Hunde wichtiger als Hartz-IV-Bezieher, Deutschland setzt Prioritäten

Hunde wichtiger als Hartz-IV-Bezieher, Deutschland setzt Prioritäten Deutschland auf den Hund gekommen bhuendisches Dasein geht weiter Hartz IV chancenlos PetitionBRDi­gung: Deutsch­land ist und bleibt ein Paradies für Hunde, ganz anders als manch ein asi­atis­ches Land, wo die Vier­bein­er vorzugsweise schnell mal in die Pfanne gehauen wer­den. Let­zteres passiert in Deutsch­land eher mit den Hartz-IV-Beziehern, natür­lich nur im über­tra­ge­nen Sinne. Har­ter Tobak? Nein! Tägliche Prax­is! Und „die Deutschen“ (als Beschrei­bung ein­er Mehrheit) scheinen das auch alles ganz kor­rekt zu find­en, so jeden­falls muss man schlussfol­gern, wenn es um empathis­che Reak­tio­nen zu den erwäh­n­ten Grup­pen geht.

Die Deutschen wären ja auch nicht „die Deutschen“, hät­ten Sie nicht das ein oder andere abso­lutis­tis­che wie „böson­dere“ Alle­in­stel­lungsmerk­mal in dieser Welt, zu denen auch diese Beson­der­heit zu rech­nen ist. Erläutern wir aber zunächst ein wenig (bevor das große Auf­jaulen ein­set­zt), warum wir mit ein­er der­ar­ti­gen Fest­stel­lung aufwarten müssen. Für einen direk­ten Ver­gle­ich boten sich zwei zeit­gle­ich laufende Peti­tio­nen an. Die eine befasst sich mit dem Über­leben eines Hun­des, die andere mit der Fort­dauer fol­gen­schw­er­er Sank­tio­nen gegenüber Hartz-IV-Beziehern. Unschw­er zu errat­en, welche der bei­den Peti­tion hierzu­lande das Ren­nen machte.

Die Petition mit dem Hund

Bitte beg­nadi­gen Sie die Ther­a­piehündin „Tascha“ des im Wachko­ma liegen­den Dylan in Schön­walde[change.org]. In dem vorste­hen­den Fall geht es um eine Ther­a­piehündin, die für den betr­e­f­fend­en Patien­ten sicher­lich von unschätzbar­er Bedeu­tung ist. Die Peti­tion wurde am 24. Novem­ber 2013 ges­tartet und erre­ichte bere­its am 27. Novem­ber 35.000 Mitze­ich­n­er. Am 29. wurde die erste Schall­mauer von 50.000 Mitze­ich­n­ern im Galopp durch­brochen. Und am 30.11. war auch die 75.000er-Marke eher eine spielerische Hürde. Dies belegt, dass die Deutschen zu Emo­tio­nen fähig sind. Es ist wichtig, richtig und gut in einem solchen Fall Stel­lung zu beziehen, denn hier gibt es zwei wehrlose Opfer … das Kind und der Hund.

Die Petition um die wenigen Millionen Hartz-IV-Bezieher

Peti­tion 46483 • Arbeit­slosen­geld II — Abschaf­fung der Sank­tio­nen und Leis­tung­sein­schränkun­gen (SGB II und SGB XII) vom 23.10.2013 … [Deutsch­er Bun­destag]. Jet­zt wird es bedeu­tend ern­ster, diese Peti­tion läuft im Bun­destag. Sie wurde von Inge Han­ne­mann ver­an­lasst. Sie ist als Job­cen­ter-Mitar­bei­t­erin dafür bekan­nt gewor­den Sank­tio­nen gegenüber Hartz-IV-Beziehern nicht exeku­tiert zu haben. Dafür wurde sie gefeuert und steckt noch immer in einem Rechtsstre­it um ihre Anstel­lung. Dieses The­ma bet­rifft natür­lich nur wenige Mil­lio­nen Men­schen in Deutsch­land, die Dank der neuer­lichen Beschränkun­gen hin­sichtlich des Zugangs zur Prozesskosten­hil­fe nicht weniger hil­f­los gemacht wur­den. Die Peti­tion wurde bere­its am 23.10.2013 ges­tartet und erre­ichte bis zum 30. Novem­ber sage und schreibe eine Mitze­ich­n­erquote von 20.000 Men­schen, obgle­ich sie schon ger­aume Zeit länger läuft und von erhe­blich­er Trag­weite ist. Daraus muss man schließen, dass dieser Vor­gang für die Deutschen keine Rel­e­vanz hat[gegen-Hartz] und eher ein unlieb­sames The­ma darstellt.

