Das Kanzlerduell – des Bürgers Pulver schon verschossen

Merkel-Steinbrueck-Kanzler-Duell

BRDigung: Nachdem die Hauptprotagonisten für die große Demokratieaufführung auserkoren sind, schreiten diese gemächlich zur Tat … und die wird sich bis in den Herbst 2013 hinziehen. Kern des Schauspiels Sauspiels ist eine Scheindebatte, die den Bürgern Glauben machen soll, es ginge um ihre Belange und Bedürfnisse. Für diese täuschend echte Inszenierung von Demokratie werden sich nunmehr Angola Steinbrück und Pferd Merkel (die Namen sind beliebig austauschbar), täglich öffentlich duellieren. Der Eintritt ist umsonst, aber am Ende für die Zuschauer keineswegs kosten- und folgenlos. In dramatischen Szenen wird vorgeführt, wie Demokratie normalerweise funktionieren sollte, aber in der Realität stets an den Protagonisten scheitert.

Das Programm des Grauens

Unsere heutige Rezension befasst sich daher mit der wohl teuersten Aufführung des deutsche Staatstheaters in der Nachkriegszeit, wobei das meiste Pulver bereits seit 2008 verschossen wurde. Lassen sie sich nicht übergebührlich von dieser Reality-Soap anstecken. Wir wissen, dass hinter den scheinbar gefährlichen Geschossen stets nur heiße Luft steckt, die sich explosionsartig ausdehnt sobald hohle Phrasen von den Duellanten gezündet werden. Eine Verletzungsgefahr für die Akteure besteht nicht, Tote im Zuschauerraum werden dabei aber billigend in Kauf genommen, diese gelten im Rahmen der Handlungen als Kollateralschaden.

Ein Wort zu den Statisten

Auch die Liste der Statisten und Sekundanten in dieser Aufführung ist unendlich lang, gebläht wie die Veranstaltung selbst. Zur Vermeidung von Langeweile verzichten wir auf den Abspann mit den ganzen hoch dotierten Nullen aus dem Bundestag, denen ursächlich dabei nur eine Aufgabe zufällt. Diese besteht darin, während der gesamten Aufführung die Handlung mit ausgedehnten und vielstimmigen „Mäh“ und „Oh“ Lauten zu untermalen. Für diese wenig aufreibende Tätigkeit erhalten sie auch nur Diäten. Wer sich tatsächlich auch für diese Gruppe interessiert, der wird auf dieser Seite fündig: „Die grottigsten Komparsen aller Zeiten“, ist aber nicht sonderlich empfehlenswert.

Unsere Bewertung

Trotz der wiederkehrenden dramatischen Ankündigung und Aufforderung der Helden innerhalb der Vorführung, das Publikum am Programm beteiligen zu wollen (es wird dazu in regelmäßigen Abständen während der Veranstaltung an die Urne gebeten um ein Votum abzugeben), erwies sich bei näherem Hinsehen als Betrug. Das bedauerlichste an dieser Aufführung sind deshalb die Folgen. Denn egal für welche Programmdetails sich die Zuschauer während der Darbietung aussprechen, rein gar nichts davon wurde aufgeführt.

Eine weitere entsetzliche Feststellung die wir machen mussten: Zum Ende der Veranstaltung war die Mehrzahl der Zuschauer fast ausnahmslos nackt und fast vollständig seiner Werte beraubt, der inneren als auch der äußeren. Wir können daher nur warnen. Sollten sie dennoch diese Veranstaltung besuchen wollen, dann überlegen sie sich zu forderst geeignete Schutzmaßnahmen oder gehen einfach demonstrativ nackt zur Wahl. Das hier rezensierte Sauspiel ist dem Grunde nach nicht einen Pfifferling wert, im Gegenteil, die Teilnahme kann ihnen in jeder Hinsicht die Wurst vom Brot holen.

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Kommentare

Das Kanzlerduell – des Bürgers Pulver schon verschossen — 3 Kommentare

  1. Die Wurst und das Brot gibt es da:
    Kindertafel hilft gegen Hunger

    Mindestens jedes fünfte Kind im vermeintlich reichen Düsseldorf ist nach einer aktuellen Studie der Bertelsmann-Stiftung von Armut und Hunger betroffen. Die Kinder kommen ohne Frühstück in die Schule oder bekommen keine einzige warme Mahlzeit. Bereits seit fünf Jahren schafft die Düsseldorfer Kindertafel in Schulen und Tageseinrichtungen Abhilfe und übernimmt einen Teil der Kosten für den Mittagstisch. Die Düsseldorfer Kindertafel betreut inzwischen 1.500 Schulkinder. Sie bekommen dank Spenden neben dem Mittagstisch in einigen Schulen auch Frühstück.

    Quelle:http://www.wdr.de/studio/duesseldorf/nachrichten/index.html#r7

  2. Ja früher, da war die Machtausübung noch mit einem persönlichen Risiko verbunden.
    So ein kleiner Meuchelmord war schnell getätigt.
    Kaiser, Könige, Päpste und Fürsten, keiner war sich seines Lebens sicher.
    Selbst bei Duellen gab’s ne echte Bleivergiftung.

  3. Pingback: Kurz verlinkt: das kanzlerduell | Schwerdtfegr (beta)

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