Gods old Germany: Was waren die Telekom’ler einst begriffsstutzig als sie mit ihrer Marke in die Welt hinauszogen ohne begriffen zu haben worum es den fremdsprachigen Kunden dabei ging. Am Ende verkaufte man erst Anfang des Jahres den Ableger der Telekom in den USA an AT&T weil man selbst den Markt nicht mehr beherrschte (Frisch am Kartellamt der USA gescheitert). Schon vor dem strickte man eine temporäre Allianz mit Apple bezüglich des iPhone und siehe da, offensichtlich gab es gratis Nachhilfe in Sachen Produktdesign. Jetzt kommt T-Mobile mit einem gleichnamigen Spitzenprodukt um die Ecke geschossen und liebäugelt schon wieder mit der Rückeroberung der englischsprachigen Märkte, nachdem man hier in Deutschland verstanden hat, was die ausländischen Kunden von einem echten T-Mobile erwartet hatten.

Sicher, die Situation ist reichlich vergurgt, aber derlei Erscheinungen sitzt ein Riesenkonzern auf einer Backe ab und so zeigt man sich völlig euphorisiert von der neuen Meisterleistung der eigenen Ingenieure, mit der man glaubt die T-verwöhnte Welt zurückerobern zu können. Auch hier schielt man einmal mehr auf Apple bezüglich der Marktanteile. Wichtig ist jetzt nur, dass T – Mobile zu einem ähnlichen Kult-Objekt wird und damit ähnliche Standards setzt. Sollte dies gelingen, wäre die Vorstandschaft einmal mehr reif für eine Extra-Auszeichnung mit einem anständigen T-Bone.

Qpress hatte alleinig die Gelegenheit das Produkt schon weit vor der zu terminierenden öffentlichen Vorstellung in Augenschein nehmen zu dürfen und erhielt auch die gröbsten technischen Eckdaten zu dem Produkt. Es handelt sich bei dem Gerät wahrlich um eine „Eierlegende Wollmilch Sau“, an Universalität kaum zu überbieten. Ein ähnlicher Hype, wie wir ihn sonst nur von Apple Produkten kennen, wird von Fachleuten der Szene nicht ausgeschlossen.

Dennoch darf man eine gewisse Skepsis bewahren bis sich die Alltagstauglichkeit und das Verlangen der Kundschaft danach bestätigt haben. Im Moment laufen noch interne Studien und Fehlerbereinigungsroutinen, die das Produkt auf den harten Arbeitseinsatz vorbereiten sollen. Aber hier nun die wichtigsten Features, zunächst leider nur sehr wenige Fakten, denn die eigentliche Liste der Eigenschaften, die offenbar auch zum Patent angemeldet wurde, soll rund 870 Seiten stark sein und ist überwiegend noch geheime Kommandosache, was auch darauf schließen lässt, dass die spätere Betriebsanleitung wohl nur noch auf DVD ausgeliefert werden kann:

  • Volle Küchen- und Feuchtraumtauglichkeit
  • Bedienung aller Netze bei 24h Dauerbetrieb ohne Überhitzung möglich
  • Booster für Volldampfplaudereien, Subwoofer integriert
  • Diskret unterm Deckel verborgene Wählscheibe für alle T-Sorten
  • Auch sprachwahlfähig, Fernwahl über W-ahn-Lan möglich, unterstützt alle IP-Protokolle
  • Kultige Fahrgestell-Innenbeleuchtung
  • Neuer USB 3 Anschluss mit bis zu 100 Watt Übertragungskapazität
  • Weitere Optionen: T – to go, T – On the fly, T – for two (and more)
  • Spezialausrüstung für den amerikanischen Markt: T – Party, T – Vote (nicht DE – Vote kompatibel)
  • Generell kompatibel zu allen T – Sorten
  • Betriebstemperaturbereich von -270° bis +380°, weltraumtauglich (probieren sie es aus)
  • Umfangreiches Zubehör: T – Mobile Socke, Ohrenwärmer mit integriertem Kopfhörer, Handschuhe, Rucksack für die „To Go“ Varianten, Radwechselset nebst Ersatzreifen, aufblasbarer Reserveakku, Umgebungstemperaturfühler, Stimmungssensor für frei erhältliche Auto T – Wahlprogramme, (T – Party Alarm nur für Europa verfügbar, in den USA nicht erlaubt.

Um nun allerdings die Missverständnisse zu vermeiden, die in Amerika zu der ersten Bauchlandung des Konzerns führten, wird man das Produkt nur und ausschließlich im deutschsprachigen Raum (D A CH) unter einem anderen Label, und zwar „Tee-Mobil“ in den Markt pushen, was auch der letzte Alm-Öhi auf Anhieb begreifen sollte. Denn nichts wäre schlimmer, als dass dieses Produkt in heimischen Gefilden floppen würde. Als kleine Reminiszenz an die amerikanischen Freunde wird es bei der Auslieferung des Produkts gratis einige Apple--T-Proben geben und eigens zur Feier dieser Novität wird es einen Direktzugang zum Apple Store geben in dem dann Zeitgleich diverse Joint-T-Sorten zum Download bereitstehen werden. Lassen wir also der T-volution ihren Lauf.

T-Mobile rollt den Markt auf
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