Archiv für August, 2011

 

Dolchstößler Rösler meuchelt sich zum Kanzler

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Reichskristallkugel zu Berlin: Es ist an der Zeit mal wieder mit der Macht zu spielen und ein wenig zu spekulieren mit wem sie künftig ist und isst. Wie der Spiegel ohne Leine an dieser Stelle berichtete, gibt Rösler dem Westerwelle noch eine letzte Chance. Wohl nicht wirklich, aber ein wenig anständig soll es ja dennoch aussehen. Anlass dafür war Westerwelles Kriegsunwilligkeit im UNsicherheitsrat, als es darum ging den Überfall auf den nordafrikanischen Vorposten Vollpfosten Gaddafi abzunicken, wobei er den Kopf zwar nicht in die falsche Richtung bewegte, dafür halt gar nicht.

Wie sich jetzt nach dem möglicherweise zu früh gefeierten Pyrrhussieg des NATO-Angriffspacks auf Libyen herausstellt, hat Westerwelle als mittiger Außenminister Deutschland damit stark beschädigt. Es ist international nicht gut angekommen die Vasallenrolle in Sachen Ressourcen-Eroberung für die imperiale Fressgemeinschaft nicht annehmen zu wollen. Für Verweigerung und Enthaltung braucht man Deutschland nicht in diesem UN Gremium, darüber hinaus muss sich Deutschland einfach wieder an Blutorgien und angemessene Beteiligung an solchen Ereignissen gewöhnen. Abgesehen davon hätte Westerwelle natürlich zustimmen können, denn besagtes Gremium ist ohnehin nicht zuständig und der Beschluss (Resolution 1973) damit illegal. Für Angelegenheiten innerhalb eines Landes ist der UNmenschenrechtsrat zuständig. Ok solche Details sind natürlich Makulatur, wenn es ums Große und Ganze geht

Hinzu kommt, dass die amtierende Bundesmutti und Königin Merkel ihre Machtfülle offensichtlich aus einem ganz großen Vakuum bezieht (man vermutet ein schwarzes Loch oder sonstige dunkle Energie), was langfristige Implosionsgefahren für die Replik impliziert. Bei Rösler hingegen ist bekannt dass er sich selbst an die Macht gezaubert hat und seinen Machterhalt derzeit aus einer schwachen (3%-igen und sehr verwässerten) Wählerlösung nährt, die aber noch anreicherungsfähig ist. Genau hier sollte und muss er mit dem Knalleffekt beginnen.

In dieser Konstellation gibt es eine Handvoll weiterer Gründe die dafür sprechen, dass Rösler sich zum Mogli des deutschen Politdschungels aufschwingen möchte und mit einigen weiteren Geheimrezepturen die frisch von ihm geerbte FDP zu neuer Blüte treiben könnte. Versuchen wir einmal die Analyse, welche Argumente für eine baldige Machtergreifung sprechen, hier die 10 Wahrscheinheiligsten:

  1. Merkel merkt sowieso nichts mehr (amtlich bekannt), auch nicht wenn man ihr den Stuhl unterm Hintern wegzieht. Schwierig wird es nur weil sie mit diesem verwachsen ist, es muss also operiert werden …
  2. Rösler hat bewiesen, dass er auch bereit ist über kollegiale Partei-Leichen-Berge zu steigen, um passende Ausgangspositionen zu erklimmen, siehe Westerwelle und das angeschlagene Brüderle im Geiste …
  3. Er hat rein altersmäßig noch das Zeugs dazu eine 50-jährige Diktatur der Liberalen erfolgreich anzuführen und muss sein Werk auch jetzt beginnen, denn bei der kommenden Wahl wird es zu spät sein und so könnte Rösler mit der umgehenden Machtergreifung den Absturz der FDP in die Bedeutungslosigkeit verhindern wollen. Ein Verbot aller Parteien links und rechts könnte hernach eine flankierende Maßnahme sein, gilt aber nicht als gesichert …
  4. Durch sofortige Steuerbefreiung aller FDP Mitglieder kann er in kürzester Zeit die Partei zur stärksten Kraft im Lande anschwellen lassen, sogenannter „New Deal“, Steuerbefreiung gegen Parteieintritt …
  5. Ist er einer der wenigen Harry Potter Lehrlinge die sich selbst so verzaubern können, dass auch Parteikollegen an ein Wunder glauben wenn sie ihn sehen oder er ihnen aus dem Dschungel erzählt …
  6. Rösler ist „durchrasst“ genug (neue UN-Wortsprechung), dass ihm selbst die Grünen als Multikulti-Kanzler huldigen könnten (Tritin wäre für diesen Job viel zu Deutsch) …
  7. Bei den Jungwählern würde Rösler als veritable Kinderzimmer-Mixtur aus Harry Potter und Mogli die Herzen sicherlich im Sturm erobern. Bedauerlich für ihn ist nur, dass ausgerechnet diese Klientel ziemlich vom Aussterben bedroht ist, soweit man sich auf die demographischen Daten verlassen möchte. Dahingegen vermehren sich die Rentner aktuell wie die Karnickel und die sind märchenresistent …
  8. Hat er als Gesundheitsminister hinreichend Erfahrungen sammeln dürfen, welche Anästhetika er dem Pöbel spritzen muss damit der ruhig gestellt wird ohne gleich in die Klapse eingeliefert werden zu müssen …
  9. Ist er als Doktor besonders prädestiniert an den Wunden Deutschlands herumzuoperieren. Ob ihm eine Heilung gelingt darf zwar bezweifelt werden, aber eine starke Behandlung hat ja immer auch eine psychologische Komponente. Notfalls gibt es künstliches Koma für Deutschland bis entsprechende Heilverfahren entwickelt worden sind …
  10. Der Knaller: Die „Heiligen Drei Könige“ offenbarten und enträtselten dem innersten Führungszirkel der Partei zu Beginn des Jahres auf einer Klausurtagung ein bisher geheimes Anagramm. Demnach ist Rösler der lang ersehnte „Erlös®“ der Partei und Messi-Ass der deutschen Parteienlandschaft. Jetzt wird auch klar warum der Papst im September die Niederungen des Bundestages aufsucht. Vermutlich wird auch er sich dem kleinen Zauberer zu Füßen werfen und ihn als eben jenen Erlös® anerkennen.

Gerade letzteres Argument überzeugt. Damit wird nur zu klar warum er den Westerwelle meucheln muss, denn dieser führt 4 „e“ in seinem Namen. Er braucht zwar nur eines davon um zum echten Erlös„e“r zu werden, aber er wird auf Nummer sicher gehen und einige für die Reserve vereinnahmen wollen. Notfalls könnte er sich bei Merkel auch zwei holen, würde aber im Moment eher unangenehm auffallen. Nur damit kann er sich von dem Makel befreien lediglich legitimer Vertreter der „®Erlös“–Fraktion und des Mammon zu sein. Nun ergibt es auch einen Sinn, dass er sich in der Vergangenheit bereits als Heiler betätigte. Bleibt abzuwarten welche Wunder er wirken wird sobald er den Papst in der Tasche hat.

Offen bleibt in diesem Zusammenhang die Frage wie er Merkel endgültig bezwingen und beerben wird. Für wenig wahrscheinlich wird erachtet, dass Merkel ihm einfach beim Frühstück das Zepter überreicht, obgleich er als neuer Heiland natürlich gerade die christlichen Parteien für sich beanspruchen könnte. Hier steht zu befürchten, dass die Merkel die Glocken nicht hat läuten hören und sich daher nicht so ohne weiteres fügt. Solange sich allerdings Merkel an Westerwelle und seine „e“’s klammert, hat auch sie noch eine Chance. Aber Rösler wird nicht locker lassen. Eine Theorie geht in der Folge davon aus, dass er sie auf der Toilette einsperrt und dann einfach ihr Geschäftchen macht. Eine weitere Theorie könnte sein, dass er sie unter dem Vorwand der Entwicklungshilfe nach Vietnam ausleiht – insgeheim sollte Merkel dann aber dort oder in Neu-Guidonea ins Exil gehen, ihr würde die Rückreisemöglichkeit gestrichen. Man darf gespannt sein welchen faulen Zauber wir beim Revival der Machtergreifung noch zu sehen bekommen.

 

Alles Gold der Welt in meinem Vorgarten

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Gold Haus(s)e: Als ich neulich anfing – rein aus Sorge um die Zukunft – mir meine ersten Milligramm Gold zu beschaffen (mehr war einfach nicht bezahlbar), da habe ich noch einmal genau nachgerechnet ob ich auch mit den Lagerkapazitäten zurechtkommen würde. Das Ergebnis der Berechnung war erstaunlich und ich will es auch gar nicht verheimlichen. Wie geht man da am Besten vor? Zunächst einmal habe ich mich kundig gemacht wie viel Gold es auf diesem Planten so in etwa gibt. Dazu kann man bestens bei Wikipedia recherchieren und da kommt man auf rund 155.000 Tonnen dieses edlen Stoffes, den es auf diesem Planten geben soll. Dies war im Jahre 2005. Jetzt machen wir noch einen kleinen Zuschlag für „Schwarzgold“, für Gold welches in der Zwischenzeit noch ausgebuddelt wurde oder in den kommenden Jahren der Mutter Erde schon noch aus dem Leib gekratzt wird und setzen den Real-Welt-Goldbestand der Einfachheit halber mit 200.000 Tonnen an.

