Wenn die Gewalt mal wieder Ausgang hat – Staatsgewalt auf dem Prüfstand

Hardcore-Pazifisten haben es dieser Tage schwer angesichts der staatsgewaltigen Randale in Frankfurt am Main. Sie stecken in einem Dilemma: Entweder sie sind gesetzestreu und systemkonform, dann müssen sie verzweifeln. Weil alles nicht so ist wie es sein soll, wenn die Staatsgewalt das Recht auf Urlaub schickt. Oder sie stehen dem Staat kritisch bis ablehnend gegenüber, dann sehen sie vielleicht ihren selbst auferlegten Gewaltverzichts-Anspruch in höchster Gefahr infrage gestellt zu werden. Es kostet sie stoische Überwindung, innerlich friedlich zu bleiben. Christliche Pazifisten haben es besonders schwer, denn sie müssten zudem noch die andere Wange hinhalten, sobald die Polizei brutal zuschlägt, und sollten streng neutestamentarisch betrachtet ihren Nächsten, den pfeffergassprayenden Gewalttäter in der martialischen Nahkampf-Montur auch noch lieben. Für grundsätzlich Friedfertige muss die Welt aus den Fugen sein, wenn die Realität so krass in Widerspruch zur verfassungsmäßigen Ordnung gerät. Und nicht nur für sie, für alle Menschen, die erleben oder zusehen müssen, wie ihnen die Staatsmacht auf den Schädel oder aufs Kreuz schlägt, sie mit Reizgas einnebelt, einkesselt, ihnen mit exekutiver Justizverachtung und regelrechtem Bürgerhass begegnet.

Blutjunge vermummte und gepanzerte Prügel-Polizisten voller Häme und Verachtung hinter den Helmvisieren haben gezeigt, in wessen Diensten sie sich wirklich wähnen. Sie hauen und stoßen, knüppeln und schubsen im Auftrag der Reichen und Mächtigen, nicht im Auftrag des Volkes, von dem sie alimentiert werden und eines Tages ihre Rente bezahlt bekommen. Ansonsten wären sie arbeitslos, und so wie sie sich benehmen, schnell im Knast im zivilen Leben. In der Anonymität ihrer Helme und Uniformen verbergen sich Schläger, brutalisierte Männer und Frauen, die ihr Adrenalin nicht bezähmen können und regelrecht in Blutrausch geraten können gegenüber Menschenmengen oder einzelnen In-Gewahrsam-Genommenen. Sie sind eine latente Gefahr für die innere Sicherheit, nicht deren Garanten. Ihre Sozialkompetenz tendiert gegen Null, ihren politischen Verstand haben sie in der Bereitschaftspolizeikaserne in den Spind gehängt, soweit sie welchen hatten. Sie sind gedrillt und funktionieren auf Kommando wie ferngesteuert, aber mit voller Testosteron-Emotion wie Kampfmaschinen. „Dein Freund und Helfer“ agiert dann wie ein Amokläufer. „Knüppel frei“, und schon ist er oder sie aus all dem, was man zwischenmenschlichen Anstand nennt, wie ausgeklinkt. Da werden alte Leute geprügelt und Junge zu Boden gerissen, ihre Gesichter mit dem Knie oder mit dem Stiefel aufs Straßenpflaster gepresst, Arme verdreht und die Hände schmerzend auf dem Rücken mit Kabelbindern fixiert. Da wird bedenkenlos gezielt in Augen gesprüht, mit Quarzhandschuhen geboxt und mit Schilden geschoben, als ginge es um Schlachtvieh oder eben Demonstrantenvolk, Bürgerpack, und nicht um den theoretischen Souverän aller staatlichen Macht.

Denn im Grundgesetz steht klipp und klar, dass alle (Staats-)Gewalt vom Volk ausgehe, und das war in Frankfurt nun gar nicht der Fall, im Gegenteil: Die Polizei hat das Grundgesetz auf den Kopf gestellt und dem Volk was auf die Rübe gegeben, weil es meinte, auf seinem Recht bestehen zu müssen, das ihm sogar vom Gericht extra noch bestätigt wurde, nämlich vor der EZB zu demonstrieren. Nicht am Hafen, nicht im Zoo, sondern dort, wo das große Geld kanalisiert verschoben und zu Billigst-Zinssätzen den Banken in den Rachen geschoben wird, damit diese es an die Kreditnehmer zu horrenden Konditionen weiterverleihen, auf dass die Leute ihre Steuern bezahlen können, aus denen dann nicht nur die EZB, aber auch letztlich sie finanziert wird.

