Merkel-Abhörskandal-Wiedergutmachung: Obama will sich für die Aufhebung der Feindstaatenklausel einsetzen

merkel_obama_du_bist_doch_mein_freund_ware_liebe_freundschaft_und_aufrichtigkeitCruel World: Die Welt ist grausam und die Deutschen sind die Grausamsten in diesem UN-iversum, dass ist eine geschichtlich korrekt verbriefte Binsenweisheit. Aber Merkel ist „tough” und deshalb muss da jetzt etwas passieren. Kann es doch nicht angehen, dass da von Amerika, dem Beschützer dieses elenden Planeten Erde, gar die besten Freunde abgehorcht werden. Obama wurde schon wieder beim Lauschen ertappt, aber jetzt soll ihm eine ganz tolle Idee gekommen sein, wie die Schmach gegenüber „Mutti” doch noch getilgt werden kann.

Wie wir aus gut uni(n)formierten Kreisen erlauschen konnten, will er sich jetzt endgültig für die Aufhebung der UN-Feindstaatenklausel [Wikipedia] in der UN-Charta einsetzen, die nach dem Zweiten Weltkrieg die Welt vor dem „Bösen” beschützen sollte. Sie sagt eigentlich nicht viel mehr, als dass man ohne weitere Resolutionen und Erörterungen, im Bedarfsfall, die gelisteten Staaten aus humanitären Gründen weiter bombardieren kann, sofern man halt zu den berechtigten Siegermächten gehört. Deutschland steht seit 1945 natürlich ganz oben auf dieser Liste. Feinde müssen allzeit gut beobachtet und auch abgehorcht werden. So soll sich, dem Vernehmen nach, die NSA mit eben dieser Klausel gegenüber Obama herausgeredet haben, als er seine STASI-Jungs bezüglich der Merkel-Lauschaktion zur Rede stellte. Ein sehr gutes Argument, nicht wahr und ein inneramerikanischer Sieg nach Punkten für die NSA.

Zwar wurde diese Klausel schon 1995 gemeinhin für obsolet erklärt und man wollte sie alsbald in einer der nächsten Sitzungen der UN aufheben, allerdings blieb es bei dieser Absicht. Deshalb prangt sie noch immer in der UN-Charta, in den Artikeln 53, 77 und 107. Und wenn einer diese Charta ernst nimmt, dann natürlich die Jungs von der NSA. Das ist jetzt aber dem Obama peinlich, weil es doch jetzt seine beste und teuerste Freundin „Angie” erwischt hat. Jetzt könnte er also mit Macht, nach rund 18 Jahren, darauf drängen, dass diese Klausel auch tatsächlich aus der UN-Charta gestrichen wird und seinen eigenen Jungs damit das Lausch-Wasser abgraben und sich als jovialer Freund der Deutschen erweisen.

Natürlich könnte man diese Klausel auch einfach umtaufen und sie vielleicht „UN-Freundstaatenklausel“ nennen, bei gleichem Inhalt. Das hätte gar noch diverse Vorzüge. Wenn dann Pakistan noch mit auf die Liste gesetzt würde, wären endlich auch die Drohnenangriffe dort korrekt legitimiert. Und es ist auch viel schöner, wenn man das „große Morden“ auf freundschaftlicher Basis realisiert. Letztlich ist sich die Welt-Elite heute darüber einig, dass der Feind überall lauert wo auch die Armut zuhause ist. Ob Obama allerdings soviel politisches Geschick auf die Reihe bekommt, das beleibt abzuwarten. Bislang sieht er in dieser Angelegenheit immer noch strunz-dumm aus.

Aber Merkel kann er ja erzählen was er will, sie wird es ihm schon glauben. Zum Beweis dafür greifen wir auf eine Weisheit zurück die schon Napoléon kannte, wofür er „die Deutschen“ sehr schätzte und was sich bis heute offensichtlich auch nicht geändert hat:

Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das Deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgen sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde. [Napoléon]

Also kann man, bei aller Betroffenheit, der NSA doch gar keinen Vorwurf machen, schließlich haben sie sogar in die UN-Charta gelesen. Das werden auch die Deutschen wegen ihrer erheblichen und erblichen Dauerschuld selbst in dritter Generation sofort leicht einsehen und dem napoléonischen Zitat beipflichten, dazu gar noch applaudieren. Darum fährt die Welt fort in dieser Tradition, die Deutschen werden auch diese „Parole” zutiefst glauben. Generell sind das ja keine schlechten Tugenden, gäbe es nur nicht soviel unaufrichtige und gewissenlose Menschen auf diesem Planeten, die diese „deutschen Tugenden“ immer wieder so schamlos für sich auszunutzen suchten. An mancher Stelle wäre da schon etwas mehr „Gutmüdigkeit” angezeigt, wenigstens gegenüber den unaufrichtigen Schleimern, zu denen sich womöglich auch Obama gesellen müsste.

