Nachwuchssorgen bei den deutschen Berufsmördern

Kampf Bundesadler new german power
Killing Joke: Man muss die Schlagzeile einfach mal positiv betrachten, denn es ist ein nicht zu leugnendes Kennzeichen, dass möglicherweise doch noch ein gewisses Maß an Intelligenz in unserer jungen Generation vorzufinden ist. Blinde Parolen, hohle Phrasen oder ein aufrüttelnder Appell an den Patriotismus der Youngster scheinen da nicht mehr zu fruchten. War man mit der Abschaffung der Wehrpflicht, vor rund 2 Jahren, noch sehr siegesgewiss, wenigstens die unteren sozialen Schichten in Deutschland vermehrt für todsichere Jobs bei der Bundeswehr locken zu können, kehrt nun eine harte Ernüchterung zu diesem Thema ein.

Neben einem dramatischen Rückgang der Verpflichtungen zur Bundeswehr, steigt parallel dazu auch noch die Abbrecherquote der Einsteiger und auch die Dauer der Verpflichtungszeit ist im Niedergang begriffen. Alle Dienstverpflichtungen unterhalb von 15 Monaten kommen darüber hinaus für Auslandseinsätze nicht in Frage, sodass Deutschland bei der Befreiung (oder auch Eroberung) der Welt kaum mehr mitmischen kann. Sollte der ewig unterstellte „deutsche Traum“, in unterschiedlichsten Gewändern, tatsächlich schon an der Heimatfront platzen?

Was motiviert zum Dienst an der Waffe

An dieser Entwicklung konnte scheinbar auch unsere intensive Berichterstattung und Lobpreisung zur modernen Kriegsführung nichts ändern. Selbst die von den Grünen favorisierte ökologische Kriegsführung hat den Nachwuchs für die Gurkentruppe nicht sonderlich motiviert. Dabei gibt es sogar schon Studien, die belegen, dass die Soldaten im Ernstfall bessere Überlebenschancen haben als die Zivilbevölkerung. Auch die BRDigungen für echte Soldaten sind viel schöner und stilvoller, mit viel mehr Würde und Brimborium halt. Der Kollateralschaden hingehen, die verreckten Zivilisten, werden in aller Regel nur sang- und klanglos verscharrt. Aber auch auf so etwas scheint der Nachwuchs nicht mehr wirklich abzufahren.

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Nun müssen wir natürlich auch noch das Argument bringen, dass die Bundeswehr generell nur zum Zwecke Selbstverteidigung morden geht. War dies früher nur in den Grenzen Deutschlands erlaubt, später dann auch im Rahmen der „Nord Atlantischen Terror Organisation”, kurz NATO, erlaubt man sich selbst heute ganz andere Grenzen. Dies geht mit guten und starken Freunden, da kann man schon mal wieder die Welt zum Schlachthaus machen. Und die Selbstverteidigung Deutschlands beginnt derzeit ja schon am Hindukusch, was keine Neuigkeit ist. Und natürlich nennt man so etwas heute ja auch nicht mehr Krieg, sondern es handelt sich ausnahmslos um „humanitäre Aktionen“. Das haben wir von den USA so gelernt, die Demokratie, Frieden und Freiheit seit 2001 schon in viele Länder gebracht haben, deren Aufzählung und aktuelle Zustandsbeschreibung wir uns an dieser Stelle ersparen.

Rückblick auf die Fehlplanung, den Schuss in den Ofen

Aber wo wir gerade so schön beim Lästern sind, wollen wir auch noch kurz erläutern, was man sich alles von einer freiwilligen Berufsarmee versprochen hat. Natürlich ist die nachfolgende These völlig ketzerischer Natur und hat nach offizieller Lesart fast schon Wehrkraft zersetzenden Charakter. Der Blick auf die „befreundeten“ Armeen allerdings darf durchaus als Beleg für die Richtigkeit der Aussage gelten. Die große Hoffnung mit der Wehrdienstreform war, weniger intelligentes Schlacht-Personal aus den unteren sozialen Schichten zum Dienst an der Waffe zu locken und diese Klientel auch langfristig zu verpflichten. Selbige Gruppe bietet die größtmögliche Gewähr für Abhängigkeit und Gehorsam. Eine homogene Truppe aus „Wehrpflichtigen“ eignet sich weniger für hirnlose Kriegseinsätze irgendwo im Nirgendwo.