Wenn die Gewalt mal wieder Ausgang hat - Staatsgewalt auf dem Prüfstand Schafe die glauben menschen oennten nicht ohne Regierung existierenGegen deren Austeritäts-Politik zu demonstrieren, die ganz Europa in den Würgegriff genommen und die defizitären Haushalte süd- und osteuropäische Länder noch defizitärer gemacht hat, weil diese die Rettungs-Euros sofort zurücküberweisen müssen an jene Banken, die deren Staatsanleihen gekauft haben, sollte doch auch dem friedfertigsten Menschen nicht Anlass sein, in sich Groll aufwallen spüren zu müssen, ausgerechnet gegen jene, deren vornehmste und einzige Aufgabe es eigentlich sein sollte, den Straßenverkehr zu regeln und so umzuleiten, dass das Demonstrationsrecht gewährleistet ist, sondern vielmehr gegen die Banker, gegen die Bundesregierung, gegen die Konzernherren. Protestversammlung und Meinungsfreiheit gehen vor „freie Fahrt für freie Bürger“. Die Behinderung und Absperrung einer angemeldeten und nach juristischem Streit erfolgreich erfochtenen Demo-Route gehören nicht zu den Aufgaben der Polizei, es sei denn, es wären Neonazis, für deren Aufmärsche es laut Grundgesetz keinerlei Legitimation gibt. Artikel 139 GG garantiert ein Recht auf Nazipropaganda unter Hinweis auf das Potsdamer Abkommen ausdrücklich nicht, und auch nicht, dass sie sich überhaupt organisiert betätigen. Denn die Vorschriften der Alliierten gegen eine Wieder- oder Weiterbetätigung von Faschisten „werden von diesem Grundgesetz nicht berührt“. Aber denen prügeln sie ungerührt und oft genug herzhaft den Weg frei und gewähren Staatsschutz, während sie antifaschistischen Protest behindern und kriminalisieren. Blockaden von Nazi-Zusammenrottungen, das machen Antifaschisten zu Recht und politisch legitim, völlig verfassungskonform, wo die Gerichte versagen. Aber Proteste gegen Krisen und Kriege zu verhindern, umzuleiten, abzuwürgen oder zu blockieren, sowas obliegt offenbar den Gesetzesbrechern in Uniform, die meisten von ihnen blutjunge Beamtenanwärter, die sich ihre heißen Sporen verdienen dürfen gegen die Bevölkerung und gegen den Rechtsstaat, geleitet von einer offenbar irre geleiteten Einsatzleitung, die von Demokratie, von Recht und Gesetz, von Richtersprüchen zumal nicht viel zu halten scheint. In Krankfurt jedenfalls nicht.

