McDonald’s rät eigenen Mitarbeitern zu Hells-Food

McDonald's rät eigenen Mitarbeitern zu Hells-Food McDonald’s_rate_mal_burger_junkfood_genfood_gmo_special_hellsfoof_qpressMasse macht Kasse: Es ist Weihnachtszeit, da wird Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit besonders groß geschrieben, so jedenfalls die christliche Theorie. Eines der schönsten Weihnachtsmärchen für das sich nun rapide neigende Jahr 2013 liefert McDonald’s, allerdings nicht ganz freiwillig. Aber keine Sorge, nachdem sich viele Menschen massenhaft darob die Augen wund gerieben haben, ist die Geschichte schneller verschwunden als man vermuten mochte. Konkret handelte es sich dabei um entsprechende Gesundheitstipps des Konzerns in Sachen gesünder Essen auf der internen Webseite für die geschundenen Mitarbeiter.

Wären dort nicht fleißige Dokumentatoren über diese heiligen Tage aktiv gewesen, wäre uns die Geschichte vom gesunden Junk-Food glatt entgangen: „Posts on McDonald’s employee site bash fast food“[CNBC]. Da meinte es jemand zu gut mit den Angestellten und Kollegen, indem er auf der internen Seite auf die bösen Folgen der vielen fetten Burger und dazu gereichten Beilagen und Getränke hinwies. Es handelt sich augenscheinlich auch nicht um den Ausrutscher irgendeines Mitarbeiters der den Konzern diskreditieren wollte. Bis zum gänzlichen Verschwinden der Mitarbeiterseite, in den letzten Tagen, schien dies noch alles Normalität im Mitarbeiterbereich zu sein und das von uns noch zu präsentierende Artefakt wurde offensichtlich 2009 das letzte Mal inspiziert. Solange gammelte also der virtuelle Toast-Wasser-Salat schon auf der internen Website herum.

Wir kennen alle die lustigen und pfiffigen Werbekreationen aus dem Fast-Food Bereich, mit denen man heute versucht die Kunden hinters Licht zu führen hinterm Ofen hervorzulocken, sodass Ihnen das Wasser im Munde zusammenläuft. Anderen Menschen bleibt dabei oftmals etwas im Halse stecken, aber wen stört das schon. Mit unserer Titelbild-Illustration haben wir versucht dieses geniale Marketing ein wenig nachzuempfinden und denken es thematisch korrekt umgesetzt zu haben. Eines der größten Geheimnisse von McDonald’s ist natürlich die genaue Rezeptur all ihrer Produkte. Kaum einer weiß tatsächlich woher das Material wirklich stammt, außer dass es sich um GMO-Zeugs oder sonstige Massenfertigung aus dem Nirgendwo handelt, die dem Endprodukt mit viel Chemie den Duft, das Aussehen, die Konsistenz, die Unverrottbarkeit und den elenden edlen Geschmack verleihen, den die „Konsums-Enten“ so sehr lieben.

McDonald's rät eigenen Mitarbeitern zu Hells-Food Screen shot 2013-12-23 at 10.15.07 AM CBNCDeshalb wollen wir auch die bis vor kurzem sichtbare gesündere Wahl für die Mitarbeiter unseren Lesern nicht vorenthalten. Anzumerken ist dabei, dass Wasser und Salate in dem Nobel-Restaurant meist erheblich teurer sind als Pommes und Coke. Natürlich wissen wir, dass das Gesundheitsbewusstsein auch seinen Preis hat. Wir bitten um Verzeihung sofern wir die „Healthier choice“ zunächst mit „Health-Food“ verwechselten. Die Überschrift des Artikels haben wir dahingehend vermutlich intuitiv richtig formuliert, denn auch der Toast dürfte mindestens 20 Jahre haltbar sein, ähnlich wie die Burger selbst.

