Two donkeys on the way to war • Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Donkey_Rider_icon.svg

Donkey-World: Es war zu erwarten, die Betriebswirtschaftler haben sich auch im Bereich der Kriegsführung durchgesetzt und nochmal exakt nachgerechnet. Zwar plante die US-Army den Einsatz motorischer Esel, diese seien aber offensichtlich noch lange nicht ausgereift und darüber hinaus erheblich zu teuer wie der Spiegel-ohne Leine an dieser Stelle berichtet. Eine bahnbrechende Erkenntnis, die jetzt möglicherweise vielen Eseln das Leben kosten dürfte. Tierschützer laufen Sturm.

Bevor allerdings die US-Army gänzlich auf den Hund kommt ist darüber hinaus sehr wohl damit zu rechnen, dass die uniformierten Betriebswirtschaftler an dieser Stelle nicht Halt machen werden. Vermutlich werden jetzt auch wieder vermehrt zweibeinige Esel ins Gefecht geschickt weil selbst diese analog zu dem ganzen Hightech-Kriegsspielgerät erheblich preisgünstiger sind. Menschenrechtsaktivisten nehmen dies nicht einmal zur Kenntnis.

Wir berichteten bereits in „Moderne Kriegsführung“ ausgiebig über das Thema. Demnach dürfte das Programms „Blut für Öl“ eine erhebliche Ausweitung erfahren, indem man die Themenkreise erweitert bis hin zu „Blut für den letzten Dreck“. Anders als das technische Kriegsgerät, welches ja noch erst gebaut, beschafft und vor allem bezahlt werden müsse, wäre von den zweibeinigen Eseln eine auskömmliche Menge sofort ab Lager verfügbar. Auch hat man inzwischen festgestellt, dass es sich beim zweibeinigen Esel um einen „willigeren“ Knecht handelt (weniger störrisch und reagiert zuverlässiger auf Befehle). Zur größten Freude der Ökonomen falle dieser dazu noch in die Kategorie „Nachwachsende Rohstoffe“, den man relativ schnell akquirieren kann und entsprechende Reserven weltweit für jeden beliebigen Krieg unproblematisch mobilisierbar sind. Über den wirtschaftlichen Nutzen hinaus gedenkt man damit auch den Belangen der ökologischen Kriegsführung intensiver Rechnung zu tragen. Biologisch abbaubares Kanonenfutter liegt demnach völlig im Trend. Das Militär verspricht sich auch deutliche Haushaltsentlastungen, zu denen es seitens des Kongresses – angesichts der maroden Haushaltslage – aufgefordert worden sei, soweit es nicht entsprechende Erlöse aus den aktuell geführten Kriegen generieren könne.

Normalerweise ist kein Esel so dumm freiwillig in den Krieg zu ziehen. Und dennoch schließt sich hier der Kreis wonach eine alte Weisheit ihre Gültigkeit behält, der zufolge Kriege nicht enden werden, solange es nur genügend Esel gibt. So kann die Herrschaft weiter Maulaffen feilhalten und im nächsten Moment die Maulesel in den Krieg schicken.

US-Elite-Esel ersetzen Roboter bei der Army
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