Flucht in den Euro — Geheimtipp zur Geldanlage

Flucht in den Euro - Geheimtipp zur GeldanlageLange Bank: Heute haben wir die aus­ge­sproch­ene Ehre ein­mal für die Lange Bank das Wort ergreifen zu dür­fen. Sie wis­sen schon, das ist die Bank auf die zur Zeit alles geschoben wird was bere­its gestern hätte entsch­ieden sein müssen. Deshalb ist diese Bank natür­lich nicht nur beim Volk sehr beliebt (bitte keines­falls mit der Volks­bank ver­wech­seln) son­dern auch bei der Regierung. Rechts im Bild zu sehen, ein beson­ders schönes Exem­plar, eine völ­lig runde Sache. Man kön­nte also direk­ter­weise sagen, diese Bank verbindet, aber nie­mand wird gezwun­gen sich ihrer zu bedi­enen. Kurze Rede langer Sinn, jet­zt geht es um die Wurst, um krisen­fest und zukun­ftssich­er anzule­gen. So wie Sie unsere bewährten Anlagetipps bere­its ken­nen, wer­den wir natür­lich in gewohn­ter Manier auch bei unseren heuti­gen Betra­ch­tun­gen alles mit sub­stanziellem Zahlen­ma­te­r­i­al gründlich unter­legen.

Aber zunächst zu unserem Geheimtipp höchst selb­st. Sie sind, mit Blick auf die Eurokrise, zu Recht skep­tisch wie man sich da noch getrauen kann eine solche Über­schrift rauszuhauen. Während ganze Natio­nen und ver­sierte Anleger aus dem Euro fliehen und um jeden Preis abstoßen, rat­en wir heute abso­lut zum Ein­stieg in den Euro. Und wir kön­nen dies auch mit reinem Gewis­sen tun, denn wir wis­sen exakt worüber wir schreiben. Wenn wir Ihnen heute die Anlage ihres Geldes in Euro empfehlen, dann meinen wir selb­stver­ständlich nicht den gemeinen oder jeden x‑beliebigen Euro, nein wir reden heute über ein ganz spezielles Mit­glied der Euro-Münz-Fam­i­lie, welch­es viel wertvoller inner­halb dieser Bande ist als alle anderen.

Konkret reden wir über 10 Cent-Stücke in die Sie rel­a­tiv zukun­ftssich­er und in jed­er Hin­sicht gefahr­los investieren kön­nen. Genau diese Rel­a­tiv­ität bzw. die zugrunde liegen­den Rela­tio­nen wollen wir ihnen nun näher erläutern und natür­lich auch das dazuge­hörende Geheim­nis ver­rat­en. Bei der nach­ste­hen­den Tabelle gehen wir von ein­er 100.000 Euro Investi­tion aus und nun sehen sie selb­st was sie dafür bere­its heute bekom­men. Das Grund­wis­sen dazu ist prob­lem­los bei Wikipedia an dieser Stelle einzuse­hen. Aus Grün­den der Über­sicht haben wir die Prozen­twerte (Anteil Met­all) hier aus­ge­blendet, damit die Tabelle über­sichtlich bleibt. Sollte die Tabelle Ihnen den­noch Prob­leme beim Betra­cht­en bere­it­en, entschuldigen wir uns bere­its an dieser Stelle für Ihren zu klein ger­ate­nen Bild­schirm und empfehlen Ihnen die Tabelle in Gänze zu kopieren und in einem anderen geeigneten Pro­gramm zu betra­cht­en.

Münze in € Masse in g
Stück
100.000
Euro
Masse
in Ton­nen
Anteil Eisen
Tonne
Anteil Kupfer
Tonne
Anteil Zink
Tonne
Anteil Zinn
Tonne
Anteil Alu
Tonne
Anteil Nick­el
Tonne
Mate­r­i­al Wert/€
0,01 2,30 23,00 21,70 1,30 26.281,53
0,02 3,06 15,30 14,44 0,86 17.482,93
0,05 3,92 7,84 7,40 0,44 8.958,57
0,10 4,10 4,10 3,65 0,21 0,04 0,21 29.450,30
0,20 5,74 2,87 2,55 0,14 0,03 0,14 20.615,21
0,50 7,80 1,56 1,39 0,08 0,02 0,08 11.205,48
1,00 7,50 0,75 0,56 0,15 0,04 4.541,25
2,00 8,50 0,43 0,32 0,11 2.454,38
Mate­ri­al­preise €/t 750 7.700 1.400 15.500 2.100 12.900

