Ultimative Sprengkraft, Derivate-Bombe jetzt bei 700 Billionen Dollar

Mon­ey makes the world ruin: Es ist deut­lich mehr als ein heißes Eisen und nur deshalb kein in bre­it­er Öffentlichkeit disku­tiertes The­ma, weil die wenig­sten Men­schen eine Vorstel­lung davon haben welch ruinöse Ver­nich­tungskraft sich da zusam­men­braut. Der für 2013 reg­istri­erte Umfang der im Markt befind­lichen OTC (Over The Counter) Papiere ist bin­nen eines Jahres um 54 Bil­lio­nen Dol­lar angeschwollen. Dies entspricht annäh­ernd der Zunahme in Höhe eines kom­plet­ten GDP (Welt-Sozial-Pro­duk­ts) eines Jahres.

Ultimative Sprengkraft, Derivate-Bombe jetzt bei 700 Billionen Dollar Derivate Bombe2013-01

In diesem Markt ist ein­fach alles zu haben. Sich­er wird den Fach­leuten bewusst sein, dass es sich bei den genan­nten Zahlen um Brut­to­sum­men han­delt, die allerd­ings im Fall der Fälle zu ein­er harten Real­ität wer­den. Die Frage nach der Leis­tungs­fähigkeit des Coun­ter­parts wird schon gar nicht mehr gestellt, weil utopisch. Eben­so ist zu beacht­en, dass die Net­to-Wet­tein­sätze für diese Geschäfte den­noch aus der realen Wertschöp­fungs­kette bedi­ent wer­den müssen. Schließlich hat die Gier ihren Preis, den die Gemein­schaft zu zahlen hat. Ein Risiko übri­gens, dessen Auswirkun­gen selb­st von Experten entwed­er kaum beachtet oder gerne herun­terge­spielt wird, denn diesen einen, den noch nie dagewe­sen Crash will sich ein­fach nie­mand vorstellen.

Die Prämien oder Pro­vi­sio­nen für diese Wet­ten sind nahezu in allen Pro­duk­ten enthal­ten. Ob sie nun in den Zin­sen ver­steckt wer­den, in Gebühren oder den Preisen der Waren die wir kaufen, ist dabei völ­lig neben­säch­lich. Allein die Vorstel­lung, wie in der Grafik angedeutet, deutet auch die Dimen­sion der Umverteilung an, die damit vorgenom­men wird und die Welt aus­saugt. Auch wenn die Wettscheine für Promille­be­träge gehan­delt wer­den oder im ein­stel­li­gen Prozent­bere­ich zu erste­hen sind, diese Dimen­sion (der Net­to-Wet­tein­sätze) ist immer noch beängsti­gend. Der enorme Ver­mö­gen­szuwachs von über 8 Prozent bei ein­er Min­der­heit der Geld­bergs­be­sitzer im Jahre 2012 kommt ja auch nicht von unge­fähr, trotz der ange­blichen Dauerkrise und stag­nieren­den Real­löh­nen. Es beweist nur, dass man mit Arbeit nicht mehr reich wer­den kann, legal­isiert­er Betrug dabei aber immer noch das Mit­tel der Wahl ist.

Selb­st wenn einige sin­nvolle Pro­duk­te unter diesen Derivat­en zu find­en sind, gehört die Mehrzahl der Pro­duk­te zweifel­sohne in den Bere­ich der reinen Speku­la­tion. Die Finanzmärk­te erscheinen selt­samer­weise im Moment ver­meintlich ruhig, aber die Sit­u­a­tion wird von Tag zu Tag explo­siv­er. Die Geschäfte sind nur schw­er nachzu­vol­lziehen, dazu han­delt es sich um einen unreg­ulierten Markt, ganz zur Freude der agieren­den Zock­er. Das erhöht jedoch die Sprengkraft nur noch weit­er und die Lunte bren­nt bere­its lichter­loh.

