USA wollen zu den Taliban überlaufen

Islam a blood Bad: Schmerzlich wiegen die Erfahrungen der USA mit den von ihnen selbst im letzten Jahrtausend ausgebildeten Kämpfer für das Gute in Afghanistan. Dienten sie lange Zeit überaus erfolgreich als Speerspitze gegen der Erzfeind Russland am Hindukusch, bekamen sie ab 2001 eine neue Rolle unter ihrem damaligen Abteilungsleiter Osama bin Laden zugewiesen: die des Bösewichts, der immer dann für die Weltpolizei gebraucht wird wenn alle anderen Feinde bereits versagen oder wie ausgestorben scheinen. Dies nur um keine anlasslosen Prügeleien vom Zaune zu brechen, die mit einem PR Desaster enden könnten.

Wie sich nun zeigte, haben diese einst von den USA gesponserten Truppenteile auch diesen Test abermals bravurös bestanden und es konnte weltweit und vor allem hochgradig erfolgreich ein globales Netz des Terrors etabliert werden. Dies ist deshalb so wichtig, weil bei der Bekämpfung des Terrors der Feind nie richtig lokalisiert werden kann, man kann ihn stets dort verorten wo man ihn auch aus anderen Gründen bitterst benötigt. So ist, dank dieser neuen Erfindung, die Weltpolizei endlich in der Lage ganz nach Bedarf und auf Verdacht töten zu können, sie arbeitet dabei nur noch weltweit sogenannte Todeslisten ab. Die Qualifikationskriterien für den Eintrag in solche Listen sind nicht ganz so durchsichtig, aber das Geschäftsmodell boomt und die Weltpolizei hat wieder alle Hände voll zu tun, also ein erstes Etappenziel erfolgreich umsetzen können. Diesen Erfolg müssen sie aber gerechterweise mit Al Qaida und den Taliban teilen, die hierzulande sowieso niemand mehr auseinander halten kann.

Startschuss für den Seitenwechsel

Hier schließt sich jetzt eine tiefer gehende Erkenntnis an, die die USA veranlassen dürften den in der Überschrift erwähnten Strategie- und Seitenwechsel zu vollführen, um endlich auch die kommerziellen Früchte ihrer jahrzehntelangen Terror-Erzwingungs-Politk ernten zu können. Am Ende scheinen die Amerikaner selbst etwas überrascht zu sein wie gut ihre Ausbildung und Ausrüstung der Freiheitskämpfer in Afghanistan eingeschlagen hat, sodass selbst die USA diese vermeintlichen Gurkentruppen bis heute nicht im Rahmen ihrer angestrengten Übungen in den Griff bekommen haben. Das zehnjährige Sparring hat beide Seiten gestählt. Die logische Konsequenz daraus ist jetzt verständlicherweise die Wiedervereinigung mit der eigenen Schöpfung, mit Al Qaida. Getreu dem Motto, wenn wir sie schon nicht besiegen können, dann müssen wir uns halt mit Ihnen verbünden und gemeinsam Geschichte schreiben.

Bei einem ersten Fotoshooting zu seinen Reise- und Verhandlungsvorbereitungen zeigte sich dann auch Friedens-Nobel-Terrorist Barack Hussein Obasama in einem versöhnlichen Outfit, wie das rechts gezeigte Bild wohlwollend erkennen lässt. Beobachter werten diese Geste als deutlichen Annäherungsversuch, um in den anstehenden Verhandlungen schneller punkten zu können.

Erster gelungener Probelauf

Ein erster und überaus erfolgreicher Feldversuch fand jüngst in Libyen statt. Mit den Kräften von Kriminellen, Fundamentalisten und wohl auch mit Qaida-Kämpfern – in diesem Zusammenhang bitte nur als Freiheitskämpfer zu bezeichnen (Terroristen sind sie nur dort wo sie dem US-System keinen Profit bringen) – gelang es der Nord Atlantischen Terror Organisation (kurz NATO) den bösen Despoten Gaddafi unschädlich zu machen. Dieser hatte gedroht den Dollar für libysches Öl abzulehnen und sich auch sonst nicht sehr geneigt gezeigt die Bodenschätze Libyens mit den westlichen Konzernen brüderlich zu teilen. Hier sei am Rande erwähnt dass der letzte der den Versuch unternahm Öl nicht mehr in Dollar handeln zu wollen auch einer Befreiung erlag, namentlich Saddam Hussein aus dem Irak. Darüber hinaus drohte Gaddafi die Wüste mit dem unter Libyen befindlichen Wasser ergrünen zu lassen und wollte Afrika dadurch einen Schritt weiter aus den Fesseln der Kolonialisten befreien. Verständlich dass so ein Irrer mit derartig bösen Absichten eine Bedrohung für den Weltfrieden der großen Fressgemeinschaft darstellt. Die aus diesem Anlass bezahlte und gesponserte Revolution war also ein voller Erfolg wie wir heute vermelden können, Gaddafi erlag einem Kopfschuss und jetzt kann der Übergangsrat für eine neue und weltweit gerechtere Verteilung der Pfründe sorgen. Diese muss nicht zwangsläufig dem libyschen Volk dienlich sein, nein es reicht wenn die Interessen der Befreier gewahrt werden. Wer sich hernach in Libyen noch die Taschen füllt ist solange egal wie eben besagte und just erkämpfte Interessen hinreichend Berücksichtigung finden.