Unseren Favoriten haben wir deut­lich fett in der Über­sicht gekennze­ich­net. Hier bekom­men sie bere­its heute das Meiste für ihr aktuelles Geld. Natür­lich wen­det sich unser heutiger Tipp vornehm­lich an Men­schen die sich schw­er tun sich von ihren Euros zu tren­nen, aber ein­er angemess­nen Umschich­tung offen gegenüber­ste­hen. Alle anderen Fam­i­lien­mit­glieder der Euro-Münzrei­he dür­fen sie dage­gen get­rost in die Tonne treten, eben deut­lich wenig werthaltiger Schrott im Ver­gle­ich zum Zehn­er, was Sie aus der vorste­hen­den Tabelle eben­so unschw­er erse­hen kön­nen. Selb­st wenn der Cent noch mit sein­er Masse/Tonnage ver­sucht zu punk­ten, soll­ten sie den­noch Abstand von der Plack­erei nehmen. Konzen­tri­eren sie sich auf den Zehn­er, der mit seinen 4,1 Ton­nen bei der besagten Investi­tion noch recht beweglich ist.

Weitere Analysen und Wertungen

Anders als beispiel­sweise Gold, welch­es Ihnen, sofern bekan­nt ist dass sie welch­es haben, im Rah­men der Not­stands­ge­set­ze schnell mal enteignet wer­den kön­nte, müssen sie mit solchen Ein­schnit­ten beim Besitz von 10 Cent Stück­en nicht rech­nen. Der Besitz des Geldes ist völ­lig legal, sofern recht­mäßig erwor­ben und bis­lang gibt es auch keine rechtlichen Ein­schränkun­gen dieses auch Zahlungsmit­tel nicht zu sam­meln zu dür­fen.

Um allerd­ings eine noch bessere Marge zu erzie­len empfehlen wir Ihnen heute über Men­genra­bat­te bei der Beschaf­fung der Münzen zu ver­han­deln. Hier soll­ten sie aber nicht mit der Bun­des­bank ver­han­deln, die gibt sich da erfahrungs­gemäß reserviert bis abweisend. Die griechis­che wie auch ital­ienis­che Zen­tral­bank kön­nten hier um einiges geneigter sein, da die ger­ade in mächtiger Geld­ver­legen­heit sind. Solange Sie diese Häuser nicht unter deren Ein­stand­spreis drück­en wollen, kön­nte Ihnen der Coup gelin­gen. Natür­lich soll­ten Sie auch auf Son­derange­bote der­jeni­gen acht­en die ger­ade massen­haft, wie oben erwäh­nt, aus dem Euro flücht­en. Mit etwas Glück ergat­tern sie dort großar­tige Nach­lässe beim Kauf aus­ge­di­en­ter Euros, aber bitte nur 10 Cent Münzen einkaufen, den andern Schrott bitte ein­fach ignori­eren oder völ­lig unter Kurs erwer­ben.

Flucht in den Euro - Geheimtipp zur GeldanlageAuch dürften sie unschw­er erkan­nt haben, dass es der Kupfer­an­teil ist der bei diesem Invest dominiert. Nach heutigem Preis­stand haben Sie damit in jedem Falle bere­its gut ein Drit­tel ihres Geldes in Sicher­heit gebracht, egal was da kommt. Bei ein­er Währungsre­form oder galop­pieren­den Infla­tion kann dies von unschätzbarem Vorteil sein. An diese Wert­sta­bil­ität kann selb­st der Heizw­ert von Ban­knoten niemals her­an reichen, den sel­bige im finalen Sta­di­um ein­er solchen Sit­u­a­tion allen­falls noch hät­ten. Abge­se­hen davon brauchen sie einen 10 Cent-Bestand nicht großar­tig gegen Feuer zu ver­sich­ern, den kön­nen sie beim Schrot­thandel natür­lich auch in bere­its geschmolzen­em Zus­tand ohne Preis­nachteil an den Mann brin­gen.

