Merkel setzt Minister Friedrich aufs Töpfchen

BRDigung: Der kleine Friedrich war am Wochenende ein wenig zu vorlaut, von Unartigkeit wollen wir an dieser Stelle aber natürlich nicht reden, obgleich ihn die Brüder und Schwestern am Kabinettstisch schon sogleich maßgenommen haben. Er hatte eine tolle Idee, wie so manche großen Jungs die gerne mal mitspielen möchten und sprach seinen kleinsten Brüdern und Schwestern des Volkes dabei völlig aus der Seele. Er sprach sich dafür aus dass die Griechen doch ihr Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen sollten, um sich zu stärken und Eigenständigkeit zu beweisen, auch wenn alle wissen dass dies zunächst Schmerzen bereitet. Nun kam Mutti nach dem durchzechten Wochenende daher (der Spiegel hat es gesehen und hier notiert) und konnte sich gar nicht mit diesem revolutionären Gedankengut einverstanden geben. Stellvertretend ließ sie den Seibert verlauten, was an sie eigentlich selber hätte seibern sollen. Die Familienräson erfordere dass man auch den Verwandten in Griechenland den Familienwillen aufzwänge. Eine gesunde Volksausbeute könne es nur unter dem einigenden und allein selig machenden Euro geben. Die erneute Umrechnung in Drachme sei den finanzierenden Banken der großen Familie nicht mehr zuzumuten. Stattdessen müsse Griechenland sich mit einer begrenzten Futterration begnügen und im Gegenzug würde es aber durch die Euro-Familien-Hand schon „am Kacken“ gehalten werden. Bundesmmuttis Linie sei hier verlässlich und der große Junge Friedrich könne schließlich noch nicht alles wissen, was für die Familie gut sei. (Bei der Bebilderung handelt es sich um die klassische „vorher“ und „nachher“ Situation, nach einer erfolgreichen Pädagogisierung durch die Bundesmutti)

Im Rahmen des Experiments „Marktkonforme Demokratie“ kann man solches Abweichlertum natürlich gar nicht gebrauchen und hat daher schon bei der Nachbarfamilie den „Papa aller Demos“ als ausgewiesenen Banker mit der Sachwaltung des europäischen Volkseigentums in der dortigen Region betraut. Auch Italien hat mit Monti bereits einen innerfamiliären Insolvenzverwalter im Hause. Hier gilt, so Merkel, der Grundgedanke, nie wieder eine Schlägerei im Hause Europa. Dies kann man am besten dadurch verhindern, indem man allen unartigen Familienmitgliedern entsprechende Mittel aus der Hand nimmt. Nichts anderes ist die weise Führung Griechenlands durch europafreundliches Banken-Fachpersonal. Es ist ein großartiges und überaus soziales Ziel, dass alle Menschen zu gleichen Teilen für die Banken schaffen dürfen. Das eint, schafft Gemeinsinn und prall gefüllte Konten. Rein statistisch gesehen ging es den Menschen in Europa nie besser als heute. Wenn man einmal die Geldmenge durch alle EU-Bürger teilt, dann hat es noch nie soviel Volksvermögen gegeben wie heute.

Also allen geht es gut und wenn abseits immer mehr Menschen verhungern, dann wird es den Grundgedanken des geeinten Europas nicht weiter beeinträchtigen, denn bei der Bewertung der internationalen Schlagkraft dieser Familie kann man nicht auf auf jeden Einzelnen Rücksicht nehmen. Die Sozialstaatlichkeit in der EU für die Banken muss garantiert bleiben, getreu dem Motto: „Alle für ein Bankenkonsortium – Einer der dabei für alle durchs Rost fällt, fällt nicht auf“. So muss im Sinne einer gesunden Profitorientierung auch das „sozialverträgliche Frühableben“ als Stilelement des Wohlstands mehr gewürdigt werden. Die Zeiten ändern sich und Gefühlsduseligkeit ist ein vorkapitalistisches Relikt welches heute rein gar keine Grundlage mehr hat und jeglicher Berechtigung entbehrt. Statt Leistung zu erbringen würden bedauerlicherweise immer mehr Bürger in Europa nach Leistungen fragen, schlicht eine Unverschämtheit. Besser wäre es, die Bürge® würden einmal zu ihrer Bank gehen und direkt nachfragen was sie für diese armen Institutionen tun könnten, so bliebe diese sozialstaatliche Aufgabe ausschließlich an der Regierung hängen.

Diesbezüglich bedankte sich dann auch Ministerlein Friedrich nach vollzogener Maßregelung recht artig und fein, auf dem Töpfchen sitzend (siehe Beweisfoto, unten), bei Mutti für die angemessene Heimleuchtung und Nachhilfestunde. Mutti streichelte ihren Friedrich nochmal übers Köpfchen, dabei sagend: „Gut das wir in der Familie noch Debatten führen können, aber jetzt wird wieder gemacht wie ich sage“. Und Friedrich wischte sich nach dem lehrreichen leereichen Geschäftchen befriedigt seinen kleinen Hintern. Danach trat er zurück … und bewunderte sein erstes echtes Kackerchen. Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung, die gesamte deutsche Nation weiß abermals wo es lang geht und was die Menschen im Lande doch an der Bundesmutti haben. Sie ist einfach „Eine für alle“ und hat nichts anderes im Sinn als das Wohl der Familie. Nach dem heutigen (zweiten) Rettungspaket für die Griechen, strickt’s Daumen-Schräuble schon am Dritten.

Merkel setzt Minister Friedrich aufs Töpfchen
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Über WiKa

Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

Merkel setzt Minister Friedrich aufs Töpfchen — 17 Kommentare

  1. Um mal die Bodenständigkeit zu bewahren:

    Ich schlage Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel ein 4 Augen-Gespräch mit mir vor.

    Dazu gibt es einige Bedingungen:

    -Das Gespräch findet bei mir zu Hause in meinem Wohnzimmer statt.
    -Vor der Haustüre hört die Überwachung auf, weil es nix zu verbergen gibt.
    – Es gibt keine versteckten Kameras und Mikrofone
    – Wir Vertrauen uns einfach schon vor dem Gespräch

    Herzlichst Eingeladen
    Das ist mein voller Ernst.
    Ich würde mich freuen.

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