Das Geheimnis von Merkel und Gabriel zum GrExit

Grexit Griechenland Euro Europa Austritt Banker Politiker Ausweg Betrug Diktatur Ausweg Ausstieg FluchtEulen nach Athen tragen: Waren wüste Drohungen und offene Erpressungen bisher noch das Mittel der Wahl, wenn es darum ging Griechenland zwangsweise an den Euro-Marterpfahl zu ketten bei der Stange zu halten, hat sich die Tonlage in den letzten Tagen merkelig verändert. Dafür gibt es eine Reihe guter Gründe und man muss nur diese kleinen Geheimnisse kennen, um das neue Gesäusel aus Berlin politisch monetär korrekt einordnen zu können. Der offene Berliner Sinneswandel gegenüber Griechenland beinhaltet weit mehr als nur ein paar billige Komponenten der psychologischen Kriegsführung.

Noch Mitte Dezember polterte Wolfgang Schäuble aus seinem Berliner Hochsicherheits-Kassenbunker: Griechenland den Geldhahn abzudrehen[Griechenland-Blog], bis auch er feststellen musste, dass derlei Drohungen bei den Griechen rein gar nichts mehr bewirken. Dann holte man sich offensichtlich ein paar Psychologen an Bord, die Merkel und Konsorten kurzfristig und diskret korrekt eingenordet haben. Wir vermuten stark, dass es Psychologen von Goldman & Sachs mit besonders spitzen Bleistiften waren.

Auch diese Horrormeldung, kurz vor dem Jahreswechsel, sollte nicht unerwähnt bleiben: Die Wahl, die ganz Europa ins Chaos stürzen könnte[Die Welt]. Und auf wundersame Weise wandelte sich nun der sogenannte Grexit[Wikipedia] binnen weniger Wochen vom bösartigsten Szenario welches Europa jemals erfassen könnte, zu einem echten „Nichtereignis“ welches man eigentlich gar nicht erwähnen bräuchte, außer vielleicht im Feuilleton. Heute tönt es nur noch sanft und milde, wie vorweihnachtliches Beruhigungsgedudel aus allen Ecken, dass der Austritt Griechenlands aus dem Euro locker verkraftbar ist … die Griechen sich doch bitte nicht so wichtig nehmen möchten. Letzteres allein schon, weil die griechische Wirtschaftsleistung innerhalb der Eurozone nicht mal mehr den Gehalt einer tauben Nuss habe.

New for sale Flag ofGreeceNatürlich ist es auch so eine Art psychologischer Kriegsführung, wenn man den Griechen unmissverständlich bedeutet, dass sie einem gelinde gesagt mal den Buckel runterrutschen können. Wenn man ihnen auf politischer Ebene mal so durchreichen kann, welche Nullen sie doch sind. Wie bei einer derart schmutzigen Kriegsführung üblich, immer in der Hoffnung, dass sich in Griechenland noch hinreichend Politiker finden möchten, die zwecks eigener Aufwertung und Bauchpinselei von außen bereit sind, den Rest von Volk und Volksvermögen den EU-Spekulanten auszuliefern. Um nichts anderes geht es tatsächlich bei der ganzen Griechenlanddebatte.

Es ist mehr als ein offenes Geheimnis, dass die griechische Volkswirtschaft auf unendliche Zeitspanne nie das Niveau der Nordstaaten erreichen wird. Es ist, als sollten Zirkuspony und Ackergaul in ein und demselben Gespann schwere Arbeit verrichten. Einer von beiden wird dabei verrecken, Zirkuspony oder Ackergaul, alle EU-Normierung wird dieses Naturgesetz nicht widerlegen. Aus diesem Grunde muss Griechenland, sofern es sich nicht durch eine eigene Währung, wie früher auch, aus der Misere herausinflationieren kann, daueralimentiert werden. Die Zeche müssen die starken Nordstaaten zahlen, sicherlich ganz zum Wohlgefallen von Banken und Investoren, die scheinbar nur so noch zu anständigen Renditen kommen können … zu Lasten der EU-Steuerzahler.

