Polen ist offen: EU-Jubiläumseinmarsch zum 77.

PiS_Polen_Partei_logo_piss Wars Zawa: Tatsächlich, Polen ist wieder offen. Diese elenden Spielverderber in Warschau, die sich nicht an die mühevoll aufgestellten Spielregeln aus Brüssel halten wollen, bringen das gesamte EU Kartenhaus bereits jetzt zum Wackeln. Das schreit nach Aktionismus. Man kann die jetzige PISS-Partei und das aus dem Ruder laufende Polen, unter dem gnomischen Präsidentendarsteller Jarosław Kaczyński, nicht mit dieser nationalistischen Gesinnung durchkommen lassen. Das würde jedwede Zentralregierungsphantasie der EUrotiker im Keime ersticken. Jetzt muss dringend etwas unternommen werden, um wenigstens die Fassade zu wahren und alles so aussehen zu lassen, als sei es noch in bester Ordnung und rettbar.

Der Unmut über die neue polnische Regierung und deren Eigenmächtigkeit hat sich innerhalb der EU rasant angestaut. Kurz zusammengefasst geht es darum, dass sich die Polen weigern Flüchtlinge aufzunehmen, sofern diese nicht christlich sind: Nur christliche Flüchtlinge willkommen[euronews] (Davon stehen aber offenbar nicht genug zur Verfügung). Das ist logischerweise Rassismus und kann man seitens der EU auch nicht ansatzweise als freie Entscheidung einer Nation durchgehen lassen, weil es den An- und Einsichten dieser Zentralapparatur bis ins Mark widerspricht.

Der Gipfel der Unverschämtheit war es hernach, dass die polnische Regierung sich erdreistet die Medien zu regulieren: Umstrittenes Mediengesetz ‒ Polen führt deutsche Verhältnisse ein[Kopp]. Und tatsächlich, in Deutschland ist das wirklich nicht sonderlich viel anders. Wir haben es hier sogar noch schärfer. Die hiesige Zwangspropaganda, die darüber hinaus auch noch durch erpresste Zwangsgebühren finanziert wird, wird logischerweise von den Parteien befehligt, denn ohne passendes Parteibuch kommt man da nahezu gar nicht die Aufsichtsgremien. Das Problem in Polen ist, dass eine Partei jetzt vielleicht doch ein wenig dominieren könnte. Diesen bösen Verdacht der Einseitigkeit konnten wir hier in Deutschland erfolgreich mittels großer Koalition entkräften, die jetzt endlich einheitlich und erfolgreich die Reißleine vor dem Volk verbirgt.

Polen-Adler-Staats-Wappen-Politik-Gefluegel-Flattermann-Signum-WahrzeichenDer UNrechtsreigen in Polen setzt sich fort und der kleine dicke König lässt das kleine polnische Suppenhuhn ordentlich kraftmeiern, auf dass die EU sehe, dass man sich noch lange nicht geschlagen gibt. So griff die Regierung auch noch nach dem polnischen Verfassungsgericht und brachte erst einmal passendes, eigenes Personal in die obersten Rechts-Stellungen. Ein Blick nach Deutschland, hier ist alles viel besser. Das sogenannte “Bundesverfassungsgericht”, korrekter wäre die Bezeichnung “Besatzungstatutsgericht” oder hilfsweise gerade noch “Grundgesetzgericht”, ist da sehr viel besser aufgestellt. Auch hier kommt die Mehrheit der Richter nur mit dem passenden Parteibuch an die erforderliche Position, wegen der Meinungshygiene. Aber immerhin, wer ansonsten gut gebuckelt hat und schon ein wenig in die richtige politische Richtung vorgeneigt ist, der kann es als Jurist sogar ohne Parteibuch dorthin bringen, aber nur mit Genehmigung der Parteien. Nur in Polen können wir derlei Umtriebe natürlich nicht durchgehen lassen. Ernsthafte Sorgen um die Demokratie in Polen sind angesagt und ein Einschreiten der EU mehr oder minder unausweichlich.

So beginnt die Schlacht mit zaghaften und sanften Belehrungen durch die befreundete Presse aus den übrigen EU-Staaten. Auf diese Art kann man mehr oder weniger durch die Blume die kompletten Befindlichkeiten der versammelten Nachbarschaft ausdrücken. Das ist ein wenig so wie Steinchen in den Teich zu werfen und dann entspannt zuzusehen was für Wellen die schlagen.

Das ganze war offensichtlich von zu wenig Erfolg gekrönt und die Polen haben sich ein Ei darauf gebacken, sodass man zu offenen Drohungen übergehen musste. Nun fuhr die EU das nächst mächtigere Geschütz auf, welches in diesem Fall unser allseits beliebter und geschätzter EU-Hilfskommissar, Günther Oettinger ist, den wir vorzugsweise immer nur Englisch[Youtube] reden hören möchten. Er ist ein wahrer Wunderaffe. Weil ihm der ganze Zirkus in Polen besonders spanisch vorkam, entwickelte er eine listige Methode zur Lösung der Krise: Oettinger will Regierung in Warschau unter Aufsicht stellen[ZEIT]. Heute wissen wir, dass auch das nur die Vorstufe zu einer gewaltsamen Lösung sein kann.