Ich habe mir vorgenommen diesen kleinen Schatz in Zukunft zu erobern … und es klappt! Da es sich um ein sehr kompaktes Material handelt (Dichte 19,3 g/cm³), geht es um ein Volumen von 10.362,69 m³. Dies entspricht also einem Würfel mit einer Kantenlänge von 21,80 m. Dafür muss ich also im Vorgarten nur einen Platz von 475,32 m² bereithalten. Ich hätte es gerne doppelt so hoch gestapelt und stattdessen nur die Hälfte des Platzes geopfert, aber das Bauamt wollte dann bei der Bauhöhe nicht mehr mitspielen. Sie wissen schon, wegen dem einheitlichen Erscheinungsbild. So bleibt es also bei der Platzverschwendung für den Welt-Goldbestand. Übrigens: bei einem Goldpreis von 1.900 Dollar pro Unze wäre dieser Metallklumpen auch nur läppische 12,21 Billionen USD wert. Das reicht nicht mal um die amerikanischen Staatsschulden zu begleichen. Ergo kann Gold nicht der Stoff sein der uns den Frieden bringt.

Fernerhin kann ich den ganzen Trubel um das Gold eh nicht verstehen. Alle Welt redet von diesem kleinen Klumpen und meint nun daran hinge das Seelenheil der Welt. Dass hat mir sehr zu denken gegeben und habe nochmals nachgelesen woran es liegt. Und siehe da, es liegt an Jesus seinem Euro-Cent, der ihm seit seiner Geburt 4% Zins pro Jahr bringen sollte. Immerhin, bei dem Goldpreis (1.900 USD/Unze) schulden wir ihm also aktuell noch 211 Erdvolumen aus Gold. Die allerdings zu beschaffen dürfte schon ein wenig schwer sein oder womöglich ein echtes Wunder erfordern.

Damit löst sich aber ein anderes Glaubens-Problem ganz offensichtlich in Luft auf. Und zwar die Frage nach der wahren Gottheit auf diesem Planeten. Jetzt wird jedem verständlich warum sich der Vatikan einem Ausweich-Gott zugewandt hat, dem Mammon. Der hat das Beschaffungsproblem nicht, weil der beim Geld einfach nur weitere Nullen aufs Papier kritzelt. Dann ist die Welt wieder heile und nichts anderes will ja bekanntlich die Kirche. Dafür können wir auch ruhig mal den Jesus betrügen, denn wer sollte sein Geschwafel denn auch heute noch hören wollen, der redete doch von Werten die bis heute keiner verstanden hat. Als treu sorgender Kapitalist werde ich natürlich mein Unterfangen nicht aufgeben diesen Goldklumpen in meinen Vorgarten zu bekommen. Ich befürchte allerdings, dass es da noch eine Menge Widerstände geben könnte, zu heftig ist der Streit um diesen Mega-Nugget. Aber macht auch nix. Wenn sie noch Gold entsorgen müssen, dann schicken sie es mir einfach zu. Muss ich möglicherweise noch einen Krieg darum befürchten? Oder sind wir etwa alle irgendwie auf der schiefen Bahn angelangt was die „echten Werte“ anbelangt?

 

Euro-Bonds, Wunderwaffe oder Kopfschuss für die 0017er Staaten

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EUR-OPA: Liebe Kinder, wir müssen heute mal wieder über ein ganz ernstes Thema reden, nämlich über die Euro-Bonds. Nein nein, das sind nicht die vielen 007-James der europäischen Geheimdienste, hier geht es um das ganz große Geld und noch viel gefährlichere Waffen, die das Zeugs dazu haben ganze „Kontonente“ (ist die Weiterentwicklung der Kontinente durch die Banken) zu ruinieren. Es geht dabei um Monstersummen an Euros die unsere Politiker bewegen um uns ein friedliches Europa bei den Banken zu kaufen. Da werden nun ganz große Geschütze aufgefahren und wir wollen mal ein wenig beleuchten womit und wohin da geschossen werden soll. Natürlich rechnen wir dabei auch wieder ein wenig, weil es das Hirn trainiert und nur Sachen die man richtig berechnen kann wird man am Ende auch verstehen.

Was sind nun Bonds und Euro-Bonds?

Also, bislang war es so, dass jeder Staat von den 0017 Euro Teilnehmern seine Staatsfinanzen selber hoheitlich regelte und auch entsprechende Kredite in Form von Euro-Staatsanleihen aufnahm, sprich Schuldscheine verkaufte. Die nannten sich dann griechische, spanische oder auch deutsche Staatsanleihen. Jetzt sind aber die Schweine (PIGS) durch den europäischen Vorgarten gebrettert und haben am Finanzmarkt eine arge Verwüstung hinterlassen, die dazu führte dass die Banken den PIGS die Gelder nicht mehr so günstig wie bisher überlassen wollten. Bedauerlicherweise sind diese Staaten eh schon so gut wie pleite. Deshalb haben ganz schlaue Köpfe darauf hingewiesen dass es sich diese Länder eigentlich gar nicht leisten können so horrende Zinsen zahlen zu sollen und da war die Not gleich noch viel größer. Nun haben die Banken auch noch ihre Rating Agenturen beauftragt die entsprechenden Länder soweit runter zu raten dass man an diesen potentiellen Leichen erst richtig gut Geld verdienen kann. Das haben die Rate-Agenturen auch weisungsgemäß gemacht und jetzt sind diese Länder völlig im Arsch und müssen besonders hohe Zinsen zahlen weil sie gar kein Geld haben.

Was soll sich zur bisherigen Situation ändern?

Weil es natürlich auch noch solvente Staaten unter den 17 gibt, haben die Banken sich gedacht, wenn die schon eins auf Familie mimen wollen, dann sollen doch die übrigen Familienmitglieder mal in die Tasche fassen und für die PIGS bezahlen. Dann könnte man das Geld für diese Länder wieder billiger hergeben. Anfangs hat man den Banken einfach nur Rettungspakete vor die Füße geworfen damit die das Maul halten, aber die haben immer noch bessere Ideen gehabt wie man an das Geld der Leute herankommt die noch welches haben. Der letzte Schrei ist jetzt folgender: die Familie der 0017er soll gemeinschaftliche Staatsanleihen unter dem Label „Euro-Bonds“ ausgeben. Da haftet dann jeder für jeden und der Bank tut es dann auch nicht mehr so weh wenn mal ein Familienmitglied zwischendurch ohnmächtig wird oder gar verstirbt, weil doch der Rest der Sippe dann die Zeche zahlt. Sprich, von den bisherigen Länder-bezogenen Staatsanleihen will man zu einem einheitlichen Format gelangen welches die EZB verwalten soll und alle Euro Teilnehmer kriegen dann ihre Kontingente über diesen Topf aus Brüssel zugewiesen. Natürlich müssen sie dafür auch ein wenig Haushaltshoheit an die Kommissare abgeben, dieses Prunkstück nennt sich dann Wirtschaftsregierung mit Sitz in Brüssel. Letzteres macht aber nix, weil die nicht gewählt werden müssen und deshalb ganz unabhängig sind. Das hat zwar nichts mehr mit Demokratie zu tun, aber die Banken stört das nicht, es müssen nur zuverlässig und pünktlich die Zinsen abgedrückt werden … solange ist alles gut.

Wo liegen die Vor- und Nachteile, was ist mit den Kosten?

Der größte Vorteil dürfte zunächst darin liegen dass so nahezu alle Banken gerettet werden können, diese keine Zahlungsausfälle mehr befürchten müssen und weil alle Steuerzahler dieser 17 Staaten jetzt gesamtschuldnerisch (jeder für jeden) für die Erfüllung aller Verpflichtungen gegenüber den Banken haften. Als größte soziale Gemeinschaftsaufgabe von gut 500 Millionen Menschen ist dies ein völlig neuartiges Projekt, welches in der Geschichte dieser Erde beispiellos ist. Aber die Banken bedanken sich fein artig – wenn auch etwas nörgelig – weil sie sicher gerne noch etwas mehr verdient hätten für die harte Arbeit die sie Tag ein Tag aus leisten, um die Menschen von ihrem Geld zu befreien.

Jetzt dürfen wir mal wieder rechnen, das ist auch ganz spannend, denn es gibt tatsächlich richtige Gewinner in dieser Geschichte. Nehmen wir mal die vier Problemländer Griechenland, Portugal, Irland, Spanien: Die haben zusammen etwas mehr als 1 Billion Schulden und weil sie so mies sind müssten sie dafür rund 7 Prozent Zins oder mehr zahlen, also rund 75 Milliarden Euro. Die restlichen Staaten haben rund 6 Billionen Schulden, die sie aufgrund ihrer guten Bonität locker für 3 Prozent Zins einkauften, also rund 180 Milliarden Zins pro Jahr dafür zahlen, alle zusammen müssten dann rund 255 Milliarden Zinsen an die Banken abdrücken.

Welche Staaten (Quelle: Wikipedia, Stand 2009)

Schulden
in Mrd.