Die Tat­sache der Blähung dieses Mark­tes, inner­halb von zwölf Monat­en um nahezu ein jährlich­es Welt-Sozial-Pro­dukt, 54 Bil­lio­nen Dol­lar Zunahme der Finanzwet­ten gegenüber 72 Bil­lio­nen Dol­lar GDP, sollte Alarm genug sein. Es geht um Bil­lio­nen. Nicht Mil­lio­nen, nicht Mil­liar­den, son­dern Bil­lio­nen [US-Beze­ich­nung: Tril­lions] — nur damit das klar ist. Auf 693 Bil­lio­nen Dol­lar (die Zahl: Ultimative Sprengkraft, Derivate-Bombe jetzt bei 700 Billionen Dollar 693.000.000.000.000,00) ist der „Wert“ der ausste­hen­den Derivate-Kon­trak­te weltweit bei den Banken angeschwollen, nach 639 Bil­lio­nen im Jahr 2012. Die aktuell­sten derzeit ver­füg­baren Sta­tis­tiken sind aus 2013. Wer weit­er in diese trock­ene Materie abtauchen möchte, kann dies bei der BIZ[Bank für Inter­na­tionalen Zahlungsaus­gle­ich … PDF] tun, die die dafür notwendi­gen Dat­en alljährlich erhebt. Wer noch mehr über diese Bank erfahren möchte, der kann ein­fach auf das beige­fügte kleine Logo klick­en und lan­det so auf der Wikipedia Beschrei­bungs­seite zu diesem Insti­tut.

Der erwartete legendäre Domino-Day

Bleiben wir bei einem bild­haften Ver­gle­ich. Wenn jemand einen Zent­ner (Ver­gle­ich­bar mit dem Welt-Sozial-Pro­dukt) in den Arm nimmt, kann er diesen rel­a­tiv prob­lem­los heben und auch recht fix manövri­eren. Sog­ar bei bes­timmten Uneben­heit­en oder einem Stolpern wird dabei nicht der größte Schaden entste­hen, der kurze Hebel macht es möglich. Nimmt man den gle­ichen Zent­ner und bal­anciert ihn auf ein­er 10 m hohen Stange, so ist das alles prob­lem­los zu machen solange der Jon­gleur sein Gle­ichgewicht hal­ten kann. Gerät aber diese Bal­ance auch nur ein­mal außer Kon­trolle, sodass ein gewiss­er Wider­standswert erst ein­mal über­wun­den ist, kracht der Zent­ner aus luftiger Höhe in die Menge und wird entsprechend bru­tal­en Schaden anricht­en. Exakt so ver­hält es sich mit dem Derivatemarkt.

Gerät dieser auch nur für einen einzi­gen Moment außer Kon­trolle, wer­den wir den so genan­nten „Domi­no-Day“[dieser hier, bei Wikipedia, ist noch spaßig] erleben. Bei den Banken ist dieser Tag mehr als gefürchtet, denn er beschreibt das ulti­ma­tive Ende, die Apoka­lypse, den wieder­holten finalen Zusam­men­bruch ihres Sys­tems. Welch­es Steinchen, welche Bank, welche der Einzel­blasen im Detail diesen Tag aus­lösen wird, egal … die Derivate-Bombe ist der ulti­ma­tive Boost­er und wird neben der Finanzwelt auch die Real­wirtschaft in Schutt und Asche leg­en. Deshalb der gefürchtet­ste Tag, der mit jed­er Ausweitung besagter Derivate-Blase an Zer­störungskraft gewin­nt. Wenn diese Mega-Bombe platzt, was gar nicht mehr ver­mei­d­bar ist, nur der Zeit­punkt gibt Rät­sel auf, dann wird nichts mehr so sein wie am Tag zuvor.

