Was verschwiegen werden muss, Kreuzigung des Günter Grass

PB221873 Kreuzigung des Guenter GrassBRDigung: Es ist Ostern und da muss traditionell wer ans Kreuz genagelt werden. Jahrhunderte alte Tradition, Langeweile und quälender Mief in der Causa Kreuz, stets demselben zum Wohle der Menschheit die Nägel durch die Gliedmaßen zu treiben, erfährt diese Tradition im Jahre des Herrn 2012 eine schrille Neuerung. Nun hat eine literarische Größe Deutschlands die Opferrolle aufgedrückt bekommen. Mit korrekten wie auch vorausschauenden Einsichten, die man aber auch mit letzter Tinte nicht schreiben darf, hat Günter Grass sich förmlich für diese große Rolle angeboten. Ein Großteil des Mainstreams hat das Opfer dankbar angenommen, ist er doch alt genug das Kreuz zu tragen. Und für eine Handvoll Silberlinge sind sich die Gazetten nicht zu schade ihn in bewährter Tradition dem bekannten Schicksal entgegenzuschicken. Die wirklich revolutionäre Neuerung besteht nun allerdings darin, dass dieselben auch noch die Rolle der Pharisäer übernehmen, die des Pontius Pilatus und ihn gleichzeitig auch noch ans Kreuz schlagen. So erst bekommt man die vierfache „Vierte Gewalt“ so recht zu spüren. Die Ausnahmen schleichen seitwärts und geduckt zur Prozession einher.

Was hat Günter Grass verbrochen

Er hat das getan was die Überschrift seines Gedichtes besagt und genau jenes gilt es auf alle Zeit zu verschweigen. Da liegt der Frevel und die nie zu tilgende Schuld. Deutschland hat historisch und alleinig das erbliche Schuldprivileg bis in alle Ewigkeit und damit keinerlei Recht auch woanders Schuld zu vermuten und schon gar nicht dem auserwählten Volk Gottes irgendwelche unlauteren Absichten zu unterstellen. Auch dann nicht wenn wir täglich Hinweise auf die Gräuel der Auserwählten beobachten können. Wer sich dieses Gedicht von Günter Grass bisher noch nicht vergegenwärtigt hat, der kann es an dieser Stelle bei der Süddeutschen Zeitung tun. Bei näherem Hinsehen kann man die Zeilen von Günter Grass aber auch anders interpretieren. Er redet abermals von Schuld, die wir gerade im Begriff sind uns erneut als Deutschland aufzuladen. Dieser Aspekt kommt viel zu kurz. Wir liefern U-Boote die sehr wohl den Grundstein dieser neuen Schuld legen könnten. Wollen wir also neue Schuld auf uns laden oder reicht uns die Buße für die alte Schuld. Oh weh, was nur wenn es vielleicht doch so kommt wie es Grass mit düsterem Zeilen andeutet?

Keine Sorge, bald sind wir endlich wieder die Guten

Folgt man den Intentionen dieser Pharisäer, dann müsste ja gerade dieses „gute Werk“ zum Schutze der einstigen Opfer, denen gegenüber wir in ewiger Schuld stehen, diese Schuld tilgen, obgleich die untilgbar ist, wir versuchen den Spagat aber trotzdem – mit U-Booten. Könnten wir uns abermals mit grandiosem Know How und deutscher Wertarbeit an der Ausrottung einer unschuldigen Zivilisation beteiligen, allein um einen kaum zu definierenden Hass oder Machtanspruch oder was auch immer zu befriedigen, nur auf der richtigen Seite seiend. Oder gehört dies ernsthaft zum Schulden-Tilgungsplan? Natürlich ist so etwas völlig abstrus, gar nicht denkbar, irreal und kann gar nie vorkommen. Nie würde man uns belügen, dass haben schon der Irak und Afghanistan belegt. Der treue Michel soll sich seiner Schuld hingeben und nicht denken, das hat vor 70 Jahren bereits der Adolf übernommen und jetzt werden es schon die Empfänger der U-Boote in gerechter Weise für uns tun. Wir müssen daraus lernen, endlich auf die richtige Seite der Mörderbanden dieser Welt zu kommen, nur das könnte uns am Ende von jeglicher Schuld befreien und erlösen. Oder besser noch, gegebenenfalls mit dieser neu aufzunehmenden Schuld die alte ablösen, die uns dann von Gott persönlich vergolten werden soll? Und wenn wir uns dabei verkalkulieren, dann ist es womöglich eine Doppelung der Schuld? Wenn wir klaglos anerkennen dass das auserwählte Volk Gottes über jegliche irdische Kritik erhaben ist und alles was es tut wie von Gott selbst gemacht ist, dann sind wir als Hoflieferanten der Macht willkommen? Hier hat „Günter Krass“ in blasphemischer Weise gefehlt und sich der Gotteslästerung schuldig gemacht, dafür gehört er nun ans Kreuz geschlagen und wir werden Zeuge seiner gerechten Hinrichtung.