Zinssatz
in %

Zins in
Mrd. Euro/a

€-Staaten ohne PIGS

5.998,70

3,00

179,96

Portugal, Irland, Griechenland,
Spanien – (PIGS)

1.063,70

7,00

74,46

Summe Zinsen bisher

254,42

Alle 17 €-Staaten
nach Euro-Bonds

7.062,40

5,00

353,12

Jetzt macht die Bank eine feine Mischkalkulation und sagt, wenn ihr alle zusammen, gute wie schlechte Familienmitglieder, jetzt Euro-Bonds haben wollt, dann machen wir euch das für 5 Prozent Zins über alles. Und schwups, jetzt zahlt man für zusammen 7 Billionen Schulden pro Jahr 353 Milliarden an Zinsen. Der Gewinner ist: zunächst natürlich die Banken, die tun sich jetzt für das gleiche Geschäft halt rund 100 Milliarden Euro pro Jahr mehr ins Säckel, weil doch das Risiko ach so groß ist und alle haften. Allein die Verwaltung ist mörderisch, dafür müssen wenigstens 5 Personen zusätzlich eingestellt werden (die 10.000 Entlassungen bei den Banken wegen anderer Vereinfachungen und schlechter Aktienkurse spielen hier jetzt gar keine Rolle). Und die zweiten Gewinner sind: Die PIGS natürlich, weil die die Kohle jetzt billiger kriegen. Ok, weil es unsozial wäre soll man über Verlierer nicht reden, die könnt ihr euch jetzt selbst errechnen, wer da die 100 Milliarden zusätzlich berippeln muss.

Das schönste an diesem Geschäft ist natürlich, wir wollen es nicht unerwähnt lassen: all das Geld was da benötigt wird, schenkt grundsätzlich die EZB den Banken für 0-1,5 Prozent Leitzins, damit die selbiges frisch geschöpftes Geld für die erwähnten 5% an die Staaten verleihen kann. Ihr fragt jetzt nach dem Sinn dieser Aktion? Warum die EZB den Staaten die Kohle nicht direkt zu 0,00 Prozent zur Verfügung stellt, wenn sie das Geld schon frisch erfindet? Das geht nicht, weil die Banken dann keine Zinsen mehr bekämen und die reichen Leute, denen die Banken gehören, daran verarmen könnten. Sicher sind auch ein paar Sparer darunter und andere Anleger, aber Du und ich sind da nicht nennenswert vertreten. So etwas ist im Kapitalismus auch nicht wirklich vorgesehen. Wichtig ist nur, dass ihr für dieses erfundene Geld fleißig arbeitet damit die Geldberge weiterhin schön wachsen und gedeihen. Jetzt seht ihr auch wie wichtig die Banken sind und weshalb ohne die rein gar nichts läuft, denn wer will schon Landschaften ohne Geldberge haben, sähe dann ja aus wie Wüste.

Wie wird die Geschichte enden?

Weil nun das Geld auf der einen Seite und die Schulden auf der anderen immer mehr werden – es geht halt nicht anders – weil die Banken sich das so ausgedacht haben und es deshalb kapitalistisches Gesetz ist, wird es wie folgt kommen. Die Euro-Bonds sollen den Finanz-Supergau noch ein wenig weiter hinauszögern, um das Maximum an Zinsen aus den Leuten aller Staaten rausquetschen zu können bevor die alle absehbar wie Dominosteinchen umfallen. Dieser Tag wird dann sein, wenn alle Arbeitskraft der Euro-Bonds-Staaten-Menschen nicht mehr ausreichen wird den Zinsdienst für das erfundene Geld bedienen zu können. Das interessiert allerdings das Geld nicht, es muss strikt nach Plan und pünktlich bedient mit reichlich Zinsen gefüttert werden, sonst bekommt man sein AAA Prädikat nicht und muss dann noch mehr zahlen wenn man kein Geld hat, wie oben bereits erwähnt.

So ihr Lieben, das was ihr hier jetzt auf dieser Seite gelernt habt, das schaffen unsere Politiker ihr ganzes Leben nicht zu lernen, oder sie wollen es halt nicht. Und jetzt habt ihr auch verstanden warum diese Waffe so gefährlich ist. Man muss damit gar nicht so genau zielen, man trifft immer und deshalb können die Banken richtig stolz auf diese Neuentwicklung sein. Sie können bedenkenlos alle Mitgliedsstaaten des Euro mit dieser Wunderwaffe ausstatten, denn sie haben die absolute Gewissheit, sofern einer damit auf sie zielt, dann trifft der garantiert immer den Richtigen. Deshalb sind die auch völlig furchtlos wenn damit mal einer zum Ballern bei denen vorbeikommt.

Zum Abschluss ein wenig Balsam für die Seele und für das gute Gefühl.

Ihr müsst euch jetzt nur vorstellen – es ist ja der Traum von einem Europa – dass wir alle eine ganz große Familie sind. Egal ob einer viel oder wenig arbeiten kann, ob er strukturelle Defizite hat oder nur schlechte Ausgangsvoraussetzungen … jetzt sind wir alle gleich … dank der Banken und der Euro-Bonds. Und wenn euer Nachbar mal seine Kredite nicht zahlen kann; macht doch nix, dafür seid ihr ja da. Auf gut Deutsch: die Leute in Europa waren noch nie sozialer als heute. Deshalb kommen sie auch mit sinkenden Löhnen gut zurecht, retten die Banken und erfreuen sich daran wenn es den ganz Wenigen, denen die Banken gehören, richtig gut geht. So stellen wir uns den aufgeklärten Europäer vor, ein echter Weltenbürger von Format. Und wer von euch hätte gedacht dass der Sozialismus ein weiteres Mal ausgerechnet von Banken erfunden werden sollte? Clevere Kerlchen nicht wahr!

 

Bekennerbrief an das Merkel nebst Exilangebot

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Ich bin deutschland • Quelle:

Berlin Groß-Maulsdorf: Liebes Merkel, zunächst auf die seltsam anmutende Anrede eingehend die für Verwirrung sorgen könnte. Viele Menschen in dieser Replik sind zu der Erkenntnis gelangt, dass Du aufgrund der schwierigen Themen und Entscheidungen gar nicht mehr wissen kannst ob Du derzeit nun Männlein oder Weiblein bist. Auch wir wollen uns darüber kein abschließendes Urteil erlauben, deshalb belassen wir es bei der freundlich sächlichen Form und hoffen gleichwohl dass Du die schöne Zeit in der „Waschmaschine“ ausgiebig „Genossen“ hast. So langsam naht aber die Zeit in der dem Pöbel (dass sind wir, die Schreihälse die Du seit 1989 nicht mehr magst) nach sachlich korrekten Entscheidungen dürstet. Deine Wolkenkuckucksheime lösen sich immer mehr in Luft auf und kaum jemand ist mehr imstande diese zweifelsfrei wahrnehmen zu können, wo doch schon die „Blühenden Landschaften“ Deines Ziehvaters nirgends zu sehen waren oder vor der Blüte vom harten wirtschaftlichen Winter geholt wurden.

Sicher akzeptieren wir dass Dich zu forderst die Angst um eine Wiederwahl umtreibt, Du infolgedessen zwischen ausgewogener Untätigkeit und blödsinnigstem Aktionismus schwankst. Ja selbst die Tatsache – dass Du Deutschland bist – konnten wir über lange Zeit hinnehmen, solange ein Nickerchen dabei machen und nebenher fleißig schaffen, sofern es noch Jobs für uns gab und wir darüber hinaus nicht gerade dem Lohndumping erlagen. Nun aber stinkt es uns an allen Ecken und Kanten und der Modergeruch des verwesenden Staatsapparates geht uns nicht mehr aus der Nase – es stinkt einfach zu gewaltig. Die Quelle dieser Fäulnis, so haben langanhaltende Geruchstests aus allen Himmelsrichtungen ergeben, liegt innerhalb der Bannmeile zu der wir leider keinen rechten Zugang haben, weil Du und Deinesgleichen dort die Grabesruhe gesetzlich zementiert habt. Gerne würden wir zum Aufwecken oder gar zum Ausmisten mal vorbeikommen. Genau dazu hätten wir jetzt noch einige „Anmerkelungen“ zu bieten. Schließlich möchten auch wir den Frieden innerhalb des Landes wahren und vor allem auch den Wohlstand für eine Mehrheit der Menschen und nicht nur für die überschaubare Clique Deiner getreuen Berater und Sponsoren. Wir machen es auch nicht zu lang und beschränken uns mal auf einige wesentliche Punkte die Dir heimleuchten sollten.

Grundgesetz Artikel 20 (4)
Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

Leider müssen wir jetzt feststellen, dass Du in einer Art und einem Umfang über unsere Steuergelder verfügst die, sofern man es sachlich betrachtet eher als Veruntreuung zu bezeichnen sind. Uns fallen da gerade die Rechtsnormen nicht ein nach denen da hunderte von Milliarden Euro als „alternativlos“ irgendwohin verschenkt werden müssen/sollen. Selbst der EU-Vertrag sieht ja so etwas nicht vor. Auch der Beruhigungsversuch, dass man doch über den Fraktionszwang diese Untreue mehrheitlich nach Deiner Weisung im Bundestag legitimiert hat ändert nun mal nichts daran dass durch übermäßiges Verschenken unsere gute deutsche Grundordnung in höchstem Maße gefährdet ist und am Ende in einer Handlungsunfähigkeit enden kann. Diese Unfähigkeit am Ende dadurch überwinden zu wollen auch den Rest der Kompetenzen nun nach Brüssel weg zu delegieren ist dann eher die Vollendung der Beseitigung der besagten grundgesetzlichen Ordnung. Wir kennen nicht einen Wähler in Deutschland der dafür bei irgendeiner Wahl jemals ein Kreuz gemacht hätte.

