Klimaschützer feiern erste Erfolge

Hockeystick, die Waffe im Kampf um das Klima…<br><small>Quelle: http://wikimedia.org/wikipedia/commons/wiki/File:Mann_hockeystick.jpg</small>

Cancún: Wer hätte das gedacht, dass der Klimaschutz so schnell funktioniert wie Blitzeis. Es besteht kein Zweifel daran, die Bemühungen um die Eindämmung der Erderwärmung zeigen erste spürbare Erfolge. Der Tagungsort machte den Auftakt mit einer Rekordkälte noch während der Tagung und die gesamte nördliche Hemisphäre folgte sogleich. Überall Tiefsttemperaturen und Schneefall ohne Ende. Zwar sind die Klimaschützer selbst ein wenig überrascht von diesen unerwarteten Erfolgen, lassen sich aber dadurch nicht irritieren und kämpfen unermüdlich weiter, um jedwede Erwärmung des Planeten bereits im Ansatz zu verhindern. Inzwischen geht man dazu über die Ziele neu zu definieren und visiert den absoluten Nullpunkt als Dauerzustand an, um mit dem größten Teil des Kosmos eine friedliche Koexistenz führen zu können, bei rund minus 273,15°C. Damit gilt seit Cancún endlich auch der ideologische G-Punkt (Gefrierpunkt) als definiert. Dieser Punkt beschreibt erstmals öffentlich allen Klimajüngern das anvisierte Ziel der ultimativen Ekstase, die sie nunmehr gebetsmühlenartig zu erreichen suchen.

Man sei völlig auf dem richtigen Weg, hieß es von den Tagungsteilnehmern, wenngleich diese schlagartigen Erfolge, die sich in dem abzeichnenden „Jahrtausendwinter“ manifestierten, doch sehr überraschend kamen. Hierin sehen die Klimajünger eine göttliche Unterstützung und Bestätigung ihrer Bestrebungen, den sie als Ansporn nutzen wollten ihren Kampf gegen CO2 und steigende Temperaturen fortzusetzen. Auch werteten sie dieses Geschehen im Nachgang als eine Art göttliche Verzeihung für die 25.000 Tonnen CO2 die sie mit ihrer Tagung unnötigerweise produzierten, anstatt eine deutlich klimaneutralere Onlinekonferenz abzuhalten.

Auch in der Wahl der Kampfmittel sei man inzwischen fester orientiert. Dazu gehöre zuvorderst die aufwändige Verbringung von CO2 unter die Erde. Aber auch die Ausgabe und der Handel mit CO2-Zertifikaten sei ein probates Mittel. Dadurch werde sichergestellt, dass dem Menschen die Kohle entzogen würde, um nicht den Prozess der Klimaerwärmung weiter anzuheizen zu können. In einer dezidierten Abstimmung mit den Banken und der Hochfinanz sei man übereingekommen, dass der Entzug weiterer liquider Mittel durch CO2-Abgaben/Steuern die Klimaerwärmung ebenfalls drastisch aufhalten könne. Nach anfänglicher Weigerung haben sich auch die Banken inzwischen bereiterklärt die Kohle sicher vor dem Zugriff der breiten Masse aufbewahren zu wollen und erklärt, dass die vorhandenen Bunker und Tresore diese Belastung durchaus noch aushalten könnten.

Damit kommen die Klimajünger ihrem Ziel auch stetig näher, alles was mit CO2, Kohle, Kohlenstoff oder Kohlehydraten zu tun hat, endgültig unter ihre Kontrolle zu bringen. Als Klimafaschisten würden sie sich aber nicht sehen, obgleich mehrfach in der Presse ähnlich klingende Begriffe für diese Kämpfer Verwendung finden. Es sei aber auch sehr schwer Fetischismus und Faschismus genau auseinanderzuhalten. Eine weitere Studie der Klimaschützer belegt, dass es viel humaner und schneller sei, wenn jemand erfriere, statt sich lang anhaltend zu Tode hungern zu müssen oder in einer höllischen Hitze dahinzusiechen. Kostengünstiger und klimaneutraler sei das allemal. Damit könnte erstmals auch zuverlässig die Anzahl der Frosttoten aus der Saison 2010/2011 für die Bewertung ihrer Anstrengungen herangezogen werden, die nach ersten Einschätzungen überaus üppig ausfallen dürfte.

Nach weiteren und ultimativen Mitteln im Kampf gegen die Klimaerwärmung befragt, konnte der ideologischen Führung der Klimajünger auch ihr finaler Traum zur Erreichung dieses Ziels entlockt werden, welches allerdings bislang noch an den technischen Voraussetzungen scheitere, aber auf ganz lange Sicht durchaus wahrscheinlich wäre. Nichts weniger als die Abschaltung der Sonne würde dann den Endsieg bedeuten, als Ausgleich für die sinnlose Heizerei auf unserer Erde. Man wisse zwar, dass die göttliche Fügung dies auch in einigen Milliarden Jahren schon vorsehe, aber man werde alles daran setzen diesem Ereignis zuvorzukommen und die bisherigen Erfolge seien da sehr ermutigend. Vorerst werde man aber in gewohnter Manier weiter auf den Hockeystick setzen, der sich als erheblich geeigneter erwiesen hat auf das Gewissen der Klimasünder einzuprügeln als etwa ein Baseballschläger. Auch sei der Hockeystick als Kampfmittel viel mehr in der Ideologie der Klimaschützer verwurzelt und betone die angenehme Kühle in der die Organisation ihre Vorstellungen verwirklichen wolle.

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Kommentare

Klimaschützer feiern erste Erfolge — 1 Kommentar

  1. Hah, der ENDSIEG ist nah.
    Das CO2 hat ausgespielt, hurra!
    Als nächstes das Methan.
    Schlachtet alle Kühe ab, lebt Vegan!
    Wer dann noch pupst muss zahln!

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