Bashar_al-Assad_gasmaske devil

Damn Asskiss: Die Ziellinie, in diesem Fall Obamas „Rote Linie”, muss um jeden Preis irgendwie gerissen werden, sonst kriegt man die große Schlägerei in Syrien und Nahost nicht in Gang. Man würde ja gerne darauf verzichten, aber der dusselige Assad will einfach nicht weichen. Inzwischen gab es wohl die dritte Giftgas-Attacke (oder waren es schon mehr), diesmal hat es gesessen und die Toten summieren sich in einem wahrnehmbaren vierstelligen Bereich. Dennoch ist die US-Not dabei nicht zu übersehen, alles in ein richtiges Licht zu rücken, denn zu vielfältig sind die Widersprüche und Ungereimtheiten, die auch das letzte tragische Ereignis kennzeichnen.

Fassen wir einmal kurz zusammen. Am 21. August, gegen 3:30 Uhr, soll eine Rakete mit ihrer giftigen Fracht in einem Vorort von Damaskus eingeschlagen sein. Die Zählung der Toten endete dann noch nicht oberhalb der 1.000er Marke. Das alles natürlich sehr passend zum Erscheinen einer UN-Kommission, die sich just mit der Untersuchung der bisherigen Giftgas-Attacken beschäftigen sollte. Lassen wir die verursachten Gräuel einmal außer Acht, genau auf denen wird ja ohnehin herumgeritten, und versuchen nur mal nüchtern durch die spärlichen Fakten und Folgen zu kommen.

Will Assad Selbstmord mit Hilfe des Westens machen

Folgt man der gewollten und gewünschten Interpretation, dann muss es sich um einen gezielten Suizid-Hilferuf von Baschar al Assad handeln. Wenn dem nicht so wäre, müsste man ja auch nicht offiziell an seinem Verstand zweifeln. Der besondere Grund wird wohl darin zu suchen sein, dass er die sogenannte Opposition der Freiheitskämpfer, die vorzugsweise aus ausländischen Söldnern und Terroristen besteht, in den letzten Monaten ziemlich in die Ecke gedrängt hat. Ihm scheinen die Feinde auszugehen, da muss er sich dringend neue schaffen. Und dass es ihm mit seinem Selbstmord ernst ist, unterstreicht die Tatsache, dass er ausgerechnet in Reichweite der Untersuchungskommission, also zum Greifen nah, diese dazu passende Tat vollbringt. Hat jeder die Logik verstanden? Bestimmt!

Wer nun nicht an die verzweifelte Blödheit von Assad glauben mag, der ist gezwungen erheblich weiter zu denken, als es einige interessierte Kreise gerne hätten. Offenbar hält man die internationalen Zuschauer dieses Spektakels auch schon für blöd genug, dass sie nahezu alles fressen was man ihnen an offiziellem Themensalat vorsetzt. Zwar wird in den Medien Assad dafür (noch) nicht direkt verantwortlich gemacht, aber alle Aufmacher zeigen deutlich, mit allen 11 Fingern der Schreiber, in diesem Kontext und mit den Worten „soll gemacht haben” und „hat noch nicht zugegeben”, auf ihn. Das ist Stimmungsmache vom Feinsten und führt bei Leuten, die nur Überschriften lesen können, zu einer entsprechend korrekten gedanklichen Zuordnung, Giftgas = Assad. Dies ist besonders wichtig für die öffentliche Akzeptanz eines jeden Krieges, hier ist es nicht anders.

Vorherige Verfilmung der Ereignisse

Nun, wir sollen ja auch in dieser Angelegenheit nicht in die Tiefe gehen. Und wovon der Mainstream nun so gar nicht berichtet, ist dann ein Detail, worüber sich die sogenannten Verschwörungstheoretiker dann wieder den Kopf zerbrechen dürfen. Einer dieser kleinen pikanten Umstände, ist der Zeitpunkt, zu dem entsprechendes Filmmaterial, welches für die öffentliche Stimmungsmache unerlässlich ist, auf Youtube hochgeladen wurde. Folgt man einigen nicht so hochoffiziellen Quellen, dann passierte dies schon am 20. August, also gut einen Tag vor dem Giftgasangriff, was äußerst beachtlich wäre. Auch wenn man dabei die Zeitdifferenz von Syrien zu den YouTube Servern (vermutlich 5-7 Stunden) noch wohlwollend einfließen lassen wollte, scheint da dennoch etwas schräg zu sein.