Ursachen dafür … oder doch nur Konzentrationsschwäche

Hunde wichtiger als Hartz-IV-Bezieher, Deutschland setzt Prioritäten Real Hartz, für den erfahrenen Hartzie, ohne Schnörkel direkt zur Sache…Hier darf jed­er seine eigene Fehler­analyse betreiben, aber es ist und bleibt den­noch sehr beze­ich­nend, wie der­lei Geschicht­en wahrgenom­men wer­den. Möglicher­weise liegt es daran, dass sich der Leser nur auf einige wenige Fak­ten konzen­tri­eren kann und kom­plexe Sachver­halte schlicht aus­blendet. Vielle­icht sind ihm einge­fahrene Stig­ma­ta nicht aufre­gend genug. Ein weit­eres Argu­ment kön­nte sein, dass der Sozial­neid ein entsprechen­des Engage­ment für die Mit­men­schen unterbindet. Nur zu gerne wird den Betrof­fe­nen Hartz-IV-Beziehern zunächst ein­mal eine Mitschuld an ihrer Sit­u­a­tion unter­stellt und damit emo­tion­al die Bremse für ein Engage­ment betätigt.

Vielle­icht ist aber auch der Bun­destag nicht pop­ulär genug, als dass dort irgen­dein Deutsch­er auf die Idee käme sich engagieren zu wollen. Das möchte sich bei der anderen erwäh­n­ten Plat­tform anders ver­hal­ten. Vielle­icht ist die Sache im Bun­destag auch nur zu kom­pliziert dargestellt. Da ist ein ein­dringlich­er Satz, ein Bild und eine kurze Beschrei­bung viel ansprechen­der als aus­gedehnte, trock­ene und für viele Men­schen unver­ständliche Materie des Sozialge­set­zbuchs. Her­zlosigkeit kanns nicht sein, wie das Engage­ment für den treuen Begleit­er belegt.

Hündisches Dasein

Deutsch­land ist irgend­wann ein­mal gehörig auf den Hund gekom­men, das ist tief ver­wurzelt und daran wird sich auch in abse­hbar­er Zeit so schnell nichts ändern. Es darf als Beleg für eine weit­ere schlimme Ver­mu­tung genom­men wer­den, die sich förm­lich auf­drängt: „Die Deutschen” führen immer noch ein hündis­ches Dasein! Vielle­icht liegt es nur an dieser fleis­chfressenden Men­tal­ität, dass man beispiel­sweise auch Peti­tio­nen gegen Hüh­n­er- und Schweine-KZs wie die Pest mei­det. Stattdessen wird alltäglich an der Super­markt-Fleis­chtheke direkt für den Erhalt solch­er Gräuel­stät­ten „gevotet“ und mit jedem Kassen­bon dafür gesorgt, dass der Betrieb noch rationeller, noch wirtschaftlich­er, noch effizien­ter fort­ge­führt wer­den kann.

Möge jed­er in sich gehen und neben der Ret­tung von „Tascha“ auch ein­mal angestrengt darüber sin­nieren, ob es nicht einige Minuten der eige­nen Zeit wert wäre, die ohne­hin schon gebeutel­ten und benachteiligten Mit­men­schen ein wenig zu unter­stützen. Auch auf die Gefahr hin, dass der Hund vor der Couch jet­zt 10 Minuten auf weit­ere Zuwen­dung warten muss.

Hunde wichtiger als Hartz-IV-Bezieher, Deutsch­land set­zt Pri­or­itäten
22 Stim­men, 4.86 durch­schnit­tliche Bew­er­tung (97% Ergeb­nis)
Wir exper­i­men­tieren. Man kann sich diesen Artikel auch vor­lesen lassen. Lei­der klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbe­holfen. Wer damit klarkom­men kann, der mag sich gerne eine Vor­lesung geben lassen!
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Über WiKa 2288 Artikel
Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Konzern-Massen-Medien daselbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven für den Betrachter. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören. Motto: „Lässt Du denken, oder denkst Du schon?“

34 Kommentare

  1. Ja, das ist auch ganz nor­mal. Denn man weiß hun­dert­prozentig, dass ein Hund niemals unberechtigt irgendwelche Sozialleis­tun­gen erschle­icht oder irgendwelchen Ver­sicherungs­be­trug macht. Bei einem Hartz‑4 Empfänger kann man das alles lei­der nicht auss­chließen. Selb­st Zusat­zleis­tun­gen, die ger­ade nicht benötigt wer­den, müssen trotz­dem ange­fordert wer­den, ein­fach nur, weil sie einem zuste­hen. Das alles kann einem Hund nicht passieren.

