Bundestag verteidigt Edel-Kabarett-Status gegen Heute Show

Reichstagskuppel Reichstagskugel Reichskristallkugel Berlin Bundestag Reichstag Edel-Kabarett an der Spree qpress Zankapfel Palast Neo Ballast der RepublikBad Ballerburg: Jetzt ist es amtlich! Das teuerste Kabarett der Bundesrepublik Deutschland, mit ständigem Sitz an der Spree, ganz in der Nähe der amerikanischen Lausch-Botschaft und unweit der  betonierten Erinnerungsbauklötze zum Dritten Reich, will die Konkurrenz ums Verrecken nicht ins Haus lassen. Die nervigen Zudringlichkeiten des Wettbewerbers ZDF und der dort hausierenden Billig-Soap: „Heute Show” mit Oliver Welke und seinem Hassknecht, konnten als subversiver Versuch der unlauteren Aneignung einer Kultstätte enttarnt und abgeschmettert werden. Man hat in dieser elitären Spielstätte (Bundestag), gemäß gültiger Geschäftsordnung für UN-Recht erkannt, dass das ZDF auf Kosten der dort gastierenden 631 Edel-Volks-Kabarettisten Quote machen wollte, was nicht statthaft ist.

Eines der wesentlichsten Alleinstellungsmerkmale des sogenannten All-Parteien-Zirkus (ugs. APZ) im Bundestag ist die legendäre Reichskristallkugel siehe Bild oben, in die beileibe nicht jeder Normalsterbliche sehen darf. Diese gläserne, stählerne Einrichtung ist maßgeblich für den mystischen, ja fast schon okkulten Ruf des Hauses verantwortlich. Um den Schutz dieses Heiligtums stark besorgt, es vor Konkurrenz und vor inflationärer Durchschauung zu schützen, musste jetzt der Spielleiter und Geschäftsführer Norbert Lammert an die Meinungsfront treten und die offene Zudringlichkeit gleich mehrfach abwehren, wie hier unlängst auf dem LOCUS nachzulesen war:Focus Locus logo-qpress 72 So rechtfertigt der Bundestag das Drehverbot für die „heute-show“. Das alles ist ziemlich formal und natürlich vorgeschoben. Es geht unausgesprochen nur ums Geschäft, Umsatzzahlen und Eitelkeiten.

Ein weiterer, nicht zu übersehender psychologischer Faktor ist das immer noch geltende Reinheizgebot für Deutschland, zur klaren Trennung der beiden Segmente, die nicht vermischt werden sollen. Diese beiden widerstreitenden Unterhaltungsformate haben jeweils eine grundlegend andere Ausrichtung, die auch aus Gründen der medialen Kriegsführung gegen die Menschen im deutschsprachigen Raum nicht verwässert werden darf. Während das Billigformat von Oliver Welke (Heute Show) lediglich auf die niederen Instinkte setzt und die Lachmuskeln der Menschen in Bewegung halten soll (Pogrom: Brot und Spiele), setzt das schwergewichtigere Format „Bundestag“ auf eine eher als pervers einzustufende Reality-Soap, bei der es vermehrt um reale Unterdrückung und Entrechtung geht. Im Gegensatz zur Welke-Lachnummer, wo jeder zwar darf, aber nicht muss, ist das Publikum im anderen Fall gezwungen mitzumachen. Die Edelkabarettisten lassen sich alle Nase lang neue Schikanen einfallen und veröffentlichen diese dann im sogenannten Bundesgesetzblatt, was einem trüben After-Party-Programm gleicht. Nach diesen Vorgaben hat anschließend das gesamte Publikum ausnahmslos zu hüpfen. Das macht den großen Unterschied bei diesen beiden Mitmach-lach-Veranstaltungen aus.

