Red Bull stürzt in den USA ab, die Lüge mit den Flügeln fliegt auf

Red Dead Bull logo 150dpi no wings product fraud slaughtered false promisses falsche Versprechen by qpress Pig-Wonderland: US-amerikanische Dummheit genießt in mehrfacher Hinsicht vollumfänglichen gesetzlichen Schutz, was aber auch sehr viele nachvollziehbare Gründe hat. Zum Verhängnis wurde dies jetzt dem österreichischen Fabrikanten von virtuellen Flügeln, auch bekannt als der „Rote Bulle“ aus der blauen Blechdose. Ein US-Amerikaner fühlte sich um die versprochenen Flügel betrogen, zog vor Gericht und noch bevor dort ein Richter zu einem Urteil kam, machte der österreichische Traum-Saft-Laden dem Kläger dann doch noch fix recht edle finanzielle Beflügelung zur Höhe von gut 13 Millionen Dollar.

Man könnte es auch anders Formulieren: „Dummheit hat einen Preis“ und in den USA ist die besonders luxuriös. Hätte sich Red Bull nicht auf dieses Spielchen eines außergerichtlichen Vergleichs eingelassen, bestünde die reale Möglichkeit, dass alle amerikanischen Träume im Bündel, als Sammelklage, über den österreichischen Getränkehersteller hereinbrechen könnten. In den USA dürfte damit der Bulle endgültig seine virtuellen Flügel verloren haben, Absturz auf ganzer Linie also … und der Flügelverleih wird demnach wohl nur noch in Europa ungestraft stattfinden dürfen.

Im Kern ging es um die auch hier in Europa gängigen Werbeaussagen des österreichischen Getränkeherstellers, ursächlich um den Slogan: „Red Bull verleiht Flügel“. Aber andere Versprechungen standen ebenso auf der zu beklagenden Wunsch-Liste der angeblichen Täuschungen. Aus welchen Gründen auch immer, haben die Europäer die dort gemachten Versprechungen bis heute nie wirklich ernst genommen. Das könnte daran liegen, dass die Dummheit Gutgläubigkeit in Europa keinen so hohen gesetzlichen Schutz genießt wie beispielsweise in den USA und man hier in Europa eher geneigt ist über derart blöde Werbung nur zu schmunzeln, statt den „Versprecher” beinhart vor Gericht zu zerren. Ganz im Gegenteil, der hiesigen Kundschaft rückt man stattdessen mit solchen Kunden-Abschussrampen auf den Pelz. Wenn schon keine Flügel wachsen, kann man sie ja wenigstens mal ein paar Meter durch die Gegend schießen … runter kommen sie am Ende alle, das ist gewiss.

Red_Bull_Car_Flugmaschine_Imagination_Betrug_nowings_qpressIm Land der ultimativen Wahrheit ist das alles ganz anders. Dort muss sich die Regierung darauf verlassen können, dass man das Volk jederzeit mit völlig hohlen und falschen Versprechungen in jeden Abgrund schicken kann. Dort ist es nicht gewünscht ein denkendes Volk zu haben, deshalb braucht das amerikanische Volk einen erhöhten gesetzlichen Schutz seiner Blödheit, dort inzwischen üblicher Standard. US-Konzerne wissen dies bereits seit Jahrzehnten und verkneifen sich derartig trickreiche Werbungen, mit denen die Österreicher glaubten das Blaue Wunder heraufbeschwören zu können, was ihnen hier nur in Bezug auf das eigene Erleben amerikanischer Justiz perfekt gelungen ist. Wer es genauer miterleben möchte, was den „Roten Bullen“ in Amerika abstürzen ließ, der kann es hier nachlesen: Red Bull to Pay $13 Million for False Advertising Settlement[bvnet]. Aber Vorsicht, es könnte natürlich auch nur ein lustiger listiger Werbegag der Ösis sein, denn wenn der Adrenalinpegel des Klägers jetzt wegen der oben erwähnten Summe ein gewisses Maß erreicht, ihm also im übertragenen Sinne nun doch noch nachträglich Flügel wachsen, könnte man sich das Geld einfach wiederholen.

Irgendwie erinnert diese Geschichte ein wenig an den amerikanischen Anwalt, der seine 24 Zigarren bestens gegen Feuer versicherte, sie alle gemütlich aufrauchte und dann nach einem Rechtsstreit von der Feuerversicherung bezahlen ließ. Ganz zum Schluss musste er allerdings nach einer Strafanzeige seiner Versicherung für 24 Monate ins Gefängnis, wegen 24-facher Brandstiftung[BLAUDSZUN]. Wir dürfen also auf weitere, noch viel blödere Wendungen und Kapriolen mit den Bullen-Flügeln gespannt sein.

Bildnachweis: Dead Bull Abschussvorrichtung | Autor: Adrian Michael | Lizenz: PD und CC-BY-SA 3.0

Red Bull stürzt in den USA ab, die Lüge mit den Flügeln fliegt auf
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5 Kommentare zu Red Bull stürzt in den USA ab, die Lüge mit den Flügeln fliegt auf

  1. Das hat nicht “jemand” zugesprochen bekommen und auch nicht wegen der Flügel. Sondern “jeder” der eine Dose kaufte kann $10 verlangen. Und zwar wegen irreführender Werbung da es keinerlei wissenschaftlichen Nachweis gibt, dass Red Bull mehr bringt als eine Tasse Kaffee. In der EU ist ähnliches, wenn es nämlich um Gesundheitsversprechen geht, übrigens auch verboten. Klagen in USA sind manchmal etwas kurios, ja. Aber allzu oft machen sich die Leute auch einfach darüber lustig weil sie sich nicht wirklich die Klage, oder die tatsächlich geleisteten Zahlungen informieren.

    • Wieso, hat Red Bull irgend was versprochen? Ich habe noch nie ein konkretes Versprechen vonseiten Red Bulls wahrgenommen. Und dass “… verleiht Flügel …” als Versprechen bezüglich höherer Leistung ernstgenommen wird, kann und/oder darf, das ist schlimm genug. Es zeigt eifach nur, wie dumm Menschen und wie korrupt Anwälte sind, wenn’s ums Geld gehr. Ich würde körperliche Verwahrung für Kläger und dessen/deren Anwälte empfehlen. Nein, nicht im Knast: in der Psychiatrie!

      • Wir reden hier von Werbung IN den USA. Jeder der
        Red Bull kaufte und das belegen kann bekommt auf
        Anfrage 10 Dollar. Für diese Aktion stehen total
        13 Mio USD bereit. In Bezug auf diese Sache wird
        aber, zumindest in Bezug auf die Überschriften
        dazu, so getan, als hätte ein einzelner Kläger
        13 Mio zugesprochen bekommen. Und der deutsche
        Schlafmichel zieht sich das ungeprüft rein und
        erregt sich. Als wenn es in D keine anderen Probleme geben würde.

  2. @WiKa

    Bin auf den flügellahmen Bullen, seine Plürre und vor allem den Folgen daraus erst heute aufmerksam geworden. Was bleibt jetzt noch anzumerken – Klasse, Klasse, Klasse!!!

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