    Außer­dem: Hunde sind Nich­trauch­er!

    • Aber Char­ly … Hunde beißen doch immer … greifen kleine Kinder an … scheißen allzeit auf den Bürg­er­steig (leg­en Tret­mi­nen) … und jagen die Post­boten … das passiert doch mit Hartz-IV Beziehern nicht … 😉 … oder leben wir doch nur noch von und mit Vorurteilen?¿?

        • Hunde sind auch nüt­zlich­er:
          http://www.spiegel.de/reise/aktuell/flugangst-therapie-flughaefen-in-den-usa-setzen-hunde-ein-a-936925.html
          Zitat: “Tiere wirken stress­mildernd auf den Men­schen, allein ihre Anwe­sen­heit sorgt schon für mehr Wohlge­fühl. Wer einen Hund stre­ichelt, dessen Blut­druck sinkt nach­weis­lich.” Ver­suchen sie dage­gen mal, einen Hartz4 ‑Empfänger zu stre­icheln.

          (Ganz neben­bei: ich hätte ganz bes­timmt auch die Peti­tion zur Abschaf­fung der Sank­tio­nen gegen Hartz4-Empfänger unter­schrieben… Allein schon wegen meines über­durch­schnit­tlich entwick­el­ten Gerechtigkeits­ge­fühls. Aber wenn man von jeman­dem was will, dann ist es völ­lig kon­trapro­duk­tiv, den­jeni­gen vorher zu beschimpfen.)

      • Ein rühren­der Film. Ich hab’ gle­ich vier griechis­che Strassen­mis­chlinge und weiss sehr gut, wie sie einem helfen können,wenn man mal nicht gut d’rauf ist.
        Der Artikel ist ja nicht schlecht, der Ver­gle­ich aber etwas unglück­lich.
        Der Zugang zu Peti­tio­nen ist bei Hartz-IV Beziehern ungle­ich schwieriger als bei Schic­ki Mic­ki The­men, wo die Inter­essens­grup­pen totaI unter­schiedlichen Inter­net Zugang haben.

    • Guten Tag Herr “Whisky”.
      Wis­sen Sie, wie hoch selb­st hart gesot­tene Kon­ser­v­a­tive die Quote der bösen, bösen Leis­tungser­schle­ich­er ein­schätzt? Ver­schwindend ger­ing.
      Wis­sen Sie wie hoch der Regel­satz ist? Gut 300,- Euro (da Strom selb­st zu zahlen ist). Nicht in der Woche übri­gens. Im Monat.
      Rät­sel­haft ist mir, welche “nicht benötigten” Zusat­zleis­tun­gen Sie meinen? Bei einem der­art niedri­gen Satz: benötigt man ALLES, was einem zuste­ht. Ganz klar.
      Übri­gens: die meis­ten “Hart­zler” haben vorher Steuern bezahlt. Erst nach einem Jahr lan­det man im ALG II. Und sie zahlen auch jet­zt noch Steuern — die nicht so wirk­lich knap­pen Mehrw­ert­s­teuer­auf­schläge näm­lich. Wird oft vergessen — ist aber so.
      Wenn ALG II — Berechtigte Geld erhal­ten: fließt dies sofort zurück in den Wirtschaft­skreis­lauf. Dies ist wichtig und gut für die Bin­nen — Nach­frage.
      Diese Men­schen haben keine Wahl: für Rück­la­gen reicht es wahrlich nicht.
      Aber jet­zt mal “neben­bei” bemerkt: ihr Post geht voll­ständig am The­ma vor­bei. Es ist hier NICHT von Rück­forderun­gen bei “Leis­tungser­schle­ichun­gen” die Rede. Über­haupt nicht. Son­dern von den Sank­tio­nen bei tat­säch­lichen, oder oft nur ange­blichen Ver­stößen gegen die Befehle des job­cen­ters.
      Z.B. bei Nichter­scheinen auf Ein­ladung. Die wird mit nor­maler Post ver­sandt. Wenn der Kunde sie nicht bekommt — sein Pech.
      ER muß beweisen, dass er die Ein­ladung nicht bekom­men hat …! Ein Ding der Unmöglichkeit, ganz klar.
      Schon sind mal wieder 10% weg. Jew­eils. Für drei Monate.
      Dies nur einige wenige, aber typ­is­che Beispiele.
      Und, btw. — ich bin kein ALG II — Empfänger. Ganz und gar nicht.
      MfG
      Burkhard Tomm-Bub, M.A.
      Ex — Fall­man­ag­er

