Neues Institut für Staatsterrorismus

BRDigung … geben sie Ihrer Zukunft ein Zuhause

BRDigung: Das „IfS“ wird in Kürze seine Arbeit aufnehmen. Die Vorbereitungen dazu nähern sich ihrem Abschluss. Dem Vernehmen nach wird es dem Innenmysterium untergeordnet sein und unter de Misere wesentlicher Bestandteil der künftigen Innenpolitik werden. Nach den jüngsten Enthüllungen durch WikiLeaks zur amerikanischen Außenpolitik hat man in Berlin schnell gelernt und wird das Kind ehrlich nach seinen Inhalten benennen. Ursprünglich sollte es mit Blick auf den konservativen Hintergrund „Institut für angewandte Folklore“ heißen. Auf die Errichtung eines Propagandaministeriums hat man aufgrund historischer Belastungen bewusst verzichtet. Nun aber ist real das enthalten was auch draufsteht und dem Menschen kann damit suggeriert werden, dass es sich um sicheren, also staatlich geprüften Terror handelt.

Damit dürfte es auch in der Kommunikation mit den Menschen jetzt keinerlei Probleme mehr geben und Enthüllungen jedweder Art sind damit von vornherein ausgeschlossen. Nach der Aktion „Du bist Deutschland“ kommt das IfS mit einer eigenen Kampagne heraus, deren Kernelement das rechts symbolisierte Ortsschild ist und wirbt damit für eine neue Zukunft. (Dieser Aufkleber ist beim IfS inzwischen vergriffen, aber die Redaktion von qpress.de verfügt noch über einige Exemplare davon im Postkartenformat. Bedauerlicherweise hat der Bundesadler schon unter der Strahlung und den gentechnischen Einflüssen gelitten, aber dennoch patriotisch durchgehalten. Etwaige Anfragen/Bestellungen sind über die Seite Standort-Förderung an die Redaktion zu richten)

Sinn und Zweck des Instituts ist die Gleichschaltung der Bürger, damit diese in die bisherigen und noch zu gestaltenden Normen passen und nicht an allen Ecken und Kanten individuelle Ausnahmeregelungen geschaffen werden müssen. Dies besonders mit Blick auf die Vereinheitlichung der Bürger, die in ihrer finalen und sogenannten staatstragenden Ausführung selbstverständlich allen EU-Richtlinien entsprechen müssen. Zur Erreichung dieser Ziele ist es unabdingbar Staatsterror zu veranstalten (früher auch Affentanz genannt) da hinlänglich bekannt ist, dass der Bürger eine Aversion gegen jeglichen Wandel hat.

Im Sinne der Fürsorge, der Sicherheit, der Normierung und Verwaltungsvereinfachung muss der Bürger mit geeigneten Mitteln dazu angehalten werden die neuen Standards wohlwollend anzunehmen und für sich als wohltuend zu empfinden. Das Grundsatzprogramm des „IfS“ zur Bürgerreformierung stammt aus der Kaderschmiede der Regierung und umfasst im wesentlichen folgende Gedankenansätze die durch dieses Institut vorangetrieben werden sollen:

  • In Fällen in denen exterritoriale Terroristen versagen, aus Geldmangel in der EU nicht tätig werden können, fälschlich an der Einreise gehindert werden oder anderweitig verhindert sind, müssen starke Mechanismen entwickelt werden, um das Angstpotential hierzulande ersatzweise auf hohem Niveau zu halten. Reine Terrorwarnungen dürften nach heutigem Erkenntnisstand nicht mehr ausreichend sein, da braucht es schon ein wenig „Action“. Dies ist eines der Kernelemente um zukünftige Sicherheitsvorstellungen und weitergehende Überwachungsstaatlichkeit, wie auch geeignete Kontrollmechanismen gegenüber den Bürgern erfolgreich etablieren zu können. Idealerweise sollte der Ruf nach solchen Verbesserungen direkt von diesen ausgehen. Wichtige Aufgabe des Instituts wird es sein geeignete Wege zu finden diese Maßnahmen den Menschen passend zu oktroyieren, um alles mehrheitlich konsensfähig zu gestalten.
  • Die Zusammenarbeit mit den Medien soll von diesem Institut koordiniert werden. Man überlegt deshalb die zentrale Deutsche Presseagentur (DPA) zu verstaatlichen und diesem Institut zu unterstellen. Zwar funktioniert der selbst verordnete Maulkorb der Presse in den meisten Fällen recht gut, um aber Ausreißer irgendwelcher Profilneurotiker innerhalb der Journalie auszuschließen, sollte die zuvor beschriebene Integration ernsthaft erwogen werden.
  • Weil wir klimatisch bedingt in diesen Breiten kaum ohne feste Kleidung auskommen, sollten die Medien vermehrt Nacktbilder und Nacktscans publizieren und auch allgemeines Gefummel als neuen gesellschaftlichen Trend hoffähig machen. Durch eine sogestaltige Vorbereitung könnte man einfühlsam darauf hinwirken, dass sich die Leute förmlich darum reißen an den Flughäfen durch die Nacktscanner zu marschieren und ggf. sogar für die Bilder noch etwas bezahlen. Und wenn man im Schritt und an der Brust befummelt wird, könnte dies als erotisches Zusatzerlebnis zum Urlaub verkauft werden. Dazu wäre es selbstverständlich hilfreich die Fummelei auch geschlechtsübergreifend zuzulassen, was heute leider aus falsch verstandenen Motiven noch nicht der Fall ist. So kann Sicherheit richtig Freude bereiten.
  • Dann gilt es noch die bereits vorhandene Technik etwas extensiver zugunsten der Sicherheit zu nutzen. Dies bezieht sich auf die bereits bekannten Mautbrücken an den Autobahnen. Mit wenigen Handgriffen wären diese locker so herzurichten, dass auch alle PKWs nach Terroristen und missliebigen Personen durchsucht werden könnten. Dies besonders unter dem Eindruck der neuen Personalausweise mit dem RFID Chip. Dies würde dem normalen und unschuldigen Bürger dann komplizierte Stop-Verfahren durch die Polizei ersparen und jeder bereits auf Kilometer erkennbare treue Bürger hätte stets freie Fahrt und nur die Bösewichte würden noch gezielt herausgewunken.
  • Im Bereich der persönlichen Sicherheit muss es darum gehen, dass jeder Computer den Bundestrojaner 2.0 installiert bekommt, der vollautomatisch alle Belastungssituationen des Nutzers erkennt und frühzeitig ein Abdriften in kriminelle Sphären oder in den Bereich psychischer Störungen an eine geeignete Stelle melden kann. Dazu sollte der Bundestrojaner um einige Features ergänzt werden, die dem Bürger wirklich Freude bereiten, wie beispielsweise die Verwaltung seiner Einkaufslisten, seiner Adressdaten oder freie Tools für Portfolioanalysen seiner Wertpapiere. Also eine kostenlose Software mit echtem Zusatznutzen. Die Liste der schönen Dinge ließe sich hier beliebig verlängern.
  • Die außerordentlich positiven Erfahrungen mit den Fußfesseln für Kriminelle sollten zugunsten der Bürger uminterpretiert werden. Durch Einführung einer Mitführungspflicht für den Personalausweis könnte jeder Bürger dank des RFID Chips überall verortet werden und selbstverständlich aus jeder Notsituation befreit werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass gerade Kriminelle sich stets gegen derlei Einrichtungen wehren. Wenn also alle Bürger diese Einrichtung akzeptierten, dann wäre klar, dass alle Individuen die ohnedem herumlaufen Kriminelle sind und schon haben wir wieder ganz schmerzlos unsere Sicherheit erreicht. Auch hier gilt es nur noch etwas Zusatznutzen zu implementieren, beispielsweise die persönliche Begrüßung an der Supermarktkasse, bei der Bank und auf dem Amt und schon sollte der Bürger restlos befriedigt sein und die sprichwörtliche totale Sicherheit kommt mehr oder minder als Abfallprodukt dieser generösen Idee recht beiläufig zustande.
  • Bei der Meinungsfreiheit wird es jetzt wirklich kritisch. Nicht nur weil diese eine der höchsten Prioritäten genießt, sondern auch weil es ein sehr sensibles Thema ist. Dies dürfte ein aufwändigerer und langwieriger Prozess werden, den Menschen klarzumachen wie sie korrekt und ohne all zu große Anstrengungen völlig frei von jedweder eigenen Meinungen zu sein haben. Deshalb wird gerade dieser letzte Punkt innerhalb des Instituts auch als sogenannte Nagelprobe gehandelt, an der sich letztlich das Schicksal desselben entscheiden wird. Man ist aber auch hier optimistisch die Meinungsfreiheit korrekt vermitteln zu können.
  • Und abschließend geht es um die Wahrung der Verhältnismäßigkeit. In Deutschland sterben täglich mehr als 3.000 Menschen. Gemäß der Opferzahlen könnte man auch von einem täglichen 9/11 sprechen. Menschen von denen sicherlich allerhand noch zu retten wären, was aber keinerlei Priorität hat. Hierbei sind alle Todesarten berücksichtigt, von der natürlichen Mortalität (alle Krankheitsarten), über Unfälle und Gewaltverbrechen. Wenn wir dazu die Anzahl der Terrortoten in Relation setzen, die bei täglich ca. 0,00 liegt, dann sollte uns die Tragweite der postulierten Sicherheitspolitik bewusst werden. Denn diese Null muss um jeden Preis verteidigt werden. Daher ist die mediale Omnipräsenz der geschilderten Bedrohungslage und die zu realisierende Sicherheit unserer Bürger unverzichtbar, da sind alle anderen Themen logischerweise Makulatur.

Selbstverständlich sind die vorgenannten Erwägungen nur Teilbereiche des erheblich umfänglicheren Programms dieses neuen Instituts. Seine Notwendigkeit ist allerdings bei Politik und Industrie völlig unbestritten. Wie in vielen anderen Dingen auch, muss man oftmals die Menschen zu ihrem Glück zwingen. Nichts anderes beabsichtigt die Politik indem sie für uns Maßnahmen ergreift und beschließt die nur zu unserem Wohl sind. Ob es die Bankenrettung ist, die Vorratsdatenspeicherung oder eine verstärkte Überwachung aller Lebensbereiche, der Bürger kann einfach nicht absehen welche unermesslichen Vorteile ihm daraus erwachsen. Aber gottlob hat er ja noch seine Volks-Vertreter und die Lobbyisten, die pedantisch genau auf sein Wohlbefinden achten und dass die Dinge stets anstandslos rundgehen. Denn diese Herrschaften wissen wo die Prioritäten sind.

Neues Institut für Staatsterrorismus
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Kommentare

Neues Institut für Staatsterrorismus — 1 Kommentar

  1. Schöner Beitrag, gefällt sehr. Danke für den Link unter meinem Artikel bei “theintelligence.de”. Ich denke, wir hören wieder … Gute Grüße Peter

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