Also liebes Merkel, Du solltest dies jetzt nicht als Bedrohung durch die rechtschaffenen Bürger dieses Staates auffassen, so etwas liegt uns völlig fern – wir wollen aber nicht Bürge® für alles sein. Ist es denn wirklich vonnöten dass Dich 83 Millionen Menschen in Berlin heimsuchen kommen, nur damit Du bemerken kannst dass es diese Menschen auch in der Realität noch gibt? Rechne doch nur mal die Reisekosten für diese Massenveranstaltung genau nach. Das Geld für ein einziges Ticket, eine wundersame Reise für Dich ins Exil bekommen wir sicherlich in zehn Minuten zusammen. Wenn es hilft gerne auch auf Staatskosten und sofort. Denk einfach mal pragmatisch und wirtschaftlich. Du solltest auch nicht darauf hoffen dass Dich die Bürger aus Griechenland, Portugal, Irland, Italien oder Spanien wählen. Auch dafür müsstest Du verreisen und Dich dort zur Wahl stellen. Also tu was, aber mach es uns nicht so schwer.

Grundgesetz Artikel 146
Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.

Also liebes Merkel, jetzt wurde ja 1990 diese Bestimmung ein wenig geändert und das gesamte Deutsche Volk soll seither Berücksichtigung finden, dies ist der eingefügte Teil: „das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt“.

Hier also unsere bescheidene fachliche Nachfrage. Auf welche Deutschen oder welche Ereignisse warten wir denn noch? Was stimmt da nicht mit unserer Vollendung, der Einheit oder Freiheit, um diesem Teil des Grundgesetzes nachzukommen? Wir sehen diese Umstände schon seit 20 Jahren erfüllt. Oder warten wir noch auf Pommern, Ostpreußen oder andere alte Reichsgebiete bevor wir zur Abstimmung schreiten können? Oder bekommen wir die Volksabstimmung deshalb nicht hin weil wir mit Dir nicht einig sind? Oder gibt es möglicherweise gar keine Freiheit für Deutschland, sodass sich unter solchen Kautelen selbstverständlich eine Abstimmung verbieten würde? Pack doch mal die Nachkriegs-Kanzlerakte der Alliierten auf den Tisch von der schon Helmut Schmidt mal fabulierte. Vielleicht gibt die ja noch einige Aufschlüsse dazu her warum dass mit unserer Freiheit nicht klappt und wir noch etwaigen Pfandrechten Dritter unterliegen und deshalb solange zuwarten müssen. Hast Du etwa die letzten Reparationen nicht bezahlt? Nur wissen sollten wir um derlei Kleinkram schon, bevor Du jetzt hergehst und alles bis zu unseren Urenkeln für die Euro-Bondage-Party bis in alle Ewigkeit verpfändest.

Den Unterschied zwischen einer Verfassung und dem Grundgesetz solltest Du ja schon kennen. Auch wenn das Grundgesetz ja gar nicht so übel ist, wäre doch eine Grundlage die sich das Volk selbst verordnet (eine Verfassung) um vieles besser. Das Völkerrecht spricht eben dann von einer Verfassung wenn die Menschen im direkten Wege darüber abgestimmt haben und eben nicht deren Vertreter daran rummurksten. Oder möchtest Du etwa fortwährend nach einer Hausordnung leben müssen die Du nicht selber mitgestaltet hast? Aber statt hier eine eigene Verfassung zuzulassen bist Du schon wieder dabei weitere Befugnisse in Richtung Brüssel zu verschenken, natürlich auch ohne dieses Dein dummes Volk dazu befragt zu haben. Selbst Monarchen hätten sich so etwas nicht unbedingt getraut. Aber die lange Lehrzeit in FDJ Kadern scheint diesbezüglich auch zu enthemmen. Nun gut, weil Du auch in diesem Punkte ziemlich nachlässig bist stapelt sich damit schon ein weiterer Ausweisungsgrund. Du könntest alledem natürlich auch noch mit einer Flucht nach Moskau, Pjöngjang, Havanna oder Peking zuvorkommen, wir würden Dich gewiss nicht aufhalten und in Frieden ziehen lassen.

Natürlich wollen wir auch Deine Verdienste nicht schmälern. Wir wissen es zu schätzen, dass Du unter dem Eindruck der Atomkatastrophe von Japan zur Einsicht gekommen bist und hier nach Deinem Atomwiedereinstieg konsequent den schon gewesen grünen Atomausstieg wieder reanimiert hast. Auch die Nichtteilnahme am Libyenfeldzug mit dem NATO-Angriffspack sei Dir hoch angerechnet. Wenngleich dies nur aus Versehen durch Deinen Außenminister so gekommen sein mag und Du nicht die Kraft gefunden hast noch fix mit aufs Kriegsschiff zu springen. Mehr gute Taten für Dein Fußvolk fallen uns da im Moment nicht ein, für 6 Jahre im Amt eine dürftige Bilanz. Du kannst aber gerne noch einige Deiner Taten nachnominieren die wir jetzt möglicherweise übersehen haben. Nur komm uns bitte nicht mit den positiven Auswirkungen für Deine Parteispender, die interessieren uns in der Masse herzlich wenig.

Wir bekennen uns allesamt zu Deutschland, auch zu Europa und diesem Planten, aber Du hast nicht verstanden dass wir in der Summe nicht zum €-Opa werden möchten. Es ist hochgradig kontraproduktiv wenn man den Enkeln fortwährend alles nachwirft, dann kommen die nämlich selbst nie auf die eigenen Füße und fangen gar nicht erst an selbst tätig zu werden. Genau deshalb wollen wir nicht den Opa in dieser Sache mimen. Auch lieben wir Deine Genexperimente nicht. Du scheinst der felsenfesten Überzeugung zu sein, sofern man deutsche Ackergäule und südländische Zirkusponys lange genug in einem Gespann vereint, dass dann am Ende irgendwann daraus eine Horde uniformer Esel hervorgehen müsse. Das mag für theoretische Physik gelten, ist aber grundfalsch. Frag mal einen Bauern der Ahnung hat, der wird Dir sagen dass so etwas meist in einem Unglück endet. Und deshalb musst Du jetzt weg, weil sonst das Verschenken und die Eseleien kein Ende nehmen. Wir möchten Deinen neuen Sozialismus europäischer Prägung nicht, man kann auch ohnedem friedlich mit seinen Nachbarn leben, auch wenn der eine andere Mütze trägt.

Gezeichnet … die zahlreichen Bekenner für Frieden, Freiheit, Demokratie und Individualität ganzer Nationen.

 

Benediktollah XVI und die „Indignados“

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Benediktollah XVI teilt seine Freuden mit Mammon …

Vatikan – Madrid: Immer häufiger kommt es zu Exzessen wenn Benediktollah XVI alias Papa-Ratzi im Rahmen seiner Glaubensfeldzüge auf Reisen geht. Sei es um seine Schäfchen zu zählen oder selbige ins Trockene zu bringen. Erst jüngst empörten sich (Indignados) in Spanien sehr viele junge Menschen darüber auf, dass Abermillionen an Steuergeldern für die Stippvisite seiner Scheinheiligkeit und den unzertifizierten Stellvertreter Gottes auf Erden verschleudert werden mussten. Dies angesichts der Wirtschaftskrise, einer hohen Arbeitslosigkeit und des daraus resultierenden harten Sparkurses der Regierung. Und der teure zur Beruhigung des Volkes geplante Spaß dieses Himmelskomikers bewirkte bei vielen Menschen eher das Gegenteil, sie fühlen sich genervt. Selbst der Spiegel ohne Leine fand diesen Umstand erwähnenswert und vermerkte es an dieser Stelle. Den Demonstranten zum Troste, waren die für ihren Protest bezogenen Prügel hierin allerdings schon eingepreist, dass kostete also jetzt nichts mehr extra. Aber auch allerhand Homosexuelle fanden sich für die zu erwartenden Knüppel aus ganz anderen Gründen an der Strecke ein und knutschten solange auf der Papstroute bis auch ihnen ein himmlischer Knüppel zuteil wurde.

