USA verhandeln nicht mit Terroristen – keine Selbstgespräche geplant

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Ville d’evil: Kaum hat das neue Jahr erst richtig angefangen, hat uns der weltweite Terror schon wieder voll im Griff. Diesmal kommen die Hiobsbotschaften aus Algerien und wie üblich kommen die Antworten dazu aus den USA, mit dem immer wiederkehrenden Tenor: Dreinschlagen! Den Anlass für die Abfuhr boten die sogenannten Terroristen, durch ihre jüngsten Geiselnahme in Algerien, die sie zum Anlass nahmen um Konsultationen mit den USA nachzusuchen. Sie wollten schlicht über einen Geiselaustausch verhandeln. Die Abfuhr aus Washington war schroff, wir zitieren die Clinton mal im O-Ton: „Die Vereinigten Staaten verhandeln nicht mit Terroristen“!

Diese Aussage hat viele Menschen auf dem Planten sehr erschreckt und bietet hinreichend Grund zu Spekulationen, an denen auch wir uns wie üblich beteiligten. Generell sind Geiselnahmen ja sehr modern und auch ein unabdingbares Stilmittel im ungleichen Kampf der Guten gegen die Bösen. Dabei verschwimmen ab und an auch die Grenzen, man kann da Gut und Böse nicht immer so ganz klar auseinander halten, das ist aber auch egal, Hauptsache es kann fürs Gute gekämpft werden. Das nehmen natürlich auch beide Seiten für sich in Anspruch.

Kurz noch zur Erläuterung. Wenn die „Guten“ Geiseln nehmen, dann nennt man die Gefangene und die werden gerne auch in Guantanamo aufbewahrt. Nur wenn die Bösen auch welche nehmen, dann nennt man die Opfer stereotyp Geiseln. Jetzt gerät aber in Algerien so einiges durcheinander, was die Betrachtung für einen Außenstehenden sehr erschwert. Angeblich soll es sich bei den Gefangenenmachern, Entschuldigung, Geiselgangstern, um Islamisten oder gar um Quaida-Kämpfer handeln, die sich eben dort mit allerhand Geiseln eingedeckt haben sollen, über die sie gedachten mit den USA ins Gespräch zu kommen. Dazu an dieser Stelle noch einmal der Link auf den Ausgangspunkt unserer Betrachtungen, natürlich auch viel seriöser, dafür nicht ganz so ehrlich, mehr Mainstream beim Spiegel.

Das macht nun allerdings die Verwirrung noch nicht wirklich komplett, dazu legen wir noch einen Scheffel drauf. Ähnlich veranlagte Truppenteile werden beispielsweise von den USA in Syrien unterstützt. Da sind nachweislich Islamisten und Quaida-Kämpfer mit am Werk und diese werden nach Kräften von den USA ausgerüstet und unterstützt und im Zweifel schon mal als legitime Vertretung des Staates anerkannt. Auch in Libyen hat man solche Herrschaften fürstlich protegiert um Gaddafi aus dem Weg zu räumen. Nur in Afghanistan schießt man auf solche Brüder, ok, auch in Pakistan, Somalia und Jemen. Aber der Verhaltenskodex der Amerikaner ist in diesem Zusammenhang irgendwie nicht sauber.

Um nun allerdings die Verwirrung gänzlich komplett zu machen, muss man ebenso wissen, das Al-Qaida eine Gründung der US Geheimdienste ist. Damals wurden die Jungs schon gerne im Kampf gegen die verhassten Russen in Afghanistan eingesetzt, als die das Land dort noch okkupierten. Osama galt lange als guter Freund, bis er ausgedient hatte und man einen Sündenbock brauchte. Das hindert natürlich die USA nicht daran, sich stellenweise immer wieder der Dienste dieser Truppe zu bedienen. Man kennt sich ja schließlich seit Jahrzehnten gut.