      • Ja, ich weiß. Ich kenne den Vor­gang sehr genau. Schade, dass ich auf ihren Beitrag sehr sehr ernst antworten muss. (Denn Ironie ver­ste­ht der Leser nie.)

        Erin­nern sie sich, wie oft von dem Miss­brauch des Asyl­recht­es gesprochen wurde, ehe es prak­tisch abgeschafft wurde (denn man kommt in Deutsch­land nicht mehr rein, ohne durch andere EU-Län­der durchreisen zu müssen.) Alles was miss­braucht wer­den kann, gehört abgeschafft, zumin­d­est solange ich es per­sön­lich nicht benötige.

        Wie oft wird vom Miss­brauch von Sozialleis­tun­gen gesprochen; nun gut: sie sind noch nicht ganz abgeschafft. Aber jemand, der 30 Jahre in die Arbeit­slosenver­sicherung eingezahlt hat, wird seit Schröders Agen­da nie das her­aus­bekom­men, was eingezahlt wurde. Aber wet­ten dass? Es wird abgeschafft.

        Wie oft wurde in der let­zten Zeit eigentlich von Kindesmiss­brauch gesprochen oder geschrieben… (Wie DAS weit­erge­ht, das hat uns schon mal ein Herr Sar­razin vorg­erech­net.)

  2. Der Artikel beschreibt die Sit­u­a­tion tre­f­fend.

    Es ist aber auch die Frage zu stellen, warum die Betrof­fe­nen sich offen­sichtlich nicht an dieser Peti­tion beteili­gen. Schon 5,5 % der ALG-I-Bezieher wür­den reichen, um das Quo­rum zu erfüllen.

    • Hmm … manche bewe­gen sich da sehr vor­sichtig im Netz und der physis­chen Öffentlichkeit, weil sie dem Staat nicht über den Weg trauen, wom­öglich die näch­ste Repres­salie fürcht­en.

      Waren da nicht auch schon Ankündi­gun­gen seit­ens des Amtes, ver­stärkt das Inter­net überwachen zu wollen … für den Fall, dass da mal wieder einige ihrer ALG-II Zöglinge was unflätiges von sich geben? Ein Kli­ma der Angst wirkt immer Wun­der, ken­nen wir doch schon aus ver­gan­genen Zeit­en, es macht die hil­fs­bedürfti­gen Men­schen etwas fol­gsamer und geschmei­di­ger … 🙁

      • Das Manche Betrof­fene vor­sichtig im Netz sind ist sicher­lich richtig. Aber wie viele sind manche? Die Linke soll ange­blich die Peti­tion unter­stützen. Das sehe ich aber nicht. Die Linke hat 63.000 Mit­glieder (Durch­schnittsalter übri­gens 60 Jahre), die allein wür­den schon reichen. Wo sind die? Und wo sind die Wäh­ler der Linkspartei? Warum informiert Die Linke nicht ihre Mit­glieder, warum schal­tet sie nicht eine halb­seit­ige Anzeige in der Presse? 2011 hat Die Linke über 12 Mio. an staatlichen Zuschüssen erhal­ten, bezahlt vom Steuerzahler. Ich habe cam­pact angeschrieben und um Unter­stützung für die Peti­tion gebeten. Es kam nicht mal eine Antwort. Aber Spenden wollen sie haben. Inzwis­chen sind wir schon so weit, das es ein­er NGOwatch bedarf. Wer finanziert sich wie und wofür. Das Geschäft der NGOs brummt. Aber ich komme vom The­ma ab.

    • Das kön­nte u.a. zB auch daran liegen, dass eine große Menge ALG II Bezieher nicht­mal das Geld für einen Inter­ne­tan­schluss und/oder PC hat (ist im Regel­satz auch kein Betrag x für vorge­se­hen, mal so neben­bei bemerkt) und somit erst gar nichts von dieser wichti­gen Peti­tion weiß bzw. wis­sen kann.