Kritiker seiner Lustbarkeit bemängeln, dass ihn sein Dienstherr offensichtlich nicht mit genügend Fähigkeiten ausgestattet hat, sonst wären derlei Dinge bestimmt kein Thema. Mit göttlicher Allmacht könnte er es doch fügen. Fehlanzeige, er liegt seinen Schäfchen immer noch auf der Tasche. Insbesondere die teuren Sicherheitsvorkehrungen hat sich selbst Jesus vor gut 2.000 Jahren bei seinen Auftritten nicht gegönnt. Es ist nichts von einer Leibgarde überliefert und ein speer- und pfeilsicheres Gefährt hat er sich auch zu keinem Zeitpunkt gewünscht oder erschaffen. Warum artet so was bei den Nachfolge-Stellvertretern immer in einer derartigen Verschwendung aus? Dabei kann man nicht einmal behaupten dass sich die Welt nicht verbessert hätte. Damals nagelte man Jesus noch ans Kreuz, dass ist heute immerhin verboten. Aber wäre so etwas für seine Stellvertreter nicht eine ausgesprochene Ehre, so ihrem Vorbild zu folgen? Aber die Feiglinge scheuen offenbar die direkte Nachfolge wie es scheint. Darüber hinaus finden wir in den Überlieferungen des Religionsstifters keinerlei Hinweise, wonach seine Stellvertreter und Büttel in Prunk und Gloria seinen Schäfchen nachstellen sollen. Auch hat er keinem seiner Jünger anempfohlen die Welt vermittels des schnöden Mammon zu erobern. All den Prunk und das Geld, alles was er seinerzeit wie Mist aus dem Tempel zu Jerusalem hinauskehrte, haben seine Statthalter längst wieder in sein Haus zurückgeschleppt. Es glänzt und glitzert in der Kirche und kaum ein Deal den man dort nicht vor, nach oder abseits des Altars zuwege bringen könnte. Nun gut, offenbar kann man im Verlaufe von gut 2.000 Jahren schon mal die Götter verwechseln. Vielleicht sieht Jesus es am Ende den Seelen-Fischern des Petrus nach, dass ihnen der Fels seiner Kirche unter den Füßen zu einem Treibsandhaufen zerbröselte.

Wie dem auch sei. Für diese vielen Millionen hätte man bestimmt in Afrika Heerscharen von Menschen über die Hungersaison bringen können, aber nein, eine Lustreise nach Spanien kann auch wegen einer Hungersnot nicht abgesagt werden. Um wie viel wäre es sinnvoller gewesen, er reiste stattdessen auf den schwarzen Kontinent, hätte dort Manna vom Himmel regnen lassen und verseuchtes Wasser in edelsten Rotwein verwandelt. Fehlanzeige, stattdessen plündert seine Scheinheiligkeit die Staatskasse der ohnehin schon kurz vor dem Bankrott stehenden Spanier. Auch wenn sich einige Spanier sehr über seinen Besuch freuen mögen, eine feine Fernsehansprache aus dem Vatikan oder gar vom wunderwirkenden Hirten aus Afrika hätte es sicherlich auch getan. Wohlan, in absehbarer Zeit steht ja auch den Deutschen wieder dieses teure Vergnügen auf Staatskosten ins Haus. Mal sehen, vielleicht finden sich auch hier noch einige freiberufliche Teufelsaustreiber und ehrenamtliche Helfer die dem Stellvertreter im Sinne seines Dienstherrn ein wenig heimleuchten. Ihm die Erleuchtung bringen zu wollen wäre natürlich sehr vermessen, dass muss wohl der Jesus selbst bei passender Gelegenheit mal machen.

 

Weltregierung kommt, Cajero Automático wird erster Weltpräsident

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NWO: Ein wenig abseits vom Trubel – im beschaulichen Kurort Bad Bank – gipfelten die Vertreter der G20 und verabredeten jetzt die Weltregierung. Die Not und das liebe Geld würden es gebieten, man könne nicht länger zuwarten. Die Krise dürfe nicht zur Aufspaltung der Menschheit führen, diese müsse allzeit korrekt bedient werden damit sie lammfromm bleibe. Wie London gezeigt habe, im Zweifel auch mit harter Hand. Selbst eine Wirtschaftsregierung, wie in Europa geplant, sei am Ende zur Lösung der Probleme viel zu kurz gegriffen – es braucht die Weltregierung. In einem ähnlich demokratischen Prozess, wie seinerzeit mit der Ernennung des Europa-Präsidenten, Herman van Rompfui, sei man hier sehr schnell zu einem Ergebnis gekommen und werde den Spanier Cajero Automático zum Welt-Präsidenten ernennen. Im Gegensatz zum EU-Präsidenten sei dieser weltberühmt (international auch unter dem Kürzel ATM bekannt), überall akkreditiert, bestens vernetzt und mehr oder minder allgegenwärtig, was zur Stützung und Förderung der Demokratie unerlässlich sei. Und ganz zur Freude der Deutschen, wie könnte es anders sein, hat er seine Wurzeln natürlich hierzulande, heißt mit Vornamen Tomat und stammt aus dem alten Adelsgeschlecht derer von Geldau.

Von dieser Maßnahme versprechen sich die Führer der Nationen Frieden und Eintracht unter den Völkern, eine Vereinheitlichung der Lebensstandards und mehr Demokratie für alle die es sich leisten können. Wie weiter in Erfahrung zu bringen war, könnte unter diesem Welt-Präsidenten eine Art Online-Demokratie eingeführt werden. Fast täglich könne man über dessen bestehendes und gut gesichertes Netzwerk Online-Abstimmungen durchführen. Cajero Automático bedankte sich für das ihm entgegengebrachte Vertrauen, sagte den Politikern gebührenfreie und grenzenlose Auszahlungen zu und ergänzte sogleich um die positiven Aussichten für die Menschheit. So könnten alle Inhaber einer entsprechenden Bankkarte weltweit an der Demokratie teilhaben. Keine Stimme würde verlorengehen und bereits ab einem Bankguthaben von 50.000 USD oder Äquivalent könne die Stimme dieser Menschen bei der Auswertung Berücksichtigung finden.

Diese Grenze ersetze die vorherige Sperrklausel für Parteien, die unter 5% nicht in die Parlamente einziehen konnten. Dadurch solle die Welt gerechter werden, denn nach oben hin würden die Leistungsträger entsprechend berücksichtigt. Die Stimmgewichtung soll der Größe der jeweiligen Geldberge entsprechen. Sofern jemand 100 Milliarden auf seinem Konto habe, würde gemäß der ihm innewohnenden Wirtschaftskraft auch seine Stimme entsprechend hoch bewertet werden, denn die Kompetenz stehe ja hier völlig außer Zweifel. Am Ende diene dies der absoluten Sicherheit und so könnten völlig demokratisch alle Maßnahmen zum Schutz der Werte online (völlig demokratisch) beschlossen und anschließend umgesetzt werden.

Die so vereinte Welt AG würde keine Grenzen mehr kennen, wenigstens nicht fürs Geld, und am Ende sei dies auch zur Wahrung des Friedens ein geeigneter Schritt. Terroristen könne man sofort durch Einziehung der Bankkarte jeglichen Aktionsspielraum nehmen oder sogleich an jedem Aufstellungsort eines solchen Online-Altars dingfest machen. Die bestehenden Kriege sollten zu Regionalkonflikten oder Bandenkriegen herabgestuft werden und endlich würde das praktiziert was alle Welt schon seit Jahrhunderten weiß: „Geld regiert die Welt“. So sei am Ende die Urdemokratie wieder hergestellt und allen Menschen geholfen.

Auch die weitere Bewältigung der Krise sei denkbar einfach. Man müsse jetzt nur noch das wertlose „Humankapital“ aus dem Markt verschwinden lassen und schon wäre wieder Ruhe an der kriselnden Front, denn nur und ausschließlich diese Schrottpositionen seien das Einzige was die Menschen mit fetten Konten und damit die Demokratie gefährden könnten. Hierzu wurde die Einrichtung von KZ’s angeregt, als eine Art Bad Bank für Humankapital, die sich dieser Thematik annehmen sollten. Diese Kompetenz Zentren hätten die Aufgabe die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfen zu verfrachten und so den Markt vom Gefahrenpotential zu bereinigen und die Welt zu beruhigen.

Also, gewöhnen sie sich einfach daran nur noch ein „Terraner“ oder „Erdling“ zu sein, pfeifen sie auf ihre bisherige Nationalität und wenn sie auch noch über entsprechende „Credits“ verfügen, dann sind sie jetzt voll im Spiel. Sollten sie diese Voraussetzungen nicht erfüllen können oder wollen, werden sie bereits jetzt feundlichst gebeten ihren Lebensberechtigungsschein an der nächsten Polizeidienststelle abzugeben … freundlichst ihr Demokrator … Cajero Automático!

 

Schweiz annektiert Deutschland und Österreich

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+++EIMELDUNG+++ D A CH: Noch tagen die geheimen Krisenstäbe in den Alpenfestungen, aber qpress weiß wie immer schon ein wenig mehr. Offenbar ist seitens der Schweiz geplant Deutschland und Österreich zu annektieren. Die Umsetzung steht unmittelbar bevor. Dies einzig und allein aus dem Grunde Europa zu stabilisieren und absehbare Zerwürfnisse im Vorfeld zu bereinigen. Diese Annexion bietet sich aufgrund der sprachlichen Gemeinschaft an, ferner haben diese Volkswirtschaften annähernd gleiche Leistungsstandards und auch die Arbeitswut eint diese Völker. Die Schweiz ist derzeit schwer besorgt, dass sich an ihren wichtigsten Grenzen unkontrollierte PIIGS-Ställe ausbreiten könnten, eine Geruchsbelästigung der man zuvorkommen muss, bevor es am Ende auch den Schweizern richtig stinkt.

