Gaddafi zeigt sich einsichtig und fordert Einschreiten des Westens<br><small>Quelle: https://secure.wikimedia.org/wikipedia/commons/wiki/File:Muammar_al-Gaddafi_at_the_AU_summit-LR.jpg?uselang=de</small>

Libyen: Nach der arabischen Liga, der EU und den USA meldet sich endlich auch Muharrharr al Gaddafi (Nordafrikas größte Lachnummer) zu Worte. Er preist seine ersten Erfolge im Kampf gegen al-Qaida. Er sei überrascht in welchem Maße sein Land von diesen Terror-Touristen durchsetzt sei. Immer wieder kam es in den letzten Wochen zu kriegsähnlichen Zusammenstößen mit Heerscharen dieser Aufrührer die versuchten Libyen zu unterjochen und dort einen Gottesstaat nach den Idealen des allseits gesuchten bin Laden zu errichten. Besonders bedrückend und verstörend empfinde er die Haltung des Westens, der offenbar in Unkenntnis der tatsächlichen Umstände in seinem Land sich im ersten Moment auf die falsche Seite geschlagen habe. Er sei aber großmütig und gewillt dem Westen zu verzeihen. Noch sei es für den Westen nicht zu spät seine Profitinteressen zu retten, ließ er verlauten.

Es könne nicht angehen, das der freiheitsverliebte Westen jetzt unter falsch verstandenen Prämissen seine Freiheit einschränken und gleichsam international seine Unterdrückung und Ächtung fördern wolle. Dies sei schlicht menschenrechtswidrig und aus Sicht gesunder realwirtschaftlicher Überlegungen abnormal. Er gehe davon aus, dass es sich bei derlei Ansinnen um eine erste verständliche Überreaktion des Westens handele, die durchaus noch korrigierbar sei. In diesem Zusammenhang legte er abermals ein verbindliches Treuegelübde gegenüber dem Kapitalismus ab. Der Sozialismus solle aber für den Rest der Bevölkerung in seinem Lande erhalten bleiben. Dabei verwies er auf die großen von ihm bereits im Ausland angehäuften Reichtümer seines Familienbetriebes auf deren Schutz er bestehen müsse. Dies sei gottlob schon durch die entsprechende Sperrung seiner Konten in vielen Ländern in die Wege geleitet worden.

Darüber hinaus möge der Westen nicht so zögerlich sein und endlich internationale Truppen zu seiner Unterstützung entsenden, die hernach an seiner Seite kurz und entschlossen den Kampf gegen den internationalen und zerstörerischen Terror-Tourismus zu Ende bringen müssten. Er sei auch nach kuwaitischem Vorbild bereit die Kosten einer militärischen Intervention des Westens – zum Schutz seines Landes – aus seinem Privatvermögen zu bezahlen. Entsprechendes dürfe der Westen nicht von den Terror-Touristen erwarten, die immer alles umsonst haben wollten. Er sei aber nahezu bedingungslos bereit diesen Preis für sein Land zu zahlen.

Deshalb fordere auch er unbedingt die Einrichtung einer internationalen Flugverbotszone. Dadurch solle ausgeschlossen werden, dass sich weitere Touristenbomber seinem Hoheitsgebiet nähern könnten. Selbstverständlich seien von diesem Flugverbot alle nationalen militärischen Flüge ausgenommen, zu denen er auch den Westen herzlich einlade, um in seinem Namen die produktive Ruhe zur ungestörten Erdölförderung wieder herzustellen. Diese Aktion könne mit der Eröffnung der traditionellen nordafrikanischen Jagdsaison auf Aufständische kombiniert werden – den Lesern besser als „Taliban-Hunt“ oder „Taliban-Shooting“ bekannt. Allen militärischen Teilnehmern an der Treibjagd aus dem Ausland versprach er über einen gewissen Zeitraum Sonderkonditionen für den Bezug von Erdöl. Er habe schon immer eine sehr hohe Meinung zu der von den Amerikanern entwickelten Philosophie „Blut für Öl“ gehabt, weshalb er eine Ausdehnung dieser Aktion auf sein Hoheitsgebiet absolut begrüße, nur müsse er logischerweise den Oberbefehl behalten.

Diese neuerliche Erklärung sorgt unterdessen in Europa und Amerika für ein gewisses Maß an Erleichterung weil damit klar herausgestellt wird, dass Gaddafi sich eindeutig zu westlichen Werten bekennt. Unter diesen Aspekten müsse die Strategie des Westens nochmals überdacht werden. Aber unter dem Gesichtspunkt, dass sich der Herrscher von Libyen aktuell wieder auf der Straße des Erfolges bewege, müsse man nun doch überlegen ihm erneut die Stange zu halten. Es wäre einfach zu schade derartige kommerzielle Glücksfälle ungenutzt verstreichen zu lassen. Zur Erleichterung dieser Situation versprach Gaddafi den westlichen Medien darüber hinaus vermehrte Image-Anzeigenkampagnen, damit das zu unrecht angekratzte Bild vom rechtmäßigen Anführer Afrikas auch in den Berichterstattungen wieder korrigiert werden könne.

Gaddafi fordert UN Intervention und Flugverbot
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