Dessen nicht genug

Jeder der sich erdreistet, sei er auch noch so spät geboren, die Schuld nur aus den Geschichtsbüchern ererbt, hat seine Schuld einzugestehen und zu tragen. Es genügt nicht, nur einfach einzusehen dass da unverzeihliches passiert ist, alles dafür zu tun dass sich so etwas nicht wiederholt. Nein, nur die aktive Beteiligung einer von Gottes Hand geführten Friedenspolitik mit deutschen U-Booten in göttlichen Händen kann uns den Segen spenden. Liebe Leser, machen sie sich nicht mitschuldig, schalten sie ihr Hirn ab, tun Buße, auch wenn sie nicht wissen wofür, allein die Tatsache, dass sie diesen Text lesen und verstehen können, also der deutschen Sprache mächtig sind, ist Schuld genug. Die mediale Kreuzigung von Günter Grass belegt deutlich wahrnehmbar, dass die Hirne der Medienkampftruppen in weiten Teilen noch hinreichend ausgeschaltet sind, die Jahrzehnte währenden Hirnwäschen ihre Wirkung nicht verfehlt haben und wir gemeinsam den von Grass angezeigten Irrweg zu unserer Besserung beschreiten können.

Es geht schon lange nicht mehr um sachliche Kritik, Menschlichkeit, Frieden, Offenheit und moralische Werte, es geht, oh Wunder, wieder einmal um blinden Gehorsam. Dazu gehört auch die regelmäßige Selbstkastration im Büßerhemd, wenigstens ebenso traditionell wie eine feine Kreuzigung, das darf man von uns erwarten, wie auch die Absenz jedweder Kritik. Kennen wir das nicht schon irgendwoher … nein … jetzt schalten sie bitte endgültig ihr Hirn ab, jegliche weitere Kritik wäre die Leugnung ihrer Mitschuld und in sträflicher Nähe zum soeben Gekreuzigten zu sehen. Und deshalb muss dazu nichts gesagt werden.

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Kommentare

Was verschwiegen werden muss, Kreuzigung des Günter Grass — 26 Kommentare

  1. “Lief alles wie geschmiert. Wir wurden mit der üblichen Rhetorik eingeseift, dazu ganze Sauherden durch das Dorf gejagd, damit Michel abgelenkt ist, während Herr Netanjahu sich in Washington Rückendeckung holte.
    Und dann kommt dieser alte Spielverderber und kratzt am Lack.
    Michel ist aufgeschreckt und diskutiert.
    Dumm gelaufen liebe Medien. Wenn Michel jetzt noch euer Spiel durchschaut, müsst ihr euch schnell was Neues einfallen lassen. Aber darin habt ihr ja Erfahrung.”
    … wollte ich schreiben, aber der SPON hat’s mal wieder nicht im Forum veröffentlicht. Das Meinungskartell steht und wer nicht “Kreuziget ihn” ruft, bekommt die Luft abgedreht. So einfach geht das.

  2. Also
    Es ist doch kein Fehler auf dieser Welt zu leben.
    Manches mal kommen mir da schon so ein paar Zweifel, wenn ich in meiner Lebenlust gebremst werde, indem ich diesen ganzen Dreck nur Lese und damit abgelenkt werde von mir Selbst.
    ATMEN

