Wirtschafts-Dschihad gegen Russland wird verschärft

Abu Askar Mammons-Palace: Wir sollten keineswegs so tun, als wären Religionskriege ausschließlich eine Sache von Islamisten, Moslems oder nur im Morgenland möglich. Nein, wenn man sich vergegenwärtigt welcher Gottheit wir derzeit gerade dienen, dann kann man berechtigterweise von einem gerechten Wirtschafts-Dschihad gegen Russland reden, so eine Art heiliger Krieg auf monetärer Ebene, denn nichts anderes sind die bislang verhängten Sanktionen. Selbstverständlich wissen wir es alle nur zu gut, dass Putin böse ist und wir deshalb Seite an Seite mit unseren amerikanischen Freunden diesen Geld-Dschihad durchziehen müssen, bis die russischen Märkte und Rohstoffe ergebenst zu unseren Füßen liegen. Im Bild der aktuelle Anführer der Wirtschafts-Dschihadisten mit seinen Machtinsignien.

Das Ganze ist nicht nur eine Glaubenssache, sondern in diesem speziellen Fall auch eine notwendige Unterwürfigkeitsgeste gegenüber den obersten Predigern des Mammon, die nun mal in Übersee residieren. An dieser Stelle müssen sich die EU, die europäischen Nationalstaaten selbst, insbesondere aber Deutschland entsprechend würdig erweisen, dieser Gottheit auch wirklich dienen zu dürfen. Hier sei an die schlimme Vergangenheit Deutschlands erinnert, in der es schon einmal die Abkehr von dieser Gottheit versuchte, mit den bekannten Folgen. Von Russland wissen wir, dass unter dem Jelzin entsprechende Glaubensbekenntnisse gegenüber dem Mammon auf dem Weg waren. Fast hätte der Komplettausverkauf funktioniert, bis der böse Putin dort das Ruder übernahm und dieser Glaubensrichtung ein Ende bereitete. Er begann die wohlwollenden Investoren aus aller Welt stark zu reglementieren, was als absolute Gotteslästerung zu bewerten ist. Genau deshalb müssen wir jetzt diesen Krieg führen.

Dem Vernehmen nach konnte dieser Dschihad bislang sehr erfolgreich geführt werden. Um die Erfolge allerdings noch weiter dramatisch zu steigern, den monetären Endsieg davonzutragen, bestehen Planungen in den USA die Sanktionen, sprich den Finanzkrieg noch weiter auszubauen, da geht noch was, wie man an dieser Stelle nachlesen kann: Obama will schärfere Sanktionen gegen Russland[DW]. Selbstverständlich wird Europa alsbald mit vergleichbaren Maßnahmen nachziehen, allein schon um die USA in diesem heiligen Krieg nicht alleine zu lassen.

Heiliger Finanz-Dschihad ist ein voller Erfolg

Auswirkungen der von den USA ausgerufenen Sanktionen gegen Russland Umsatzplus und HoechststandIn diesem Zusammenhang müssen wir unbedingt die Erfolge der bisherigen Maßnahmen schildern. Rechts in der Grafik ist zu sehen, dass die USA nie höhere Umsätze mit Russland gemacht hat, als ausgerechnet in der letzten Zeit, seitdem die Sanktionen in Kraft sind. Genauso schädigt man eine feindliche Volkswirtschaft richtig! Ein Volltreffer nach dem anderen, fast schon versenkt, hier etwas detaillierter bei Zerohedge nachzulesen: Costs? US Sales To Russia Hit Record High After Sanctions[Zerohedge]. Dies liegt schlicht und einfach daran, dass aufgrund der verhängten Sanktionen andere Nationen sich nicht mehr getrauen entsprechende Geschäfte mit diesem Schurkenstaat zu machen, drohte doch das oben abgebildete Riesen-Messer auch den abtrünnigen Sündern in diesem Krieg an die Gurgel gesetzt zu werden. Nicht zuletzt deshalb konnte in der jüngsten Zeit die amerikanische Wirtschaft so beträchtlich zulegen, wohingegen in Europa schon wieder Rückgänge zu verzeichnen sind. Das ganze ist allerdings unter Solidarität zu verbuchen und unter Glaubensbrüdern locker zu verschmerzen. Wir können unschwer erkennen, dieser Krieg fordert einen mächtigen Tribut von uns.

Damit keine Verwirrung entsteht, sollten natürlich noch einmal die Hintergründe erklärt werden, warum es zu diesen harten Finanzkriegsmaßnahmen gegenüber Russland kommt. Für all jene die es verpennt haben, es geht um die Ukraine und das bösartige Verhalten der Russen in dieser Angelegenheit, wie sie sich erdreisten russischsprachige Mehrheiten in der Region zu schützen und für deren Rechte einzutreten, eine absolute Unverfrorenheit und Eigenmächtigkeit, die dem internationalen Finanzmarkts-Fass und Spekulanten-Tonnen fast den Boden ausgeschlagen hätte, wäre da nicht der Mammon mit seinem US-Propheten, die sich jetzt völlig selbstlos zum Wohle der gesamten Menschheit an dieser Situation bereichern.

Natürlich ist diese russische Intervention in keiner Weise mit US-Aktivitäten zu vergleichen. Denken wir nur an Afghanistan, den Irak oder Libyen, dass ist natürlich verdammt lang her und die Welt hat es damals versäumt den Aggressor korrekt zu sanktionieren. Allerdings konnte der Aggressor für die vorerwähnten Fälle auch nie wirklich korrekt bestimmt werden, was den Vorgang besonders heikel macht und eine internationale Reaktion vollständig vereitelte. Man munkelt, dass auch der Mammon mit den vorerwähnten Fällen zu tun haben soll, was aber nicht bewiesen ist. In der Ost-Ukraine liegen die Fakten dagegen völlig klar auf der Hand: Putin ist schuld! Und genau deshalb müssen wir diesem Wirtschafts-Dschihad jetzt auch bis zur bitteren Neige durchziehen, bis das Böse endgültig gesiegt verloren hat.

Wirtschafts-Dschihad gegen Russland wird verschärft
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

4 Kommentare

  1. Matthias … letzte Warnung … wie bereits erwähnt, Du kannst gerne eine falsche Mailadresse bei Deinen Kommentaren angeben, aber dann unterlasse es bitte Folgekommentare zu ordern, das nervt wegen der dadurch von Dir produzierten Mail-Rückläufer … beim nächsten mal werde ich in solcher Konstellation Deinen Kommentar löschen … 🙁

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