Viel wichtiger scheint es zu sein, den Krieg gegen den Terror mit aller Macht am Leben zu erhalten, denn ohne diesen besonderen Krieg wäre Amerika im „Friedensgeschäft“ schon seit Jahren arbeitslos und müsste damit eines seiner originären Geschäftsfelder preisgeben, den Job des Weltpolizisten. Dazu ist der Job aber offenbar zu einträglich und wer kann schon ernstlich Frieden auf diesem Planten wollen, wo nur Krieg, Mord und Totschlag anständig Profite verspricht. Über den Frieden muss man ausgedehnt reden, aber aufpassen dass dieser nie den Saal betritt.

Das macht dann vielleicht auch den etwas konsternierten Gesichtsausdruck von Hillary Clinton, rechts oben im Bild, etwas verständlicher, wie auch die Überschrift, die für diesen kleinen Schmäh herhalten musste. Denn mit Terroristen zu verhandeln, würde aus Sicht der USA (natürlich nicht zugegeben) letztlich nichts anderes als ein ausgedehntes Selbstgespräch bedeuten und wer macht so etwas schon. Selbstgespräche werden in bestimmten Kreisen als krankhafte Neigung eingestuft. Natürlich bleibt einmal mehr die Frage nach den Guten und den Bösen in diesem Spiel offen, aber diejenigen, die sich ewig als die Guten verkaufen, sind es mit Sicherheit nicht durchgängig.

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USA verhandeln nicht mit Terroristen – keine Selbstgespräche geplant
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Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

USA verhandeln nicht mit Terroristen – keine Selbstgespräche geplant — 3 Kommentare

  1. Schon die alten Griechen wussten:
    Der Krieg ist der Vater aller Dinge.
    Das Bronze-Schwert war nur mal besser als die Steinaxt.
    Der Krieg ist der stärkste Motor technischer Innovationen.
    Nur eine hierarchisch (militärisch) organisierte Gesellschaft ist hoch produktiv.
    Alle friedfertigen Gesellschaften sind untergegangen.
    Wer sich der Propaganda von Gut und Böse entzieht, kommt zum Sein oder Nicht-sein.
    Der Krieg ist das geistig, moralische Fundament der westlichen Kultur.

  2. Ich nehme mal an du meinst das sarkastisch. Auch wenn ich den nur mit Mühe herauslesen kann.
    Aber wenn du das ernst meinst so erliegst du, wie so viele einem Trugschluss. Nicht der Krieg sondern der Wissensdurst und die Neugier des Menschen sind der Motor unserer Zivilisation in technischer wie gesellschaftlicher Hinsicht. Ein Krieg erhält bestenfalls den Status Quo im Land des Siegers. Im allgemeinen aber bringt er nur Zerstörung und einen technologischen sowie gesellschaftlichen Rückschritt mit sich.

    • Ja so dachte ich auch mal. Aber sei nicht der letzte Mohikaner.
      Schau der Wahrheit ins Gesicht, nur dann können wir etwas verändern.
      Die Erfindung des Krieges ist etwas Neues in der Menschheitsgeschichte und nicht älter als 10.000 Jahre. Schau die Höhlenmalerei an, dort gibt es nur Jagdszenen, niemals Krieg.
      Krieg führt man erst seit dem Entstehen von Zivilisationen. Mit Einführung des Ackerbaus, denk an Kai und Abel, Ackerbau gegen Viehzucht.
      Bewerte Krieg als ein überwindbares Übel.
      Nur dazu muss man den Krieg in seiner ganzen Komplexität betrachten.
      Noch bevor Kolumbus Amerika entdeckte, ließ er sich als Vizekönig aller neu entdeckten Länder ausrufen. Kolumbus war kein Forscher/Entdecker, er war von Anfang an Eroberer.
      Die Mondrakete finanzierte das Militär. Peenemünde war der Anfang.
      Das Flugzeug, eine zivile Erfindung, aber deren rasante Weiterentwicklung betrieb das Militär, mit Beginn des 1.WK.
      Wenn hier jemand zivile Innovationen kennt, die nicht vom Militär gefördert wurden, dann möge er diese bitte hier vortragen. Mehr als ein paar Duzend werden wir wohl nicht zusammenkriegen.
      Und darum hat der Spruch “Der Krieg ist der Vater aller Dinge” bis heute seine Berechtigung.

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