Obdachlose füttern verboten – USA ziehen neue Saiten bei Ausblendung von Armut auf

verboten forbidden dont feed homeless keine obdachlosen fuetternLand of the Free: Wer nun glaubt, es handele sich bei der Überschrift um einen üblen Scherz, der kennt nicht die amerikanischen Realitäten. Wer Obdachlosen Lebensmittel in der Öffentlichkeit anbietet muss jetzt mit Gefängnis rechnen. Man kann es den Obdachlosen zwar nicht verbieten sich in den Städten aufzuhalten, dafür kann man aber den edlen Gebermut derjenigen mit Gefängnis bedrohen, die sich erdreisten solchen Menschen helfen zu wollen. So gedenkt man wenigstens die Sichtbarkeit von Armut in den Ballungszentren eliminieren zu können, wenn sie schon sonst nicht in den Griff zu bekommen ist.

Natürlich dürfen die Amerikaner auch weiterhin Obdachlosen helfen, nur eben nicht in der Öffentlichkeit. Selbst große Hilfsorganisationen und kirchliche Einrichtungen bekommen jetzt das Gesetz zu spüren, wie hier in Raleigh, NC: „Church Group Members Threatened With Arrest for Handing Out Biscuits, Coffee to the Homeless“ [abcNEWS.go.com]. Die Ausgabe von Lebensmitteln in der Öffentlichkeit wird ihnen vielerorts schlicht untersagt oder unmöglich gemacht. Natürlich gibt es dafür auch eine passende Rechtsgrundlage, schließlich muss ja alles mit rechten Dingen zugehen, auch wenn man die zunehmende Armut ausblendet. Diese Regelung knüpft an ein „Anti-Camping-Gesetz” an. Man kann ja auch nicht wollen, dass Obdachlose ausgerechnet in den Metropolen kampieren, nur weil die Chance hier größer ist von Passanten Hilfe zu erhaschen.

Ein weiterer Artikel der sich mit dieser Situation und dessen Verlauf befasst: „It Is Illegal To Feed The Homeless In Cities All Over The United States“ [The Economic Collapse], da ist man schon recht schnell dahinter gekommen, dass sich eine neue Herzlosigkeit in Amerika breit macht. Aber mal ehrlich, bettelnde und hungerleidende Menschen stören natürlich total den amerikanischen Traum von der Grenzenlosigkeit des Wohlstands, der sich in erschreckendem Maße auf immer weniger Menschen konzentriert … systembedingt.

Natürlich ist dies noch nicht in ganz Amerika der Fall, aber es verbreitet sich. Kennen wir nicht alle die Schilder aus dem Zoo: „Füttern verboten”? Vielleicht solche Schilder demnächst auch an öffentlichen Plätzen? Eine weitere Schilderung dazu: Feeding The Homeless Illegal in many U.S Cities [The ALLEGIANT]. Dann bemüht man ganz tolle weitere Gründe warum das Füttern von Obdachlosen ungesund ist. Kein geringerer als Mr. Bloomberg, Bürgermeister von New York, ein ziemlich harter Hund, führte dann ins Feld, dass man Salz-, Fett- und Balaststoffe der Gaben nicht bewerten oder kontrollieren könne. Da ist es bestimmt besser keine Lebensmittel auszuteilen … da ist man auf der sicheren Seite. Natürlich alles nur aus Sorge um das Wohlergehen der Obdachlosen und dem öffentlichen Anspruch alles kontrollieren zu müssen. Wir sehen, an Ideenmangel leidet die Herrschaft nun wahrlich nicht, um Mildtätigkeit in der Öffentlichkeit unmöglich zu machen.

Wenn sich aber die Obdachlosen aus der Mülltonne ernähren, dann ist das weniger problematisch, weil für derlei eigenmächtiges Handeln der Betroffenen nun wirklich niemand die Verantwortung übernehmen kann. In anderen Städten ist es zwar (noch) nicht illegal Obdachlose zu speisen, aber vielfach muss man dann eine entsprechende Befähigung nachweisen. Natürlich nur wegen des korrekten Umgangs mit Lebensmitteln. Die könnten auf den 100 Metern vom Supermarkt bis zum Bedürftigen schließlich lebensbedrohliche Eigenschaften annehmen. So hat man in Philadelphia auch sogleich einer Frau schon mal eine Geldbuße von 600 Dollar angedroht, für jeden Tag an dem sie ihre Lebensmittel-Unterstützung für obdachlose Kinder fortsetzen wolle. All diese Schikanen sind wunderbar geeignet Mitgefühl und Restmoral innerhalb der Bevölkerung erfolgreich zu bekämpfen, auf dass auch weiterhin alles ganz sauber aussieht.