Wir sind am Über­legen — kämpfen aber noch mit tech­nis­chen Prob­le­men — Ihnen auf unseren Seit­en einen Online-Rech­n­er anzu­bi­eten, der Ihnen tage­sak­tuell den jew­eili­gen Rohstoff-Wert Ihres umgemünzten Euro-Bestandes berech­nen kann. Dies ist in jedem Fall ein The­ma welch­es wir im Auge behal­ten wollen um unseren Ser­vice für Sie zu verbessern.

Schlussbetrachtung zur Anlagesicherheit

Sicher­lich wird Ihnen nicht ent­gan­gen sein dass Sie bei dieser Investi­tion gar nicht ver­lieren kön­nen. Soll­ten etwa die Rohstoff­preise sinken, dann gehen sie ein­fach damit wie gewohnt ihre Einkäufe bezahlen. Steigen die Rohstoff-Preise, dann wer­den sie ver­mut­lich irgend­wann den Break-Even-Point erre­ichen, bei dem Sie dann bess­er berat­en sind die Münzen einem Schrot­thändler Ihres Ver­trauens gegen die neue Kohle nach ein­er in dem Fall abzuse­hen­den Währungsre­form zu über­ant­worten. Bei einem der­ar­ti­gen Worst-Case-Szenario macht es keinen Sinn mehr diesen Bestand wieder zur Bank schlep­pen zu wollen, weil man dort ver­mut­lich schon neue Münzen im Ange­bot hat. Ein weit­er­er und ganz entschei­den­der Trost für den Fall dass Sie sich ver­spätet für die Auf­s­tock­ung ihres 10 Cent Bestandes (noch vor ein­er Währungsre­form) entschei­den soll­ten … anders als beim Schrot­thandel kön­nen sie diese Münzen dann bei der Bank immer noch zum Nom­i­nal­w­ert beziehen, auch wenn die Rohstoff­preise schon durch die Decke zu schießen dro­hen. Machen sie sich also auch auf einen „Last Minute Run“ gefasst und seien Sie dafür vor­bere­it­et. Man sollte also die Banken nicht gän­zlich ver­teufeln. Sie sehen, mit 10 Cent liegen sie immer richtig. Han­deln sie jet­zt und rubeln schon mal ordentlich Ihren Euro-Bestand um, weg von dem ganzen Papierzeugs, hin zu ein­er soli­den und sta­bilen Mit­telk­lasse-Anlage in exakt der hier beschriebe­nen Münz-Strate­gie.

Flucht in den Euro — Geheimtipp zur Gel­dan­lage
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19 Kommentare

  1. Mal so schnell im Kopf gerech­net kostet derzeit die Tonne Kupfer auf dem Welt­markt etwa 5000 Euro (angenommen­er Wert für Über­schlagsrech­nung). Wenn das 10 Cent-Stück nur aus 4 Gramm Kupfer beste­hen würde, kön­nte man aus der Tonne etwa eine Viertelmil­lion 10-Centstücke prä­gen, das macht in der Tat 25.000 Euro.

    Umgekehrt haben eine Tonne, also die Viertelmil­lion 10-Centstücke im Wert von 25.000 Euro nur einen Mate­ri­al­w­ert von derzeit 5000 Euro. Bei ein­er Infla­tion­srate von 3% würde grob geschätzt nach 50 Jahren der Kur­swert den Mate­ri­al­w­ert über­steigen (unter Ver­nach­läs­si­gung der Preisen­twick­lung bei Rohstof­fen)

    Das Dumme ist nur, dass man für die dann erziel­bare Summe auch nur die Menge an Waren kaufen kön­nte, die heute den Wert von 5000 Euro haben (denn deren Preis steigt durch die Infla­tion­srate ja auch). Somit hätte dieses Spar­mod­ell einen Ver­lust von 20.000 Euro zu verze­ich­nen.

    Ich denke, das kann man ein­fach­er haben: man zahlt dieses Geld in eine Bank ein — die kriegen diesen Ver­lust genau­sogut hin. Danach hätte man sog­ar ein gewis­sen Ersatz in Form von gesteigertem Unter­hal­tungswert, da die Banken diesen Ver­lust ihren Kun­den ja irgend­wie erk­lären sollen.

