Bruno Bärlustconi, der Lustgreis, entgeht dem Abschuss

Bruno Bärlustconi, der Lustgreis, entgeht dem Abschuss Berlusconi Silvio Lustmolch Baer Lust Coni LustgreisGen Ital­ien: Nun, der Bär heißt zwar Sil­vio, aber Bruno den Bären hat man sein­erzeit für seine Ver­fehlun­gen kurz­er­hand plattgemacht. Nicht dass die Bruno-Bay­ern weniger tol­er­ant wären als die Ital­iener, aber mit der Ord­nung nehmen sie es genauer. So wie es aussieht, entkommt der Bär­lust­coni aber­mals dem Abschuss durchs Gesetz. Zwar hat man heute die Jagd auf ihn feier­lich eröffnet, aber es ste­ht zu befürcht­en, dass alle Jäger nur Platz­pa­tro­nen geladen haben. Es stinkt förm­lich nach viel Spek­takel um Nichts und der Bär scheint dies zu wis­sen. Er gibt sich betont gelassen und weiß schein­bar auch genau warum.

Dies­mal ging es allerd­ings weniger um die Lust als um steuer­liche Ver­fehlun­gen in Sachen Medi­aset, die man ihm zur Last legt. Eigentlich sollte am Dien­stag das Urteil dazu verkün­det wer­den. Pustekuchen! Sieben Anwälte (Lohn­schwätzer) war­fen sich zum Schutz des Lust­greisen dem Gericht ent­ge­gen. Jet­zt wird es Mittwoch oder Don­ner­stag oder noch viel später, bis das Urteil endlich kommt. Neben den Haft­strafen, die zwar pein­lich wären, er aber ver­mut­lich auf­grund seines Alters und sein­er selb­st gemacht­en „geset­zlichen Vor­sorge“ nicht antreten muss, ging es jet­zt um ein poli­tis­ches Betä­ti­gungsver­bot für Sil­vio. Davor zit­tern er und seine Man­nen mehr als vor den bere­its 4 aus­gerufe­nen Jahren Maku­latur-Haft.

Nun wird das poli­tis­che „Fressver­bot“ debat­tiert, die einen wollen ihn 5 Jahre auf Diät set­zen, die anderen meinen 3 Jahr wären mehr als genug, bess­er aber, man würde ihm da gar nicht erst in die Suppe spuck­en. Viel Palaver. Eines aber ist heute schon ziem­lich klar gewor­den. Das Sys­tem Berlus­coni funk­tion­iert doch noch ziem­lich gut und die Show in der Öffentlichkeit täuscht darüber hin­weg, dass es wohl immer noch genü­gend tragfähi­gen Filz gibt auf dem „der Alte” wieder weich lan­den wird. Alles andere wäre doch eine arge Über­raschung.

Große Befürch­tun­gen wer­den jet­zt medi­al aufge­bauscht (von den Lohn­schwätzern), dass der „Cav­a­liere“ bei seinem Sturz viel mitreißen kön­nte oder gar die poli­tis­che Land­schaft nicht mehr arbeits­fähig sei, würde man jet­zt zu sein­er Kas­tra­tion anset­zen. Immer­hin hat Sil­vio 20 Jahre lang seinen Stem­pel „reinge­hal­ten“ und nun will kein­er mehr genau die Fol­gen abschätzen kön­nen, wenn man den „Knoten Berlus­coni” her­au­soperiert, welch­es Geflecht zusam­men mit ihm umfall­en kön­nte. Alles spricht dafür, dass Beppe Gril­lo mit seinen The­sen zum unendlichen Filz in Ital­ien völ­lig richtig liegt. Braucht es Poli­tik­er um einen Staat zu lenken? Gesunde Anar­chie wäre da ver­mut­lich zuträglich­er als ein Sil­vio-Sys­tem. Nun, ein wenig Bewe­gung a la Gril­lo haben wir ja auch schon in Deutsch­land.