Was kommt noch? In Rumänien testet man schon erfolgreich die Beseitigung von Straßenkötern. Vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis es auch den Mittellosen in Amerika so ergehen könnte. Wer schon die direkte Hilfe von Hilfsbedürftigen über Umwege unter Strafe stellt, der ist davon nicht mehr weit weg. Jetzt werden wieder viele Gutmenschen aufschreien und sagen, nein soweit kann es doch gar nicht kommen? Dann genügt ein einfacher Blick in die Geschichtsbücher, zu was doch der Mensch so alles fähig ist. Es gab sogar in Deutschland schon einmal Zeiten, da wurde bestraft wer versuchte anderen Menschen das Leben zu retten, also alles nicht wirklich neu für uns, nur Amerika lässt es in neuem Gewand erstrahlen, ist auch gar nicht rassistisch, sondern am Geldbeutel orientiert.

Und wer den vertieften Blick in die amerikanische Rechtsstruktur wagt, der wird recht schnell dahinter kommen, dass da längst völlig totalitäre Züge im Anmarsch sind. Eine Eskalation in diese Richtung darf erwartet werden, sobald ein nationaler Notstand ausgerufen wird und der kann recht schnell kommen. Dann ist die amerikanische Verfassung endgültig Makulatur und eine Reihe von „Presidential Orders“ nimmt dann das komplette Recht in die Hand. Und wer die kennt, der weiß wie wenig schmeichelhaft die sind. Da ist nicht ein Stück Demokratie mehr dran.

Aktuelle Praxis 2014 in Florida

Und wer noch den Ungläubigen machen möchte, trotz der geschilderten Umstände, der kann sofort eines besseren belehrt werden. Der neunzigjährige ehemalige Anwalt Arnold Abbott hilft schon seit 20 Jahren Obdachlosen. Nach dem Tod seiner Frau 1991, gründete er die Non-Profit-Gruppe (NGO) mit der Bezeichnung Love Thy Neighbour, dies in Erinnerung an seine verstorbene Frau, um insbesondere auch ihr ehrenamtliche soziales Engagement weiterhin zu würdigen. Gemeinsam verteilten sie Lebensmittel an viele obdachlose Männer, Frauen und Kinder in Florida, ihrer Heimat. Jetzt aber soll der 90-jährige Mann dafür 60 Tage ins Gefängnis, nachdem er beim Verteilen von Lebensmitteln an Bedürftige verhaftet wurde, davon handelt der beigefügte Streifen, dort ist er bei seiner Verhaftung zu sehen. Ausführlicher wird der spezielle Fall Abbott hier beschrieben: Ninety-year-old man faces jail for feeding homeless people[Netzfrauen], denn auch in Florida gilt: Wer Bedürftigen öffentlich Speisen reicht, macht sich strafbar! Hätte sich Jesus heute in Amerika eine Armenspeisung einfallen lassen, womöglich noch als Wunder, würde er dort zwar nicht am Kreuz enden, wenigstens aber für eine Weile im Knast.

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31 Kommentare zu Obdachlose füttern verboten – USA ziehen neue Saiten bei Ausblendung von Armut auf

  1. Wenn man so etwas liest, bekommt der Begriff ” totalitäres Regime” eine völlig neue Dimension! Und ausgerechnet dieses Regime erdreistet sich, der Welt Demokratie bei bringen zu wollen ? Mir wird Übel !

  2. Ein krankes System produziert körperlich und mental kranke Menschen.
    Die USA schüren paranoide Ängste vor Feinden von außen. Doch zerstören wird sich dieses menschenverachtende System ganz von selbst von innen. Wie jeder sehen kann, ist es auf diesem Weg schon recht weit fortgeschritten. Man sehe nur auf die soziale Not großer Bevölkerungsteile und die Finanzlage. Doch anstatt das System überlebensfähig zu machen, hält man stur am Kurs auf den Abgrund fest.
    Nur schade das bei dem Absturz auch wir mitgerissen werden.