Sei es wie es ist. Das Spektakel wurde ja auch nur laut, weil es jetzt ausnahmsweise mal „Mutti“ aus heiterem Himmel traf. Sonst wäre die Geschichte, wie die unzähligen vorherigen auch, nicht die geringste Erwähnung wert gewesen. In ein paar Wochen wird wieder Friedhofsruhe an dieser Front einkehren und der kanzleramtliche Versprecher Ronald Pofalla erneut das Ende der Lausch-Krise heraufbeschwören. Die konsortialen Abhorchaktionen der „Dienste“ hingegen werden mit unvermindertem Engagement fortgesetzt, gilt es doch weltweit die Völker auszuforschen und zu bespitzeln. Schließlich sind und bleiben die Menschen am Ende wieder einmal die einzige Gefahr für jede Regierung in einer geeinten Welt. Da wird mit Sicherheit auch weiterhin Einigkeit unter den Regierungen herrschen. Eher vereinbart man sich auf umfassenden „Datenaustausch” als auf ein Ende der Bespitzelung.

Merkel-Abhörskandal-Wiedergutmachung: Obama will sich für die Aufhebung der Feindstaatenklausel einsetzen
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8 Kommentare

  1. Wieso wundert sich eigentlich Tante Erika, daß ihre Handynummer der NSA beknnt war? Schließlich hat sie doch nichts zu verbergen und Geheimdienste sorgen nun mal für unsere Sicherheit. Das sind doch alles Binsenweisheiten die Tante Erika aus ihrer Lehrzeit bekannt sind. Und außerdem hat ihr Adjundant Pofalla ja schon längst erklärt, daß diese Sache erledigt ist.

  2. Warum sollte ausgerechnet Mutti verschont bleiben ? Allerdings glaube ich nicht, das Mutti allzu überrascht war. Sie hat nur wieder einmal gut geschauspielert. Das ist eben ihre symphatische Art, ihre “Volksverbubndenheit” auszudrücken. Und um auch Mr. Obama einemal Gerechtigkeit wiederfahren zu lasssen : ein als “Gründer” der Gewheimdienste gehandelter französischer Kardinal soll einemal gesagt haben: ” Wenn du In der Politik……. … Erfolgreich sein willst, dann mußt du über deine Feinde geau informiert sein. Aber noch besser solltest du über deine Freunde informiert sein ! ” vio La !

  3. Also wir Österreicher,sehen das lockerer: mia haum sowieso von Tol zuTol an aundern an aundane Sproch und do kemmans mit eanane Übasetzungsmaschinan ins strudeln. De boarischen tan se do a leichter wia de Preißn.

  4. Die US-Dienste brauchen doch nur die Akte IM Erika aus dem Panzerschrank holen, damit ein wenig zu winken und schon ist unsere Stasi-Schlampe mit dem Kopf voran, im Enddarm von Odrama verschwunden.
    Aber wir dürfen auch ein wenig schadenfroh sein, immerhin war es der große Bruder, der die kleine Pissnelke auf den Thron setzte.

  5. Aufhebung der UN-Feindstaatenklausel !!

    So ein sinnloser unwichtiger Handyzahnober, um eine so wichtige Klausel weg zu bekommen.
    Ge…ickt Eingeschädelt.

  6. Daß Politiker professionell und permanent lügen, ist leider eine Binsenwahrheit und in einer Demokratie auch nötig. Weil man ja anders nicht an die Macht kommt.

    Eigentlich schade:

    Als bekannt wurde, daß die Kommunikation des deutsche Volkes in seiner Gesamtheit permanent kontrolliert wird, hat die politische Vertretung dieses Volkes alles abgewiegelt, mit der notwendigen Sicherheit begründet und die Sache als erledigt abgehakt.

    Als bekannt wurde, daß ein Einzelner -nämlich Frau Merkel- belauscht wurde, wurde gleich Obama angerufen. Dabei sollte gerade der Kommunikationskontrolle dieser Dame wegen ihrer DDR-Vergangenheit Verständnis entgegen gebracht werden. Eben aus Sicherheitsgründen.

    Wieso hat das Obama ihr diese Tatsachen nicht klipp und klar gesagt?
    Als Friedens-Nobel-Preisträger muß man weder feige sein noch lügen!

  7. Was regt sich damisch nochmal da noch jemand auf?
    Muttiland lebt über seine Verhältnisse.
    Rette sich wer kann.
    Information ist doch die halbe Miete.
    Vielleicht zahlt wer die andere Hälfte?
    Die Hoffnung des geldlosen Allwissenden
    oder so——–

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