    • Nee nee Char­ly, gle­ich nochmal den Taschen­rech­n­er anspitzen, die Zahlen in der Tabelle oben sind ziem­lich aktuell, die Tonne Kup­per zu rund 7.700 Euro, allein die mal die knapp 4 Ton­nen Kupfer­an­teil bei 100.000 € in 10-Cent (1 Mio Stück), dann hast Du jet­zt knapp 30.000 Euro im Keller zu liegen. Wenn sich der Kupfer­preis mal ver­drei- bis vier­facht, dann kommst Du in die Gewinnzone. Aber zur Absicherung nach unten in jedem Falle bess­er als jed­er andere Euro-Lap­pen … insoweit natür­lich richtig, weil es in erster Lin­ie auf Leute abzielt die ihre Euros gar nicht loswer­den wollen. Wenn der Euro über­lebt iss ja auch nix passiert. Echte Lieb­haber leg­en sich stattdessen natür­lich rund 13 Ton­nen Kupfer für die 100.000 Öck­en in den Keller und kom­men auch gut über die Run­den, dann allerd­ings ohne den Unter­hal­tungs­fak­tor mit den Banken. Aber sei ver­sichert, die wer­den Dir nach dem Crash rein gar nix begrün­den, son­dern nur Dein Kon­to X zu 1 umstellen. *g*

  2. Du sagtest: “Wenn sich der Kupfer­preis mal ver­drei- bis vier­facht, dann kommst Du in die Gewinnzone.”

    Nur: langfristig gese­hen fall­en zurzeit die Rohstoff­preise… Sie sind schließlich ein Spiegel­bild der Wirtschaft­skon­junk­tur: wird weniger pro­duziert, wer­den weniger Rohstoffe gebraucht. Nachzule­sen in “Das Kap­i­tal” von Her­rn Dr. Marx im Band III.

    Prak­tisch ist doch der Kupfer­preis kon­stant, nur der Wert der Ankauf­swährung schwankt. Du hast die Tonne Kupfer jet­zt nur viel zu teuer eingekauft. Bess­er wäre, du kauf­st dir gle­ich die 4 Ton­nen Kupfer – du Speku­lant! Lässt du diese Ankauf­swährung mal weg und stellst dir vor, du tauschst diese Ton­nen Kupfer gegen andere Waren ein, dann bleibt das Ver­hält­nis Rohstoff­preis zu End­pro­duk­t­preis annäh­ernd gewahrt. Es verbleibt dir immer nur der Ver­lust des Einkaufs.

    Ich kaufe mir jet­zt lieber eine Tüte Kaf­fee (dessen Preis stieg in der let­zten Zeit viel mehr als Kupfer) — das wird kein Ver­lust, denn es geht nichts über eine schöne Tasse Kaf­fee 🙂

    • Jau … Deine Argu­mente sind natür­lich nicht so ein­fach vom Tisch zu wis­chen wie eine umge­fal­l­ene Tasse Kaf­fee, aber immer­hin, in Sachen Wert­sicherung, dass wollte ich ja eigentlich damit sagen, ist der 10-Cen­ter jedem Geld­schein (Schein des Geldes) haushoch über­legen.

      Ich über­lege jet­zt mal, ob man der Merkel anrat­en sollte, statt immer wieder die nut­zlose Garantie der Sparguthaben gebetsmüh­le­nar­tig zu wieder­holen, dass wir vielle­icht die 10 Cent Stücke dem­nächst 5mal so groß machen, dann wäre die Sache mit dem Wert­er­halt noch etwas klar­er und wenn sich die Rohstoff­preise halb­wegs hal­ten, dann wäre daraus eine absolute Währungssta­bil­ität zu gener­ieren, also nach dem Gold­stan­dard vielle­icht doch zum Kupfer­stan­dard? Ok, wenn es kracht dann find­en wir uns eh in der Bronzezeit wieder und was brauchen wir da? Genau, Kupfer … 🙂

  3. Ich finde die Idee wirk­lich inter­es­sant. Angenom­men ich kaufe für 10 000 EUR 10 cent Münzen. Weit­ere Annahme der Euro bricht ein.

    1. An wen kann ich die 10 Cent Münzen verkaufen um dafür den Mate­ri­al­w­ert zu erhal­ten? Ist dies nicht ver­boten? Ich habe da meine Bedenken wie ich die Münzen loswer­den kann.

