USS Terror um 1897 - Ähnlich wie die kaiserliche Flotte ist dieTerror zwar nicht mehr vorhanden, aber die Geschichte mit der Steuer möchte man noch nachholen<br><small>Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:USS_Terror_LOC_det_4a05511.jpg</small>

Blowemuptown: In diesem Provinznest trafen sich die Mitglieder einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretern der US-Regierung, aller heimischen Geheimdienste, der FED und der nationalen Steuerbehörde IRS zur Vorbereitung einer „Terror Prevention Tax“. Der Staat ist derzeit bis über beide Ohren verschuldet, muss diverse Kriege für den Sieg des Guten auf diesem Planeten schultern, die Achse des Bösen falten, Terror aller Couleur bekämpfen, Banken retten, den Reichen die Steuern senken und dies alles unter Wahrung der inneren Sicherheit. Eine Mords-Aufgabe. Dass es dabei finanziell eng werden könnte war allen Beteiligten klar, nur welche konkreten Maßnahmen daraus folgen sollten war bislang geheime Kommandosache. Nach einem vierwöchigen Konvent der Arbeitsgruppe gibt es mit der erwähnten Steuer also erste greifbare Ergebnisse die nun der Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Wie der Sprecher der bis dahin geheimen Arbeitsgruppe (TPT-Action-Force) nun verlauten ließ, müsse der Bürger sich darüber im Klaren sein, dass er zur Finanzierung seiner Sicherheit beizutragen habe, daher wurden die Rahmenbedingungen für eine solche Steuer nunmehr erarbeitet und sollen spätestens zu Beginn 2011 in Kraft treten, nachdem alle Voraussetzungen dafür über die Instanzen in den kommenden Monaten geschaffen werden. Am Rande ging er noch kurz darauf ein dass diese Maßnahmen an sich aus dem CO2-Zertifikatehandel hätten bezahlt werden sollen. Bedauerlicherweise würde aber die Klimaerwärmung derzeit von der Natur boykottiert und somit fehlten dort die Argumente für die Durchsetzung. Beim Terror hingegen könne man selbst genügend Einfluss auf den Verlauf nehmen.

Im Kern wird es bei der Besteuerung sehr einheitlich und ausgewogen zugehen. Dem vernehmen nach soll diese pauschal 5% des Einkommens betragen. Man munkelt, dass in Teilen der deutsche „Soli“ hier Pate gestanden habe. Ausgenommen hiervon seien nur Verdiener mit einem Jahreseinkommen von mehr als 0,5 Mio. US-Dollar jährlich, weil bei dieser Gruppe generell nicht davon auszugehen sei, dass sie des Terrors verdächtigt werden könnte und daher eine Befreiung angebracht erscheine. Letztlich seien bei dieser Gruppe auch schon die Spenden an die Parteien eine einschneidende Belastung zugunsten der Allgemeinheit, was durchaus anzurechnen wäre. Alle anderen US-Staatsbürger sollen aber in dem genannten Umfang veranlagt werden, um ihren Beitrag im Kampf gegen den Terror zu leisten und damit ihre eigene Sicherheit zu befördern.

Eine weitere bedeutsame Gruppe, die zwar nicht leistungsfähig sei, aber dennoch den Schutz des Staates genießen wolle, seien die rund 40 Millionen Foodstamp-Bezieher. Ihnen würden in diesem Zusammenhang die Leistungen um rund 50% gekürzt, denn auch damit sei sichergestellt, dass diese Gruppe hernach allein schon physisch nicht mehr in der Lage sein werde sich an irgendwelchen Terroraktionen zu beteiligen, dafür würde sie jedoch vollen staatlichen Schutz und entsprechende Überwachung genießen. Aber gerade bei der letzteren Gruppe müsse man selbstverständlich Nachsicht üben und deshalb hat diese Klientel die Wahlfreiheit. Ersatzweise können sich diese Menschen bei voller Verpflegung in ein FEMA-Camp begeben. Dort wären sie in besten Händen und gut beschützt. Viele der Betroffenen sollten dort sogar die Gelegenheit bekommen sich zu Aufsichts- und Wachpersonal innerhalb der FEMA-Einrichtungen weiterbilden zu lassen, um im Gegenzug einige Extrarationen an Lebensmitteln zu bekommen. Auch hier könnte der gute alte deutsche Blockwart Pate gestanden haben.

Das Konzept wurde durchgängig gelobt und könne generell als Durchbruch bei der Terrorprävention gefeiert werden. Die Mittelverwendung sei insofern auch schon vorgeklärt, als dass die Zahl der derzeitigen Geheimdienste von rund 70 auf dann 150 einschließlich neuer Koordinierungsstellen ausgebaut werden solle. In der maximalen und finalen Ausbaustufe könne so jeweils ein Schutzbeauftragter auf 10 Einwohner kommen, womit eine lückenlose Terrorabwehr gewährleistet wäre. Überschießende Teile der kalkulierten Einnahmen aus der TPT könnten direkt in Finanzierung von Terrorprogrammen fließen, um die Bewohner nachhaltig davon zu überzeugen wie wichtig ihr Schutz sei. Hierzu liefen bereits Vorgespräche mit den Gründern von Al Qaida, einer Stabsabteilung des CIA. Bedauerlicherweise würde die zunehmende und kritische Aufmerksamkeit innerhalb der Bevölkerung immer teurere und ausgefeiltere Aktionen erfordern, damit die Regierung nicht der Unglaubwürdigkeit anheim fiele. Pannen wie bei der Begründung des letzten Irakkrieges dürften sich in der Form einfach nicht wiederholen. Auch viele Aktionen rund um 9/11 seien sehr stümperhaft gelaufen, was in der Folge eine Unmenge an unbeantworteten Fragen bei den Bürgern hinterlassen habe. Mit entsprechenden Mitteln aus der TPT ausgestattet ließe sich so etwas künftig aber deutlich bessern. Im Rahmen einer allgemeinen Krisenabwehr sei auch daran gedacht, im Notfall aus diesem Topf temporär notleidende Banken zu retten, um auch hier dem Bürger das Gefühl absoluter Sicherheit zu vermitteln.

Darüber hinaus regte die Arbeitsgruppe an, die internationale Gemeinschaft solle dem amerikanischen Beispiel folgen und Terrorprävention in ähnlicher Form betreiben. Die ersten Reaktionen der verbündeten Staaten fielen überraschend positiv aus. Man lobte die konsequente Ausgestaltung und die Vertreter der bisher angesprochenen Regierungen konnten sich zu ihrem eigenen Schutz solche Maßnahmen in ihren Heimatländern gut vorstellen, schließlich sei Sicherheit das Gebot der Stunde und ein berechtigtes Anliegen eines jeden Bürgers. Einleuchtend sei auch, dass absolute Sicherheit nur zu einem verhältnismäßig hohen Preis zu haben sei und jeder Bürger der sich hier verweigere, sei per se verdächtig.

Ebenso positive Signale kamen von der Kirche, die mit einer eigenen Abgabe in dieser Form dem religiös motivierten Terrorismus entgegenwirken will, aber aus Rücksicht auf etwaige Überschneidungen mit dem genannten Programm sollte es hier „Friedensbeitrag“ genannt werden und könne bedauerlicherweise nur von Angehörigen der jeweiligen Glaubensgemeinschaft erhoben werden. Auch sei die Verwendung der Mittel mehr auf Himmelfahrtskommandos ausgerichtet und nicht so sehr auf weltliche Attacken.

USA planen Terror Prevention Tax (TPT)
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