Nachdem also auch der Oettinger (selbst in alkoholfreiem Zustand) hier nichts bewirken konnte, muss weiter eskaliert werden, um die Polen alsbald wieder auf den harten Boden der EU-Tatsachen zu werfen. Die bislang immer noch erfolgreichste Vorstufe zu einem Krieg sind bekanntermaßen Sanktionen. Genau die werden inzwischen offen erwogen: Union für Sanktionen gegen Polen[SpeiGel auf Linie]. Dann dürfen nur noch die USA große Geschäfte mit diesem Land machen, während es allen anderen Nationen verboten sein wird. Aus den leidlichen Erfahrungen mit diesen blöden Sanktionen können wir heute mit Gewissheit ableiten, dass eine Abkürzung derselben besser für jede Volkswirtschaft und die ohnehin schon notleidenden Profite wäre.

Deutsche Verhältnisse in Polen geht gar nicht!
Das wäre zutiefst undemokratisch!

Damit kommen wir zum absehbaren docken Ende der Geschichte, dem Jubiläums-Einmarsch. Jetzt kann man nur noch konsortial, in brüderlicher Verbundenheit, ein EU-phorischer Einmarsch weiterhelfen, eine humanitäre Friedensmission halt. Polen ist ja schon etwas länger offen, wie wir wissen, wir müssen nur endlich mal einmarschieren, bevor sich die grenzen wieder schließen, denn auch diesen Grad der Blödheit und des Verpennens innerhalb der EU darf man nicht übersehen. Nichts bietet sich mehr an, als dies ausgerechnet im 77. Jubeljahr des letzten Einmarsches zu tun (1939). Diesmal nicht zur Rettung der “deutschen Volksgenossen” sondern zur Rettung der gesamten “EU-Menschheit” und zur Verwirklichung des tausendjährigen EU-Reichs, welches ja ohne Polen keinesfalls komplett ist. Es wäre doch gelacht, würde nicht der EU-Friedensgedanke hier obsiegen.

Koenig Jaroslaw Kaczynski Polen PIS Partei anti EU MachtkampfFAZ-IT: Die große Sorge der allsehenden EU ist überall spürbar. Auch der gute Wille der EU-Diktatur, hier zu Gunsten der polnischen Menschen zu intervenieren, ist nicht zu übersehen. Die Polen sind natürlich nicht das erste Volk welches sich mal verwählt hat, aber so etwas lässt sich ja heute gewaltsam korrigieren. Es gilt die Gemeinschaft der armseligen Polen dem Klammergriff der wenigen polnischen Egomanen unter König Jarosław Kaczyński[Wikipedia] zu entziehen und sie weiterhin für die EU urbar zu machen. Vor allem aber muss auch Polen für die Masse der heranrückenden Flüchtlinge geöffnet werden. Es kann nicht angehen, dass sich dieses Land dieser sozialen Aufgabe verwehren will. Wir wissen doch, dass alle Polen bereits sehnlichst darauf warten Flüchtlinge aus aller Welt aufnehmen zu dürfen, würde dies nur nicht fortgesetzt durch ihren Präsidenten vereitelt.

Noch viel wichtiger allerdings ist es, diesen Landstrich zwischen Deutschland und Russland als Aufmarschgebiet der NATO erhalten zu können. Denn auch hier möchte die EU nicht auf das polnische Fleckchen verzichten. Auch diesen territorialen Umstand möchte man sich langfristig seitens der NATO noch zu nutze machen. Gleichwohl gilt es aber auch dieser wilden Horde zu bedeuten, dass die Zeiten der Nationalstaaten endgültig vorbei sind, und solche Clan-Regierungen in Europa nicht mehr geduldet werden, außer sie heißt EU, in der die wesentlichen Entscheidungen auch ohne demokratische Legitimation fallen können. Nationalismen sind zu Gunsten von weltumspannenden Konzerneinsichten über Bord zu werfen, um die Kommerzialisierung und Vereinheitlichung der Menschheit voranzutreiben und zu vollenden. Hier kann und darf sich Polen nicht einfach ausklinken. Es regiert der EU-Einheitsbrei und allein das sollte uns schon einen Einmarsch, wenn nicht gar Durchmarsch nach Moskau wert sein.

Polen ist offen: EU-Jubiläumseinmarsch zum 77.
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.
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3 Kommentare zu Polen ist offen: EU-Jubiläumseinmarsch zum 77.

  1. Tja, also mal auf gut dt. Kartoffelchen, zuerst haben die 3 sogenannten Teilungen Euer Sjem-Veto-Land erhalten, der 1. Großbereicherung, folgte die 2. bis über die Oder-Neiße-Friedensgrenze hinaus (siehe STETTIN & westwärts).
    Persönlich freue ich mich über Euren akt. Alleingang! Doch was passiert z.B., sollte irgendwann unseren Reedukations gewaschen & gespülten westlichen Schwestern & Brüdern wieder erwartend doch noch ein Licht aufgehen und sie ihre Besatzer gleichfalls rausschmeißen! Noch Fragen?

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