Kontraindikationen

Für Syrien, Jemen, Bahrain und viele weitere Nationen dieser Welt kann dieses befreiungstheologische Modell natürlich nicht infrage kommen, weil dort die richtigen Interessen schon implementiert sind, dort sollten sich die Menschen nicht so haben und ihr Gejaule nach Freiheit bitte endlich einstellen, sie würden damit nur andere fragile Nationen irritieren oder gar anstecken, was dann zu unnötigen Toten führen könne. Die Maxime dabei sei stets, ein Volk müsse sich die Freiheit auch leisten können. Wenn das Volk selbst mittellos ist, die Herrscher aber kooperierten und die Reichtümer des Landes internationalisierten, dann gäbe es schlicht keinen Befreiungsbedarf. Sofern mittel- und langfristig der „Return on Liberation Investment“, kurz ROLI, für die Welt-Fressgemeinschaft nicht gesichert sei, könne es dafür auch kein positives UN-Mandat geben.

Klar gibt es da an mancher Stelle noch Vorbehalte und auch gewisse Widerstände. Wenn es allerdings um die gerechte Sache geht, Rohstoffe, Reichtum und Vorherrschaft, dann darf man nicht zu zimperlich sein und muss schon mal Kompromisse machen. Hierin wurzeln nun auch die Überlegungen der USA sich jetzt wieder mit Al Qaida, wie in den guten alten Zeiten, zusammenzutun. Und da diese Zusammenarbeit, gemeinsam mit dem NATO-Angriffs-Pack im letzten Anlauf so erfolgreich verlaufen ist, sollte es als Vorbild für weitere Aufräumaktionen auf diesem Planeten dienen können, um die Freiheit des Geldes, der Rohstoffe und des Imperialismus zu gewährleisten. Auch das aktuell verschärfte Vorgehen gegen den Iran darf als Hinweis auf diesen Strategiewechsel interpretiert werden, müssen doch die Kräfte neu sortiert und gebündelt werden, um gegebenenfalls auch dort einem Irren auf brennbaren Ölfässern Einhalt zu gebieten. Hier hat man es bezüglich der Argumentation auch noch etwas leichter, weil der Irre dort auch noch ohne Genehmigung dieses elitären Clubs mit Atom rumspielt, dass geht ja gar nicht und ist schon ein alleiniger Einmarschgrund.

Beleuchten wir aber in der Folge einmal etwas genauer welche Differenzen zwischen Al Qaida AG & Taliban Ventures und den USA überwunden werden müssen, um gemeinsam auf der Seite der Gerechten und des Guten kämpfen zu können, viele sind es wahrlich nicht:

  • Die Taliban müssen wieder den Drogenanbau zulassen und forcieren, der dort aktuell unter dem Protektorat der USA steht. Allerdings bekommen die amerikanischen Geheimdienste dann das Alleinvertriebsrecht für die Drogen, weil sonst die schwarzen Kassen der „Men in Black“ austrocknen würden. Ein sehr heikles Thema übrigens, hatten doch die Taliban vor dem Einmarsch der „Guten“ den Drogenanbau aus Glaubensgründen nahezu zum Erliegen gebracht. Der Kompromiss dürfte vermutlich darin liegen, dass nur noch für den Export produziert werden darf, aber nicht mehr für heimische Muslime.
  • Seit der Befreiung Afghanistans hat man zahlreiche Bodenschätze, seltene Erden und Metalle dort entdeckt. Hier muss es zu entsprechenden Vereinbarungen kommen, dass diese als Regulativ gegen die chinesische Verknappungspolitik auf den Markt geworfen werden. Dies dürfte sicherlich keine großen Umstände machen.
  • Die Taliban muss die strategischen Interessen der USA berücksichtigen. Dies gilt einerseits für Durchleitungsrechte beim Pipelinebau, aber natürlich auch für die Stationierung von Truppen, um die Region besser verunsichern zu können, insbesondere um nicht zu weit von den Chinesen entfernt zu sein, weil man vielleicht auch dort mal nach dem Rechten sehen muss, sich zu vergewissern dass die Konsumgüterproduktion für Amerika und die Welt nicht stockt. Auch als schnelles Sprungbrett Richtung Pakistan wie auch gen Iran ist dieser Truppenübungsplatz unverzichtbar.
  • Die Marionettenregierung Karsai ist den Amerikanern ohnehin schon seit geraumer Zeit ein Dorn im Auge, unternimmt doch dieser Mann allerhand Anstrengungen eigene Vorstellungen durchzudrücken, was in einem anständigen Konsortium mit klarer Führung nicht passieren darf. Er wird also durch eine freie und geheime Wahl der Amerikaner ersetzt werden müssen. Die Taliban werden dafür mit ein paar Milliarden Dollar kompensiert und vermutlich den nächsten afghanischen Präsidenten stellen.
Schlussfolterungen