Man müsse mit Bedauern zur Kenntnis nehmen, dass die beiden erwähnten Länder immer handlungsunfähiger würden, was eine deutliche Bedrohung der Schweizer Neutralität darstelle, sofern an den Grenzen keine Ruhe zu wahren sei. Überwiegend entspräche dieser radikale Entschluss aber einem tiefen Mitgefühl gegenüber der Mehrheit der Menschen in diesen beiden Ländern, die man nicht so einfach einem europäischem Sozialismus ausliefern könne. Ein weiteres Argument warum man diesen Schritt wagen will, sollen geheime Anträge aus Bayern und Baden Württemberg sein, die sich zuvor schon der Schweiz freiwillig anschließen wollten.

Selbstverständlich gibt es erste Hinweise darauf wie dieses Gebilde danach auszusehen habe. Die Schweiz gibt den Takt vor. Die grundlegenden Bedingungen nach der Annexion durch die Schweiz sehen einheitliches Schweizer Recht vor, ebenda die Neutralität und natürlich auch Volksabstimmungen. Insbesondere Deutschland würde damit erstmals nach 1945 statt eines Besatzungsstatuts endlich wieder eine Verfassung bekommen, wenn auch die Schweizer. Volksabstimmungen sind bis heute in Deutschland verboten. Das Deutsche Volk wurde bislang stets recht feudal regiert, dies auch in den letzten 60 Jahren, wo man zwar Scheinwahlen abgehalten hat, aber letztlich nicht mehr als die Auswahl zwischen Teufel und Beelzebub zugelassen habe. Man gestehe eben beiden Ländern das Recht auf eine echte Demokratie zu und wolle für deren Umsetzung sorgen.

Ergo bereitet sich die Schweiz auf einen Blitzkrieg vor. Man geht davon aus von Flensburg bis Graz alles binnen 24 Stunden besetzen zu können, dazu sollten einige Hundertschaften des Volkssturms reichen, derweil die übrigen Truppen die Flüchtlingslager für die Machteliten vorbereiten könnten, damit diese nicht vom Mob gelyncht werden. Es seien aber auch schon Asylländer für die Deutsch-Österreichische Junta gefunden worden, sodass ein unnötiges Blutvergießen erfolgreich verhindert werden kann. Gut informierte Greise aus dem deutschsprachigen Untergrund versicherten dem Schweizer Nationalrat inzwischen, dass mit Wiederstand weder in Deutschland noch in Österreich zu rechnen sei. Ganz im Gegenteil, fast 100 Millionen Jubelrufer würden die Befreier schon sehnlichst erwarten.

In den darauf folgenden Tagen müsse dann sofort die Währung auf SFR umgestellt werden. Damit sei dann die Diskussion über das Ausbluten dieser Länder zugunsten anderer Euro-Pleitiers schlagartig beendet, jene Länder könnten sich dann in Ruhe nach einem neuen Zahlmeister umsehen. Aufgrund der neuen Neutralität müsse man dann den alten Besatzern in Deutschland leider einen Platzverweis erteilen, dies sollte aber am Ende den Sparbemühungen eben jener Länder zugute kommen und die Freundschaft dahingehend vertiefen. Auch sei es klerikal völlig in Ordnung wenn jetzt die Schweizer Garde die Wacht am Rhein übernimmt. Selbst die Bezeichnung dieses neuen Staatsgebildes bereite keine Probleme. Zwar müsste es korrekt CHAD heißen, was allerdings zu sehr nach Viertweltland klingen würde. Die Schweizer wollen sich keinesfalls vordrängeln, sodass man bestens mit der Kurzform DACH oder auch DACH-LAND (DACHsLAND) leben könne. Dies sei im Wege eines späteren Volksentscheids zu klären. Bezüglich der Flagge gäbe es nichts zu verhandeln, diese wird der Abbildung entsprechen.

Auf eine Kriegserklärung solle ausdrücklich verzichtet werden. Erstens gezieme sich dies nicht für einen neutralen Staat und die letzten Jahre haben eindeutig gezeigt, dass dies nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist entspreche. Stattdessen wird dieser Akt, wie in den Fällen Irak, Afghanistan und Libyen, als humanitäre Geste deklariert werden und ist damit völkerrechtlich völlig sauber. Da die Übernahme eher schnell und „unmerkelig“ vonstatten gehen muss, sollten die Bewohner vermehrt die Bild lesen oder Schweizer Onlinemedien studieren, denn die GEZ-Sender könnten möglicherweise der Zensur erliegen oder gar ein Berichtsverbot zu diesen Vorgängen und dem Einmarsch auferlegt bekommen. In jedem Falle werde man aber nach erfolgreicher Annexion auch massenhaft Flugblätter abwerfen, damit niemand das Ereignis verpasse. Schon jetzt zeichnet sich ein überwältigender Dank der beiden Völker ab. Welch ein Jubel, welch ein Fest, endlich frei sein und selbst die Geschicke bestimmen. Wie sagt der Berliner: „Schweiz wir lieben Dir“.

Nachtrag nach den ersten Kommentierungen: Angesichts der prekären und sich zuspitzenden humanitären Situation in „D A“, nach den fortschreitenden Veruntreuungen, scheint sich die Vorgehensweise der Schweiz zu bestätigen und die einzig richtige Option zu sein, denn ein Asyl für gut 100 Millionen potentielle Flüchtlinge würde selbst die Schweiz in den Ruin treiben, weshalb die beabsichtigte Annexion der in Rede stehenden Gebiete „alternativlos“ ist.


 

T-Mobile rollt den Markt auf

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Gods old Germany: Was waren die Telekom’ler einst begriffsstutzig als sie mit ihrer Marke in die Welt hinauszogen ohne begriffen zu haben worum es den fremdsprachigen Kunden dabei ging. Am Ende verkaufte man erst Anfang des Jahres den Ableger der Telekom in den USA an AT&T weil man selbst den Markt nicht mehr beherrschte (Frisch am Kartellamt der USA gescheitert). Schon vor dem strickte man eine temporäre Allianz mit Apple bezüglich des iPhone und siehe da, offensichtlich gab es gratis Nachhilfe in Sachen Produktdesign. Jetzt kommt T-Mobile mit einem gleichnamigen Spitzenprodukt um die Ecke geschossen und liebäugelt schon wieder mit der Rückeroberung der englischsprachigen Märkte, nachdem man hier in Deutschland verstanden hat, was die ausländischen Kunden von einem echten T-Mobile erwartet hatten.

Sicher, die Situation ist reichlich vergurgt, aber derlei Erscheinungen sitzt ein Riesenkonzern auf einer Backe ab und so zeigt man sich völlig euphorisiert von der neuen Meisterleistung der eigenen Ingenieure, mit der man glaubt die T-verwöhnte Welt zurückerobern zu können. Auch hier schielt man einmal mehr auf Apple bezüglich der Marktanteile. Wichtig ist jetzt nur, dass T – Mobile zu einem ähnlichen Kult-Objekt wird und damit ähnliche Standards setzt. Sollte dies gelingen, wäre die Vorstandschaft einmal mehr reif für eine Extra-Auszeichnung mit einem anständigen T-Bone.

Qpress hatte alleinig die Gelegenheit das Produkt schon weit vor der zu terminierenden öffentlichen Vorstellung in Augenschein nehmen zu dürfen und erhielt auch die gröbsten technischen Eckdaten zu dem Produkt. Es handelt sich bei dem Gerät wahrlich um eine „Eierlegende Wollmilch Sau“, an Universalität kaum zu überbieten. Ein ähnlicher Hype, wie wir ihn sonst nur von Apple Produkten kennen, wird von Fachleuten der Szene nicht ausgeschlossen.

Dennoch darf man eine gewisse Skepsis bewahren bis sich die Alltagstauglichkeit und das Verlangen der Kundschaft danach bestätigt haben. Im Moment laufen noch interne Studien und Fehlerbereinigungsroutinen, die das Produkt auf den harten Arbeitseinsatz vorbereiten sollen. Aber hier nun die wichtigsten Features, zunächst leider nur sehr wenige Fakten, denn die eigentliche Liste der Eigenschaften, die offenbar auch zum Patent angemeldet wurde, soll rund 870 Seiten stark sein und ist überwiegend noch geheime Kommandosache, was auch darauf schließen lässt, dass die spätere Betriebsanleitung wohl nur noch auf DVD ausgeliefert werden kann:

  • Volle Küchen- und Feuchtraumtauglichkeit
  • Bedienung aller Netze bei 24h Dauerbetrieb ohne Überhitzung möglich
  • Booster für Volldampfplaudereien, Subwoofer integriert
  • Diskret unterm Deckel verborgene Wählscheibe für alle T-Sorten
  • Auch sprachwahlfähig, Fernwahl über W-ahn-Lan möglich, unterstützt alle IP-Protokolle
  • Kultige Fahrgestell-Innenbeleuchtung
  • Neuer USB 3 Anschluss mit bis zu 100 Watt Übertragungskapazität
  • Weitere Optionen: T – to go, T – On the fly, T – for two (and more)
  • Spezialausrüstung für den amerikanischen Markt: T – Party, T – Vote (nicht DE – Vote kompatibel)
  • Generell kompatibel zu allen T – Sorten
  • Betriebstemperaturbereich von -270° bis +380°, weltraumtauglich (probieren sie es aus)
  • Umfangreiches Zubehör: T – Mobile Socke, Ohrenwärmer mit integriertem Kopfhörer, Handschuhe, Rucksack für die „To Go“ Varianten, Radwechselset nebst Ersatzreifen, aufblasbarer Reserveakku, Umgebungstemperaturfühler, Stimmungssensor für frei erhältliche Auto T – Wahlprogramme, (T – Party Alarm nur für Europa verfügbar, in den USA nicht erlaubt.