  3. Also, wenn man es ganz genau nimmt, dann müssten hier in Deutschland alle professionellen Bettler einen Reisegewerbeschein beantragen. Es ist schließlich, nach der Prostitution, das zweitälteste Gewerbe der Welt.
    Beim reinen privat-betteln ist auch jegliche Gemeinnützigkeit ausgeschlossen. Die Einnahmen sind zu versteuern und natürlich mit den üblichen Abgaben zu belegen. Für Harz4rer heiß das, wer ohne behördliche Genehmigung bettelt, begeht Sozialbetrug und verliert seine Stütze. Uneinsichtigen Wiederholungstätern sind zu inhaftieren. Wir leben doch schließlich in einem Rechtsstaat.

  4. Betteln ist in den USA immer schon verboten.
    Und deshalb sieht man gelegentlich am Straßenrand Typen sitzen mit Schildern wie

    “Will work for food” auf irgendeinem Stück Karton gekrakelt.

    Das ist dann nicht betteln, sondern das Anpreisen der eigenen Arbeitskraft.
    Natürlich weiß jeder, daß so eine Werbeaussage nicht enstgemeint ist.

    Falls es jemand wörtlich auffassen würde und er diesen Nicht-Bettler
    z.B. zum Rasenschneiden auf sein Grundstück nehmen würde …..
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit würde er sehr schnell seinen Rasenmäher beim einem der nächsten Pawnshop (Leihhaus) wieder finden.

    Wenn ich auf meiner Farm wirklich Hilfe von Arbeitern brauchen würde, würde ich zu einer alten Tankstelle in der Nachbarstadt fahren, die bekannt als Treffpunkt arbeitsloser Mexikaner ist. Die sind fleißiger. geschickter … und haben angeblich oft sogar gut gefälschte Papiere …

    • Wenn in den USA privat-betteln verboten ist, dann müssen sich die Bettler eben professionalisieren.
      Sich zusammenschließen, einen gemeinnützigen Hilfsverein oder Stiftung gründen, und Spenden sammeln.
      In ein paar Jahren sind sie dann genauso reich, wie die US-Bänkster.

      • Und genau das ist das Problem: wenn ich soviel Arbeit, Ideen und Organisationstalent einsetze, dann brauche ich -zumindest in den USA- nicht zu betteln. Woanders sicher auch nicht.

        Nicht alle Menschen werden mit den gleichen Anlagen geboren. Manche sind besser (und deshalb Ziel von Neid) und manche versagen leider in unserem -mit hohen bürokratischen Auflagen gekoppelten- Leben. Was ich sehr gut verstehe. Im Leben aus der Bahn geworfen werden, kann man eben nicht nur durch Unfall, Krankheit oder sonstige Zufälle, sondern auch -exemplarisch siehe “der Hauptmann von Köpenick”- auch durch unsere, nicht nur in DE – oft genug- sinnlose Bürokratie.

  5. Und wenn der Notstand ausgerufen wird, landen Querulanten und Obdachlose in den FEMA KZ´s und werden medizinisch von Nichtärzten mit Gratisimpfungen versorgt.
    Aber auch das US Staatsoberhaupt Obomba gilt als vorbildlich, denn während er vom Silbertablet speisst, sitzt der rest seiner Familie verarmt in Kenia.
    Aber sein Halbbruder George findet es schon ganz normal und erwartet von ihm keine Hilfe…

    Warum wohl??
    http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/doku-spuert-obamas-halbbruder-slum-meta-2441006.html

    2016 Obama´s America
    http://www.youtube.com/watch?v=DJQAVYTBNsQ

  6. Nationalsozialisten haben eine ähnlich zynisch, menschenverachtende Einstellung, genauso wie im übrigen Wähler von CDU/CSU/FDP.

  7. Lösung: Mülltonen als Lebensmitteldepot umfunktionieren. Spendewillige Bürger verpacken das hygienisch, die Obdachlosen können es sich dann selbst nehmen.

    Einziger Nachteil: Es werden wieder unnötig Steuergelder verschwendet (wahrscheinlich auch von denen die jetzt Obdachlos sind, aber bis vor kurzem noch tausende Dollar an Steuern zahlen mussten). Die Kontrolle soclher Maßnahmen kostet ja auch Personal/Geld.

    Echt widerwärtig wie viel Geld ausgegeben wird, um den Menschen Chancen zu nehmen. Vermutlich würde die Hälfte dieses Geldes ausreichen um ihnen zu helfen…..