      Zwar sam­meln Frau Han­ne­mann, Kat­ja Kip­ping und einige andere fleis­sig vor vie­len Job­cen­tern auch Unter­schriften auf Papi­er, aber natür­lich bleibt der Wirkungskreis — bei aller Mühe — auf diese Weise natür­lich immer begren­zt.

      Was das Sam­meln an zusät­zlichen Stim­men im Endergeb­nis aus­machen wird, weiß man jet­zt natür­lich noch nicht, das sehen wir erst am Ende, aber ich hoffe sehr, dass es sich lohnen wird.

      Lei­der gibt es mehr als genü­gend vorverurteilende Ego­mane wie den ersten Kom­men­ta­tor hier, die wahrschein­lich froh wären, wenn den HartzIV Beziehern auch noch das Aller­let­zte genom­men wer­den würde, sie wohl am besten in Arbeit­slager vor die Städte deportiert wer­den wür­den, damit “das Pack” wohl hof­fentlich als­bald elendig zugrunde gehen Mag und bis es so weit ist, sich wenig­stens bei Tages­ra­tio­nen von 200g Trock­en­brot und 0.5l Regen­wass­er noch nutzbrin­gend (zwangsar­bei­t­end) in die Gesellschaft ein­brin­gen kann.

      Es ist ja immer leicht zu verurteilen, Vorurteile und dümm­liche Stammtis­ch­parolen zu ver­bre­it­en — eben so lange, bis es einen mal sel­ber trifft, was heutzu­tage wirk­lich JEDEM UNVERSCHULDET PASSIEREN KANN, aber dann wäre das Geschrei wahrschein­lich am größten… Echt unfass­bar, wie ekel­haft manche ihren Mit­men­schen gegenüber drauf sind, pfui!

  3. Guten Tag,
    ja es ist richtig. Nach einem recht guten Start stag­nieren momen­tan die Zahlen.
    Einige der Gründe wur­den bere­its genan­nt. Hinzu kommt, dass etliche ALG II — Empfänger keinen PC oder keinen Inter­net — Zugang haben. Einige Ver­bände der LINKEN unter­stützen, auch auf der Bun­des­seite ste­ht etwas.
    Noch ist ein wenig Zeit. Manche Din­gen müssen erst greifen. Am Dien­stag ist eine Art Aktion­stag vorge­se­hen, bei dem nochmals ver­stärkt Strassen“sammlungen” (vor allem vor den job­cen­tern) stat­tfind­en.
    Ich habe eben 10 mögliche Tes­ti­mo­ni­als angeschrieben und Inge Han­ne­mann gibt diverse Inter­views. Weit­ere mögliche Mul­ti­p­lika­toren wur­den ange­sprochen.
    Wir kön­nen nur hof­fen und kämpfen bis zur let­zten Minute.
    Für die Men­schen, für Human­ität, für Gerechtigkeit.
    MfG
    Burkhard Tomm-Bub, M.A.
    Ex — Fall­man­ag­er

    • Wo bleiben die Gew­erkschaften, wo ihre Mit­glid­er über Hartz IV im Lohn; Gehalt und Sold gedrückt und ihrer Rente beraubt wer­den?

      Wo bleibt der Ver­miter-Schutzbund, wo Mieter unter Hartz IV durch Sank­tio­nen etc. aus ihren nor­mal würdig gemieteten Woh­nun­gen gemobbt wer­den?

      Es bet­rifft auch KMUs denen von Glob­alplay­er die Preise dik­tiert wer­den.
      Es bet­rifft auch Ärzte denen die Patien­ten madig gemacht wer­den!
      Es bet­rifft gut 90% der Bevölkerung die nach und nach gedrückt wer­den.

      Durch Gehirn­wäsche der Medi­en, hat­ten die sich zum Teil sel­ber abgeschafft, so das lei­der kleinere Ver­lage und dessen Angestell­ten Redak­teure und Reporter auf der Strecke bleiben.

  4. habe bei­de aktio­nen nicht unter­stützt. die betr. hund nicht, weil mir klar war, daß es genü­gend unter­stützung geben würde. die zu den h4 repres­salien nicht, weil mir die abschaf­fung der sank­tio­nen zu wenig ist. wenn man schon aktiv­itäten in punk­to sozial­ab­bau, krim­i­nal­isierung armer etc. ent­fall­tet, dann sollte die forderung min­destens in rich­tung “men­schen­würdi­ges leben für alle — gegen neo­faschis­mus und block­parteien” o. ä. laut­en.