Die ganze Aktion muss aber den Managern des Konzerns nach rund 4 Jahren derart peinlich gewesen sein, dass die Mitarbeiterseite nach der Veröffentlichung von CNBC jetzt erst einmal für eine CI-Maßnahme (Corporate Identity[Wikipedia]) aus dem Verkehr gezogen und vom internen Netz gänzlich entfernt werden musste. Diese Aktion wird vermutlich solange andauern, bis die Konzern-, Produkt- und Mitarbeiterinteressen im Sinne eines optimierten Sharholder-Value-Agreements wieder auf einen Nenner gebracht wurden. Etwas länger kann es dauern, sofern der Verursacher nach dem Abschwören vor der betriebsinternen Konzern-Inquisition noch erst unspektakulär entsorgt werden muss.

Was auch in dem verlinkten Artikel von CNBC noch viel zu kurz kommt, ist die Tatsache, dass das Personal auch nicht wirklich eine Wahl hat wenn es sich während der Arbeit einmal verköstigen möchte. Denn den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben zu wollen ist doch für klar denkende Menschen keine Lösung. Das bisschen weniger Fett kann durch hinreichend Konservierungsstoffe in Salat und Dressings bestimmt locker wieder aufgewogen werden. Insoweit ist nicht wirklich Schaden entstanden. Das wäre nur der Fall gewesen, hätte sich irgendjemand erdreistet und den Mitarbeitern zur selbst gemachten Stulle statt zur Konzernkost zu raten. Auch wurde ja nicht auf Produkte der Konkurrenz verwiesen. Also ist das ganze ein Skandal der keiner ist.

Allein die Tatsache, dass es Leute innerhalb des Konzerns gibt, die einen Teil der angebotenen „Schnell-Fraß-Palette“ für gesünder halten als einen anderen Teil aus dem Sondermüllangebot und dies intern dementsprechend propagieren … das ist der eigentliche Hit. Vermutlich war der Gedanke dahinter, dass sich die Leute, das Personal, welches den Empfehlungen folgen mochte, dann als etwas Besseres fühlen durften, in dem geheimen betriebsinternen Wissen doch gesünder zu leben. So macht man gute Personalpolitik, die jetzt leider aufgrund des Lecks entlarvt wurde und zugunsten der Konzernräson kassiert werden musste. Es wird bestimmt eine gute Folgeversion zur Motivation der Mitarbeiter geben. Diesmal von guten und teuren Psychologen mit Unterstützung der Rechtsabteilung durchdesignt und nicht von irgendwelchen Hilfs-Dilettanten aus der Industrieküche.

McDonald’s rät eigenen Mitarbeitern zu Hells-Food
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
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Über WiKa 2270 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

2 Kommentare

  1. Im allgemeinen ist bekannt, daß Mc Donalds „Essen“ sich nicht wirklich förderlich auf die Gesundheit auswirkt. Wer das auf Dauer ißt und krank wird ist selber schuld.
    Wo anders, weil die Mehrheit sicher nicht täglich Mc Donalds verzehrt, wird dann billig eingekauft, um für ersteren Fraß wieder was im Geldbeutel zu haben, weil ja so gut schmeckt. NIcht umsonst dürfte vielen aus der Jugendzeit der Spitzname Mc Kotz in Erinnerung geblieben sein.
    Fazit: Fraß oder nicht Fraß, das ist hier die Frage…

  2. Was will er uns sagen?
    Das alles ist klar. Nämlich so was von logisch, die Geschichte ist weiss jeder, aber bitte patz dir mal den Anzug an..
    Geh mal um die Kurve und such dir was zum essen. Ah!
    Gib aber jeden!..Weltweit das Land um sich und seine Familie ernähren zu können, das garantierte Wasser,natürlich muss man verteilen.Das heisst Jenen was wegnehmen was anderen zusteht. Da hat man schon die halbe Miete.
    Besitz ist rechtlich geregelt, trotzdem unmoralisch.
    Das was er schreibt, er will uns bloß jucken, Das war Satire pur. Bloß wird selbst die beste Satire von der Gegenwart eingeholt.
    Wir müssen was tun. Tun im Sinne von Tun ,vorerst verstehen, dann zuschlagen.
    Jedes Kind dieser Welt wird versorgt mit essen, mit Lehrern.
    Zuvor brauchen wir gar nicht’s sprechen.

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