  8. Lustig was da für Kommentare kommen…. Manche der Schreiberlinge sollten lieber mal vor der eigenen Haustüre kehren, in Polizeiüberwachungs-Neo-Nazi-Deutschland. Im Mutti-Merkel Land gehts stetig bergab, warum also sich über die USA Sorgen machen? Probleme im Ausland lenken von Problemen im Inland ab. RTL2 und die anderen Hartz IV Medien tun ihr übriges dazu. 😉

  9. “Echt widerwärtig wie viel Geld ausgegeben wird, um den Menschen Chancen zu nehmen. Vermutlich würde die Hälfte dieses Geldes ausreichen um ihnen zu helfen…..”

    Nicht nur am des Menschen unwürdigen Hartz IV Satz sieht man das diese Gelder wieder – voll – in den Wirtschaftskreislauf einfließen.
    Nebst Löhne sind Renten und sonstigt Steuern und GKV – Abgaben etc. darin enthalten.
    Z. B. 1 Liter Milch kostet bei einer Kuh 0,0 Euro (Dollar) netto.
    der Bauer verdient, u.s.w. u.s.w.
    Das kann man auf alle anderen Produkte und Dienstleistungen umlegen. Nur gierige Politiker und Ökonomen können das wohl nicht.

    Es ist ganz einfach nur die Würde der Politiker; Lobbyisten etc. und der Richter die so etwas wie Hartz IV oder gar die Obdachlosigkeit unwürdig zulassen und Menschen Enteignen; erpressen etc.. und sogar mit Gefängnis bedrohen!

    Das BVG urteilte bereits einmal über die verbotene Willkür bei politisch verfolgten und ausgegrenzten Menschen:
    Siehe Rz. 126 – 144 http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv006132.html
    Fast alle Punkte treffen auch auf Hartz IV zu!
    Es ist die Würde der Politiker die wieder von der Lobby und ihrer Todsünde der Gier dorthin getrieben werden.

    Ob sich die christlichen Politiker wie Koch die USA so als Beispiel nahmen?

    Die unantastbare Würde des Menschen kann nur über ein ordentlichen Personal und Fachkräftemangel hergestellt werden.
    Jede gewollte Arbeitslosigkeit – Massenentlassungen ist z.T. politisch gewollt, um über Gehalts- Lohndruck Exportweltmeister zu werden.
    Für die Gier der christlichen Politiker verraten diese Christen gar ihren Glauben, vor dem GG; den Menschenrechten und ihren Schutz- (befohlenen) beauftragten Menschen.

  10. Das sehe ich ebenso. Genug Probleme im eigenen Land, aber mit dem Finger auf andere zeigen. Typisch Deutsch. Wenn sich nur soviele Menschen in punkto Zivilcourage stark machen würden, aber da ist ja eher Wegschauen angesagt und staatlich gewünscht. Goodbye Deutschland!

  11. Es gibt Kommentare hier, die besagen, man solle sich doch lieber um die Probleme im eigenen Land kümmern. Der Meinung bin ich ja auch, nur manchmal ist es nicht unvorteilhaft auch mal über den Tellerrand hinaus zu blicken:

    a: Alles was in den USA passiert, wird über kurz oder lang auch hier (massiver) passieren.

    b: Genau so eine Einstellung sorgt dafür, dass viele Menschen gar nicht wissen, was sie wählen, eben weil sie nicht über den Tellerrand hinaus blicken und nur ihre eigenen Probleme sehen.

    PS: Nicht “Goodbye Deutschland”, oder “-USA”, sondern: Goodby Gerechtigkeit, Verantwortung, Solidarität etc. DAS sind die Themen die interessieren. Ein deutscher Ausbeuter ist nicht anders als ein US-Ausbeuter oder ein Ausbeuter irgendwo auf der Welt.

  12. Sorry, aber die amerikanische Marionettenregierung soll Kotze fressen.
    Das Land geht (ist) Pleite und da ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis es zu ernsthaften Ausschreitungen kommt. Die Waffengesetze hatten sie ja durch ihre plumpen Terrorinzenierungen doch nicht verschärfen können.
    Tipp: 334 Promille Lüge googeln

    • Waffen sind in den USA weder Argument noch Thema. Immerhin hat die NSA 1,6 Mia Schuß HP (hollow point !), also für jeder Einwohner 4 Schuß. Damit läßt sich bei einen Bürgerkrieg die Regierung 20 Jahre lang schützen! Millionen von Plastiksärgen sind auch schon bestellt. Und bei Google-Earth findet man die Fema-Camps über den Suchbegriff “Fema Detention Camps”. Die Notstandsgesetze sind allerdings noch nicht in Kraft, können allerdings innerhalb von Minuten aktiviert werden. Wie in DE auch.