  5. Tolle Res­o­nanz zum 1. Advent ! Dieser Beitrag zeigt wieder ein­mal überdeut­lich, der Main­stream ganze Arbeit geleis­tet hat ! Alles Unter­stützen nur die die eige­nen Armen nicht ! Und diese haben lei­der oft resig­niert und nehmen lieber kom­men­tar­los und ver­stohlen kriechend die ihnen zuge­s­tande­nen Brosamen ! Was für einen sch.… Gesellschaft hat man hier aufge­baut ! Und ger­ade Linke und SPD, die sich immer so sozial geben .… Na, lassen wir das !
    Trotz dem : Danke WiKa für diesen her­vor­ra­gen­den Artikel ! Hof­fentlich bringt er einige zum Nach­denken (# 1) !

  6. @ land­be­wohn­er,

    an irgend ein­er Stelle muss man aber begin­nen. Der Traum von der Abschaf­fung dieses Unrechts wird nur aus der Forderung danach nicht Wirk­lichkeit.

  7. Alle Sys­tem­schmarotzer (Rentner,Kranke,Arbeitslose usw.) auf eine Insel oder etwas noch Schlim­meres. Dank Gehirn­wäsche der Medi­en und durch Mit­men­schen wie Charly..kann es ja nicht mehr lange dauern. Wer dann die Hun­de­sch.… von der Strasse räumt bleibt allerd­ings offen.

    Gruss Jan­nex

  8. der artikel trifft den nagel auf den kopf. für einen polizei­hund wer­den übri­gens 6,80 euro pro tag ver­an­schlagt. für einen hartz4-empfänger ca 4 euro. neben dem wirk­lich schw­eren auskom­men mit sehr wenig geld und den ärg­ernissen mit job­cen­tern, wirken jedoch auch die mob­bing-aktio­nen von sozial­ras­sis­ten bis tief in die arme seele. ich spreche aus eigen­er erfahrung — ich bin in hartz4. und ich habe darüber geschrieben “Die Hartz IV Rat­te — Tage­buch ein­er Bet­t­lerin” … Wenig­stens von den Mit­men­schen würde ich mir mehr Men­schlichkeit wün­schen. iris bück­er

  9. Lei­der haben immer noch die Wenig­sten real­isiert, dass Hartz IV nicht für Arbeit­suchende, son­dern gegen den Arbeit­nehmer gerichtet ist. Der medi­al so gepriesene Min­dest­lohn wird nicht als Niedrig­stent­gelt oder Armut­slohn beze­ich­net. Er soll die Ret­tung brin­gen. Für die „soziale“ SPD. Dass dieser Lohn trotz aus­ge­füll­ter Erwerb­s­bi­ogra­phie nur zur Sozial­hil­fe führt, inter­essiert nie­man­den. Laut Desta­tis geben die Deutschen 10,3 Prozent ihres Net­to-Lohns für Lebens­mit­tel aus. Einem Min­destlöh­n­er stün­den also 108,56 Euro im Monat zur Ver­fü­gung – oder 3,62 Euro am Tag. Diese Zahl entspricht mehr weniger dem ALG II Satz für Lebens­mit­tel.
    http://www.welt.de/politik/article1649762/Sarrazin-entwickelt-Hartz-IV-Speiseplan.html
    Nach­dem sich wed­er von Linkspartei, Gew­erkschaften oder ein­er „reformierten SPD“ ein ern­sthafter Gegen­wind oder gar Protest zur Agen­da 2010 entwick­elt hat, haben die „Proban­ten“ unter Hartz IV artig alles verabre­icht bekom­men. Im Land war und ist eine soziale Ruhe einge­treten. Jet­zt kommt die näch­ste Gruppe der zu reformierten Per­so­n­en an die Rei­he. Der Arbeit­nehmer.
    Und für alle die immer noch glauben, jed­er sei seines Glück­es eigen­er Schmied, noch ein paar Zahlen vom Arbeits­mark­t­bericht Okto­ber 2013.