Flag_of_Europe pecunia veritas est-01All das ist aber gar nicht mehr erforderlich. Die Banken und Großinvestoren wurden längst gerettet, nachdem sie lauthals und langatmig zu mehr Demokratie = Geld mahnten: GrExit – Banken mahnen EU-Demokratiereform an[qpress]. Alles Werthaltige in Griechenland ist größtenteils privatisiert und der Staat in seiner inzwischen völlig ausgehöhlten Form, ist nur noch ein hilfloser Zuschauer von unvermeidbaren Marktereignissen. Wir wissen es doch längst, dass nur im Geld die Wahrheit zu suchen ist, alles andere ist Einbildung und Sozialduselei. Den Rest erledigt dann europäisches Recht, aus dem die Griechen ohnehin nicht mehr aussteigen können. Sie können also getrost wählen was sie wollen, die Fakten wurden längst zementiert und wenn es auch nach der Wahl nicht besser wird, was heute bereits feststeht, dann können die Menschen gerne auch revoltieren. Dann schicken wir ihnen irgendwelche „EUROGENDFOR-Truppen”[qpress] zu Hilfe, die hernach die dort herrschende Not erschießen werden.

Langsam aber sicher muss ja die EU mal ihr wahres Gesicht zeigen und wenn es eben materiell nichts mehr zu holen gibt, dann geht es halt nur noch um die Staatsräson. Und genau diese Dinge, (Aufstandsbekämpfung) kann man am kleinen Griechenland viel gefahrloser üben als an einem großen Land wie Spanien, Italien oder Frankreich, wo doch der wachsenden EU-Diktatur in dieser Hinsicht noch sämtliche Erfahrungen fehlen. Und um nun endlich mal in diesen Übungsmodus zu kommen, nachdem es in Griechenland eh nichts mehr zu holen gibt, kann man die Griechen gefahrlos wählen lassen was auch immer sie wollen … nur helfen wird ihnen alles nichts mehr … und die EU schon gar nicht.

Das Geheimnis von Merkel und Gabriel zum GrExit
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6 Kommentare zu Das Geheimnis von Merkel und Gabriel zum GrExit

  1. Es gibt wahrscheinlich große Gasvorkommen im Mittelmehr vor Griechenland, daß sollte man nicht aus dem Auge verlieren, bei Betrachtung der Situation.
    Gasvorkommen Griechenand suchen.

    • Lassen sich die besagten Gasvorkommen (mir durchaus bekannt) nicht noch viel profitabler heben wenn Griechenland künftig wieder die Drachme hat? Darüber hinaus sowieso alles weitere zu privatisieren ist (Forderungen von IWF und EU), auch weil sich das Land über Jahrzehnte nicht vom Euro und der EU erholen können wird? Ich denke wir sollten davon ausgehen, dass die „echten Fachleute“ ziemlich genau wissen wie man so ein Land maximal plündert … 🙁

  2. Die werden Griechenland doch nicht aus dem Abfluß-System entlassen. Schließlich ist das die Pforte aus dem das europäsche Volksvermögen zu den Yankees transportiert wird.

    Das geht nun wirklich nicht, denn die Griechen sind fast so erfolgreich wie die israelischen Hyporeal Zweigstellen.

  3. Ganz richtig, was sie schreiben. Doch Griechenland ist selber schuld an dem Desaster, in dem sie steckén.
    Wie dämlich muß màn sein, sich so von anderen Mächten abhängig zu machen, nicht zu merken, wann die Abzockerei zu Ende ist, man nur noch zum Spielball der Mächtigen wird.
    Griechenland , ein Dauerwohlfahrtsempfänger von Brüssels Gnaden, mit Ausverkauf aller Besitztümer als Gegenleistung.
    Die nächste Wahl ist die letzte Entscheidungsmöglichkéit, sich freizuschaufeln.

    • Anstatt auf die Griechen zu schimpfen,
      sollten sie einmal darüber nachdenken, warum Deutschland bis heute nicht in der Lage ist, sich von den US Besatzern zu verabschieden und einmal NPD zu wählen

      Wir sind doch keinen Deut besser und mutiger als die Griechen.

  4. Die nächste Wahl ist die letzte Entscheidungsmöglichkeit, sich freizuschaufeln.Richtig!Gesetzt den Fall und Griechenland wählt links, was geschieht dann? Da kommt in Athen so alles zusammen, was bedenklich ist. Von einer Bürgerkriegserfahrung, die ohne Außenelemente nicht darstellbar hätte sein können bis zur Frage, wohin die 240 Milliarden Euro der EU-Hilfe denn abgeblieben sind. Bevor die Bürger diese Frage überhaupt formuliert haben dürften, wird die Welle der internationalen Finanzspekulation schon über uns alle hinweg gerollt sein. Dann wird man Griechenland verm. wie eine heiße Kartoffel fallen lassen und trotzdem wird ein Riesenloch – und Leck in der EU entstehen, weil wenn Griechenland es schaffen sollte – werden in froher Hoffnung andere Länder wie Spanien und Frankreich den Griechen möglichst schnell folgen.

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  1. News 05.01. 2015 |

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