      Ich bin allerdings der Ansicht, daß alles Geld für Waffen nur rausgeschmissen ist oder Schaden anrichtet. Wesentlich wirkungsvoller wie das ganze Geld für Waffen kann ein gespitzer Bleistift sein. Wenn er das Richtige schreibt, ist er viel gefährlicher!

  13. Na, WiKa, da hast du ja wieder mal ein tolles Thema angeschnitten ! Die Kommentare sind höchst interessant und amüsant. Man könnte fast denken, es geht die Angst um, das es in Groß Merkelanien bald genau so kommen könnte und man vielleicht eventuell unter Umständen zu denen gehört die ein “Füttern verboten” Schild am Zaun hängen haben !

    • Nun Anton, auch so eine Entwicklung würde ich nicht ausschließen wollen, kennen wir doch die Krankheit, alles mögliche von den USA adaptieren zu müssen. Und da wo man das schöne Geld schonen kann, um es besser in Bankenrettungen zu investieren, wer will da noch arme Leute füttern … 🙁

    • Er hat schon Recht, das Gras kostet auch nix und die Sonne (wenn sie denn mal scheint) ist auch gratis.
      Auch ein Auto – Eisen ist in der Erde, die Farbe im Oel und die Idee dazu kam aus dem menschlichen Gehirn; dessen Schaltkreise selbstverstaendlich ohne Geld funktionieren.
      Alles in dieser Welt ist kostenlos und uns zur freien Verfuegung gestellt.
      Nur Arbeitskraft kostet etwas…………
      Jetzt geht es natuerlich los, Eigentum, Besitz, Geld, Staat, Gewalt… – wirklich?!

  14. Obdachlose und angeblich Unterernährte gab es immer schon. Sowohl in den USA wie in Mitteleuropa oder anderswo. Aber soll dieses Problem auch noch der Staat lösen? Schon in der Bibel steht (sinngemäß): es gibt derartig faule Typen, die verhungern selbst wenn man ihnen was zum Essen vorsetzt, weil sie zu faul sind den Löffel von der Schüssel zum Mund zu führen.

    Mal davon abgesehen, ist Unterernährung überhaupt kein Problem solange es die dreifache Menschenmenge gibt, die soviel (fr)essen daß sie ein krankhaftes Übergewicht haben. Selbst der Mann auf dem Bild des Artikels sieht nicht allzu verhungert aus!

  15. USA – das Land der unbegrenzten Möglichkeiten

    Im Zweifelsfall möchte ich lieber in einem Land der begrenzten Möglichkeiten leben, als in einem, das sich dem zweifelhaften Größenwahn verschrieben hat, mit ausufernden unbegrenzten Optionen zu werben. Umso unbegrenzter die Gelegenheiten sind, die die Menschen ungehindert und ohne Regulierung ausleben dürfen, umso größer sind die Versuchungen des Mißbrauchs. Ich meine damit, daß Freiheit nur so lange eine demokratische Errungenschaft ist, wie sie nicht zu Lasten anderer Menschen geht.

    Damit sind wir der Sache auf den Punkt gekommen. Die von Wilfried Kahrs in seiner Reportage „Obdachlose füttern verboten“ angeführten Beispiele der Ausgrenzung von Obdachlosen, muß man ganz einfach als Rassismus bezeichnen. Die Vorgehensweise gegen die Obdachlosen und die bereitwilligen Helfer gibt das beste Beispiel für eine Instrumentalisierung der Freiheit im Sinne des neoliberalen Verständnisses. Das wirtschaftliche Treiben und die Angebote der Konsumtempel in den Zentren der Städte dürfen nicht durch den Anblick der durch das System erzeugen Aussätzigen gestört werden. Wirtschaftliche Freiheit hat den Vorrang vor Freiheit der Person und der in wirklichen Demokratien verbrieften Freizügigkeit jedes Bürgers. Es handelt hier um eine der vielen inhumanen Auswüchse des Kapitalismus, der einfach in diesem System internalisiert ist. Ergo: Kapitalismus ist bereits von Natur aus diskriminierend und menschenverachtend!

