Boom-Town: Was der normale Mensch jeweils am 31.12 eines jeden Jahres anzettelt – insbesondere in dieser schwierigen Zeit (siehe Bildnis aus der Provinz) – könnte wegweisend für das kommende Jahr 2012 sein. Amateure lassen es dazu regelmäßig mächtig krachen, natürlich auch nur zu diesem Datum und streng gesetzlich reglementiert. Die richtigen Profis in Sachen Großfeuerwerk und Mords-Spektakel sind da nicht so sehr an Gesetze und Zeiten gebunden, aber auch sie bringen bereits fleißig ihre erlesenen Feuerwerke in Stellung. Selbst hier hält ein gewisses Maß an Tradition Einzug. Man möchte offensichtlich den mittleren Osten als Austragungsort dieser teuren „Feuerlichkeiten“ nicht aufgeben. Er wird nachhaltig Spielplatz der Großen bleiben und um diesen am Ende nicht doch noch aufgeben zu müssen dürfte jede Lüge recht sein sich des erschlichenen Rückhalts in der eigenen Bevölkerung zu bemächtigen. Hier gilt die Faustregel: umso größer die wirtschaftliche Not, desto größer darf das Feuerwerk ausfallen.

Erst ein richtiger Flächenbrand hat bekanntermaßen das Zeugs dazu einen jahrzehntelangen schwungvollen Wiederaufbau initiieren zu können. In diesem Sinne können wir getrost Richtung Iran blicken und der Blitze und Flammen harren die dort sichtbar werden. Untrügliches Anzeichen dafür ist ein nicht unmaßgeblicher Hinweis des Council on Foreign Relation, der dem Grunde nach das vorwegnimmt was der Weltpolizist zu tun gedenkt. Ist also mehr als nur ein Orakel. Damit ist der Schwerpunkt in Sachen Feuerwerke für das Jahr 2012 schon mehr oder minder festgelegt, diverse andere weltweite Scharmützel werden dieses Bild arrondieren und so die Gewalttätigkeit dieses Jahres eindrucksvoll und vorhersehbar unterstreichen.

Was wird uns in diesem Jahr wirtschaftlich beschäftigen

Richtig, die neue / alte Krise, die sich einfach nicht verabschieden will, rund um den Euro und alles was damit zusammenhängt. Sie kann sich auch nicht verabschieden, weil niemand wirklich die Ursachen dafür angeht. Man erzählt uns alles Mögliche und den wildesten VWL und BWL Hokuspokus, nur eben nicht  dass wir alle gemeinsam an einem kaputten Geldsystem leiden, welches den Weg ins Unheil festschreibt. Die Politik unter dem Vorwand es den Menschen gerecht machen zu wollen hergeht und alles nur für eine kleine Klientel herrichtet. Die Zeche aber werden am Ende eben gerade die Menschen zu zahlen haben für die jene Politiker auftragsgemäß hätten arbeiten sollen. Also ein schlichter Verrat mit Dimension.

So werden wir miterleben wie die Rettungsmaßnahmen für Euro-Staaten und Banken, die natürlich nur eine Richtung kennen und angeblich völlig alternativlos sind, immer utopischere Dimensionen annehmen. Auch den letzten „Gut-Gläubigern“ sollte innerhalb dieses Jahres klar werden dass diese Richtung nicht funktionieren kann. Ja, auch hier können wir wieder von einem Feuerwerk reden, denn es wird alles im wahrsten Sinne des Wortes verfeuert was die Volkswirtschaften zu bieten haben, die Menschen werden zwangsverschuldet, nur um das Wachstum der Geldberge sicherzustellen. Dann wird auch der Letzte diese Einweggeschichte bemerken, der kein guter Ausgang beschieden sein kann, er wird feststellen, dass die Guthabenkrise dieselbe Dimension hat wie die Schuldenkrise. Dieser Weg ist bereits in einer Intensität beschritten, dass es kaum mehr ein Zurück geben wird. Man darf es durchaus mit der Titanic vergleichen, der Eisberg ist bereits gerammt, der Untergang gewiss, Rettung weit und breit nicht in Sicht, also lassen wir die Musik lauter aufspielen damit der kalte Tod nicht vor der Zeit einen Herzstillstand bei den Passagieren verursacht und am Ende wissen wir aus dieser Geschichte auch dass nur Wenige gerettet wurden.