Wir sehen also, an keiner Stelle erscheinen wirklich gravierende Probleme, die eine Zusammenarbeit dieser beiden Erfolgsteams wirklich unmöglich machen würden. Bei einer konsequenten Aufgabenverteilung der Partner untereinander könnte man so leicht den gesamten Planeten einspielen. Al Qaidas TaliBahn Express würde zunächst den Terror  frei Haus liefern und Amerika nebst NATO Angriffspack kämen postwendend zwecks Befreiung hinterher geschossen. Ein generöses und zukunftsfähiges Modell zur Eroberung der Welt, welches sich in einem entscheidenden Punkt von chinesischen Philosophien unterscheidet. Versuchen die Chinesen derzeit noch mit amerikanischem Geld die Welt zu erobern, haben die USA schon längst erkannt, dass dies mit Blut und Waffen viel preisgünstiger zu haben ist. Blut ist genug vorhanden (kostet so gut wie nix) und der Neubau zerstörter Waffen hilft der eigenen Wirtschaft überdurchschnittlich, zumal man sonst kaum noch interessante Produkte in Amerika herstellt.

Unschwer können wir jetzt erkennen, dass die besagte Allianz und der Seitenwechsel kurz bevor steht. Sicher wird man es noch eine Weile leugnen müssen, aber die Fakten weisen einfach zu sehr darauf hin, dass es so kommen muss. Dieses Erfolgsmodell darf der Welt einfach nicht erspart bleiben. Die Geschichte lehrt uns im übrigen dass spontane Strategie- und Bündniswechsel nichts ungewöhnliches sind, so denn das beabsichtigte Ziel eine solche Maßnahme rechtfertigt und die Weltvorherrschaft ist ja kein unbedeutendes Ziel. Bundeskannichtslerin Merkel wird es uns dann im geeigneten Moment als „alternativlos“ verkaufen. Spätestens wenn sich die Bundeswehr unvermittelt im Iran wiederfindet. Insider wissen, dass Persisch-Kurse bei der Bundeswehr schon seit längerem hoch im Kurs stehen. Aber auch Horst Köhler war hier schon bahnbrechend beteiligt in dem er klar herausstellte, dass zur Verteidigung der wirtschaftlichen Interessen Deutschlands auch die Bundeswehr eingesetzt werden können müsse. Dabei sollte man sich nicht an der Vokabel „Angriffskrieg“ irritieren lassen, die wird künftig generell durch „Notwehr“ ersetzt und der Angreifer (sofern er sich selbst zu den Guten und Gerechten zählt) ist nach neuesten Doktrin auch nur noch der Verteidiger (seiner Interessen).

USA wollen zu den Taliban überlaufen
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Über WiKa

Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

USA wollen zu den Taliban überlaufen — 3 Kommentare

  1. …man muss immer daran denken: es geht den Amerikanern nicht um Menschenrechte, sondern höchstens um Schürfrechte. Nun ist da aber leider in Afghanistan nicht viel zu holen…

    Seltene Erden und Metalle? JA, minimale Mengen und dann nur in Form von Landminen und Blindgängern.

  2. Hallo Charly … hier mal auf die schnelle …
    http://www.focus.de/finanzen/news/afghanistan-usa-finden-gewaltige-bodenschaetze_aid_519042.html
    Das lohnt schon, also nicht nur Landminen und Metallreste von selbst abgeworgenen Bomben zum recyclen :)
    Aber klar ist, die Amerikaner stehen immer auf der richtigen Seite oder anders, da wo sie stehen sind die Guten, blöd nur das es nicht alle Menschen so schlucken wollen, aber das macht ja auch nix …

  3. Dieser Artikel manifestiert eindrücklichst, zu welchen Tiefen Impertinenz und Ignoranz im deutschsprachigen Sprachraum in der Lage sind sich aufzuschwingen.
    Zum Zeichen meiner Trauer und Betroffenheit werde ich umgehend einen Eimer Cola trinken und 27 Hamburger fressen.
    Cheers, Oohbama

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