    Die USA sind nicht von ungefähr das Land Extreme in verschiedenster Hinsicht: Die größten Gegensätze zwischen arm und reich, schwarz und weiß zwischen liberal und fundamentalistisch und zwischen Kriegstreibern und Pazifisten. Sie haben die meisten Gefängnisinsassen mit ca. 2,5 Millionen Menschen (25 % global gesehen bei 4 % Bevölkerungsanteil !), wovon die allermeisten farbig und arm sind. Dieser Erfolg spricht für sich. Die Eliten der USA erheben sich über die Interessen anderer Nationen und bevormunden sie im Stile von selbsternannten Weltpolizisten. Dabei sollten sie erst einmal vor ihrer eigenen Türe kehren, denn in Bezug auf Dreck, Elend, Ungerechtigkeit, Armut, Krimininalität und Diskriminierung werden sie so schnell von keinem anderen Land überboten.

    Bezeichnend ist auch der amerikanische Nationalismus, der die höchsten Blüten treibt. Mir ist wirklich schleierhaft, worauf die Amis eigentlich stolz sind:

        Darauf, daß sie sich das Land der Ureinwohner unter den Nagel gerissen, und diese fast ausgerottet haben?
        Darauf, daß sie die USA mit Hilfe von Sklaven und anderen ausgebeuteten Einwanderern aufgebaut haben?
        Auf ihren Rassismus und Hochmut?
        Auf ihren weit verbreiteten religösen Fundamentalismus und Kreationismus?
        Auf ihre überheblichen Manieren und ihre Angriffskriege?
        Auf ihren Wirtschaftsimperialismus, der ungezählte Menschen in den Tod getrieben und in Notlagen gebracht hat?

    Hat es ein angeblich zivilisiertes Land nötig, im großen Stil Todesstrafen zu exekutieren? Dann auch noch als öffentlich zur Schau gestellte Liquidation – vor allem in den Südstaaten, im sog. „bible belt“! Wildwest scheint noch nicht ausgestorben zu sein, denn das Faustrecht und Lynchjustiz erfreuen sich noch bester Beliebtheit. Wir befinden uns ja bekanntlich in „God’s Own Country“ oder im „Home of the Brave and Free“. Wenn man sich bei den aufgezählten menschenfeindlichen Praktiken als die Auserwählten Gottes bezeichnet, wirft das ein Licht auf das Gottesbild der Amerikaner. Ich möchte diesen Gott nicht persönlich kennenlernen! Eins steht fest: Die Amis haben eben einen an der Klatsche. Ein nicht zu unterschätzendes Problem für Deutschland ist dabei, daß die Deutschen die Angewohnheit besitzen, gerade die negativen Eigenschaften des „American Way of Life“ zu kopieren.

    Ich möchte jedoch diesen Kommentar nicht schließen, bevor ich nicht eine Lanze für die wahren Braves unter den USA-Bürgern gebrochen habe. Denn sonst würde ich wahrscheinlich als unverbesserlicher Antiamerikaner unter Beschuß geraten.

    In den Reihen der Bürger der USA befindet und befand sich eine nicht gerade kleine Minderheit von aufrechten und mutigen Menschen mit Zivilcourage, die sich stets gegen Ungerechtigkeiten, Rassismus und Krieg aufgelehnt haben. Leider ist diese Gattung von Bürgern selten bis an die Spitze der Gesellschaft vorgedrungen, jedenfalls in den letzten Jahrzehnten nicht mehr. Die USA haben ohne Zweifel kulturell und wissenschaftliche Errungenschaften hervorgebracht, die der Menschheit einen Dienst erwiesen haben. Als leidenschaftlicher Musikliebhaber darf ich es keinesfalls versäumen, auf die Vielfalt und Kreativität der amerikanischen Musikszene hinzuweisen. Ich selbst bin mit dem amerikanischen Folk und Rock groß geworden. Leute wie Pete Seeger oder Joan Baez und viele andere sind für mich Vorbilder. Ich beziehe die gesamte Szene mit Spielarten wie Country, Folk, Rock in den diversen Variationen, Rock n Roll, Blues, Soul, Rhythm n Blues usw. mit ein. Mit anderen Worten: nicht alles ist schlecht im Amiland.