  3. Danke für den Artikel. Es ist beängstigend mit welcher Gewalt man sich and Herr Grass medial vergeht. Das Klima der Angst ist wieder da. Die Presse entmündigt sich selbst in dem sie nicht mehr als eine Sichtweise erlaubt. Jeder der etwas israelkritisches (ich meine natürlich iraelsaktuelleregierungskritisches) sagt wird als Antisemit deklariert. Freunde aus den USA haben mir berichtet dass das selbe unerbittliche Klima auch dort herrsche. Und wenn Herr Grass sagt, dass Israel im Begriff sei, sich neue Feinde zu schaffen dann ist das auch wahr, richtig und wichtig und muss gesagt werden. Politik und Presse funktioniert im Internetzeitalter nach einer neuen Logik. Die alte Presse attestiert sich damit selbst den nahenden Tot und die Politik zeigt das sie feige und unfähig geworden ist das Spektrum der tatsächlich existierenden Meinungen abzubilden weil nur noch eine Meinung existieren darf. Damit fällt die Parlamentarische Demokratie auf das Integrationsniveau eines Einparteiensystems zurück. Oft ist die Zukunft schon da ehe wir ihr gewachsen sind. Ich habe mich selbst immer auf die Seite von Israel oder den USA gestellt wenn diese mit zumindest in ihrer Intensität ungerechtfertigter Kritik belegt wurden. Ich war noch nie so wütend auf Israel. Es kostet enorm viel Kraft diese Wut nicht in Hass umschlagen zu lassen. Bitte lasst eine offene Diskussion zu.

  4. Von meinen Großeltern war eine Jüdin und von ihrem Mann war die Mutter Jüdin, macht für mich geschalgene 37,5% Juden-Anteil (wobei Großmutter+Eltern die Nazis nicht überlebt haben und meine Mutter + ihr Vater ihnen nur knapp entkommen sind).
    Auf der anderen Seite war ein Ur-Großvater ein SS-Ofizier und seine Frau stand auf seiner Seite (ihre Tochter war hingegen nur Lehrerin), macht 25% Nazi-Anteil.

    Die männliche Namenserblinie hingegen war mal grad garnix, also wirklich richtig garnix (Großvater hat sich mit 17 nach London verpisst, um nicht dienen zu müssen und Ur-Großvater hat sich und sein Vermögen lange davor, sogar noch vor Kriegsbeginn, in die Schweiz bewegt. Nicht aus Sorge um sein Leben, nur aus Sorge um sein Geld).
    Bin ich da jetzt voll das dolle Opfa (37,5% + mein 2. & 3. Vorname sind jüdisch) oder darf ich mich als Täter (25%) bezeichnen?

    In meinem Perso steht bei Religion “ev”, wobei das da nur steht, weil manche Menschen Vorbehallte gegen Personen haben, bei denen “konfessionslos” steht, das ist schlecht für’s Geschäft. Würde da “jüdisch” stehen, wär das natürlich sehr gut für’s Geschäft, aber dann wird auch ein kleines Bissel “Glaube” erwartet und den hab ich irgendwie nun nicht so wirklich.
    Bezüglich dessen hätte sich meine Mutter mal durchsetzten können und mein Vater dafür mehr bei der Namensfindung.

    Also die große Frage (die ich mir schon oft gestellt habe):
    Darf ich mit 37,5% Judenanteil jetzt meine Fresse zum Staat Israel aufreißen oder bin ich dann ein Antisemit, dessen Opa bei der SS war?

    • Also Herr Kotten, warum denken Sie nicht einen Schritt weiter?
      Es gibt nur geringe Unterschiede in der Ideologie der “Arischen Herrenrassen” und der des “Auserwählten Volkes”
      Zur Fortbildung empfehle ich das Buch des A.H., der weder die eine noch die andere Ideologie erfunden hat.

  5. Ich Bin ein Teil dieser Welt.

    Ich tue Alles dafür, nicht zu Polarisieren.

    Ich würde lieber Sterben, anstatt zu Poalrisieren.

    Bin ich schon im Himmel?

  6. Ich gehöre zur jungen Generation.
    Endlich wird einmal ausgesprochen was schon lange auf der Seele brennt.
    Ich bin ein Freund der Juden. Sehe aber nicht ein, wieso Menschen aus Israel
    immer wieder eine Sonderbehandlung erhalten müssen. Kontrollen auch über ihre
    Waffenarsenale sollten durch internationale Beobachter dringend durchgeführt werden. Gleiches Recht für alle. Es wird schon viel zu lange über den dortigen Frieden gesprochen. Warum geht man hier nicht mit gutem Beispiel voran.
    Ungerechtigkeiten gegenüber der Bevölkerung mit Hassgefühlen auch gegen seine Nachbarstaaten tragen niemals zum gewünschten Frieden bei.
    Diese einfache Formel sollten sämtliche Länder dieser schönen Erde beherzigen! Wann wird man endlich vernünftig?

  7. Die passende Antwort ist: bokottieren wir den atomar aufgerüsteten Apartheidstaat. Wer ein Land widerrechtlich besetzt, seit Jahrzehnten mit etnische Säuberungen ein Volk seines Landes und seiner Rechte beraubt und auf widerlichste Art und Weise Menschen demütigt und tötet und einem weiteren Volk mit Krieg droht, den sollte man deutlich ausschließen, und nicht noch heimlich in die EU holen.