Nicht alle Polizisten spielen diese Rolle gern, manche lassen auch Verständnis und sogar Mitmenschlichkeit durchscheinen, wenn sie ihre Wasserflaschen hergeben für die Augenspülungen der Opfer ihrer Kollegen, aber der Apparat funktioniert dennoch nach dem Einsatzkonzept, das offensichtlich von vornherein auf Rechtsbruch angelegt war, anscheinend auch mit dem Vorsatz der Kollektiv-Kesselung, jener polizeitaktischen Maßnahme, die von mehreren Gerichten immer wieder als rechtswidrig eingestuft und als unzulässig verworfen wurde, wo sie die Menschenwürde mit Füßen tritt. Daher wurden prophylaktisch Dixi-Klohäuschen angekarrt, damit die Eingekreisten wenigstens ihre Notdurft würden verrichten können. Die vorsätzliche Massenverhaftung getarnt als zumindest gerichtsfeste Freiheitsberaubung, das scheint der Plan von vornherein gewesen zu sein, und er verstieß eindeutig gegen den Richterspruch, die Demonstration auch ortsnah zum Adressaten der Empörung durchzuführen. Deutsche Polizisten können der türkischen Polizei die Hände reichen. Was dort in Istanbul, Izmir und Ankara als schreiendes Unrecht gesehen wird, bringt die Ordnungsmacht in Frankfurt ebenso brutal wie rechtswidrig zustande. Jeder „anständige“ Polizist müsste nach diesem systematisch begangenen Verfassungsbruch laut aufschreien wegen des Missbrauchs seiner Person – oder seinen Helm an den Nagel hängen. Es scheint nicht allzu viele zu geben in den Reihen der Polizei, die damit ein Problem hätten, dem Land und speziell Hessen zum Ruf eines Unrechtsstaates zu verhelfen. Jedenfalls hört man nichts davon. Das lässt nichts Gutes ahnen für die gerade in Krisenzeiten zu erwartenden und sich gewiss noch verschärfenden sozialen Konflikte. Gustav Noske, der sozialdemokratische „Bluthund“ vom 1. Mai 1929 in Berlin, der auf demonstrierende kommunistische Arbeiter schießen ließ, lässt nicht allzuweit entfernt grüßen. Nur scharf geschossen wird noch nicht. Man hat Gummigeschosse in der Hinterhand.

  • Wie also ruhig, gefasst, entspannt und gewaltfrei bleiben?
  • Wird sich der Friedlichkeits-Bekenner standhaft ausgerüstet mit zumindest einer Taucherbrille und einem Mundschutz tapfer behaupten?
  • Oder muss er sich in den Elfenbeinturm seiner guten Vorsätze zurückziehen und kapitulieren vor der Polizeigewalt?
  • Und wer weiß, eines Tages auch vor dem Militär, das im „Notstand“ zur Aufstandbekämpfung auch im Inneren eingesetzt werden kann?

Diese Frage stellt sich perspektivisch jedem, der mit den herrschenden Verhältnissen nicht einverstanden ist und gar nicht sein kann, weil sie unerträglicher werden mit jeder solcher Schlachtszenen gegen die Demokratie.

  • Was kann er dem Ruf nach organisierter Gegenwehr, nach Militanz entgegensetzen?
  • Soll er einfach heimgehen, und die Schlacht andere ausfechten und der Gewalt allein entgegenstehen lassen?
  • Will er sich einteilen lassen in „gute“ und „böse“ Demonstranten in der Hoffnung, dass er zu den „Guten“, den „friedlich Harmlosen“ gezählt wird, wenn der Knüppel aus dem Sack geholt wird?
  • Darf er sich verteidigen?
  • Muss er widerspruchslos der Polizeianweisung Folge leisten, wenn die über Lautsprecher verkündet, dass er nach Hause gehen soll, um das Sozialprodukt zu erwirtschaften für jene Steuern, die die Anschaffung neuer Wasserwerfer und Tränengas-Kartuschen finanzieren?

Ich stelle diese Fragen weder hämisch noch provokativ, sondern ganz ernsthaft, weil sie für alle Unzufriedenen von Belang sind, die sich irgendwann wehren müssen, wenn sie nicht komplett über die Löffel balbiert werden wollen. Und das werden immer mehr.