Obamas rote Linie Syrien Giftgas Assad nahost Krise karikatur Klaus Stuttmann

War das jetzt eine Panne des Assad’schen Presseteams oder nur das Werk stümperhafter und verzweifelter Terroristen, die ihre eigene PR-Abteilung nicht richtig im Griff haben? Natürlich meint es jeder nur gut und über die Zeit sollten sich solche Kleinigkeiten schon im Stimmengewirr verlieren. Wenn also die Verfilmung des Ereignisses schon vorher stattfand, dann sollte man sich doch ernstlich Sorgen machen, oder? Nein nicht wirklich, denn man muss den Strohhalm nur richtig greifen und für sich zu nutzen wissen. Von den vielen anderen Ungereimtheiten, bis hin zu den Fundstellen von giftigen Substanzen in Syrien, die auf ausländische Quellen schließen lassen, wollen wir gar nicht erst anfangen zu reden, dazu hier nur ein interessanter, in englisch gehaltener Beitrag von Russia Today auf Youtube, der hier im Mainstream wenig Beachtung findet. Letzteres aus gutem Grund, wenn man bemüht ist die Meinung in eine passende Richtung zu drücken.

Jetzt aber zum absehbaren fulminanten Strategiewechsel

Wer nun in der Folge ein wenig zwischen den Zeilen gelesen hat, der könnte es schon bemerkt haben. Nicht nur die USA, auch andere Schreihälse stimmen langsam einen anderen Kanon an, dessen Refrain und Echo sich wie folgt anhört:

„Egal wer das gemacht hat, wir müssen jetzt etwas dagegen unternehmen!“

Das war jetzt das dritte Klingeling vom Gasmann und endlich bekommt man dem Teufel die Fliegen korrekt zum Schlucken in den Hals geschoben. Egal wer es war, wir müssen da mal langsam einmarschieren und im Namen der Weltöffentlichkeit für Ordnung sorgen und diese Gräuel beenden. Bravo! Deutlicher und unmissverständlicher konnte die Botschaft nicht ausfallen und wie sollte es anders sein, es bleibt jetzt nur noch die Wahl zwischen Einmarsch und Einmarsch, womit dann alle Optionen eindeutig auf dem Tisch lägen.

Sicher hätte es auch gereicht, wenn Saudi-Arabien, die USA und die ganzen „Freunde Syriens” einfach nur den Söldnern, Terroristen, Kriminellen und Dschihadisten den Hahn zugedreht hätten. Aber das wäre ja viel zu einfach und den Interessen der eben besagten „Freunde“ gar nicht gerecht geworden. So kann man jetzt aus der Not eine Tugend machen. Denn nicht wer das Giftgas fabriziert, liefert und zum Einsatz bringt ist von Interesse, sondern nur noch die Tatsache selbst, ist das überaus schlagende Argument, welches noch fehlte.

Eine interessante Volte, die in jedem Falle nun zum Erfolg führen muss. Ob man es noch ein paar mal wiederholen muss? Gerne auch diesmal im Namen der „Freiheitskämpfer“ … ist doch egal, Hauptsache Spektakel, Horror und auskömmliche Opferzahlen. Dem „Weltpolizisten“ ist es ja noch nie wirklich um Menschenleben gegangen, die sind immer nur Spielball und können millionenfach geopfert werden, anders als verbrannte Interessen und verbranntes Geld, wachsen die Menschenleben ganz ökologisch wieder nach. Und wer sich der Illusion hingibt, dass so etwas doch heute nicht wirklich mehr sein kann, der kennt die „großen Strategen“ nicht und sollte sogleich wieder seinen frühkindlichen, geistigen Sandkasten aufsuchen, um seinen Seelenfrieden in dieser kaputten Welt wiederzufinden.