  8. @ kotten
    Nein, schweigen Sie um Ihrer selbst willen. Menschen mit jüdischen Wurzeln haben sich längst international als Antisemiten emanzipiert.

  9. der vergleich mit grassens kreuzigung ist zumindestens aufwühlend, aber wie zur hölle bring ich das alles auf die bahn hier? dire straits schluchz durchsetzt mit friedens aposteln?

  10. die tränen sind schon lang versiegt ob herrn grass oder israel/iran. ist irrelevant. jeder bekommt was er wollte so oder so… irgendwann. die einen haben glück die anderen pech. die eine glauben an andere, die anderen an sich selbst. die ewige frage bleibt danach, an was/wen es sich lohnt zu glauben?
    auch an gross- oder kleinschreibung zu glauben kann kriege auslösen. zuerst intellektuell, später materiell zuletzt existentiell.

  11. Kleine Empfehlung an Herrn Grass.
    Machen Sie es wie der Reich-Ranicki.
    Nehmen Sie den Preis nicht an.
    Verkünden Sie das öffentlich.
    Ich will den Nobel-Preis nicht haben.
    Ich gebe ihn zurück.
    Geht schnell und kost nicht viel Tinte.

  12. Ich habe Herrn Grass Gedicht nur als Ausdruck seiner Angst vor einer unhaltbaren und unkontrollierbaren Situation verstanden. Keinerlei Vorwurf. Ein Gedicht ist es sicher nicht, aber Zeilen untereinander lesen sich leichter…
    Ein Beitrag zum Thema auf Youtube:
    http://youtu.be/zUxWd33bMRM

    Aber gut, gut – Ostern war wieder mal langweilig. Gebt uns Brot und Spiele. Wer und was ist doch völlig egal. Sehr gut geschrieben.
    Ich bin der Meinung, dass Journalisten nicht soviel für die Trends können, die Richtung wird ihnen doch in der Redaktionsitzung von oben vorgegeben, oder nicht? Eigene Meinung gibts doch gar nicht mehr in Deutschlands Zeitungsstuben…

  13. Günter Grass ist meines Erachtens Friedensnobelpreis-würdig für seine Friedensinitiative. Er hat mehr für den Weltfrieden getan als alle deutschen Politiker und Medien der letzten Jahrzehnte.
    Netanjahu und seine Vorgänger haben sehr viel Leid und Unrecht an Palästinensern zu verantworten, das muss man auch sagen dürfen, ohne gleich als Antisemit angegriffen zu werden.
    Während eines 4wöchigen Fremdsprachenkurses vor fast 30 Jahren lernte ich sehr gut eine Palästinenserin privat kennen, die an demselben Kurs teilnahm. Sie stammte aus Nablus in Palästina, arbeitete als Lehrerin in Kuwait. Sie und ihre Familie waren aus ihrer Heimat Palästina vertrieben worden. Ihr Neugeborenes musste sie zwangsweise zurücklassen, es soll von einer israel. Familie aufgezogen worden sein. Ihr alter Vater wurde in Gefangenschaft nackt und kniend von israel. Soldaten geritten, ihm wurde ein Stock in den Anus gestoßen, so dass er schwerst innerlich verletzt wurde. Dies waren keine Einzelfälle, sondern das gesamte palästinensische Volk hat solche Greueltaten erlitten.
    Die Leute verwechseln Zionismus und Judentum. Sie meinen, beides wäre dasselbe. Jedoch: Zionismus ist das Gegenteil von Judentum. Zionisten sind ein kleiner Teil der Juden, die selbst kaum in Israel leben, meist in den USA und Europa. Sie sind auch in der israel. Regierung stark vertreten. Sie sind Atheisten, milliardenreich, einflussreich, hoch gebildet, agieren in Spitzenpositionen, beherrschen in den USA und Europa einen großen Teil des Finanzwesens, der Medien, der Politik, betreiben und unterstützen weltweit die Kriegstreiberei der israel. Regierung, weil sie daran verdienen und/oder an Macht und Einfluss gewinnen. Sie tarnen sich mit dem Judentum, zensieren und manipulieren hämmern unentwegt in Presse, TV und Internet ein, dass wir Deutschen uns immer und ewig schuldig am Holocaust zu fühlen haben, Wiedergutmachung zu leisten haben, und dem Gotterwählten Land Israel unter allen Umständen beizustehen hat.
    Die nichtzionistischen Juden, die in Israel wohnen, möchten mehrheitlich friedliche Koexistenz mit Palästina.
    Israel verfügt seit Jahrzehnte über mind. 500 Atomsprengköpfe, während im Iran kein einziger bewiesen ist.
    Zutiefst verantwortungslose deutsche Politikern beschlossen gegen den Willen der Mehrheit des deutschen Volkes, 6 Atom-U-Boote im Wert von je 225 Millionen Euro, bezahlt vom deutschen Steuerzahler, an Israel zu liefern.
    Meine Generation hat den 2. Weltkrieg u. den Holocaust nicht verbrochen u. nicht wieder gut zu machen, u. auch die meiner Kinder u. Enkel nicht. Genau genommen auch die meiner Eltern u. Großeltern nicht. Die seinerzeitigen Machthaber hatten diese Verbrechen beschlossen. Das obrigkeitshörige deutsche Volk wurde (durch Zensur, gezielte Desinformation und systematische Propaganda monopolisierter Medien) manipuliert zu folgen, genau wie heutzutage dem Volk (durch einseitige Berichterstattung, Medienzensur und Medienmanipulation und gezielte Desinformation, ausgehend von ungeheuer mächtigen u. finanzstarken Kreisen) die Versicherungenrettung, Bankenrettung, Spekulantenrettung, Eurorettung, Afghanistankrieg, Atomkraftwerke, Leiharbeit, Rente mit 67, Zuwanderung, u.v.a.m. als notwendig und alternativlos für die deutsche Bevölkerung dargestellt werden.
    Ich hoffe, dass die Friedensinitiative von Günter Grass die Kriegstreiberei der Zionisten in der israel. Regierung und weltweit an den Pranger gestellt und klar geächtet wird.
    siehe auch das hochinteressante Interview des unabhängigen Journalisten und Nahost-Kenners Christoph Hörstel über die Iran- und Israel-Politik Deutschlands und der USA:
    http://www.youtube.com/watch?v=ffs-sIE1l4I