Wenn jetzt der ein oder andere Zuschauer über das klar postulierte Drehverbot für den Bundestag enttäuscht ist, weil er sich dadurch besonders unikate Lecker-Lacher erhoffte, wollen wir eine kleine Nachhilfe zur Bedeutsamkeit der verglichenen Instanzen anhand  ihrer monetären Mächtigkeit geben. Der Bundestag kann über ein Budget aus Erpressung, Eintrittsgeld, Steuern und sonstigen Nötigungen von rund 300 Milliarden Euro verfügen, was man hier[Bundeshaushalt] detailliert nachlesen kann.

Dagegen ist das ZDF, selbst im Verbund mit seinen öffentlich-rechtlichen GEZahlt-Mitessern, mit rund 9 Milliarden Euro Budget ein echter Winzling. Zwar werden diese Einnahmen (ähnlich illegal) über die sogenannte Propaganda-Steuer erpresst, Gelder mit denen man allerdings auch Spaß machen darf, aber darüber kann das Publikum im Verhältnis zu den bundestäglichen Raubzügen wirklich noch lachen (Faktor 30 mal weniger schlimm). Dessen ungeachtet ergibt sich aus dieser Betrachtung ein eindeutiges Machtverteilungsbild. Es wird jetzt auch dem letzten ungläubigen Thomas an dieser Stelle bewusst werden, warum der Bundestag einen oliv(er) welke(n) Typen und einen Hassknecht ganz locker vor der Türe stehen lassen kann.

Heute Show oliver Welke Gernot Hassknecht Schreihals Hans-Joachim Heist bundestag edelkabarett reichstag lammert drehgenehmigung verweigert protest Petition qpressSind wir doch mal ehrlich! Auch das ZDF nebst Oliver Welke würden nie und nimmer die 631 Kabarettisten der 18. Legislatur (Merkel-Junta) … [Wikipedia] in die Sendung Heute Show vorlassen. Dafür gibt es einen verblüffenden wie auch auch selten einfachen Grund. Welke braucht rund 4 Lacher pro Minute um sein Publikum wirksam vor dem Einschlafen zu schützen. Mit den trüben Tassen des Bundestages wäre vermutlich nicht einmal ein Lacher pro Sendung garantiert. Garantiert hingegen ist, dass einem beim Kabarett unter der Reichskristallkugel regelmäßig das Lachen im Halse stecken bleibt. Da wäre Welke mit seiner Heute Show schneller Geschichte als der Hassknecht ihn da wieder rausschreien könnte.

Bundestag verteidigt Edel-Kabarett-Status gegen Heute Show
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6 Kommentare zu Bundestag verteidigt Edel-Kabarett-Status gegen Heute Show

  1. ein ganz toller sachlicher Beitrag,dem ich nicht fähig bin was hinzuzufügen,ein Hoch auf den Verfasser und ein von Herzen kommendes DANKESCHÖN!!!

  2. In diesem Fall kann ich Lammert verstehen:

    Wer lässt schon widerstandslos die Konkurenz ins Haus …

    Und nächstens will dann womöglich “Die Anstalt” dort drehen ???
    Aber das wäre wenigstens einmal der richtige Knaller.

  3. Satire und Zynis-mus sind für Otto Normal heutzutage doch kaum noch zu verstehen.
    In enem Land mit ca. 7 Millionen Analphabeten wundert das doch kaum,oder?
    Im Bundestag sitzen doch auch Normalbürger,wenn man mal reduziert und von der Funktion absieht.
    Also hilft erkläten da noch etwas?
    Die BILDungsoffensiewe…………..

  4. Die Einschaltquoten der Propaganda-Heute-Show, die noch in jedes Horn der Mainstreamwahrheiten bläst und ungefähr so systemkritisch ist, wie einst ein Kessel Buntes, sinken. Das können sich die Macher im GEZ-Beirat nicht bieten lassen und haben sich dann diese Story ausgedacht um ihrer Sendung den Anstrich von Systemkritischer Umterhaltung wiederzugeben.
    Welke: shut the fuck up!

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