    2. Wo kriege ich so viele 10 Cent Münzen her?

    3. Der Kurs für Kupfer ori­en­tiert sich doch für Neukupfer und nicht irgendwelche Münzen die 89% aus Kupfer sind

    • Zu 1. »> ganz klar, wie Artikel erwäh­nt, der Schrot­thändler des Ver­trauens, nur noch höher­w­er­tige Met­alle gibt man zur Schei­deanstalt (Degus­sa). Wenn die Hor­tung von 10 Cent Münzen ver­boten wäre, soll­ten wir sofort die Banken anzeigen, die tun das …

      Zu 2. »> beim Banker ihres Ver­trauens, in weniger kleinen Ein­heit­en auch beim Bäck­er als Wech­sel­geld …

      Zu 3. »> Kupfer ist Kupfer, da wird nicht zwis­chen alt und neu unter­schieden, am Ende der Schmelze kommt halt der Kupfer­an­teil schon wieder frisch raus und bei den Men­gen sollte man natür­lich auch die anderen Met­alle gle­ich mit ver­hök­ern …

      Ger­ade wegen all dieser Vorteile ist es ja so inter­es­sant in Euro anzule­gen. Bleibt der Euro … kein Ver­lust, geht der Euro, dann ist wenig­stens schon mal gut ein Drit­tel gerettet und bei davon­fliegen­den Kupfer­preise … egal in welch­er Währung … nur noch Aus­sicht auf Nachbesserung. Dage­gen wäre die jet­zige Investi­tion in Kupfer natür­lich nur Speku­la­tion … ohne den Euro-Absicherungs­fak­tor … 🙂

  4. Ich glaube bei #1 reden wir aneinan­der vor­bei. Ich meine nicht das Bunkern der Münzen. Ich erk­läre es mal anhand eines Beispiels.

    Ich besorge mir Münzen im Wert von 1000 EUR. Der Euro bricht ein, bleibt jedoch immer noch geset­zlich­es Zahlungsmit­tel. Nun ist der Mate­ri­al­w­ert der Münzen höher als der Wert des Geldes. Sin­nvoller­weise sollte ich nun die Münzen beim Schrot­thändler wieder loswer­den.
    Aber ich glaube mal gele­sen zu haben, dass man Münzen nicht ein­schmelzen lassen darf. Und ob der Schrot­thändler das mit­macht weis ich auch nicht.

    Das war eigentlich meine Frage.

    • Auszug aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Geld#Rechtliches_zum_Geld
      Nach deutschem Recht wird Geld den Inhab­er­pa­pieren gle­ichgestellt (§ 935 Abs. 2 BGB). Das bedeutet, dass Geld gut­gläu­big sog­ar dann noch erwor­ben wer­den kann, wenn es dem recht­mäßi­gen Eigen­tümer gestohlen wurde, ver­loren gegan­gen oder son­st abhan­den gekom­men ist. Für andere bewegliche Sachen gilt das nicht (§ 935 Abs. 1 BGB), weil bei Geld und Inhab­er­pa­pieren deren Verkehrs­fähigkeit nicht eingeschränkt wer­den soll.

      Münzen und Scheine gehen in das Eigen­tum des Inhab­ers über; die vielfach behauptete Aus­sage, die Europäis­che Zen­tral­bank sei der Eigen­tümer, der Inhab­er nur berechtigter Besitzer, gilt nicht für den Euro. Das Eigen­tum an Geld wird wie bei Inhab­er­pa­pieren durch ein­fache Eini­gung und Über­gabe ver­schafft (§ 929 Satz 1 BGB). Für den Euro gilt, dass die Zer­störung von Zahlungsmit­teln wed­er rechtswidrig noch straf­bar ist.[6] In Deutsch­land gilt § 903 des Bürg­er­lichen Geset­zbuch­es, wonach der Eigen­tümer mit seinen Sachen grund­sät­zlich nach Belieben ver­fahren darf. Jed­er Besitzer von Geld kann entschei­den, sein Geld nie mehr auszugeben und damit für immer aus dem Umlauf zu nehmen. Mit ein­er unumkehrbaren Beschädi­gung von Zahlungsmit­teln wird Geld auch nicht ver­nichtet, son­dern nur unumkehrbar aus dem Umlauf genom­men. Die Bun­des­bank leis­tet jedoch für absichtlich beschädigte Geld­scheine keinen Ersatz.

