung, weil wir es nicht es nicht näher durch die heutige Presse
    ken­nen. Er hat­te ein größeres Leid seit sein­er Kind­heit zu ertra­gen, als Frau M.,deren Eltern aus Ham­burg in die DDR kamen.
    Seine Vor­bild­wirkung ist m.E.heute poli­tisch nicht gegeben.
    Frage Dich lieber Oskar, wer es wollte, dass er heute Deutsch­land in so ein
    hohen poli­tis­chen Ver­ant­wor­tung gegenüber dem Aus­land ver­tritt.
    Er hat sich auch nicht hierzu bewor­ben.
    Frau M. war nicht sein Gön­ner. Sie ist heute selb­st abhängig von ihren poli­tis­chen Gön­nern.
    Und dass macht sie geschickt, auf­grund ihrer erlern­ten Fähigkeit­en der
    Anpas­sung in einem Land, der ihr früh beibrachte ” wenn du nicht willst, was
    ich will — dann bekommst du auch nur das, was dir zuste­ht — wenig Aufmerk­samkeit und ein beschei­denes Leben ohne Frei­heit. Ändern darf­st
    du an unserem Sys­tem nichts, son­st wird Herr M.aktiv.
    So kann man dies auch bew­erten.

  4. Sehr gut geschrieben. Danke. Es lässt schon tief blick­en, dass nach über 20 Jahren immer noch die Dreck­presse ange­wor­fen und geschmiert wird, um das Leben der Men­schen, welche im Sys­tem DDR lebten, mit Scheiße zu bew­er­fen. Wir hat­ten es nicht nötig unseren Vorge­set­zten in den A.…..zu kriechen, denn wenn uns eine Arbeitsstelle nicht gefiel, kon­nten wir prob­lem­los wech­seln. Schon alleine diese Tat­sache, frei entschei­den zu kön­nen wo man arbeit­en wollte, fördert ja wohl nicht das Duck­mäuser­tum. Umgekehrt wird ein Schuh drauß. Heute wird geduckt und geschleimt, aus Angst den Arbeit­splatz zu ver­lieren. Mir geht dieses ewige DDR-bash­ing tierisch auf die Ner­ven. Vor allem tun sich solche Gestal­ten mit ihren “Analy­sen” wichtig, die über­haupt keinen Dun­st von dem Leben dieser Men­schen haben. Und zur Frage der Frei­heit — welche Frei­heit? Dieser mit­tler­weile infla­tionär ver­wen­dete Begriff (siehe Gauck) für was ste­ht denn der? Die Frei­heit wählen zu kön­nen, wer mich aus­beutet? Wer mich in den Ruin treibt? Wer meine Leben­squal­ität bes­timmt? Frei­heit bedeutet für mich nichts anderes als selb­st­bes­timmt leben zu kön­nen und das kann ich in dieser kor­rupten und ver­we­sen­ten Bana­nen­re­pub­lik nicht. Liebe Güße Data!

    • Danke, da stimme ich dir vol­lkom­men zu. Selb­st­bes­timmt, heisst das man selb­st denkt. Viel zu viele lassen sich vorschreiben was sie zu denken haben.
      Und wer meint Teil ein­er kor­rupten und ver­we­senden Bana­nen­re­pub­lik sein zu müssen, weil das poli­tisch kor­rekt sei, kriegt genau das — eine kor­rupte und ver­we­sende Bana­nen­re­pub­lik.

  5. Meine Gedanken dazu,hm?
    ‑Nicht ganz zu Ende gedacht, deucht mir.
    Aber trotz­dem, bid­de:

    Ok, jet­ze hab’ ich den Bogen raus.
    Die Kriegstreiber lieben Schmerzen.
    Dann man los.……

    Sie kön­nen es nicht ertra­gen, wenn fröh­liche Men­schen durch die Straßen ziehen.

    Leute die durch die Straßen ziehen und rufen:

    “Wir sind das Volk”

    gehören da mein­er Mei­n­ung nach nicht zu den Fröh­lichen.

    Was hat diese dazu angetrieben?

    Ein­fach aus­lachen, die Ver­brech­er.
    Aber wie, wenn man kaum noch Kohle hat, um den Magen zu füllen.
    Hm?
    Wenig­stens diejeni­gen, die es kön­nen, kön­nten doch auf der Straße tanzen und lachen.
    Oder wie?
    Alles Banane oder was?