Die erste Antwort: Militärisch sind sie uns über. Auf dem Feld rein physischer Auseinandersetzung werden wir sie nicht bezwingen, auch nicht mit noch soviel Mut und selbst nicht mit Waffen. Sie sind bestens gerüstet und trainiert, finanziell gut gepolstert und juristisch abgesichert. Wir sind schlecht organisiert und heterogen zersplittert in tausend Ansichten und Taktiken, Organisationen und politische Spektren und Strategien. Unsere einzige Stärke ist die Zahl und deren Entschlossenheit. Wir müssen zusammenstehen und uns nicht spalten lassen. Millionen gegen Milliardäre. Je mehr wir werden, desto tiefer können wir aus dem kollektiven Erfahrungsschatz unser Bewusstsein schärfen und politisch wirksam handeln. Alle Separationsversuche und Selbstisolierungs-Tendenzen sind abzulehnen, weil sie zur Schwächung sozialer Bewegungen beitragen anstatt die Einheit im Handeln herzustellen. Gegenseitiger Respekt und Achtung, Rücksichtnahme und Toleranz untereinander, Empathie und Solidarität sind geboten, nicht Einzelkämpfertum und Heldenpathos. Aus Hilflosigkeit oder Wut oder gar Kalkül mit Steinen zu werfen macht es nicht nur der Repression leichter, sie zu legitimieren, sondern auch den Menschen schwerer, die auf die Straße zu gehen bereit sind, weil es am Ende auch Demonstranten gefährdet. Aus der Menge heraus den Straßenkampf zu proben hieße die Zerstreuung der Massen geradewegs zu provozieren anstatt sie zu verhindern, und zeitigt regelmäßig die berüchtigten „Hasenjagden“ wild zuschlagender Greifkommandos auf einzelne vermeintliche Straftäter, die es zu isolieren, zu identifizieren, festzusetzen und aus dem Verkehr zu ziehen gelte.

Demonstrationen haben aber nicht den Zweck zu zeigen, wie schnell wir auseinander stoben können oder wie defensiv geduckt wir hinter Transparenten verschanzt zusammen glucken, sondern der Öffentlichkeit unsere Forderungen offensiv zu präsentieren, unsere Anliegen vor aller Augen zu führen und unsere politische Stärke zu manifestieren. Menschen zu ermuntern, sich anzuschließen und selbst aktiv zu werden. Geschlossenheit ist in Frankfurt zu großen Teilen gelungen, wenn auch unfreiwillig. Die Eingekesselten wurden immerhin nicht im Stich gelassen.

Die zweite Antwort: Es wird nichts nützen uns voneinander zu distanzieren, mit Gewaltlosigkeits-Appellen oder Selbstverpflichtungen zur Friedlichkeit unser Heil in der Abgrenzung zu suchen. Es schwächt genauso die Einheit wie bewusst gesuchte Scharmützel mit der Polizei. Die Wirkung ist jedesmal Ausgrenzung der jeweils anderen, und letztlich die Spaltung von politischen Bewegungen und ihren Bündnissen. Genausogut könnte man in Demonstrations-Aufrufe hineinschreiben, dass man vorhat sich gesetzeskonform, steuerehrlich, grundgesetzlich einwandfrei und generell staatstreu, sozialkompatibel und höflich zu verhalten; es würde die Polizei nicht abschrecken, Randale zu inszenieren, wo sie solche zur Rechtfertigung ihrer Mannschaftsstärke, ihres Überstundenaufkommens oder überhaupt zum gelegentlichen Eigentraining unter Realbedingungen in Bürgerkriegsübung zu brauchen meint, wo wir als unbezahlte Sparring-Partner zur Verfügung stehen. Freilich ist ihr jeder Vorwand willkommen, doch auch jede unpassende Gelegenheit recht, wie es ins Konzept passt. Wir könnten selbst in Badeschlappen und Unterwäsche nicht sicher sein, dass man uns unbehelligt ließe. Notfalls würden wir wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses hops genommen. Lassen wir’s also, uns in vorauseilendem Gehorsam zu unterwürfigen mit Kapitulationsfähnchen wedelnden Untertanen zu degradieren.

Die weiteren Antworten wird uns die Wirklichkeit geben, wenn wir die ersten beiden Aussagen beherzigen. Es wird sich erweisen, dass kollektives Lernen beim gemeinsamen Kämpfen mehr bringt als militante Konzepte oder pazifistische Grundsätze. Da sein und dabei bleiben und dafür sorgen, dass wir mehr werden, damit den Herrschenden der politische Spielraum für ihre arroganten Machtdemonstrationen eng wird und schwindet. Die beste Garantie dagegen ist eine wachsende aktive demokratische Öffentlichkeit, eine machtvolle, weil allgegenwärtige und einflussreiche Zivilgesellschaft. Dazu gehört ein Wiedererstarken der Gewerkschafts- und generell der Arbeiterbewegung ebenso wie die zahlreichen außerparlamentarischen sozialen Bewegungen inklusive der ihr nahestehenden Parteien. Diese Zusammenschlüsse werden perspektivisch, je stärker sie sich deutlich vernehmbar artikulieren und gesamtgesellschaftlich meinungsbildend wirken, auch Schläger mit Dienstausweis domestizieren und selbst die Gepflogenheiten im politischen Kampf zunehmend bestimmen, wenn sie zusammenstehen und sich nicht einschüchtern lassen.

