Assange mit dem falschen Riecher…<br><small>Quelle Ursprungsbild: http://wikimedia.org/wikipedia/commons/wiki/File:Julian_Assange_in_Barcelona,_Spain_-_20100815.jpg</small>

Schweden-Gardine: Unsere kühlen nordischen Nachbarn, die Schweden überraschen uns jetzt mit völlig neuen und ungeahnten Rechtsfragen. Die unerwartete Enthüllung während einer an sich gewollten Verhüllung des Schniedels mittels eines Gummiteils könnte eine Vergewaltigung darstellen. Dies wird in jedem Falle dadurch untermauert, dass zur Klärung dieses Vorgangs ein Haftbefehl erlassen werden musste was die Brisanz der Angelegenheit deutlich macht.

Zum Vorgang selbst. Hier traf es den bislang eher untadeligen Gründer der sogenannten Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange. Nach bisherigen Angaben verlustierte er sich zeitversetzt mit zwei schwedischen Blondinen und frönte seinen Trieben, offenbar bis dahin völlig einvernehmlich und mit Zustimmung der belustigten Damen. Dann aber geschah im ersten Fall das Unerwartete … ein geplatztes Gummi und im zweiten Fall ein fehlendes Gummi und jetzt wird es kompliziert wie es die Aargauer Zeitung zu berichten weiß.

Nach schwedischer Rechtsauffassung könnte die innerliche Besudelung der Dame(n) mit dem Sperma des Australiers jetzt eine Vergewaltigung darstellen, weil diese Situation zuvor nicht explizit vereinbart wurde. Zwar haben die Damen völlig bereitwillig mitgemacht, aber Tage später stellten sich wohl doch noch einige Schocks bei ihnen ein, die die Damen veranlassten hernach Hand in Hand die Polizei aufzusuchen, um bezüglich dieser ungesetzlichen Sauerei entsprechende Strafanträge zu stellen. Der Haftbefehl wurde inzwischen vollstreckt und der Delinquent könnte nunmehr nach Schweden expediert werden um diese Schändungen gerichtlich zu klären. Nach gesundem Rechtsempfinden schließen sich hier natürlich für den weiterdenkenden Menschen eine ganze Reihe von beängstigenden Fragen an:

  • Hatte der Lüstling auch hier bereits vorsätzlich und gegen den Willen der Betroffenen eine Enthüllung geplant, und konnten die betroffenen Mädels vermuten dass es in jeder Hinsicht enthüllend werden könnte?
  • Sollte diese Enthüllung auf Materialversagen zurückzuführen sein, haftet dann der Hersteller der Kondome auch für die strafrechtlichen Konsequenzen die dem Anwender aus dem Materialversagen erwachsen.
  • Noch ungeklärt ist indes, ob nicht eine der Geschädigten durch die unangekündigte Verwendung einer Spirale das Materialversagen möglicherweise begünstigend herbeigeführt hat und sie somit eine Mitschuld oder gar ein Vorsatz für dieses Erregnis treffen könnte?
  • Auch muss im zweiten Fall noch geklärt werden, ob das Nichtvorhandensein eines Kondoms den weiblichen Part zunächst zum Sex verpflichten kann und erst danach eine Rüge in Form einer Anzeige zu erfolgen hat, oder ob es das schwedische Rechtssystem auch zugelassen hätte, hier einfach den Liebesdienst zu versagen.
  • Welchen Einfluss könnte dieses Ereignis grundsätzlich auf den in Schweden praktizierten Geschlechtsverkehr haben oder müssen wir gar damit rechnen dass die Schweden wegen neuer Rechtsnormen nunmehr aussterben?

Die Angelegenheit scheint in jedem Fall so kompliziert zu sein, dass sich auch die amerikanische Administration dazu hingerissen fühlt hier eine Auslieferung zu beantragen. Ob die Amerikaner jetzt nur was in Sachen Sex lernen wollen, ob es solidarisierende Prüderie mit den Schweden ist oder ob nur der Hersteller der Kondome gedeckt werden soll, ist völlig unklar. Die CIA fahndet aus Gründen der Beweissicherung derzeit noch mit Hochdruck nach dem „Corpus Delicti“, man möchte das Leck doch noch etwas genauer untersuchen. Fest steht nur, dass man diesem Mann jede Form der Enthüllung aufs schwerste verübelt und der Vorgang deshalb zu einem Präzedenzfall hochstilisiert werden dürfte. Sicher, uns ist bekannt dass nackte Tatsachen in Amerika schon seit ewigen Zeiten einen schweren Stand hatten, wohingegen der Wandel diesbezüglich in Schweden doch sehr schwer nachvollziehbar ist. Vielleicht ist es am Ende auch nur der Unterschied zwischen vorsätzlichen oder fahrlässigen Enthüllungen … wir werden sehen.

WikiLeaks und die geplatzte Verhüllung
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