      So hat­te ich es mir eigentlich auch gedacht, da wed­er auf Scheinen noch Münzen etwas dazu ste­ht, sprich Dif­feren­zierung Besitz/Eigentum. Da also Geld (Scheine wie auch Münzen) Ina­haber­pa­piere bzw. ‑münzen sind, kannst Du mit Deinem Eigen­tum (eben nicht nur Besitz) machen was Du willst, ein­schließlich Ver­bren­nen oder Ein­schmelzen. Dem bezo­ge­nen Artikel fol­gend, sind da beispiel­sweise die Amerikan­er etwas schräger drauf, wenn Du dort einem George Wash­ing­ton ein Loch durch die Papier­rübe ballerst, dann kön­nte es als Sakri­leg straf­bar sein. Wir ken­nen ähn­liche Delik­te aus dem Islam, wenn man dort den Allah beispiel­sweise mit Pudelmütze darstellt. Du siehst, es kommt immer auf die Got­theit an. Ich hoffe, dass Dich dieser Hinweis/Link etwas weit­erge­bracht hat. 🙂

  5. Bleibt die Frage, worauf die Annahme beruht, dass der Kupfer­preis in die Höhe schiessen sollte…?
    Wer wer­den die Nach­fra­gen­den sein? Die Rüs­tungsin­dus­trie, weil die Poli­tik gelden­twer­tendes Geschehen durch Kriegstreiberei übertünchen will?
    Nun, man sagt “Geschichte wieder­holt sich”…

  6. Die Annahme ist ja nicht zwin­gend nötig, dass er steigt. Nur man hat im Fall wenn er steigen sollte noch weniger Ver­lust. Sollte er nicht steigen hat man wenig­stens etwas von seinem Geld übrig.

  7. Wenn man die 10-Cent Münzen nur nach dem Rohstoff bew­ertet, dann ist das doch so, dass man Geld indi­rekt umwan­delt und direkt auf den Markt bringt. Auf dem Markt muss dieses doch direkt zu den Werten des jew­eili­gen Währungssys­tems gezählt wer­den und indi­rekt von der Menge des vorhan­de­nen Geldes abge­zo­gen wer­den.
    Fol­glich sinkt die Geld­menge und indi­rekt Pro­por­tion­al steigen Waren auf dem Markt. Also ist das Geld mehr Wert, weil ja für die gerin­gere Geld­menge mehr Waren auf dem Markt existieren.
    Und das meine Her­ren wär doch glatt ne Kurs­ma­n­ip­u­la­tion, vorallem im Hin­blick auf die Ini­tia­tive der großen Noten­banken mehr Geld auf den Markt zu schmeißen. Und all das kön­nte ja den ganzen Markt durcheinan­der wirbeln und der Dax haut dann wieder ab in den Bau.

    • Schon recht, der Witz bei dieser Anlage­form ist ja ger­ade den Nom­i­nal­w­ert zu erhal­ten, für den Fall dass der Euro über­lebt (der Traum unser­er Poli­tik­er). Abge­se­hen davon, die Mon­ster-Geld­men­gen kom­men doch eher elek­tro­n­isch in den Han­del und auch nur zu einem gerin­gen Teil in Scheinen, Münzen natür­lich noch weniger. Und ger­ade oder nur die Münzen haben eben einen pass­ablen Mate­ri­al­w­ert. Sich­er kön­nte man auch direkt in Kupfer oder andere Rohstoffe gehen … was von der Wert­sicherung ggf. sog­ar noch sin­nvoller wäre, die kann ich aber nicht als direk­te Zahlungsmit­tel ver­wen­den. Wollte ja auch nur mit dieser kleinen Rech­nerei mal auf diesen Umstand aufmerk­sam machen, eben für jene Leute die sich ungern vom Euro tren­nen möcht­en und inner­halb des Euro halt das Werthaltig­ste raus­ge­sucht. Also ich für meinen Teil hab jeden­falls reich­lich Freude beim Schreiben und Rech­nen gehabt. 🙂

  8. Da habt ihr natür­lich Recht, große Auswirkun­gen wird so nen Mini-Swap nicht haben, doch hab ich die Befürch­tung dass die Möglichkeit sich von den Noten­banken unbe­gren­zt Geld zu lei­hen (als Bank natür­lich) die ganzen Prob­leme auch nicht lösen. Da set­zte ich dann auch lieber als Anlagemöglichkeit auf die 10-Cent Münzen in ihrer geschmolzenen Form! 🙂

  9. Noch ein Vorteil: man fühlt sich ein bis­chen wie Dagob­ert Duck mit den ganzen Münzen im Spe­ich­er.
    Schon allein für die Erfrischung des täglichen Geld­bades lohnt sich der Spaß.