Wir werden an Klarheit und Einsicht gewinnen, je öfter und erfolgreicher wir den heute noch Mächtigen vereint entgegentreten, bis das Blatt sich wendet. Für die Zuspitzung der Verhältnisse, die diesen Bewusstwerdungs-Prozess beschleunigt, müssen wir nichts tun, das besorgen „die da oben“ schon ganz allein. Wir müssen nur klug und organisiert genug sein, die zweifellos bevorstehenden Umwälzungen nicht durch Eigenbrötelei aus Ungeduld oder Unduldsamkeit zu behindern, sondern sie im allgemeinen Interesse gemeinsam zu nutzen und in die richtige Richtung zu befördern – im Sinne des gesellschaftlichen Fortschritts der gesamten Menschheit.

Das Einfache, das so schwer zu machen ist, um es mit Bertolt Brecht zu sagen: „Das Sichere ist nicht sicher, so wie es ist, bleibt es nicht. Wenn die Herrschenden gesprochen haben, werden die Beherrschten sprechen. Wer wagt zu sagen: Niemals? An wem liegt es, wenn die Unterdrückung bleibt? An uns. An wem liegt es, wenn sie zerbrochen wird? Ebenfalls an uns. Wer niedergeschlagen ist, der erhebe sich! Wer verloren ist, kämpfe! Wer seine Lage erkannt hat, wie sollte der aufzuhalten sein?! … Wer noch lebt, sage nicht: Niemals!

Wolfgang Blaschka, München

► Quelle: Erstveröffentlichung Kritisches Netzwerk – 12. Juni 2013
Wenn die Gewalt mal wieder Ausgang hat – Staatsgewalt auf dem Prüfstand
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Wir experimentieren. Man kann sich diesen Artikel auch vorlesen lassen. Leider klingt die Dame in Deutsch etwas holperig und unbeholfen. Wer damit klarkommen kann, der mag sich gerne eine Vorlesung geben lassen!
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Über Wolfgang Blaschka 17 Artikel
freischaffender Grafiker, Autor und Filmemacher aus München

25 Kommentare

  1. Der Beitrag von Herrn Blaschka ist zwar sehr ehrenhaft, aber zu sozialromantisch.
    Klingt auch irgendwie nach Bergpredigt, was wenig wundert im katholischen Bayern.
    Realpolitik ist, wenn die RAF nach ihrer Zerschlagung 1977, noch weitere 20 Jahre durch die westlichen Geheimdienste künstlich am Leben gehalten wird.
    Die RAF wurde somit zum größten Propagandaerfolg der alten BRD.
    Und all die Leute die sich engagierten, drehten sich nur sinnlos im Kreis.
    Das Prinzip der Zersetzung einer Opposition ist immer das Gleiche.
    Oder glaubt hier jemand wirklich, es gebe ein Endlager-Problem für Atommüll????
    Und selbst die gewaltigen Ostermärsche vor 30 Jahren brachten rein gar nix.
    Also was tun???
    Der brave Soldat Schwejk
    Teil 1: ###www.youtube.com/watch?v=DzjMt_W5Z-Y
    Teil 2: ###www.youtube.com/watch?v=rJFuq8FecLo (beide Videos sind weg, deshalb entlinkt … WiKa … 2013-12-28)

    • Hallo August … der Wolfgang Blaschka ist halt doch etwas feinsinnig, aber dennoch scharfsinnig genug … aber eben auch kein Scharfmacher. Das mit der Sozialromantik lass ich mal so stehen, sollte ihn ehren. Sicher wird er es hier auch noch lesen. Es ist schon eine Kunst für sich, stets durch die Blume voll ins Herz zu treffen. Unser aller Anliegen muss es allerdings sein einen friedlichen Wandel hinzubekommen, sonst wird die nächste Epoche nicht um einen Deut besser als die sich jetzt neigende.