Kein Bailout der Welt­macht, kein Kon­junk­tur­pro­gramm irgen­dein­er Regierung kann den Zusam­men­bruch dieses Karten­haus­es oder Wolkenkuck­uck­sheim unterbinden. Ist es nicht beruhi­gend, dass sich kaum jemand für dieses The­ma inter­essiert und die Geld­ver­brech­er bis zum let­zten Moment in diesem Casi­no zock­en dür­fen? Von unseren Volksver†re†ern wohlwol­lend ignori­ert oder bezahlter­maßen aus­ge­blendet, denn reine Dummheit kann diese ver­meintliche Taten­losigkeit an der poli­tis­chen Front nicht sein.

Ulti­ma­tive Sprengkraft, Derivate-Bombe jet­zt bei 700 Bil­lio­nen Dol­lar
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Über WiKa 2276 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

8 Kommentare

  1. “.…dass sich kaum jemand für dieses The­ma inter­essiert und die Geld­ver­brech­er bis zum let­zten Moment in diesem Casi­no zock­en dürfen…reine Dummheit kann diese ver­meintliche Taten­losigkeit an der poli­tis­chen Front nicht sein.”

    2001: Flugzeuge in Häuser, Zusam­men­bruch, Mus­lime (per­son­ifiziert als Bin Laden) für alles beschuldig, wahrer Grund ver­schwiegen. 2014: Nazis begin­nen Krieg, Zusam­men­bruch, Russen (per­son­ifiziert als Putin) für alles beschuldigt, wahrer Grund ver­schwiegen.

  2. 700 Bil­lio­nen $ — na und? Solange die US Killer und ihre Kumpane weltweit in Aktion sind, gibt es am Spieltisch kein “rien ne va plus”.
    Söld­ner sind nur solange aktions­bere­it und willig, solange das Geld im Kas­ten klingt.
    So mak­aber es klingt, aber kri­tisch für das “Ersparte” wird es erst, wenn den Pro­tag­o­nis­ten die Puste beim Zoff machen aus­bleibt.

  3. Natür­lich ist der Zusam­men­bruch aufzuhal­ten!
    Die Oli­garchie muss nur von der zivilen Speku­la­tions-Wirtschaft in eine “staatlich” gelenk­te Kriegswirtschaft wech­seln.
    Dazu benötigt man nicht ein­mal einen heißen Krieg, son­dern nur eine außeror­dentlich große Bedro­hungslage mit der die Machthaber die Zwangswirtschaft begrün­den kön­nen.
    In ein­er Kriegswirtschaft hat der Staat alle Zugriff­s­möglichkeit­en auf das Eigen­tum sein­er Unter­ta­nen. Wobei die Umverteilung natür­lich wie gehabt, von Unten nach Oben erfol­gt.
    Wer sich wieder­setz und zum Beispiel sein pri­vates Gold nicht abgibt, wird dann als Volkss­chädling angeklagt und liq­ui­diert.
    Und selb­st wenn der neue Kalte Krieg heiß wird, was macht das schon bei 7 Mil­liar­den Men­schen???

    • August … kannst Du Telepathie? Hast Du meinen näch­sten Artikel gerochen? Der geht genau darum, dass wir jet­zt auch in Europa endlich wieder Krieg brauchen. Wird ja auch jed­er leicht ein­se­hen kön­nen und für die, die sich da schw­er tun, die müssen nur aufmerk­sam der Pro­pa­gan­da fol­gen, dann kom­men sie auch nicht auf „nicht staatskon­forme” Gedanken … 😉

  4. Alle 3 Gen­er­a­tio­nen fährt das zins­basierte Geldsys­tem an die Wand, jew­eils cachiert durch einen Krieg. Das ist nichts Neues.

  5. LÖSUNGEN :
    DIE NATÜRLICHE WIRTSCHAFTSORDNUNG–SILVIO GESELL–DER 3. Weg-frei vom Kap­i­tal­is­mus (ZINSWIRTSCHAFT ) genan­nt Sozial­is­mus..
    NWO–NATÜRLICHE WIRTSCHAFTSORDNUNG

    mit Frei­wirtschaftlichen Grüßen–SILVIO GESELL

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