    Okto­ber 2013 Arbeits­mark­t­bericht BA S. 52
    812.515 ALG I Empfänger
    4.346.945 ALG II Empfänger
    317.000 erwerb­s­fähige Nichtleis­tungsempfänger (S. 21)
    Gesamt: 5 Mil­lio­nen 159.460 erwerb­s­fähige ALG Empfänger / 5 Mil­lio­nen 476.460 erwerb­s­fähige Betrof­fene
    freie Stellen bei BA: 439.000 (S.11)
    freie Stellen Gesamt­deutsch­land: 937.000 freie Stellen, davon lediglich 688.000 sofort zu beset­zen
    594.000 freie Stellen ste­hen somit in Gesamt­deutsch­land auf dem ersten Arbeits­markt zur sofor­ti­gen Ver­fü­gung. Teilzeit etc. ist in diesen Stellen mit berück­sichtigt.
    http://doku.iab.de/arbeitsmarktdaten/2013/os1302.xls

  10. Man muss doch nur mal sehen, wie der Nor­mal­bürg­er über Bezieher von HartzIV reden! Der Tenor “Wer arbeit­en will, find­et auch Arbeit”, ist ein­fach tief in den Mei­n­un­gen ver­wurzelt. Also sind für den Nor­mal­bürg­er gefühlte 80% der Leis­tungs­bezieher nur zu faul zum arbeit­en. Hinge­gen ist der Hund ein Wesen, dass den Nor­mal­bürg­er anrührt. Er ist vie­len Men­schen treuer Gefährte und Kam­er­ad auch in Zeit­en, wo Men­schen sich abwen­den. Deshalb wird der Nor­mal­bürg­er eher eine Peti­tion pro Hund unter­stützen, als eine Peti­tion pro HartzIV-bezieher

    • Genau dieses Klis­chee ver­bre­it­et unsere liebe Ursel lei­der erfol­gre­ich seit Jahren. Dabei braucht sie drin­gend ihre “Hartzer” :
      zum Pro­pa­gan­da machen, zum drauf rum dreschen und dann braucht man ja auch ein paar Erpress­bare, die man in die Arbeit­en zwin­gen kann, die son­st kein­er (für solche Bezahlung) machen würde. Außer­dem hat sich ja um Hartz IV eine regel­rechte “Indus­trie” aufge­baut aus dubiosen “Weit­er­bil­dungsin­sti­tuten”, “Beschäf­tigumgs­ge­sellschaften” usw. bei denen man seine Pro­tegees unter­brin­gen kann und die Unsum­men an Geld ver­schlin­gen welch­es bei­den “Leis­tun­gen zum Leben­sun­ter­halt” einges­part wird, da Hartzer ja sehr genügsam sind (zu sein haben!) .

  11. Dies ist die let­zte Peti­tion die ich in diesem Umfang unter­stützt habe und noch unter­stützen werde. Mor­gen werde ich das noch ins Dark­net set­zen und an die Anony­mous-Grup­pen versenden.

    Das Erre­ichen des Quo­rums ist äußerst fraglich. Mir ist auch klar, das ein erfol­gre­ich­es Quo­rum nichts sofort an der Sank­tion­sprax­is ändern wird. Es war ein Test, wie sol­i­darisch das “Netz” agiert.

    Da möchte ich Qpress, Spiegelfechter, Nach­denk­seit­en und vie­len anderen Blogs danken.

    Bei dieser Gele­gen­heit möchte ich einen ganz anderen Gedanken äußern. Erfährt ein Staat­san­walt von ein­er Straftat, mit­tel­bar oder unmit­tel­bar, muss er tätig wer­den und den Sachver­halt ermit­teln.

    Warum ist das nicht so bei Ver­let­zung des Grundge­set­zes? Die Ver­fas­sungsrichter wer­den erst bei Klage tätig und kön­nen Kla­gen ohne Begrün­dung abweisen.

    Erfährt ein Ver­fas­sungsrichter von ein­er Grun­drechtsver­let­zung, (woher auch immer, Presse, Geset­zge­bung etc.) sollte er tätig wer­den kön­nen.

    Und zwar unmit­tel­bar, ohne Klage eines Betrof­fe­nen.

    Das wird meine näch­ste Baustelle sein.

  12. Ich kann das aus eigen­er Erfahrung bestäti­gen. Ich hat­te als geschieden­er Vater von 2 kleinen Kindern zusät­zlichen Wohn­raum für die die Wahrnehmung meines Sorgerechtes/Umgangsrechtes beantragt. Sin­niger­weise hat­te ich auch argu­men­tiert, dass selb­st für Hunde eine Min­destquadrat­meterzahl von 6 qm per Tier­schutzge­setz vorge­se­hen ist. Für Kinder gibt es diesen Anspruch nicht. Es wird zwar jet­zt nach Jahren Hartz IV schon richter­lich so argu­men­tiert und entsch­ieden, dass Kinder bei Tren­nung und Schei­dung einen Anspruch “hät­ten”. Aber in ein Gesetz gegossen wurde das nie.