  10. Ihre Tabelle ist nicht ganz kor­rekt! Laut Wikipedia han­delt es sich bei den 10Cent‑, 20Cent- und den 50Cent- Münzen um das “nordis­che Gold”. Alle Münzen beste­hen zu 89% aus Kupfer. Die 20Cent- Münze wiegt 5,74g und die 50Cent- Münze 7,8g. 89% davon macht 5,1g bzw. 6,95g Kupfer und nicht wie bei Ihnen 2,87g bzw. 1,56g. Wir beziehen uns doch hier nur auf Gewichte und nicht auf Nom­i­nal­w­erte. Warum soll ich die leichteren Zehn­er kaufen, wenn ich für das gle­iche Gewicht viel weniger Zwanziger bzw. Fün­fziger brauche, um die gle­iche Menge Kupfer zu erhal­ten? Anson­sten ist die Idee auf jeden Fall eine Über­legung wert, wenn ich einen Schrot­thändler finde, der mir tat­säch­lich 1000kg oder auch mehr an 10Cent- Münzen abn­immt und mir dafür den Kupfer­preis auszahlt.
    Das wage ich doch zu bezweifeln.

    • Vie­len Dank fürs Nach­se­hen, dop­pelt kon­trol­liert hält immer bess­er. Die Tabelle ist den­noch kor­rekt, siehe Spalte 2 (dort find­en sie die von Ihnen angegebe­nen Einzel­stück­gewichte in Gramm) … die Werte auf die Sie sich hier weit­er­hin beziehen sind aus Spalte 3. Dort ist dann die Ton­nage angegeben die sich jew­eils aus 100.000 Euro in der entsprechen­den Münz­gat­tung ergibt. Bezo­gen darauf ist und bleibt tat­säch­lich beim 10er die beste Aus­beute, die Tabelle nach mein­er Ein­schätzung also kor­rekt. Hoffe jet­zt nichts falsch ver­standen zu haben … 🙂

  11. Sie haben natür­lich recht. Bezo­gen auf das Gewicht ist Ihre Rech­nung selb­stver­ständlich kor­rekt. Für 100.000Euro bekomme ich men­gen­mäßig mehr Zehn­er im Ver­hält­nis zu den Zwanziger bzw. Fün­figern, die zwar auch zu 89% aus Kupfer beste­hen, aber eben nicht dop­pelt bzw. fünf­mal so schw­er sind wie die Zehn­er. Damit erhöht sich entsprechend das Gewicht, was beim Umtausch in Kupfer dann den höheren Preis erzie­len wird.
    Den­noch bezwei­fle ich nach wie vor, dass ich einen Schrot­thändler finde, der mir z.B. 1000kg in 10Cent- Stück­en abnehmen wird, da die Münze ja Geld darstellt.
    Es ist zwar mein Geld und ich kann machen was ich will damit, doch damit ist noch lange nicht gesichert, dass der Schrot­thändler es mir auch abn­immt und den Kupfer­preis dafür zahlt- in welch­er Währung auch immer.
    Der wird sich erst ein­mal bei der Obrigkeit erkun­den, ob er das darf und dann gelte ich vielle­icht als Geld­wäsch­er- Kupfer­preis- Rohstoff- Ter­ror­ist und bin alles los und lande im Gefäng­nis. Denn wir leben eben nicht in ein­er freien Gesellschaft in der zwei freie Men­schen unab­hängig von Drit­ten einen Ver­trag schließen kön­nen.
    Die wer­den schon dafür sor­gen, dass der kleine Mann beim Hair­cut zu 100% geschoren wird. Wo kom­men wir da hin, dass ein gewitzter Typ immer­hin noch über 30% seines Geldes ret­ten und in Kupfer umrubeln kön­nte, wenn es beim Hair­cut um 80–90% Ver­lust geht. Nee, nee, nette Geschichte, aber ich glaube nicht dran.
    Trotz­dem freue ich mich mit mein­er Fam­i­lie auf Wei­h­nacht­en und bin ganz ges­pan­nt auf ein ver­rück­tes Jahr 2012.

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