Ölschwaden im Golf von Mexiko

Fisch zu Fuß<br><small>Bild-Quelle: http://oceanexplorer.noaa.gov/okeanos/explorations/10index/logs/slideshow/ex_july_highlights/gallery/hires/12.jpg</small>USA: Angeblich sollen ja die Mikroben schon das ganze Erdöl im Golf von Mexiko aufgefressen haben. BP und US-Regierung vertrauen hier voll und ganz auf diese kleinen Geister in der Tiefsee und stimmen einträchtig in den Chor mit ein der da singt: „Aus den Augen, aus dem Sinn“. Aber wie immer wenn es Positives zu vermelden gibt, kommen wieder die Bösen Kritiker daher und rufen: „Alles Schwindel“. So auch in diesem Fall. Da finden sich jetzt unzählige Meeresbiologen vom WAVCIS-Beobachtungsnetzwerk, die genau das Gegenteil behaupten und dies auch noch mit Messungen vor Ort nachweisen.

Demnach wabern die Ölmengen nach wie vor durch den Golf, nur eben für uns Menschen nicht sichtbar. Insoweit sind die bisherigen Entwarnungen auch nur Kosmetik und Placebo für den beunruhigten Umweltschützer. Als Argument für verringerte Entschädigungszahlungen seitens BP dürfte es aber ein hervorragendes Argument sein. Auch wenn die weitere gleichmäßige Verteilung des Öls durch die raue See als Erfolg verkauft wird, bleibt es nur eine Verdünnung des Leids, aber keine Behebung. So gehen die Wissenschaftler davon aus, dass je nach Wetterkonstellationen noch über Jahrzehnte immer wieder Strände in Schüben mit Öl verseucht werden.

Da wundert es denn auch nicht, wenn die Fische anfangen auf allen Vieren daherzukommen (siehe Bild). Schließlich geht es ihnen im Golf derzeit so, wie es uns ergehen würde wenn wir über lange Zeit dicken Rauchwolken in unserer Atemluft ausgesetzt wären, die sich einfach nicht verziehen wollen. Uns würde schlicht die Luft ausgehen und so ähnlich muss man sich dass aus Sicht der Fische und vieler anderer Lebewesen der See vorstellen. Aber wir können daraus lernen, dass man Schäden begrenzen kann, wenn man die Berichterstattung dazu eindämmt und sich ferner müht den Blick schnell auf anderes Ungemach zu richten. Den Rest erledigt die Zeit und die menschliche Vergesslichkeit. Und wenn das zur Beruhigung nicht reicht, dann geht halt der Präsident dort baden, um seinem Volk die wohltuende Hautpflege des ölhaltigen Wassers zu demonstrieren.

Bookmark and Share
Ölschwaden im Golf von Mexiko
2 Stimmen, 5.00 durchschnittliche Bewertung (98% Ergebnis)
Veröffentlicht unter Umwelt,Wirtschaft,Wissen Verschlagwortet mit ,,,,, permalink

Über WiKa

Die verkommene Wahrheit unserer Zeit ist so relativ und dehnbar wie das Geschrei der Massen-Medien selbst. Erst der schräge Blick durch die Blindenbrille, in stockfinsterer Vollmondnacht, eröffnet darüber hinaus völlig ungeahnte Perspektiven. Überzeichnung ist dabei nicht zwangsläufig eine Technik der Vertuschung, vielmehr ist es die Provokation gezielter Schmerzen, die stets dazu geeignet sind die trügerische Ruhe zugunsten eigener oder andersartiger Gedanken zu stören.

Kommentare

Ölschwaden im Golf von Mexiko — 2 Kommentare

  1. Eine Gesellschftskrankeit ist es durchaus. “Aus den Augen, aus dem Sinn”. Wenn die Medien nicht mehr davon berichten und wenn es natürlich ja sowieso “weitweg” geschieht, dann vergessen wird das ganze ziemlich schnell. Die Natur muss sich nun noch einmal von unseren “Helden”-Taten erholen. Wenn wir nichts unternehmen und anfange die regenerative Energie zu nutzen, so werden auch weiterhin Katastrofen welche von Menschenhand gesteuret werden, unsere Welt in solch einem Ausmass verschmutzen, dass es kein zurück mehr geben kann. Dies kann, meiner Meinung nach, durchaus dazu führen das den nächsten Generationen Verboten sein wird im Meer zu schwimmen. Oder es werden dem Strand entlang Warnschilder ersichtlich sein, mit der Aufschrift: “Schwimmen im Meer, auf eigene Gefahr”

  2. Erdöl ist ein reines Bio-produkt. Nachweislich aus millionenaltem Grünzeug was noch nicht bio-vergast wurde. Insofern ist es auch natürliches Futter für anpassungsfähige Bakterien. Solange diese Anpassungsfähigkeit von Bakterien uns schadet -bei Krankheitserregern- wird es beklagt, wenn uns diese Anpassungsfähigkeit nutzt, wird sie bezweifelt. Nun lerne ich gerade grün: weil Öl leichter wie Wasser ist, sinkt es ab und ist im Untergrund natürlich böse. Aber nur im Untergrund, denn an der 1000 km langen texanischen Küste vom Golf von Mexico wurde es im Erdölstaat Texas nicht mehr gesichtet, In den Nachbarstaaten auch nicht. Aber vielleicht im nächsten Jahr. Wir sollten einen grünen Angstclub bilden.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>