Kleingold in mg-Format, die Zukunft des Edelmetallhandels…

Fort Knox: Gold wird immer teuer, man sieht inzwischen die ersten schwergewichtigen Gramm-Barren im Handel und da ist sich die Edelmetallbranche völlig einig dass es nur noch eine Frage der Zeit ist bis der Handel insgesamt von der bisherigen Unze bzw. Gramm auf Milligramm umgestellt wird. Früher nannte man so was üblicherweise Goldstaub, aber in Zeiten ernster Krisen sollte man auch derlei Kleinigkeiten nicht unterbewerten. Dank fortschreitender Technologie bereitet heutzutage auch die Herstellung nebst der korrekten Beschriftung solcher Milligramm-Barren keinerlei Probleme mehr. Und ein weiterer nicht zu verachtender Vorteil ist die unproblematische Lagerung. Da die neuen Barren selbst zwischen dem Hausstaub kaum mehr auffallen, müssen sie auch bei einer offenen Lagerung in der Wohnung keinerlei Angst mehr vor einem Raubüberfall haben. Nur mit dem Staubtuch sollen sie dann vorsichtiger umgehen.

Der reale Hintergrund ist natürlich ein ganz anderer und deutlich ernsthafter. Die Banken setzen auf kleinteiliges Absaugen von Kapital am Markt, allein schon für den abzusehenden Fall dass die Rettungspakete versiegen und man die Hausfrau bezüglich der letzten Liquidität auswringen muss. Oder besser gesagt, man will in der Szene gerüstet sein, dem kleinen Mann nochmals mit goldenen Versprechungen ganz tief in die Tasche fassen zu können, um auch ja das letzte Krümelchen nicht unachtsam zu hinterlassen. Die Werbebotschaften sind schon fertig: „Riestern in Gold“, „Bullish Metal“ und für die junge Generation natürlich „Heavy Metal Mini“. Wer könnte da widerstehen? Die Engländer heizen ihren Youngstern gar schon mit der neuen David MilliBand im „New Labour Look“ ein und können mit einem Federstrich die Band durch Gramm ersetzen.

Und wenn der Betrag für die monatlichen Vermögenswirksamen Leistungen (nebst der Zuschüsse vom Arbeitgeber) demnächst nicht einmal mehr für 1 Gramm Gold ausreichen sollte, dann wird es höchste Zeit die Einheiten zu verkleinern. Aber keine Sorge, auch hier wird man ihnen das Gold schon nicht physisch liefern. Wie auch wenn es niemand mehr ohne Mikroskop finden kann. Aber die Verbriefungen, Zertifikate und Derivate darauf gibt es dann immer noch im handelsüblichen A4 Format – sicherlich auch mit aufgedrucktem Gold-Krüger-Rand. Anfangs wird es das virtuelle Milligramm noch für rund 3-4 Cent geben, aber wenn dann auch die Kindergärten mit ihren milden Gaben die Banken stürmen um einen Hauch des ewig sicheren Goldes für die sich verdüsternde Zukunft zu erhaschen, dann geht die Rallye erst richtig los. Und sobald das Milligramm dann die 10 Cent Marke holt, dann ist eigentlich schon alles zu spät.

Aber man sieht an dieser Entwicklung sehr genau, es bedarf nur der nötigen Kreativität um die Menschen davon zu überzeugen wie wertvoll und sicher das Gold in jeder Lebenslage ist. Weil die Vorreiterrolle des Goldes bekannt ist, dürfte es nur eine Frage von Monaten sein bis der gesamte übrige Edelmetallhandel auf die neue Handelsgröße umgestellt wird. Qpress.de hat dazu schon mal exklusiv in ein Labor der Edelmetallschmieden nachsehen dürfen und den rechts abgebildeten 10 mg Barren (derzeitiger Marktwert ca. 35 Cent) exklusiv für diese Veröffentlichung herstellen und ablichten lassen, was gar nicht so einfach war. Man muss sich dabei auf Mikroskopiefotografie verstehen und zum Größenvergleich sehen sie rechts im Bild die ultrafeine hochglanzpolierte Edelstahlnadelspitze. Die wurde zur Vorbereitung des Bildes zum Zurechtruckeln des Barrens benötigt der sich ganz wunderbar darin widerspiegelt.

Weitere Spezifikationen: Wie sie unschwer an der Abbildung erkennen können, sind die Daten nicht mehr eingestanzt sondern werden aus Sicherheitsgründen wieder mit gegossen. Damit soll den Goldfälschern das Handwerk gelegt werden. Aktuell ist in Planung die Barren in 10, 20, 50, 100, 250 und 500 mg zu gießen. Die Größenklasse 1, 2 und 5 mg bereitet in der Herstellung doch noch ernsthafte Probleme, weil der Guss aufgrund der zu kleinen Formen noch nicht gelingen will. Selbstverständlich handelt es sich um Feingold der Reinheit 999,9 und wird zur klaren Unterscheidung von der alten Einheit mit „Kleingold“ bezeichnet damit auch der Laie im Goldgeschäft bei den Größenordnungen nicht durcheinander kommen kann.

Als versierter Goldkäufer sind sie gut beraten schon mal nach geeigneten Vergrößerungsgläsern Ausschau zu halten, um zukünftig noch am physischen Goldhandel teilnehmen zu können. Sie sehen also, für den Kleinanleger wird die Welt immer kleinteiliger, während man in der Welt der Großen – bei den Banken – gerade im Begriff ist von der Billionen- zur Trillionenklasse zu wechseln. Aber lassen sie sich diesbezüglich nicht irritieren und folgen bitte weiterhin den Anweisungen ihrer Regierung, die sie nachhaltig bei der Vermögensbildung unterstützen wird. Auch sollten sie Ihre Goldbestände zur Verbesserung ihrer persönlichen Sicherheit präventiv den Behörden anzeigen. Damit wäre es am Ende auch erheblich einfacher diese Mengen später im Rahmen der aktuellen Notstandsgesetzgebung zu konfiszieren. Um nun allerdings nicht so unangenehme Dinge tun zu müssen gibt es eine weitere Option seitens der Regierung, die bei einem spezifischen Gewicht von 19,3 für Gold eine Zuordnung dieses edlen Metalls zu den Schwermetallen per Gesetz ins Auge gefasst hat. Derlei Schwermetalle wären dann über die öffentlichen Entsorgungswege, pedantisch genau protokolliert und unter Tragung der Kosten der öffentlichen Hand zur Entsorgung zuzuführen. Wir wünschen ihnen für die Zukunft ein goldenes Händchen in dieser Sache.

Abschließend noch unsere obligate Anlageempfehlung des Monats: Kaufen sie jetzt unbedingt Aktien von Optikherstellern. Diese werden durch die hier beschriebene Umstellung in den kommenden Jahren einen enormen Umsatzzuwachs im Bereich von Vergrößerungsgläsern aller Art zu verzeichnen haben, was entsprechende Gewinnsprünge mit sich bringen sollte.

Goldhandel zukünftig in Milligramm
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