Die Vorzüge der neuen Strategie im Überblick

Nicht Syrien, sondern Assad ist den politischen und wirtschaftlichen Interessen einiger großer „Player“ sehr im Wege. Deshalb muss er weg und man hat es sich schon eine Menge kosten lassen, diesen sogenannten „Aufstand“ in Syrien zu finanzieren. Doch langsam geht die Geduld der Investoren zu Ende, sie wollen endlich Resultate sehen. Nun, jetzt kommen die Ergebnisse und man kann sich im Namen der Menschlichkeit endlich konsortial auf den Einmarsch vorbereiten, um Assad wegzupusten.

Syrien Hilfe von allen Seiten Karikatur Klaus Stuttmann

Dass das Land danach in Schutt und Asche liegt, die Religionsgruppen sich gegenseitig massakrieren, nun, das ist der Preis für „Frieden, Freiheit und Demokratie“ nach westlicher Lesart. Die positiven Segnungen solcher Gutmenschlichkeit können heute übrigens in Afghanistan, dem Irak und Libyen anschaulich nachvollzogen werden. Die Gesamtsumme der Toten für den „guten Zweck“ macht inzwischen eine 7-stellige Zahl aus. Der entscheidende Vorteil wird aber nicht offiziell herausgestellt. Die so „kaputtbefriedeten“ Länder können dem Willen der Gutmenschen nichts mehr entgegensetzen. Letzteres ist das eigentliche strategische Ziel und wie könnte man es schöner rechtfertigen als mit der Not der Menschen vor Ort … die danach zwar noch größer sein wird … aber sie sind dann aus westlicher Sich eben viel, viel freier … vielleicht sogar vogelfrei.

Mit Blick auf Syrien bedeutet das letzte Drama, dass die Welt jetzt bereit sein muss dort für Ruhe und Ordnung zu sorgen, sonst hätte ja niemand Giftgas einsetzen brauchen. Die USA wird alsbald Obamas „rote Linie“ für gerissen erklären und eine Intervention vorbereiten. Wegen der Abscheulichkeit, unabhängig von den Verursachern, werden Großbritanien, Frankreich und die großen „Gutmenschnationen“ der Weltpolizei sogleich bedingungslos beispringen. Bestimmt wird auch Deutschland, als US Kolonie, diesmal gleich von Anbeginn an die richtigen Töne pfeifen, anders als bei dem Libyen-Debakel. Westerwelle wird gelernt haben, wie man vorne mitschwimmt.

Jetzt kann man also gar nichts mehr falsch machen und es kommt noch besser. Sollten sich beispielsweise Russland und China sperren, könnte man sich ja auch darauf verständigen, dass die Freiheitskämpfer, also die Jungs von al-Nusra (einem Ableger von al-Qaida), das Gift unter die Leute brachten. Dann kann die USA einmal mehr offiziell gegen eine ihrer „Terrorausgründungen“ der CIA vorgehen. Denn der Krieg gegen den Terror, also al-Qaida, ist ja schon seit Jahren offiziell akkreditiert. Die tauchen eh nur dort auf, wo die USA auch gerne wären. Eine nicht ganz unbekannte Symbiose, die allerdings vielen Menschen noch nicht bewusst ist.