Um nun allerdings die Missverständnisse zu vermeiden, die in Amerika zu der ersten Bauchlandung des Konzerns führten, wird man das Produkt nur und ausschließlich im deutschsprachigen Raum (D A CH) unter einem anderen Label, und zwar „Tee-Mobil“ in den Markt pushen, was auch der letzte Alm-Öhi auf Anhieb begreifen sollte. Denn nichts wäre schlimmer, als dass dieses Produkt in heimischen Gefilden floppen würde. Als kleine Reminiszenz an die amerikanischen Freunde wird es bei der Auslieferung des Produkts gratis einige Apple--T-Proben geben und eigens zur Feier dieser Novität wird es einen Direktzugang zum Apple Store geben in dem dann Zeitgleich diverse Joint-T-Sorten zum Download bereitstehen werden. Lassen wir also der T-volution ihren Lauf.

 

Drohnen über London, Cameron macht Kampfansage

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London: Armes England, finanziell und mittlerweile auch im Geiste. Die Gewalt bricht sich Bahn und prompt kommt die regierungsgewaltige Ansage zur Gegengewalt. Brennende Mülltonnen, Autos, Häuser, Randalierer und Plünderer allerorten. Kriegsgleiche Straßenschlachten mit der Polizei, erste Tote, viele Verletzte, die englische Metropole zunehmend polarisierter und im Ausnahmezustand. Eine Situation, die wir ansatzweise schon von Paris her kennen. Dennoch scheint hier etwas anderes mitzuschwingen, die Analyse ist allerdings nicht einfach. Die Experten streiten sich, ob nur kriminelle Subjekte ihr Unwesen treiben, wie tiefgreifend soziale Ursachen dafür sein könnten und wie sehr gar die mörderischen Sparmaßnahmen der Regierung diese Situation begünstigt haben.

Jetzt prescht der Regierungschef mit harschen Drohungen in die Runde, will die Sache mit aller Härte wieder befrieden. Neben dem Einsatz von Wasserwerfern, der bislang von den Engländern für unwürdig befunden wurde um in einer Demokratie Verwendung zu finden, droht Cameron darüber hinaus den Unbeugsamen mit dem Militär. Auf letzteres stehen die Engländer natürlich und ein bisschen Bürgerkrieg im eigenen Lande kann auch nicht schaden. Hätte man dadurch sogar noch ein wenig mehr Veranlassung die harten Jungs von der „Army“ aus den vielen fernen Landen wieder an die Heimatfront zu beordern. Dies wäre auch billiger und würde die harten Sparbemühungen weiter unterstreichen. Hiermit kann er punkten. Weitergehend droht er seinen Opponenten – wie im richtigen Krieg – ggf. auch noch die Kommunikationswege abzuschneiden. Er will Twitter-, Facebook- und Social-Network Verbote in England für diesen Zweck hoffähig machen. Letzteres wird teilweise erfolgreich in islamischen und anderen diktatorischen Staaten bereits angewendet, um die Individuen orientierungslos und unkoordiniert in der Gegend herumstehen zu lassen, Absprache um jeden Preis verhindern. Bestens noch ein Berichterstattungsverbot, dann merkt es auch der Rest der Welt nicht mehr.

Wir können also erkennen, er ist ein kreatives Köpfchen, allzeit den legendären Gewaltmustern des Empire ergeben. Klar, wie soll man in der Krise noch Punkte sammeln, sein Image aufbessern, damit man trotz der Daumenschrauben die man dem Volk angesichts der Krise angelegt hat auch noch die Chance behält im Amt zu bleiben oder gar wiedergewählt zu werden. Qpress interessierte in diesem Zusammenhang was sich Cameron bei seinen letzteren Drohungen gegenüber Teilen seines Volkes gedacht haben mag. Deshalb führten wir einmal ein ebenso gedachtes Interview mit dem Hardliner von der Insel und kamen dabei zu folgenden virtuellen Aussagen, die der Wahrheit entsprechen mögen, aber in der Realität wohl nie und nimmer vom virtuellen Interviewpartner bestätigt werden dürften:

Qpress: Wie konnte es zu diesen Ausschreitungen kommen?
Cameron: Das wissen wir bis heute leider noch nicht. Als Regierung können wir dafür keinen echten Grund erkennen, außer möglicherweise hormonelle Störungen der Störer. Letzteres macht deren Treiben aber natürlich nicht weniger kriminell. In keinem Falle gibt es eine Berechtigung Gewalt auszuüben, da haben auch wir hier in England ein Monopol darauf. Diese Leute gehörten nicht zu diesem Pool, also mussten wir ihnen bisher recht zaghaft zu verstehen geben wer ihre Gewalt in Händen hält. Bedauerlicherweise müssen wir hier wohl noch etwas drauflegen.
Qpress: Sie haben weitere harte Gegenmaßnahmen angekündigt, halten sie diese für gerechtfertigt und glauben sie damit die Gewalt endgültig beenden zu können?
Cameron: Ja unbedingt, es ist ja nur eine begrenzte Verschärfung der Maßnahmen um Schaden von unserer Demokratie fern zu halten. Da muss es schon mal erlaubt sein einige Kommunikationsdienste zeitweilig zu sperren, um so illegale Ansammlungen zu verhindern. Dies dient der öffentlichen Sicherheit und damit unseren Bürgern. Dafür können doch soziale Netzwerke nicht gut sein. Auch die Wasserwerfer mögen im Extremfall den Mut der Kriminellen um einiges herunter kühlen und die Jungs von der Army sind nur zur Verstärkung der Polizei da, weil diese personell gar nicht mehr in der Lage ist England allein in einen Polizeistaat zu verwandeln. Dafür mussten wir bislang auch an der Stelle zu hart einsparen. Natürlich bereiten wir dadurch auch den Boden für unsere europäischen Nachbarstaaten vor. Deutschland wartet förmlich auf solche Erfolgsbotschaften, weil man doch auch dort gerne die Bundeswehr im Innern sehen würde. Nun gut, England ist es gewohnt den Vorreiter zu machen, wir stellen uns dieser Aufgabe.
Qpress: Aus dem Iran, Syrien, Libyen und vielen weiteren hoch angesehen Staaten kommen Vorwürfe, sie würden diese Menschen unterdrücken und einen berechtigten Aufstand mit Gewalt niederzuschlagen suchen. Dies sei sehr undemokratisch, auch verstoße es gegen Gottes Gebote und rieche förmlich danach nur an der Macht bleiben zu wollen?
Cameron: Völliger Unfug, wir haben es hier nur mit Kriminellen zu tun, einen solchen Vergleich lehne ich ab. Sollen sich bitte die Despoten dieser Länder an die eigene Nase fassen.
Qpress: Wo sehen sie bei den angekündigten Maßnahmen den Unterschied zu Ihrem Engagement in Libyen?
Cameron: In Libyen helfen wir den Aufständischen bei der Durchsetzung unserer legitimen Interessen, zum Schutz von Demokratie, Freiheit und Menschenrechten vor Ort und setzen uns für einen freien Zugang der Welt zu diesem Land ein. Hier in England ist die Sache nicht so komplex, wir sollten die auch nicht so hoch hängen denn in England verteidigen wir lediglich unsere (Sach)Werte, hier kann es nicht um Demokratie und Freiheit gehen, dass wäre ja absurd.
Qpress: Nun haben erste Staaten angekündigt, sie würden die Aufständischen in London aus besagten Gründen unterstützen wollen. Der Anerkennung eines Aufständischen- oder auch Schüler-Rates stünde nichts im Wege. Nach einer Anerkennung könnten sofort Geld- und Waffenlieferungen folgen. Ängstigt sie diese Aussicht, zumal sie ja dann nicht mehr legitimer Vertreter Englands gegenüber diesen Staaten wären?
Cameron: Das ist ja eine bodenlose Frechheit. Wenn wir woanders Bomben werfen und unsere Killerkommandos im Einsatz haben, dann dient dies grundsätzlich dem Frieden, der Freiheit und der Demokratie. Wir werden allen Regierungen das Handwerk legen, die irgendeinen Aufständischen-Rat hier anerkennen wollen. Wir werden sie im Rahmen des Krieges gegen den Terror mit abarbeiten.
Qpress: Aber jene Staatenlenker behaupten doch auch nur gegen Kriminelle im eigenen Land vorzugehen und können da auch keinen Aufstand erkennen. Messen sie jetzt mit zweierlei Maß?
Cameron: Keinesfalls, wir haben da nur einen Maßstab, dass ist der unsere und der allein gültige, darüber kann man nicht verhandeln und den haben uns die Kollegen von der UNO bestätigt.
Qpress: Kommen wir abschließend noch einmal zurück auf die Ursachen. Als einer der Hauptgründe wird die rapide Umverteilung genannt. Dies führt zu massiven Kürzungen auch existentieller Leistungen des Staates gegenüber seinen Bürgern. Wo sehen sie an dieser Stelle beispielsweise den grundlegenden Unterschied zwischen den Menschen in England und in Libyen?
Cameron: Das ist schnell erklärt. In unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung ist es selbstverständlich auch jedem Mittellosen unbenommen in Frieden, Freiheit und Würde zu verhungern, er wird hieran von keiner staatlichen Einrichtung gehindert, seiner freien Entfaltung steht nichts im Wege. Dahingegen sind die Menschen in Mordafrika, speziell in Libyen, darüber hinaus noch von der Staatsgewalt an Leib und Leben bedroht, diese Freiheit fehlt also dort. So etwas kann man nicht zulassen, deshalb müssen wir den Menschen in dieser Region helfen. Sehen sie, so viel Weitsicht legt selbst ihre Bundeskanzlerin Merkel an den Tag, wenn sie am Hindukusch beginnt die Freiheiten der Deutschen und damit Europas gegen die Taliban zu verteidigen. Wir müssen bei all unserem Handeln stets auf die Wahrung der realen Werte achten, die Menschen wachsen schon wieder nach.