Noch viel weniger eignet sich eine gemixte Pflicht-Truppe, wenn es später einmal darum geht auf die eigenen Landsleute zu schießen, was bei der derzeitigen Entwicklung in Europa schneller zur Kür wird als uns lieb sein dürfte, um eine kleine Elite und große Geldberge zu verteidigen. Da dürfte es einfach zu viel Verweigerer und Bremser in einer Wehrpflichtarmee geben. Jetzt hat man schon die Schleusen für den „Einsatz im Inneren“ weit geöffnet bekommen und nun diese Personal-Panne? Das bringt alle Katastrophenpläne der Führung absolut durcheinander. Man möchte meinen, dass sich da wer gründlich verkalkuliert hat. Gut so! Und genau das sollte man heute als Beleg für die noch vorhandene Restintelligenz unserer Youngster nehmen, dass sie womöglich dieses heiße Spiel auch durchschaut haben.

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Sinnvollere Verwendungen für die vermeintlichen humanitären Metzger

Natürlich wollen wir unsere Mitbürger in Uniform an dieser Stelle nicht unnötig diskreditieren, denn manchmal gibt es tatsächlich richtig was an der Heimatfront zu besorgen, wie rechts im Bild gezeigt. Leider werden solche Einsätze auch gleich wieder propagandistisch für andere Zwecke missbraucht. Schade! Nur am Rande sei erwähnt, dass man dafür keine Schießausbildung braucht, denn der Flut kann man auch mit Kanonen nichts anhaben.

Aus richtig verstandener humanitärer Sicht haben wir also mit der hier beobachteten Entwicklung allen Grund zum Jubeln. Und dies, solange nicht die Rückbesinnung, auf die ausschließliche Verteidigung des eigenen Lebensraums, das Wesen dieser eher zur Söldnertruppe verkommenen Armee dominiert.

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Nachwuchssorgen bei den deutschen Berufsmördern
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Über WiKa

Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

Nachwuchssorgen bei den deutschen Berufsmördern — 8 Kommentare

  1. Sollte sich dieser Trend fort entwickeln schrumpft auch ein Hauptwerbeargument unserer Rüstungsindustrie, die ja behauptet, dass deutsche Waffensysteme nur deshalb so wirkungsvoll sind, weil sie von der BW ausgiebig getestet wurden.

    Die erlauchte Kunschaft merkt, dass DU Munition und Leo eben nicht mehr ganz zusammen passen – sie kontakariern sich sogar.

  2. Pingback: Nachwuchssorgen bei den deutschen Berufsmördern | Heinrichplatz TV

  3. Man sollte den Soldaten das Plündern erlauben.
    Das ist ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor.
    Allein auf Vaterlandsliebe zu bauen, reicht nicht mehr.
    Und früher war plündern doch auch gängige Praxis.

  4. Just kam heute im Radio die Meldung, das die Bundeswehr 50 % mehr Freiwillge hat, als sie zur “Kampfbereitschaft” braucht. Was man unerwähnt ließ, war: sind auch alle brauchbar sind (s.O.)

    • Also wenn man dann die 50% Abbrecher wieder abzieht, dann dürfte es ja gerade so reichen … ;) … wobei die von Dir erwähnte Radiomeldung schon im Widerspruch zu den Meldungen der Print-Medien steht. Sei es drum, die Propaganda wird es schon richten. Wenn man lange genug darüber berichtet wie toll es bei der Bundeswehr ist, vielleicht glaubt es ja irgendwann irgendwer …

  5. Man sollte es einmal so sehen.
    Beim Umbau der Bundeswehr zu einem professionellen Söldnerheer braucht man die sogenannten Freiwilligen gar nicht.
    Bei deren Dienstzeit, die maximal 23 Monate beträgt, sind die höchstens im Küchendienst oder als Kanonenfutter einsetzbar.
    Der Freiwilligendienst ist eher eine Art Fleischbeschau, um festzustellen, wer sich für die richtige Söldner-Ausbildung eignet.
    Der kriegt dann einen Profi-Vertrag.

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