  13. Hal­lo,

    muss hier auch mal meinen Senf dazu geben.
    @Wikia Erst mal Danke für den Artikel, alles was die Leute zum nach­denken bringt hil­ft.
    Aber Zitat:
    “Die Peti­tion wurde bere­its am 23.10.2013 ges­tartet und erre­ichte bis zum 30. Novem­ber sage und schreibe eine Mitze­ich­n­erquote von 20.000 Men­schen, obgle­ich sie schon ger­aume Zeit länger läuft und von erhe­blich­er Trag­weite ist.”
    Stimmt so nicht ganz. Das erweckt den Ein­druck dass die 20.000 Unterze­ich­n­er erst nach über einem Monat zus­tande kamen. Das ist aber falsch da man von der Mitze­ich­nungs­frist aus­ge­hen muss, die erst am 20 Novem­ber begann. Bitte bei der Wahrheit bleiben das bringt auf Dauer mehr.

    @iris bück­er Der ver­gle­ich mit dem Hun­de­tages­satz ist alt und die 6,80 Euro pro Tag nicht belegt.
    Scheinen ehr so 2,20 EUR zu sein.
    http://www.wortfeld.de/2010/09/polizeihunde-futter/
    http://www.sis-verlag.de/archiv/3332-bfh-aufwendungen-eines-polizei-hundefuehrers-fuer-den-diensthund-sind-werbungskosten

    @landbewohner Auch Klein­vieh macht Misst (Dünger). Sank­tio­nen weg macht bei eini­gen Leuten schon mal den Kopf frei für weit­eres poli­tis­ches oder Gesellschaftlich­es Engage­ment.
    Also bitte Unterze­ich­nen. Alle Ungerechtigkeit­en der Welt auf einen Schlag abschaf­fen geht eh nicht.

    Betrof­fen sind ja nicht nur Arbeit­slose son­dern alle vom unteren bis ins mit­tleren Lohn­niveau. Somit auch alle Steuerzahler da die Kosten für das Sank­tion­ieren unter dem Strich höher sind als die Erspar­nis durch das nicht gezahlte Exis­tenzmin­i­mum.

    3 Monate Voll­sank­tion bringt Men­schen in die Obdachlosigkeit und Dauerver­schul­dung. Da gibt es dann oft keinen Weg mehr raus in einen Vernün­fti­gen Arbeit­splatz. Was bleibt einem dann noch außer Res­ig­na­tion oder Krim­i­nal­ität?
    Im Knat hat mans dann wenig­stens Warm und was zu Fut­tern.
    Das bringt weit­ere Fol­gekosten mit sich ein Tag Knast kostet den Steuerzahler ca. 60 EUR.

    https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2013/_10/_23/Petition_46483.nc.html
    Anzahl Online-Mitze­ich­n­er 04.12.2013 ca.12 Uhr
    26187

    LG
    Andy

  14. Das Prob­lem ist doch nicht, dass es den Leuten egal ist.
    Bei über 6Mio Hartz IV-Empfängern kön­nte man ja eine entsprechende Anzahl von Unter­schriften erwarten…
    Das Prob­lem ist aber die Wer­bung.
    Der Fall Tascha war ja The­ma in jed­er Zeitung und “Nachrichten”-Sendung…
    Sank­tio­nen für Hartz IV-Empfänger abschaf­fen???
    Na da finde mal ’ne finanzs­tarke Lob­by für… 😉

  15. Das ist doch Schwachsinn, es ging nicht vorder­gründig um den Hund, son­dern um das im Wachko­ma liegende Kind, welch­es seinen Ver­traut­en , beson­ders wichtig ist!
    Was gibt es daran auszuset­zen?
    Hinzu kommt , der Men­sch scheint seine Selbst–Kritikfähigkeit völ­lig ver­loren zu haben, seit­dem die Men­schheit aber bemerkt, erst kommt der Schein, dann das Sein, wen­det er sich eben den Tieren mehr zu. Ihm das zum Vor­wurf zu machen, ist lächer­lich, denn schließlich ver­sagen die Men­schen, durch Neid, Gier, Betrug, Lügen, Aus­nutzung ander­er Men­schen etc etc

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