Die eigentlichen und „sexlasti­gen“ Prozesse steck­en jedoch noch völ­lig in den Kinder­schuhen (alles erste Instanzen), da dro­ht noch mehr poli­tis­ches Betä­ti­gungsver­bot für den Lust­greis. Aber das kann sich noch über Jahre hinziehen und wenn er Glück hat, dann kann er see­len­ruhig über diese Prozess-Orgien auch noch lock­er ver­ster­ben. Was wäre das für ein Segen für ihn. Das allerd­ings wäre dann der ulti­ma­tive Beleg für das wahrhaftige Funk­tion­ieren seines Sys­tems. Es hat in der europäis­chen Geschichte sel­ten einen Poli­tik­er gegeben, der es in diesem Umfang geschafft hat, während sein­er Amt­szeit Geset­ze zu fab­rizieren, die ihn vornehm­lich selb­st schützen, für den Fall dass er mal seine „Immu­nität“ an den Nagel hän­gen muss.

Glück­wun­sch Sil­vio … Du bist der erste, der sich wom­öglich nicht nur straf­los an Min­der­jähri­gen ver­gan­gen hat, nein, Du hast es geschafft eine ganze Nation zu vögeln! Das macht Dir so schnell kein­er nach und ist mit Sicher­heit auch ein ehren­wertes Denkmal wert. Vielle­icht so eines, wie im Bild dargestellt, so richtig leben­snah?!

Bruno Bär­lust­coni, der Lust­greis, ent­ge­ht dem Abschuss
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Über WiKa 2276 Artikel
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13 Kommentare

  1. Warum in die Ferne schweifen, das Gute liegt so nah.
    Schauen wir ein­mal nach Bay­ern, zu unserem Uli.
    Glaubt hier irgend­je­mand, dass er wegen Steuer­hin­terziehung ins Kittchen muss???
    Zumal er ganz brav den Ratschlä­gen der Ermit­tler fol­gte, und eine Selb­stanzeige stellte.
    Er zeigte also Ein­sicht, und kann deshalb mit ein­er sehr, sehr milden Bestra­fung rech­nen.
    Anders als der böse, böse Gutl der immer noch an seine Unschuld glaubt.
    Den trifft die volle Härte des Geset­zes, der muss platt gemacht wer­den, der ist unverbesser­lich.
    Ver­brechen lohnen sich nicht nur in Ital­ien, son­dern vor allem auch in Deutsch­land.
    http://www.sueddeutsche.de/bayern/prozess-wegen-steuerhinterziehung-freispruch-fuer-max-strauss-ist-rechtskraeftig‑1.437436

  2. Also, bei der Bear­beitung sein­er Augäpfel in der Titel­graphik hätte ich ihm Möpse, Quark­taschen, Tit­ten (männliche Begriffe für weib­liche Brüste nach Pubertät) hineingear­beit­et.

    • Nöö … WiKA hat keine Anar­chis­ten-Aus­bil­dung … nur wenn man sich das Sys­tem so betra­chtet, dann kommt man irgend­wann automa­tisch dahin. Nur lei­der ist ja der Begriff „Anar­chist” irgend­wie ver­bran­nt und völ­lig falsch beset­zt. Wir soll­ten uns daher mehr den pos­i­tiv­en Aspek­ten der Anar­chie zuwen­den … davon gibt es sicher­lich eine ganze Menge und gewalt­frei alle­mal eine Option. 😉

      • Gut, der Begriff Anar­chie ist ver­bran­nt, der Begriff Lib­er­al ist ver­bran­nt, bleibt also nur noch die neue Mode­beze­ich­nung “Lib­ertär”!
        Wobei der gewalt­freie Wider­stand, immer der Wider­stand der Schwachen ist.
        Das stört die Herrschen­den nicht die Bohne.
        Der innere Wider­stand hat sel­ten ein Sys­tem zu Fall gebracht.
        Selb­st Gand­hi war nur deshalb erfol­gre­ich, weil die Briten als Folge des 2.WK zu pleite waren, um ihr Imperi­um aufrecht zu erhal­ten.
        Man kön­nte fast sagen, Hitler und Stal­in befre­it­en Asien von den europäis­chen Kolo­nialmächt­en.
        Nicht weil es deren Anliegen war, son­dern weil sowohl der Heiße, wie der darauf­fol­gende Kalte Krieg, die Kräfte des West­ens ban­den.
        Und wer jet­zt vielle­icht auf die absurde Idee kommt, dass es 1989/90 auch in Deutsch­land eine friedliche Rev­o­lu­tion gab, der irrt gewaltig.
        Es war nur eine von den Geheim­di­en­sten organ­isierte Show-Ver­anstal­tung.
        Die Machthaber aus Ost und West hat­ten sich längst hin­ter den Kulis­sen geeinigt.
        Die Beute, das Volksver­mö­gen teilte man dann auch bluts­brüder­lich.