Anders herum, mit dem letzten Schachzug versucht man auch Russland und China in die Ecke zu spielen, indem man die Schuld dafür in Syrien wahlweise und pragmatisch irgendwem in die Schuhe schieben kann. Eben so wie man es braucht, um am Ende gegen Assad vorgehen zu können. Sicherlich würde sich Assad weigern ausländische Truppen auf seinem Territorium zu dulden. Ergo stünde er jetzt einer echten „humanitären Mission“ im Wege – „Schach Matt”. So etwas kann natürlich die Weltgemeinschaft nicht dulden und muss ihn dann eben zuvor wegblasen. Danach könnte dann die USA wieder ihrem Hobby nachgehen, der hemmungslosen Jagd auf al-Nusra in Syrien, zur Vergeltung der Gräuel … und eben auch weil es eine Tochter von al-Qaida ist. Ok, solange die Strategie noch nicht ganz zementiert ist, wird man vorsorglich die besagten „Freiheitskämpfer“ von al-Nusra weiter unterstützen, mit Geld, Ausbildung und Material, gerne auch über Saudi-Arabien, schließlich sind sie ja noch die Guten vor Ort, wegen derer man eben auch aus humanitären Erwägungen einschreiten könnte.

Natürlich leidet der Autor hier unter Paranoia, denn soviel Schlechtigkeit den Gutmenschen zu unterstellen ist doch sehr gewagt. Schließlich würde es in Syrien heute nicht einmal mehr auffallen, wenn eine unbekannte „Dritte Partei“ das Gift unters Volk brächte. Die beiden designierten Tätergruppen sind seit Jahren dafür akkreditiert, medial aufgebaut und allein deshalb verböten sich Verdächtigungen in andere Richtungen. Dass damit dann rein zufällig auch strategische Interessen bestimmter Parteien umgesetzt werden können, ist natürlich, wie immer in diesem Geschäft, reiner Zufall und eher ein Abfallprodukt der scheinbar zufälligen Ereignisse … wenigstens für den völlig desinteressierten und Mainstream gesteuerten Zuschauer.

Diese Zwickmühle ist perfekt, jetzt besteht Handlungsbedarf

Fassen wir die „Paranioa“ grob zusammen. Wollen doch mal sehen, ob wir auch so perfide denken können wie eben besagte „Freunde Syriens”. Es wird also ein Umfeld geschaffen, welches nichts anderes mehr erlaubt als einzumarschieren. Dabei kann es dann am Ende auch egal sein wer dies bewirkt hat, denn jetzt geht es einmal mehr darum „Gutes” für die Menschheit zu vollbringen. Das wird der Kernsatz werden. (Es folgt jetzt eine Werbung der NWO: „Denn soviel Gutes ward der Menschheit schon beschert, dass ist mal wieder einen Kübel Giftgas wert”.) Genau wie wir es schon mit Afghanistan, dem Irak und auch mit Libyen erleben durften. Es ist schlicht ein Wiederholung. Einzig unfahrplanmäßig ist die enorme Gegenwehr des Assad, die war bislang so nicht eingeplant, aber mit diesem Strategiewechsel muss er jetzt endlich fallen.

Und um die Wahnvorstellungen auf die Spitze zu treiben, muss noch gesagt werden, dass die Anwendung von Giftgas, so oder so, unbedingt notwendig war, denn es legitimiert im Nachgang sogar noch „ein klein wenig” den Irak-Feldzug. Aber auch die von Obama aufgestellte Hürde musste genommen werden. Aus Sicht der wirklich Interessierten läuft erst jetzt alles richtig nach Plan. Die Zwickmühle wurde richtig aufgestellt und egal welcher der Player sich auf dem Spielfeld in Syrien noch einmal rührt, beim nächsten Zug sind alle Parteien dort vom Brett gefegt, Syrien abgeschaltet, ausgeschaltet, Menschen abgeschlachtet. Willkommen im Spiel Irak-Libyen 2.0, the Winner is „Humanity“ und einige nicht genannte Schattengestalten die ihr eigenes Spielfeld wieder vergrößert haben und auch in der Folge unerkannt bleiben. Denn hinter die Kulissen lässt man die stöhnende Weltöffentlichkeit auch bei dieser Aufführung nicht schauen.

Karikaturen, mit freundlicher Genehmigung von Klaus Stuttmann auf Facebook, seine Webseite

Wenn der Gasmann dreimal klingelt, steht die Weltpolizei mit neuer Syrien-Strategie in der Tür
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