Daraus dürfen wir schlussfolgern dass, je nachdem ob sich nun ein Schüler-Rat in England bildet oder nicht, die Situation dort weiter eskalieren kann. Sollten hernach tatsächlich Waffen- und Geldlieferungen an die Rebellen erfolgen, sähe es düster für den Cameron und die Queen aus. Darüber hinaus hat Cameron natürlich auch nur erst mit den geringsten seiner Möglichkeiten gedroht. Vielleicht werden die im harten Auslandstest befindlichen Drohnen in die Heimat zurück beordert und er könnte dann das Ballerspiel direkt aus der Downingstreet führen und müsste dazu erstens nicht soviel Personal einsetzen (das spart), auch die Verlustquote ließe sich so auf seiner Seite minimieren (spart Menschenleben bei gutem Personal). Ferner könnte er sich beispielsweise im Rahmen des Bündnisses (hier der EU) auch weitere Truppen zur Aufstandsbekämpfung schicken lassen, dies ist in den EU Verträgen bereits vorgesehen, denn wir sind ja schließlich auch alle Freunde und da muss man den Gegnern seiner Freunde auch mal was auf Maul geben wenn es ernst wird, insbesondere wenn die gemeinsamen Interessen der Werte-Gemeinschaft bedroht sind. Ganz ohne Gewaltbereitschaft kann man heutzutage offenbar niemanden mehr beeindrucken. Dies scheint auch die junge englische Generation verstanden zu haben, die teilweise noch die erst in 1986 abgeschaffte Prügelstrafe in der Schule genossen hat, also gar nicht gänzlich ohne Vorbild in dieser Situation operiert.

 

USA siecht auf ganzer Linie und bleibt damit AAA

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Hey you are AAA America

Money Tuba: Grandios! Nach monatelangem zähen Kampf um die Existenz der Nation gelang nun offenbar der grandiose Durchbruch. Demnach bleibt den USA das „AAA“ erhalten und die breite Mehrheit der Amerikaner ist dabei zu siechen. Man könnte diesen historischen Kompromiss zwischen den Republikanern und den Demokraten natürlich auch schlecht reden, würde aber die Sachlage nicht treffen, denn die drei Rate-Agenturen sind sich absolut einig, dass nur der jetzt beschlossene schmerzliche Schritt das Ansehen der Nation und des großen Geldes aufrecht erhalten kann. Wir wollen kurz die Eckdaten zusammenfassen und einen Ausblick wagen, in welchem Umfang Amerika dadurch gewinnt.

Man geht derzeit von einer Anhebung der Schulden-Obergrenze um 2,1 Billionen Dollar aus, die eine weitere Diskussion vor den nächsten Präsidentschaftswahlen in 2012 unterbinden soll. Damit liegt hernach das neue Limit bei rund 16,4 Billionen Dollar. Demgegenüber sollen in zehn Jahren 2,4 Billionen Dollar bei den Ausgaben gekürzt werden, also pro Jahr rund 240 Milliarden Dollar. Davon ausgehend, dass die aus der Erhöhung der Obergrenze resultierenden zusätzlichen Zinsen rund 1 Billion Dollar über denselben Zeitraum betragen werden, muss vermutlich das Kürzungsvolumen um diese 1 Billion erhöht werden, sofern es einen soliden Anstrich bekommen sollte. Von einer Tilgung der Schuldenlast darf nach 60 jähriger US-Haushaltserfahrung nicht ausgegangen werden, eher wird man nach der Wahl in 2012 über die nächste Erhöhung der Schulden-Obergrenze nachdenken. Aber nach Adam Riese sollte jetzt für rund 1,5 Jahre Ruhe an dieser Front herrschen, sofern nicht die Steuereinnahmen angesichts einer strangulierten Wirtschaft ausbleiben oder gerade noch ein Krieg begonnen werden muss. Aber soviel Realismus braucht nach diesem Erfolg zunächst nicht zur Schau gestellt werden.

Wer sind nun die Gewinner und die Verlierer in diesem Spiel? Klar, in Amerika gibt es immer nur Gewinner, wir kennen das Land nicht anders, dafür lieben wir es. Zunächst hat sich damit die Finanzindustrie eine weitere Billion Zinsen auf erfundenes Geld gesichert, welches sie sich vermutlich zu 0,00 Prozent bei der FED abholen kann, um es dann dem Staat für rund 4 Prozent zu verleihen. Also ein ganz klarer Sieg nach Punkten, den die Finanzindustrie mit einer kleinen weiteren Feierstunde verbinden kann, denn dadurch wird der Anteil der über Steuern zu erbringender Zinsen und damit dieser Part am US-Haushalt weiter deutlich zu Gunsten der Geldindustrie ausgebaut. So etwas schafft Vertrauen an den „Märkten“. Damit landet das Geld in kompetenten und guten Händen und muss nicht mehr für Sozialleistungen oder Gesundheitsweisen veruntreut werden. Die Wunschvorstellung der Finanzindustrie ist es aber die 100% Marke der Steuereinnahmen zu knacken und auf Dauer diese Position auf die eigenen Konten umbuchen zu können. Im Zweifel stellt man dafür gerne noch weiteres erfundenes Geld zur Verfügung, nur muss sich eben die Regierung so wie jetzt, auch entsprechend verpflichten. Dafür sind ja auch die Volksvertreter da. Die Tea-Party begrüßt diese Entwicklung von Herzen, allein aus Sorge vor den zuvor geschilderten Veruntreuungsmöglichkeiten. Aus zutiefst religiös- moralischen Gründen ist man beispielsweise bei der Tea-Party der Überzeugung, dass man einem Hungernden seine restlichen Lebensmittel fortnehmen sollte, damit dieser wieder in Bewegung kommt und sich seinen Unterhalt selbst beschafft.

Warum aber hat jetzt die ganze Nation gewonnen? Ganz einfach, wir wissen um die Fettleibigkeit der Amerikaner und auch um die Überversorgung im Gesundheitswesen auf Staatskosten. Dadurch, dass die Einnahmen jetzt mehr in Richtung Zinsdienst und Geldindustrie umgeschichtet werden müssen, können die Menschen endlich etwas konsequenter auf Diät gehalten werden. Dafür ist es auch notwendig die „Foodstamps“ ein wenig magerer ausfallen zu lassen, dient also eindeutig der Volksgesundheit. Dies trifft auch auf den Gesundheitssektor im weiteren Sinne zu. Weniger Arztbesuche machen gesünder. Dies lässt sich allein schon anhand deutscher Statistiken beweisen. Wenn sich keiner mehr den Arzt leisten kann geht auch keiner mehr hin. Statistisch gesehen sind dann alle Menschen viel gesünder. Viel Glück Amerika!

Weiteres großes Glück haben alle Amerikaner bei den Einsparungen im Bereich der Infrastruktur. Sofern man nämlich an Brennpunkten weitere 20 Jahre zuwartet, dann bekommt die Nation die Möglichkeit diese Schwachstellen idealer Weise mit neuster Technik auszurüsten. Dies heute zu tun wäre reine Verschwendung und Geldverbrennung, weil die Technik mit Sicherheit in zwei Jahrzehnten veraltet wäre. Ähnlich verhält es sich auch bei den Einsparungen im Bildungsbereich. Zu (ein)gebildete Menschen sind für das System gefährlich, also schon wieder gewonnen. Nur Geheimdienste und Militär müssen weiterhin mit mehr Geld versorgt werden, um die innere wie auch die weltweite Sicherheit zu gewährleisten. Dies selbstverständlich auch um einen möglichen Putsch zu unterbinden, denn man sollte bewaffnete und unterbezahlte Kräfte nicht unterschätzen, wie man in zahlreichen Ländern auf dieser Erde exemplarisch erfahren kann.

Wie man sieht, könnte sich Deutschland hiervon noch eine große Scheibe abschneiden. Betrachten sie nur diesen Menschen auf dem Bild – diesen aufrechten Patrioten – mit welcher Leidenschaft und mit welchem Selbstverständnis er für sein Triple A Homeland eintritt und dem Weckruf von „Uncle Sam“ zur Rettung der Nation folgt. Im Gegensatz zur „Upper Class“ fürchtet dieser Mann auch keine Steuererhöhungen. Ein wahrer Held. Immer mehr Leute schließen sich in den USA seinem Vorbild an, manche zwar ein wenig notgedrungen, aber sie tun es, halt wahre Patrioten.

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