  3. “Die Regierung, die Parteien, die Wis­senschaftler, voran die Pro­fes­soren, sind am Ende ihres Lateins, das offen­bar nie etwas anderes als Schwindel gewe­sen ist.
    Die Wirtschaft­sor­d­nung, die Gesellschaft­sor­d­nung, der Staat sind, das sieht man jet­zt endlich ein, auf dem Geld­we­sen, auf der Währung aufge­baut. Mit der Währung ste­ht und fällt der Staat, und zwar nicht nur der Staat, wie ihn die herrschende Schicht zu Herrschaft­szweck­en errichtet hat, son­dern der Staat schlechthin, der Staat der Bureaukrat­en, der Sozial­is­ten, sog­ar der “Staat” der Anar­chis­ten. Denn mit dem Sturz der Währung hört jedes höhere Gesellschaft­sleben ein­fach auf, und wir fall­en in die Bar­barei zurück, wo es keinen Stre­it um Staats­for­men gibt.
    …Wenn wir unfähig bleiben, die Auf­gabe, die uns gestellt wurde, zu lösen, so wer­den wir Stück um Stück unser­er staatlichen Selb­ständigkeit ver­lieren; die Empörun­gen und Verzwei­flungstat­en, die nicht aus­bleiben kön­nen, wer­den immer größere Kreise umfassen und immer größere Opfer ver­lan­gen, die Hunger­re­volten wer­den kein Ende mehr nehmen, die Regierung wird von rechts nach links und von links nach rechts pen­deln, und jed­er Pen­delschlag wird nur die Ver­wirrung, die Hilf- und Rat­losigkeit ver­mehren…”

    Sil­vio Gesell, Vor­wort zur 7. Auflage der Natür­lichen Wirtschaft­sor­d­nung

    Die ganze “hohe Poli­tik”, bzw. alle staatlichen Ein­griffe in die Wirtschaft, sind immer nur mehr oder weniger blinde Gegen­reak­tio­nen auf die zahlre­ichen Neg­a­tivsymp­tome der Zin­sumverteilung von der Arbeit zum Besitz, basierend auf ein­er seit jeher fehler­haften Geld- und Bode­nord­nung.

    Der Abbau des Staates wird erst nach ein­er frei­wirtschaftlichen Geld- und Boden­re­form über­haupt möglich:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/12/der-abbau-des-staates.html

    • @Stefan Wehmeier
      Der von Sil­vio Gesell 1921 beschriebene Auf­bau eines neuen Staates, der gar kein Staat sein soll, ist sehr utopisch. Aus mein­er Sicht wird da der Teufel mit dem Beelze­bub aus­getrieben.
      Die Abschaf­fung staatlich­er Struk­turen führt nicht zwangsläu­fig zu mehr Gerechtigkeit, son­dern zu ein­er Trans­for­ma­tion der Macht auf wirtschaftlich potente Organ­i­sa­tion­sstruk­turen.
      Und damit beiß sich die Schlange mal wieder in den Schwanz.
      Denn genau in dieser Sit­u­a­tion, des Abbaus staatlich­er Macht, zugun­sten der Groß-Konz­erne und Hoch­fi­nanz, befind­en wir uns ger­ade.

  4. Bevor Sie sich mit Vorurteilen und gän­zlich unl­o­gis­chen Schlussfol­gerun­gen lächer­lich machen, soll­ten Sie Fra­gen stellen.

    Allein eine frei­wirtschaftliche Geld- und Boden­re­form schafft Gerechtigkeit und führt zu ein­er eigen­dy­namis­chen Auflö­sung von Konz­er­nen und Hoch­fi­nanz…

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/02/marktgerechtigkeit.html

    …und erst dann ist der Abbau des Staates über­haupt möglich.

    Ander­er­seits kann die Staats­ge­walt vor ein­er frei­wirtschaftlichen Geld- und Boden­re­form abso­lut nichts gegen Konz­erne und Hoch­fi­nanz aus­richt­en, son­dern kann nur die Frei­heit aller zusät­zlich und immer weit­er ein­schränken, bis sich am Ende gar nichts mehr bewegt.

  5. Kann man hier ein­mal die Höflichkeits­formeln ein­hal­ten?

    Wenn wer jeman­den Anre­det, dann wäre doch ein “DU” wohl her­zlich willkommen,wa?
    Son­st schalte ich noch den Recht­san­walt ein, echt!

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