Röslers Umbau der FDP zur Feudal-Dekadenten-Partei gescheitert

FDP-Roesler-klein-PhippchenHoteliers-Paradies: Jetzt hat es noch den Lindner gehuft, den General. Ok er durfte freiwillig den Abtreter machen nachdem er offensichtlich sein Gewissen wieder entdeckte, eine Tugend die in der politischen Landschaft heute völlig out ist und er somit als antiquiert gelten muss. Mit dieser seltsamen Entdeckung musste er zwangsläufig in Widerspruch zur vorgegebenen Rösler’schen Kaderlinie geraten die ein völlig anderes Modell favorisiert. Dass seinem designierten Nachfolger bereist heute ausgerechnet an dieser Stelle im Spiegel vorgeworfen wird den Rückspiegel zerdeppert zu haben gilt als stringenter Beweis für die Qualifikation die es an dieser Stelle braucht um den Job des Generals in der FDP übernehmen zu können, nämlich ohne Rücksicht voll nach vorne zu fahren. Klar war es keine Fahrerflucht sondern eine unbedingte Notwendigkeit um den Blick für die Linie nicht zu verlieren.

Aber zurück zum eigentlichen Modell. Die Rechnung von Rösler war es den Stil der Kanzlerin: „Ansagen und Aussitzen“. Bei dieser Copy & Paste Aktion scheint Rösler übersehen zu haben, dass man einen in mehreren Jahrzehnten erfolgreich gewachsenen Stil nicht binnen Monaten kopieren kann, jedenfalls nicht wenn man nicht auch kohlsches oder merkelsches Schwergewicht für sich in Anspruch nehmen kann. Da fliegt man am Ende einfach auf weil die Masse der heißen Luft in den produzierten Sprechblasen mächtiger ist als die eher ersehnte als reale Bodenhaftung. Zwar kennen die Hammelherden der Volksvertreter das gemeinsame Geblöke bereist aus der über Jahrzehnten einstudierten Fraktionsdisziplin, aber manchmal geht dann doch ein Grummeln durch die Reihen und lässt den Laden einfach so auffliegen – halt wie bei unkontrollierbaren Blähungen wenn man das falsche geschluckt hat. So auch jetzt bei der FDP zu beobachten, einen Pups nach dem anderen.

Machen wir mal die Vorschau und den Wahrsager: Wenn sich also Rösler auch künftig an die windigen Sprechblasen klammert und es mit der Ansage-Politik weiter so betreibt wie er es bei Merkel abguckte, dann wird auch ihn in Bälde die warme mediale Luft sanft forttragen. Die Feudal-Dekadente-Partei ist also gescheitert und windet sich unter größten Leibesschmerzen und einer letzten mächtigen letzten Flatulenz in den sicheren Hafen der 1,8 Prozent, welchen man als den gesund geschrumpften Rest des Möllemann’schen Projekt 18 betrachten darf. Unser tiefstes Mitgefühl gilt den echten „Freien Demokraten“ an der Basis die von Rösler schon bei der letzten Mitgliederbefragung abgesägt wurden, bevor die Befragung überhaupt ihr geplantes Ende erreichte. Ob die Basis noch den Schneid hat sich der Harry Potter Mogli-Packung zu entledigen? Woher soll auch ein echtes Demokratie-Verständnis dieses leichtgewichtigen Zauberlehrlings kommen wenn dies nicht einmal mehr im Bundestag geübt wird?

Wir wollen aus purer Solidarität mit den echten geschundenen „Freien Demokraten“ dieses Landes hier eine ebenso nötige Abstimmung nachholen, die offenbar in der FDP selbst nicht mehr möglich ist, weil die Ergebnisse dort stets im Vorfeld verzaubert werden. Hierzu laden wir nicht nur FDP Mitglieder ein, nein jeder darf mitmachen, auch ohne Parteibuch, schließlich ist das Ergebnis hier genauso bindend wie jede Bundestagswahl, also richtig ernstzunehmend.

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