    MfG Peter A. Weber

  16. Die Liste worauf die Amis stolz sind läßt sich noch erheblich erweitern. Z. Bleistift mit

    – der Todesstrafe bei einer gleichzeitig sehr hohen Rate von Justizirrtümern und bei der gleichzeitig extremen “Frömmigkeit”. Schließlich rennt ein Großteil der Amis 3 x wöchentlich in seine Kirche. Nämlich Mittwoch abends, Sonntag früh und Sonntag abends. An vielen DIngen in diesen Kirchen kann sich die deutsche Staatskirche ein Beispiel nehmen. Nur wo Jesus in der Bibel sagt “kill him”, konnte mir bisher noch niemand sagen.

    – Auf den ganzen Komplex von wohl über 40 Geheimgefängnissen wie Guantanamo. Mit allen Insassen in diesen “Hotels”, denn so züchtet man Terroristen.

    – Auf ihr regierungshöriges Geheimgericht FISC, dessen Urteile zwar bedingungslos befolgt werden müssen, diese aber nicht öffentlich genannt werden dürfen. Worunter alle Telefongesellschaften und Medien wie Google, Microsoft, Yahoo, Facebook usw .. leiden.

  17. Sinaika meine liebe Frau
    ich nicht mehr arbeiten am Bau
    auch viele Kollegen schon entlassen
    Polier sagt ” nix mehr Geld in Kassen ”
    ich trotzdem froh und munter bin
    denn Allah hat mich nicht verdammt
    war gestern schon beim Arbeitsamt

    Weil ich noch ein Jahr Aufenthalt
    komm ich nach Hause nicht so bald
    muss meiden noch Moschee und Tempel
    zeig Arbetsamt Papier – macht Stempel –
    bei Arbeit ich nicht mehr bücken
    und doch kann immer Geld dir schicken
    hier scheint mir alles wie verhext
    brauch nur noch schlafen – Konto wächst –
    und ganz besimmt bis nächsten Winter
    zahlt Arbeitsamt auch noch für Kinder

    Ich bin nun schon drei Jahre fort
    vielleicht hast du noch Kinder dort
    wo ich nicht weiss – ist ganz egal –
    du mußt mir melden nur die Zahl
    und schleunigst schicken mir nach hier
    vom Amt beglaubigtes Papier
    du sollst mal sehen wie dann gehr so munter
    Einkommen rauf – und Steuer runter –

    Heut` Zahnarzt sagen ganz gewiss
    bis Montag hab ich neu Gebiss
    vielleicht, wenn es ist Allahs Wille
    bis anderen Mittwoch neue Brille
    das alles mir macht viel gut Spass
    weil alles zahlt die Krankenkass

    Wir sin hier eine kleine Kolnie
    und spielen Karten oft bis früh
    o Deutschland schönstes Land der Welt
    nix Arbeit und viel Stempelgeld !
    halt Einsamkeit noch ein Jahr aus
    dann bring ich Geld und baue Haus
    vermiete Zelt dann mit viel List
    an deutsche Familie, die Tourist
    sein ganz verrückt auf weite Welt
    will wohnen in Nomadenzelt
    will wandern in viel Wüstenland
    weiss nicht wie schön ist eigenes Land

    Und nun ich machen Brief jetzt Schluss
    muss senden dir ganz viele Gruß
    bleib schön gesund – grüß alle Lieben –
    sag ihnen Ali hat geschrieben
    aus Deutschland schönstes Land der Welt
    wo man für Faulheit noch kriegt Geld

    Denn wenn Vertrag hier ist am Ende
    komm ich in Heimat noch mit Rente
    vorbei ist Armut Not und alles
    Deuschland, Deutschland über alles !!!

  18. “Ich fordere, dass die Dummheit der Massen endlich abgeschafft wird.
    Denn nicht die wenigen 10.000 Psychopathen sind unser Problem, sondern
    die 7 Milliarden Dummköpfe, die sich lieber Fußball, DSDS & Co
    reinpfeifen, anstatt sich um ihre ureigensten Angelegenheiten zu
    kümmern”. (Buro Tanic, Mitglied des Europäischen Parlaments)

    Wer sich von der Wahrheit nicht besiegen lässt, der wird vom Irrtum
    besiegt.
    http://www.youtube.com/watch?v=z4b0yTwP24I

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