    • Ja mir war das auch schon immer ein Rätsel,
      warum sich die Demonstranten so bereitwillig
      von der Polizei verprügeln lassen?????????????
      Begreifen die Dummerle denn nicht,
      dass die IM’s der Polizei
      die Krawalle provozieren!!!!!!

  2. Der Michel hebt den Kopf und bekommt promt ein drüber gebraten. Es war immer so und es wird wohl noch eine Weile so bleiben: Was erwünscht ist wird von der Polizei „beschützt“ wie etwa die inszenierten „Ant-Nazi-Demos“. Was nicht erwünscht ist, wird diffamiert oder niedergeknüppelt. Erst muß sich im Kopf des Michels etwas tun. Und dazu braucht er stets etwas lange. Der Anfang war wohl schon zu Kriegsende und auch die „gewaltigen Ostermärsche“ habenschon etwas im Denken bewirkt. Nur sorgen immer wieder die „gewählten Regierungen“ für die nötige Dosis Chloroform um den Michel im Dämmer zu halten.

  3. „Blutjunge vermummte und gepanzerte Prügel-Polizisten“

    und dazu noch diese schwarze Kleidung..
    gab es nicht schon mal in Deutschland solch schwarze Uniformen?

  4. Danke für den Artikel.

    Es ist schon bestürzend und beschämend zugleich wie hier die Demokratie mit Füßen getreten wird, im wahrsten Sinne des Wortes. Noch schlimmer, dass der Michel immer noch nicht merkt, was sich hier zusammenbraut. Da hilft auch die beste Aufklärungsarbeit nichts. Alles schon versucht. Was nicht sein darf, gibt es auch nicht.

    Schlimm auch, dass einige der Herren Schildkröten überhaupt keinen Funken Moral und Anstand mehr besitzen. Ich betone bewusst „einige“. Wie im Artikel auch hervorging, gibt es Gott sei Dank noch positive Ausnahmen in den Reihen der Uniformierten. Vielleicht wird spätestens dann ein Umdenken einsetzen, wenn auf einmal der beste Freund auf der anderen Seite steht.

    In solchen Zeiten noch positiv bleiben zu können und sich seine Menschlichkeit zu bewahren, wird immer schwieriger. Doch dürfen wir die Hoffnung und den Kampf nicht aufgeben. Der Michel wird aufwachen, aber ich befürchte dazu benötigt es erst Zustände wie in der Türkei oder Brasilien. Vorher wird sich nichts ändern und so geht das Spiel weiter.

    Bleiben wir also geduldig und besonnen. Die Zeit wird kommen. Bis dahin sollten wir unsere Solidarität zu unseren Mitmenschen in den Ländern bekunden, denen es wirklich dreckig geht und teilweise fürchterlichen Repressalien ausgesetzt sind. Im Vergleich dazu ist unser Freund und Helfer noch ein frommes Lamm.

    „Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren; und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.“
    (Gandhi)

  5. Geduldig? Besonnen ? frommes Lamm? Das fromme Lamm hat längst seinen Schafspelz abgelegt und es zeigt sich der Wolf. Das die Hemmschwelle für Gewaltanwendung der Diktatur in anderen Ländern niedriger liegt sollte uns nicht zu dem Gedanken verleiten, das es uns deshalb besser geht. Hier zu Lande geht es nur etwas “ kulivierter“ zu und man hat Methoden ersonnen, Menschen ohne große Wellenschläge ab zu servieren und Menschenrechte so zu beschneiden, das eine „Ästhetische Form“ rauskommt ! Eines ist aber ganz gewiss : Die Zeit wird kommen. Die Frage ist nur wann.