  6. hi, möchte hier als saar­län­der (also “wes­si”) mal den sog. “ossis” mein beileid aussprechen ob der tat­sache, dass sie sich seit jahr und tag diese ide­ol­o­gis­che diar­rhö von den “siegern der geschichte” anhören müssen. Tat­sache ist doch, dass das POLITISCHE SYSTEM der DDR, also SED + block­flöten, Repres­sion­sap­pa­rat und natür­lich bonzen, in guter deutsch­er tra­di­tion des obrigkeitsstaats standen, hinge­gen die ein­fachen MENSCHEN sich oft­mals auf bewun­dern­swerte weise würde, men­schlichkeit und sol­i­dar­ität bewahrt haben. ich hab in meinem ganzen leben noch keinen unsym­pa­this­chen ost­deutschen getrof­fen, aber dafür schon jede menge vol­lärsche aus dem west­en! Und wer hier das hohe lied auf unsere ver­meintliche frei­heitlichkeit anstim­men möchte, den ver­weise ich gerne auf die all­t­agsre­al­ität unser­er arbeitswelt:
    http://arbeitsunrecht.de/

  7. Es ist recht amüsant zu lesen, wie tief Vorurteile und einge­fahrene Denkweisen auch nach über 20 Jahren noch ver­wurzelt sind !
    Etwas Objek­tiv­ität und etwas “Zukun­fts­denken” kön­nte hier Keinem schaden ! Wie schon gesagt, es hat jed­er Hüben wie Drüben seine Erfahrun­gen machen müssen. Aber wirk­lich gel­ernt scheint Kein­er zu haben.

    • Das bezwei­fle ich ganz stark, denn wer nicht aus der Ver­gan­gen­heit lernt, hat auch keine Zukun­ft. Er macht immer die sel­ben Fehler.
      Wer zu einem Dreck­shaufen gehören will, lan­det zwangsläu­fig in der Scheisse. Und du schreist ger­ade laut “ich”.
      Ich will nicht dazu gehören, ich will nicht Teil dieser von Mar­i­onet­ten fer­nges­teuerten Volk­sh­erde sein.
      Ich glaube das wir alle was besseres ver­di­enen und ich finde das ist ziem­lich zukun­ft­sori­en­tiert.

  8. Hal­lo Anton Vogel,

    Dein Kom­men­tar trifft im Wesentlichen zu.

    Bis auf die Tat­sache, dass wir nur Fest­stel­lun­gen gegen­wär­tig machen kön­nen -
    und erneut fest­stellen, dass die heuti­gen Bes­tim­mer viel Reden in ihrem
    Sinne und sich wenig daraus machen, wie es wirlich aussieht.
    Lesen Sie doch ein­fach die Rede unser­er Kan­z­lerin vom Jan­u­ar 2014 nach.
    Was Sie da alles ver­spricht. Sie dient den Men­schen und han­delt auch für diese.

    Und Ihre Garde hat am Fre­itag im Bun­destag wieder ein Feuer­w­erk abge­lassen
    der ihrem Rede­halt vom Jan­u­ar 2014 im Bun­destag wider­spricht, was die Bekämp­fung der Alter­sar­mut in der BRD bet­rifft.
    Und jet­zt kommt noch die SPD mit dazu.
    Wir kön­nen nicht, weil uns das Geld fehlt und es nicht ange­bracht ist- hier die
    gegen­wär­ti­gen Beitragszahler- stärk­er zu belas­ten.
    Für mich polemis­che Het­ze, um Jung und Alt neg­a­tiv zu bee­in­flussen.
    Das aber unser Renten­sys­tem , auf­grund der gesellschaftlichen Verän­derun­gen,
    Kor­rek­turen bedarf — davon und darüber wollen die Red­ner nicht einge­hen.
    Sie loben ihre Partei mit Selb­stlü­gen zu ihrem Ver­hal­ten.
    Das war auch schon so in der DDR gewe­sen. Diese woll­ten zwar mehr, aber das
    Geld fehlte Ihnen, um mehr aus­geben zu kön­nen.
    Vielle­icht ist die BRD jet­zt auch nicht mehr so ver­mö­gend, wie sie es gern
    vorgibt. Damit meine ich unsere Poli­tik­er.
    Denn die Men­schen aus Deutsch­land untere­inan­der ver­tra­gen sich seit dem
    2. Weltkrieg schon sehr gut auf pri­vater Ebene. Poli­tisch weniger.
    Und Ersteres sollte man wahren.
    Denn ein Sol­i­dar­ität­szuschlag sollte es jet­zt für ganz Deutsch­land geben und
    nicht wie bish­er nur auf die fünf hinzugekomme­nen Län­dern beschränken.
    Das trifft auch das ein­heitlich­es Renten­sys­tem zu, welch­es bere­its durch
    die Poli­tik der BRD im Novem­ber 1989 in den Koali­tion­spa­pieren
    der Regierung angestrebt und ver­ab­schiedet wurde.
    Armut gibt es in Deutsch­land , wach­sende Mil­lionäre auch, Steuer­hin­terzieher
    und geschick­te Unternehmen auch, die keine Steuern an den Staat zahlen,weil
    es aus­re­ichende Geset­zes­lück­en gibt , die dies zulassen.
    Und die Beamten des Staates fürstlich bezahlt wer­den, ihre Lohn­er­höhung selb­st bes­tim­men kön­nen im Bun­destag und gle­ich­falls hohe Rente­nansprüche
    erwer­ben gegenüber Selb­ständi­gen und Beschäftigten, wo auch keine eige­nen
    Beiträge zu entricht­en sind. Das trifft auch teil­weise auf Kranken­ver­sicherungs­beiträge zu.
    Da kann man doch erkennen,wie die Rechte gerecht verteilt sind.
    Ein Beamter wird nicht arbeit­s­los und ein­er Insol­venz eines Unternehmers,
    auf­grund des gegen­seit­i­gen Weg­nehmens durch die Konkur­renz, braucht
    er sich auch keine Sor­gen machen.
    Das ist gelebter Sozial­is­mus bzw. Kom­mu­nis­mus auf Regierungsebene.
    Wie war das noch ein­mal, welch­es Lied soll ich sin­gen???- damit es weit­er
    so bleibt.