Politisch gesehen weiterhin eine liebevolle Hinwendung in Richtung Diktatur

So eine Aussage ist natürlich nicht von Pappe. Wie kommt man dazu? Relativ einfach, indem man auch die Zwischentöne beachtet und nicht nur dem lauten Mainstream folgt der sich bemüht diese Tendenzen auszublenden oder gar wegzureden. Besonders beachtlich ist dabei die Tatsache, dass die USA ab 2011 auch faktisch eine Diktatur sind. Mit der neuerlichen Ermächtigung der US-Armee Personen beliebig lange festhalten zu können, ihnen alle Grundrechte zu versagen und im Zweifel auch im Rahmen der bereits praktizierten Präventivtötungen gänzlich zu entsorgen, ist die alte amerikanische Verfassung nicht einmal mehr das Papier wert auf dem sie geschrieben steht. Selbstverständlich bekommen wir derlei Entwicklung auch nicht im Klartext serviert. Der Schutzschirm des Geldes, der Medien, der Macht ist sich hier einig, denn letztlich möchte sie diese Maßnahmen für sich nutzen um vorbei an aller Rechtsstaatlichkeit ihre Pfründe zu sichern. Dem „gemeinen“ Menschen werden all diese Dinge wieder im Rahmen des „Kampfes gegen den Terror“ verkauft. Alles als unabdingbar, alternativlos und natürlich zur Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung.

Dies betrifft den Blick über den Teich, aber auch hier sollten wir uns keinerlei Illusion hingeben. Die Abgabe von Kompetenzen an nicht demokratische Institutionen in Brüssel ist im vollen Gang. Ob wir hier über eine mögliche Wirtschaftsregierung reden, zentrale Überwachungsstaatlichkeit und die Einführung immer weiterer Gesetze und Verordnungen, die wie aus heiterem Himmel von irgendwoher kommen und kaum irgendwelche Parlamente passiert haben, auch dazu muss man sich andernorts umsehen als in den Massenmedien. Auch scheint es wenig von Belang zu sein, wenn bestehende Verträge innerhalb der EU nicht eingehalten werden, soweit man völlig ungesetzlich einfach höhere Ziele proklamiert und sich anschließend bemüht irgendwie und ebenso undemokratisch zu neuen Verträgen zu kommen, alles geschieht mehr oder minder an den Bürgern vorbei.

In diesem Bereich werden wir in 2012 die zunehmende Kriminalisierung und Stigmatisierung von Bewegungen wie Occupy wiederfinden. Erste zaghafte Gleichsetzungen und Verbindungen erscheinen bereits in den Medien. Anonymous Hacker gleichbedeutend mit der Occupy Bewegung gegen den Banken-Terror. In diesem Stil dürfte es weitergehen. Und so wird dann auch die Entrechtung der Mehrheit der Menschen weiter kräftig voranschreiten, immer in der Hoffnung diese Masse irgendwie im Griff halten zu können. Genau genommen sind also unsere Volksvertreter die ersten Verfechter solcher Entrechtung, dafür gebührt ihnen ein „bösonderer Dank“.

Gibt es auch noch was Positives für 2012

Aber sicher doch. Wenn man sich ein wenig umsieht dann macht es Hoffnung dass täglich mehr Menschen diesen faulen Budenzauber durchschauen. Das ist die Voraussetzung dafür, irgendwann zu einer Gesellschaft zu kommen die all dieses beschriebene Ungemach überwinden kann. Welches Leid und welche Gräuel da noch auf dem Weg liegen ist schwer zu sagen, aber die Hoffnung sollte man an der Stelle nicht fahren lassen. Es ist einfach wichtig alle aktuellen Entwicklungen genau zu betrachten und sich dabei jedes Mal selbst zu fragen: „Wem nützt es“? Und wenn es nicht einer Mehrheit von Menschen nützt, dann kann es so gut nicht sein. Wenn man sich dabei auch von vorgeschobenen Argumenten nicht blenden lässt dann steigt die Chance den Schwindel zu durchdringen ganz ungemein.

Deshalb können wir trotz aller schlechten Vorzeichen sehr wohl ein fröhliches, ein spannendes und interessantes Jahr 2012 verleben. Von dieser Stelle aus werden wir den angeprangerten Trend mit weiteren, teils äußerst schrägen Betrachtungen, manchmal auch mit abstrusen Vergleichen und Analogien, aber immer sehr inspirierend begleiten. Der Stoff wird uns übers Jahr mit Sicherheit nicht ausgehen. Dafür sorgen schon die massenhaften realen Ereignisse die es zu bedenken und analysieren gilt.

2012 – Bombenstimmung voraus, neues Jahr, alte Krisen
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