    • Also, wenn man hier schon Vorschläge für den Friedensnobelpreis macht, dann tue ich das auch einmal:
      Ich schlage für diesen Preis die 1,6 Millionen Kinder vor, die in diesem schönen Täuschland bei Alleinerziehenden leben und diesen ganzen Mist aushalten.
      OM oder OMG

  14. Viele schreiben mir aus der Seele, wenn sie sich kritisch zu unseren “SED-Medien” äussern. Man bekommt das Gefühl, das 16 Millionen DDR Bürger hatten, als sie täglich den Einheitsbrei der Aktuellen Kamera inhalieren mussten.

    Aber trotzdem ist ein Großteil infiltriert von der Stimmung “ja kein Antisemit” zu sein. Was wäre daran schlimm? Ich bin zum Beispiel Antichrist, weil mir Religionen ungeheuerlich vorkommen und die Wahrscheinlichkeit, dass es Gott gibt, so groß ist, wie die Wahrscheinlichkeit, dass ein Sturm, der über einen Schrottplatz fegt eine Boeing 747 auferstehen lässt.

    Ich bin Antinazi, ich bin Antiislamist, ich bin Antipädophiler, Antiraucher usw. usf.

    Aber ich bin auch Lemming: ich bin verheiratet, ich habe Kinder, ich trinke Alkohol, ich lese Bild online, ich fahre täglich zur Arbeit um der Verteilung von “fleißig nach reich” gerecht zu werden und über die Hälfte des Jahres Ungerechtsteuern zahlen zu können.

    Ich glaube man wird nie im Leben alles richtig machen und das ist auch gut so.

    Gut das es so mutige Leute wie Dich, Günter Grass, gibt.

  15. Et – was Zeit für ein wenig Kultur?

    Heinrich Heine (1797-1856

    Der Asra

    Täglich ging die wunderschöne
    Sultanstochter auf und nieder
    Um die Abendzeit am Springbrunn,
    Wo die weißen Wasser plätschern.

    Täglich stand der junge Sklave
    Um die Abendzeit am Springbrunn,
    Wo die weißen Wasser plätschern;
    Täglich ward er bleich und bleicher.

    Eines Abends trat die Fürstin
    Auf ihn zu mit raschen Worten:
    “Deinen Namen will ich wissen,
    Deine Heimat, deine Sippschaft!”

    Und der Sklave sprach: “Ich heiße
    Mohamet, ich bin aus Yemen,
    Und mein Stamm sind jene Asra,
    Welche sterben, wenn sie lieben”.

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