  9. Kann das nicht mal aufhören?

    Der Alt­bürg­er aus den “gebraucht­en Län­dern” erk­lärt den Neubürg­ern aus den “angeschlosse­nen Län­dern” wie er in der DDR gelebt hat, wie schlecht es ihm da ging und wie das alles Scheiße war in diesem Teil der Besatzungszone — und das alles ohne selb­st dort gelebt zu haben! Wie würde das ankom­men, wenn es mal ander­srum erk­lärt würde? Das wäre mal lustig

    Nach der “Wiedervere­ini­gung” kamen aus bei­den Ver­wal­tungszo­nen jew­eils nur die beson­ders bek­loppten, kor­rupten und krim­inellen Gestal­ten ins jew­eils andere Gebi­et und haben somit dazu beige­tra­gen, Vorurteile gegenüber den verblieben Resten zu ermöglichen — und genau das hält lei­der bis heute an, wobei der gel­ernte “DDR“ler offen­sichtlich anpas­sungs­fähiger ist. Wobei auch er jet­zt durch die gesellschaftlichen Zwänge, ver­stärkt durch die sys­tem­na­hen Massen­me­di­en, zu ein­er frag­würdi­gen “Polit­i­cal Cor­rect­ness” gezwun­gen wurde, es wird also keinen Auf­s­tand mehr geben, dazu ist das Volk des mit­tleren Teils Deutsch­lands mit­tler­weile zu entzweit und auf den west­lichen Stan­dard der Hirn­losigkeit getrimmt wor­den — wir sind also (jet­zt) ein Volk …

    Übri­gens, dar nor­male DDR-Bürg­er wollte nur ein paar Frei­heit­en, kein­er hat­te Bock ständi­ger Steuerzahler in der Bana­nen­re­pub­lik zu wer­den. Mit ein paar Freiga­ben beim Reisen wäre das schon erledigt gewe­sen…

  10. Hal­lo lieber Herr Jauks,

    schön zu hören Pro­fes­soren anzus­prechen, was der Gauk­ler für ein
    Men­sch ist.

    Pas­torale Tätigkeit in der DDR und heute Sprachrohr mit mil­i­tan­ten
    Äußerun­gen.

    Und die Ursu­la begin­nt vor­sichtig die Weichen in der USA zu stellen,
    um hier zu zeigen, dass der Gauk­ler gar nicht so verkehrt in der
    Öffentlichkeit auftritt.

    Ich glaube einige haben noch nicht begrif­f­en, was Deutsch­land im
    let­zten Jahrhun­dert ini­tierte.

    Diese Töne möchte ich zukün­ftig nicht mehr hören, von poli­tis­chen
    Denkern.
    Merkel kann der Ursu­la einen Maulko­rb zukün­ftig ver­passen zu diesen
    pein­lichen Äüßerun­gen in der USA.

    Aber der Gauk­ler hat hierzu Nar­ren­frei­heit.
    So ist das Gesetz der Wirk­lichkeit.

    Vielle­icht fällt Dir etwas ein, wie man dies noch verän­dern kann.

    Eine öffentliche Peti­tion über den Bun­destag???

  11. The Chauf­feur hat völ­lig Recht. Ich wollte als Ossi keine “Vere­ini­gung”, son­dern eine Kom­plet­terneuerung der DDR. Mehr echte Demokratie, weniger Dik­taturge­habe. Denn unsere “Bosse” kamen aus der Vorzeit, der Zeit vor 45, und sie bracht­en genau dieses Denken mit. Ab etwa September/Oktober 89 ging ich jeden­falls zu kein­er Demo mehr. Ich sah, dass die “Rev­o­lu­tions­führung” zwis­chen­zeitlich “gewech­selt” hat­te. In Rich­tung far­bige Rev­o­lu­tion. Und genau jet­zt, Jahrzehnte später, ver­spreche ich, Ossi mit Herz und Seele zu bleiben. Sie haben uns damals bet­ro­gen. Die kerni­gen Boys aus Bonn und unsere neue “Rev­o­lu­tions­führung”. Mit blühen­den Land­schaften. Mit der Uni­ver­sal­ab­wick­lung unser­er Wirtschaft. Mit der Totalver­leug­nung unseres Selb­stver­ständ­niss­es. Unser­er Geschichte. Unser­er Per­sön­lichkeit. Ossis waren schließlich auch “nur” Migranten. Irgend­wie zwis­chen Russen, Türken und Aliens. Ach ja, das Ampelmän­nchen, ja, das haben sie uns gelassen. A bis­serl Humor muss schließlich sein, wenn die halbe Welt schun­kelt. Stimmt, den Auf­s­tand 89 haben wir ver­passt, wir BLÖD-Ossis. Holen wir aber bald nach, gell?

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