    • Deutschland kann halt nicht anders, als Diktatur zu sein.
      Ab 1914 Militär-Diktatur
      Ab 1918 Notstands-Diktatur
      Ab 1933 Nazi-Diktatur
      Ab 1945 DDR-Diktatur und BRD-Scheindemokratie
      Ab 1990 Die gesamtdeutsche, alle Lebensbereiche durchdringende „Perfekte Diktatur“

    • DIE KOMPARATION von dumm…..
      kann man in Wiki nachlesen…
      „Charakteristisch für den (dummen) August ist die rote Knollennase und die feste Schminke auf Mund, Wangen und Augen“

  6. Nicht dumm sondern schon paranoid ! Wenn eine Nation wie Deutschland so versessen auf Diktatoren ist, kann man das nicht anders bezeichnen. Aber auch andere Nationen kennen dieses Phenomän. Z.B. Amerika: Nach dem Lnadraub an den den Indianern war man in ständiger Angst vor verzweifelten Vergeltungstaten. Später auch von solchen ausgestoßenenr gestzloser. Das hat sich bis heute zu einer unheilbaren paranoia gesteigert, wie fast täglich zu erfahren ist. Was macht man mit Verrückten? Gaaaaanz ruhig bleiben und machen lassen.

    • Es geht mir nicht um einen Nationen- oder Parteivergleich, sondern um Verantwortung.
      Beispiel:
      Der eine sagt die Wand ist grün, der andere die Wand ist rot, und der dritte meint sie sei schwarz. Aber in Wirklichkeit ist dort gar keine Wand, sondern es steht ein offenes Tor durch das man hindurch gehen könnte, wenn man es als solches erkennen würde.
      Und so ist es auch mit der Verantwortung. Sie muss von jedem einzelnen ergriffen werden.
      In der Diktatur und vor allen nach der Diktatur ist es so schön einfach zu sagen, der Kaiser war schuld, der Führer wollte es so, oder das Politbüro trägt die Verantwortung. Ich konnte nichts machen, ich musste meinen Nachbarn oder Kollegen anscheißen, um die Karriereleiter hochzuklettern.
      Und dann geht es im neuen System weiter so, egal wie es sich gerade nennt.
      Denn auch das neue System baut seine Macht auf die Wendehälse, Kriecher und Anscheißer.
      Der Lockruf einer jeden Diktatur besteht doch gerade darin zu sagen:
      Hier dürft ihr Schwein sein!!!
      Ohne eine geistig, moralische Erneuerung werden wir diesen Teufelskreis nicht durchbrechen.
      Und vor allem, die Mächtigen leben gut, mit dieser menschlichen Schwäche und sind nicht im Geringsten daran interessiert, hier etwas zu ändern.

  7. Wie immer hätte ich es nicht besser ausdrücken können als August ! Doch leider bedurfte es noch immer tiefgreifender, negativer Ereignisse, damit diese Erkenntniss ins Blickfeld der Menschen gerät. Leider verschwand sie auch eben so schnell wieder aus dem Sichtfeld, wenn es den Menschen besser ging und der „innere Schweinehund“ sich entspannt zurück lehnen konnte. Bis zum nächsten Mal!


  8. August:

    Falsch getippt Genosse Opa.
    Die Dumm-Dumm Doppelspitze ist wie jeder weiß
    —– unser Murksel ——
    mit ihrem willigen Volks-Vergaukler.

    den Beitrag nicht gelesen? Ich habe überhaupt nicht getippt,
    sondern andere, siehe Posting!
    Und wenn die beiden IM´s schon genannt werden, sie haben eh nichts zu entscheiden, tanzen wie Zirkusbären an der langen Leine der Mohns, Quants, Usrael, etc., sind willige Werkzeuge der Besitzenden…, genau wie damals der Kerl aus Braunau
    Oh Herr lass Hirn regnen!

    • „Oh Herr lass Hirn regnen!“ Den Gefallen wird dir unser Herr nicht tun! Denn wie steht schon in der Bibel? “ seelig sind die, die da arm sind im Geiste“

  9. Was ist mit den Übergriffen junger Linksradikaler oder der „Grünen Jugend“ auf Wahlkampfveranstaltungen kleiner Parteien wie der AfD z.B. in Göttingen?

  10. Die Schafe mit ihren zwiespältigen Text waren es, die haben mich auf die etwas ältere Seite gelotst.

    Was kommt also nach der Massentierhaltung und den Schlachthöfen? Das Schaf braucht dann immer noch seine Herde, der Zweibeiner seine Horde. Ob die nun Regierung genannt würde …

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