Vorzeigemutti von den Laien für mehr Sex in der Öffentlichkeit

Hangover: In einer wenig beachteten Weihnachtsrede an der Krippe in der St. Nimmerlein Kathedrale gab es eine beachtliche Ansprache zu familienpolitischen Ergüssen unserer parlamentarischen Vorzugsmutter, die in keiner Weise an Deutlichkeit zu wünschen übrig ließ. Dabei nahm sie sich nicht nur das Christkind zur Brust (siehe historische Aufnahme rechts) sondern unsere gesamte verlogene und doppelbödige Gesellschaft. Obgleich sie dem Kindergarten des Familienministeriums inzwischen entwachsen ist und sich mit den Erhaltungsproblemen der Adulten beschäftigen muss, widmete sie sich dennoch dem Anlass gemäß in gewohnt „leyenhafter“ Art der Familienpolitik.

Bei ihrer Tirade nahm sie gezielt die Medien aufs Korn und monierte dass wir endlich zu mehr Realismus in unserer Welt kommen müssten. So würden den Kindern und Jugendlichen im Fernsehen alltäglich nutzlos tausende von Morden und Gewaltszenen nach unterschiedlichsten Handlungsmustern präsentiert ohne dass selbige einen durchschlagenden Erfolg im täglichen Leben zeitigten. Man versuche zwar mit allen Finessen und Abarten des Tötens den Kindern solches schmackhaft zu machen, würde ihnen aber gleichsam völlig doppelmoralisch bedeuten, dass so etwas nicht in Ordnung sei und man so etwas einfach nicht mache. Damit müsse Schluss sein und man solle den Jugendlichen nur noch zeigen was man auch gesellschaftlich durchsetzen wolle und von ihnen auch im späteren Leben erwarte.

Dazu gehöre nach ihrer Auffassung auch, dass man sich zu den besten Sendezeiten der Volksbildung widme, weil dies offenbar dringend nötig sei. Offensichtlich müsse man aber immer wieder das Volk zur Mehrung anhalten weil uns die Rentenbeitragszahler auszugehen drohen (wir berichteten an dieser Stelle bereits über die rückläufige Volksbildung). Deshalb plädiere sie dafür die Morde in den Fernsehsendungen zu dezimieren und stattdessen auch den Kindern und Jugendlichen mehr Pornos zugänglich zu machen. Letztlich sei ja Sex, Liebe, Leidenschaft und alle damit verbundenen Praktiken eine grundlegende Voraussetzung für eine angemessene Volksbildung.

So habe sie sich in ihrer Jugend noch unter vorgehaltener Hand mit diesem Thema beschäftigen müssen, aber als 7-fache Mutter könne sie heute mit Fug und Recht sagen, diese Regelverletzung habe sich gelohnt und sie habe diesbezüglich ihren Beitrag geleistet und sie wolle daher alles dafür tun, dass die Jugend ihr ungestraft und diskriminierungsfrei nacheifern könne.

Und wenn die Jugendlichen in der Schule lernten wofür der Venushügel, Scheide, Penis, Hoden, Gebärmutter, Eier und Sperma und diese ganzen menschlichen Einrichtungen gut seien, dann könne es nur hilfreich sein hierzu praktisches Anschauungsmaterial auch über die Öffentlich Rechtlichen Sender zu Sendezeiten auszustrahlen, die auch den Nachwuchs erreichten. Man solle sich hier nicht nur auf die Beispiele aus der Natur verlassen, ob kopulierende Hunde, Rindviecher oder Bienchen. Diese seien teils unpraktikabel, irreführend und im Sinne des Tierschutzes schon vor menschlichen Spannern zu schützen. Selbstverständlich seien die Lehrkörper im Biologieunterricht mit praktischen Vorführungen völlig überfordert weil die Libido dass einfach nicht leisten könne wenn sich eine Biologiestunde an die andere reihe. Oftmals könne aufgrund des Lehrermangels auch keine passende Heterobesetzung für derlei praktische Vorführungen gefunden werden.

Mehr noch, wir müssten endlich von der Prüderie in dieser Sache wegkommen und sollten es begrüßen wenn sich mehr und mehr Menschen finden, die fix mal eben im Park per Doggystyle für Nachwuchs sorgten. Bewusst schloss sie die Kirche in ihre Predigt ein und empfahl auch hier einen lockereren Umgang mit den Dingen. So könnte durchaus während des Gottesdienstes auch auf dem Altar mal ein Nümmerchen vor der versammelten Gemeinde geschoben werden, gerne auch in Missionarsstellung. Es spräche auch nichts dagegen dies mit Bibelzitaten zu begleiten wie „Seid furchtbar fruchtbar und mehret euch“. Selbstverständlich dürfe dann die Kirche an dieser Stelle auch in Ausübung ihres Hausrechtes darauf achten, dass keinerlei Verhütungsmittel zum Einsatz kämen, die geeignet wären den ersehnten Erfolg eines solchen göttlichen Aktes zu konterkarieren.

Auch in der Fußgängerzone solle man, sofern es die Gemengelage unter freundlich angeregten Leuten zulasse, einfach den ein oder anderen Rudelbums zur Normalität werden lassen. Und sollten sich volksbildungsverliebte Menschen in der U-Bahn finden die zwischen den Stationen mal eben einen Quickie hinlegten, dann wäre es aufbauender und stimulierender die Leute würden zum Orgasmus klatschen statt sich verschreckt abzuwenden. Wir müssten endlich begreifen, dass diese Dinge die natürlichsten auf der Welt sind und in jedem Falle existenzsichernder als Morde und darüber hinaus erheblich geeigneter das gesellschaftliche Miteinander liebevoll zu fördern.

Final konstatierte sie, sofern man diesem Thema mehr öffentlichen Raum gäbe, dann wären vielfach weniger Verkrampfungen in der Gesellschaft zu verzeichnen und die Volksbildungsrate könnte entsprechend steigen. Würden parallel dazu nur halb soviel Morde wie im Fernsehen öffentlich praktiziert, dann wäre es hinsichtlich der Volksmehrung fast noch ein Nullsummenspiel, weshalb sie persönlich es gut heißen würde die Morde in den Fernsehsendungen stark zu reduzieren. Generell solle die vermittelte Moral mit der gelebten Moral geeint werden. Derzeit wolle sie die Vorbildfunktion der Öffentlich-Rechtlichen wie auch der privaten Sender noch nicht in Zweifel ziehen. In jedem Falle müsse aber die Ungleichbehandlung von Tötungsdelikten und Volksbildung bei den Sendern enden und nach ihrem Dafürhalten letzterer eindeutig der Vorrang eingeräumt werden.

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